Samstag, 27. März 2021

Rezension Caren Benedikt "Das Grand Hotel - Die mit dem Feuer spielen"




 Inhalt:

Bernadette von Plesow hat schon viel durchmachen müssen, aber das letzte Jahr hat ihr fast zu viel abverlangt. Von ihrem prächtigen Hotel konnte sie alle Schäden abwenden, nicht jedoch von ihre Familie: Ihr Sohn Alexander ist tödlich verunglückt. Die Trauer lastet schwer auf ihr, besonders da sie im Unguten auseinandergegangen sind. Unterstützung erhält sie von ihrer Tochter Josephine, jedoch fällt es Bernadette nicht leicht, sich wieder mit aller Kraft dem Hotel zu widmen. Und plötzlich steht auch noch ein Mann vor der Tür, den sie nur von einer alten Fotografie kennt … 
Bernadettes anderer Sohn Constantin, Eigentümer des verruchten Hotels Astor in Berlin, geht hingegen ganz anders mit der Trauer um seinen Bruder um. Er weiß, dass er die Schuld an dessen Tod trägt, wollte sich doch der Kopf der Frankfurter Unterwelt damit an ihm rächen. Constantin kann und will das nicht hinnehmen. Er hat sich einen perfiden Plan ausgedacht, wie er es dem Mörder seines Bruders zurückzahlen könnte und lässt sich damit auf ein gefährliches Spiel ein …


Meine Meinung:

Vorweg - um dieses Buch zu verstehen, muss man Band 1 gelesen haben. Ich habe Band 1 letztes Jahr im Frühjahr gelesen, ich kann sagen, dass ich wieder gut in die Geschichte rein gefunden habe. Da durch, dass mir Band 1 so gut gefallen hat, bin ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch ran gegangen - und diese wurden komplett erfüllt. So wie schon Band 1, so habe ich auch dieses Buch verschlungen. Es war spannend zu lesen wie es weitergeht. So spannend, dass ich einmal sogar fast meine Haltestelle - an der ich aussteigen musste - verpasst habe. 

Die Geschichte kommt schon gleich zu Beginn sehr in Fahrt, so dass ich direkt dabei war. Die Beschreibungen haben auch hier wieder dazu beigetragen, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte, somit war ich regelrecht mit vor Ort - manchmal fühlte es sich so an, als wenn ich neben Bernadette stehen würde. So nah war ich an der Geschichte dran. Schon allein dies begeistert mich sehr.

Aber auch die Protagonisten konnten mich fesseln. Einige von Ihnen haben sich ganz schön weiterentwickelt, andere sind so geblieben, wie sie auch in Band 1 waren. Diese Mischung finde ich klasse. 

Bernadette ist eine starke Frau - zumindest bei dem was ihre Fassade zeigt - aber sie kann auch anders, auch wenn sie nicht gern Gefühle zeigt - aber umso eindrücklicher waren diese Momente, in denen sie Gefühle gezeigt hat. 

Josephine finde ich klasse, sie hat sich zu Band 1 schon sehr gewandelt, was ich sehr passend finde, da sie ja auch einfach älter wird, und auch schon vieles erlebt hat. Klasse finde ich, wie sie sich für Lotte einsetzt - man merkt deutlich, dass sie sich diesbezüglich einiges bei ihrer Mutter abgeschaut hat. 

Lotte finde ich auch toll, sie ist auf jeden Fall auch sehr dankbar und weiß zu schätzen, wie mit ihr umgegangen wird.

Marie hat sich auch sehr weiterentwickelt, wie ich finde sehr passend. Auch sie mag ich gern.

Magrit geht so überhaupt nicht. Sie finde ich einfach nur schrecklich und ich frage mich, wie man so sein kann...

Es ist in diesem Band wieder viel passiert, schöne Dinge und nicht so schöne Dinge...teilweise standen mir beim Lesen sogar die Tränen in den Augen - an anderen Stellen habe ich mitgelacht. Kurz das Buch konnte meine Gefühle erreichen.

Die Autorin hat mit diesem Buch eine wundervolle Welt weitergeschrieben. Das Ende ist so gestaltet, dass ich als Leserin am liebsten gleich Band 3 weitergelesen hätte....auf diesen muss ich aber bis Frühjahr 2022 warten. Aber ich denke, dass schaffe ich auch irgendwie. 

Klasse finde ich auch, dass man Ende des Buches schon der Prolog und das 1. Kapitel von Band 3 zu lesen sind. Das verstärkt die Lust Band 3 lesen zu wollen nochmal.


5 von 5 Punkten


Blanvalet Verlag

Taschenbuch

511 Seiten

15,00 Euro

ISBN: 9783764507084

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