Donnerstag, 30. Juli 2020

Buchrezension: Helene Tursten "Jagdrevier"





Inhalt:

In einem abgeschiedenen Wald in der Nähe von Göteborg versammelt sich alljährlich im Spätsommer eine Gruppe von Freunden zur Elchjagd. Darunter die 28-jährige Polizistin Embla Nyström, die durch ihren Onkel Nisse zur Jagd gekommen ist. Am Vorabend der Jagd lernt Embla Peter, den charismatischen Neuling der Gruppe, kennen und verliebt sich sofort in ihn. Doch dem Hochgefühl folgt die Angst, denn in den Wäldern ereignen sich seltsame Dinge. Als ein Teilnehmer tot aufgefunden wird und ein anderer spurlos verschwindet, ist Emblas Ehrgeiz geweckt. Mit Hilfe der überregionalen Einheit der Kriminalpolizei, der sie angehört, beginnt sie zu ermitteln. Wer spielt falsch? Wem kann sie noch trauen?


Meine Meinung:


Dieses Buch ist gut für zwischendurch. Es lässt sich schnell lesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig - und das obwohl ich von der Jagd keine Ahnung habe. 
Allerdings fehlt mir stellenweise die Spannung ein wenig. Und ich bin auch super schnell auf die Lösung gekommen. Das beides fand ich ein wenig schade.

Die Beschreibungen sind gut, ich konnte mir die Umgebung, die Hütten etc gut vorstellen. Auch die Protagonisten konnten mich überzeugen. Sie passen gut zu der Geschichte und gut zusammen. Besonders Embla finde ich sympathisch, allerdings wundere ich mich irgendwie auch,  dass sie bei manchen Sachen nicht schon vorher hellhörig geworden ist.

3 von 5 Punkten


btw
Taschenbuch
12,99 Euro
255 Seiten
ISBN: 9783442713134

Dienstag, 28. Juli 2020

Buchrezension: Hugo B. Lauenthal "Dinner ins Paradies"









Inhalt:

Ein Star am Herd, doch privat ein Schuft: Gourmetkoch Georg Kraczinsky ahnt nicht, dass dieses Menü sein letztes ist ... 

Packender Krimi aus der Feder von Hugo B. Lauenthal inklusive Rezept für das letzte Dinner zum Nachkochen. 




Meine Meinung:

Dieser Krimi lässt sich gut und schnell lesen. Er ist jetzt nicht sonderlich überraschend, dafür musste ich beim Lesen das ein oder andere Mal grinsen. Er hat ein bisschen Witz dabei, dass gefällt mir sehr gut.

Georg ist so ein richtiger Prolet...ihn mochte ich von Anfang an nicht. Und ich habe mich beim Lesen schnell gefragt, wie Elsa es mit ihm aushält, und warum sie sich so vieles gefallen lässt. Vor allem, dass sie ihm immer wieder Geld gibt, welches sie geerbt hat, wenn sie doch eigentlich schon weiß, dass es alles nichts bringt...und Georg vor der Wahrheit einfach die Augen verschließt....

Das Ende war nicht wirklich überraschend, aber sehr passend. 

Schnellleser benötigen weitaus weniger als 15 Minuten - diese sollten sich ein weiteres Buch mit zur Badewanne nehmen, damit sie dann nicht ohne was daliegen - es sei denn sie genießen dass dann dennoch.

Ich denke das Rezept werde ich dann auch mal nachkochen. Das klingt echt sehr lecker. 

4 von 5 Punkten


Edition Wannenbuch
5 Euro
8 Seiten
ISBN: 9783981787016

Sonntag, 26. Juli 2020

E-Book Rezension: Gerlinde Friewald "Der kleine Buchladen in den Bergen"

Inhalt:

Katrins Leben in Berlin scheint festgefahren. Darum kehrt sie zurück in ihre alte Heimat Kirchbergen, ein kleines Dorf in Österreich. Hier fühlt sie sich plötzlich frei und besucht die Orte ihrer Kindheit. So wie den alten kleinen Dorfbuchladen am Marktplatz, in dem sie damals viel Zeit verbracht hat. Doch der Besitzer will den Buchladen aufgeben. Kurzerhand bietet Katrin sich als seine Nachfolgerin an. Doch der Neuanfang in der vertrauten Umgebung ist schwieriger als gedacht: Will sie ihre Zelte in Berlin wirklich für immer abbrechen? Und als plötzlich Alexander – Katrins erste große Liebe – vor ihr steht, ist das Gefühlschaos perfekt …



Meine Meinung:

Dieses Buch ist einfach wundervoll. Die Geschichte ist so wunderschön. Schon allein durch die Beschreibungen ist es der Autorin gelungen mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Ich konnte mir die Umgebung und auch den Buchladen perfekt vorstellen. Für mich ist das ein Ort, an dem ich - den Beschreibungen nach - auch gern Urlaub machen würde...und mich bestimmt gut erholen würde. Der Ort hat viel Charme, zumindest wirkt es auf mich so.

Die Protagonistin kann ich gut verstehen. Als Leserin lernt man Katrin schnell kennen, ich konnte mich super in sie einfühlen. Dass es sie zumindest für einige Zeit in ihren Heimatort zurückzieht, kann ich gut verstehen. Der Anlass ist ein trauriger - umso mutiger ist es von Katrin, die eigentlich alle Kontakte zu diesem Ort abgebrochen hat, dass sie sich aufmacht. Schnell wird klar, dass sie von vielen mit offenen Armen empfangen wird... nicht von allen... doch das müsst ihr schon selbst lesen. 

Thomas war mir super schnell unsympathisch. Wie er Katrin behandelt geht oftmals so überhaupt gar nicht. Und ich kann nicht verstehen, dass sie dies mit sich machen lässt. Umso glücklicher bin ich, als sie anfängt ihr Leben zu ordnen.

Herrn Lindborg mag ich auf Anhieb. Bei ihm im Buchladen würde ich mich wohl auch sehr wohlfühlen. Toll wie er auch Katrin wieder aufnimmt. Als sie dann von seinen Plänen hört, beginnt es in ihr zu arbeiten, und sie geht einen wunderbaren Weg. Man merkt beim Lesen, wie sie aufblüht.

Nicht alle Kontakte in ihrer alten Heimat sind so erfreulich. Sie versteht Alexander überhaupt nicht mehr und fühlt sich in seiner Nähe sichtlich unwohl. Und genau das macht das Buch zum Teil aus.

In dem Buch steht die Liebe gar nicht so im Vordergrund...viel mehr Bedeutung ist Freundschaft beizumessen...so empfinde ich es zumindest. Auch mit der Vergangenheit ins Reinen kommen spielt eine große Rolle. 

Katrin setzt sich sehr für den Buchladen ein...man merkt sehr schnell, dass sie sehr an diesem hängt...

Eine Geschichte, die ihr unbedingt lesen solltet, mein Herz jedenfalls hat sie erwärmt.

5 von 5 Punkten


beHEARTBEAT
E-Book
4,99 Euro
316 Seiten
ISBN: 9783741301889

Freitag, 17. Juli 2020

Meike Dannenberg „Blumenkinder“




Inhalt:

Jemand hat zwei Mädchen getötet und wird es wieder tun. Sehr bald.
Im beschaulichen Lüneburg grassiert die Angst vor einem Mörder. Ein Mädchen wurde vor 4 Wochen getötet. Und das große Waldgebiet Darwehn birgt noch mehr Schreckliches unter dem Laub des Vorjahres – wird es bald ein weiteres Opfer geben?
BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und Fallanalytiker Johann Helms läuft die Zeit davon…

 

 

Meine Meinung:

 

Ich hatte zunächst meine Probleme, in das Buch rein zu finden. Der Anfang war mir ein bisschen zu verworren und undurchsichtig.  Da war ich schon kurz davor das Buch abzubrechen. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich weitergelesen habe. Denn das Buch wurde noch besser.

Insgesamt war das Buch dann spannend, nachdem mich diese erstmal erreicht hatte. Der Fall ist gut geschildert und auch die Leichen sind so beschrieben, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Das gefiel mir sehr gut. Der Mörder ist sehr durchtrieben und es macht teilweise echt Angst das Buch zu lesen. Vielleicht liegt das auch daran, dass es hier Kinder trifft. Das finde ich sehr erschreckend.

Ich selbst bin erst kurz vor den Ermittlern auf die Lösung gekommen. Vorher hatte ich den Verdacht schon, aber noch nicht so genau. So bleibt die Spannung auch durchgehend erhalten.
Die Auflösung finde ich schon ganz schön krass. Wie kann man nur so sein?!

4 von 5 Punkten

 

Btb
Taschenbuch
9,99 Euro
462 Seiten
ISBN: 9783442714490

Montag, 13. Juli 2020

Buchrezension: Anette Hinrichs "Nordlicht - Die Tote am Strand"







Inhalt:

Im beschaulichen Küstenort Kollund an der deutsch-dänischen Grenze wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Erschossen am Strand. Die Tote wird als Liva Jørgensen identifiziert, die zwölf Jahre zuvor spurlos verschwand. Jetzt stellt sich heraus, dass Liva jahrelang unter falschem Namen in Deutschland gelebt hat. Was ist damals wirklich geschehen? Vibeke Boisen, gerade frisch als Leiterin der Flensburger Mordkommission angetreten, und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei rollen den alten Fall wieder auf und stechen damit in ein gefährliches Wespennest ...


Meine Meinung:

Das Buch nimmt sehr schnell Fahrt auf. Von einem Moment auf den anderen ist die Spannung vorhanden. der Einstieg war somit schon mal gut. 
Vibeke wurde gleich "ins kalte Wasser geworfen" und musste an ihrem eigentlich noch freien Tag gleich ran. Das finde ich sehr gut gemacht. 

Der Fall ist durchweg super spannend, so dass ich dieses Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen habe. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. 

Ich wollte einfach unbedingt wissen, was mit Lisa passiert ist. Gerade auch dass sie eigentlich 12 Jahre zu vor verschwunden war, machte das Ganze umso spannender. Es passt einfach alles zusammen. Und ich habe mir dadurch beim Lesen sehr viele Fragen gestellt. Diese wurden nach und nach auch alle aufgeklärt. Für mich war dies gut so. 

Die Protagonisten sind mir sympathisch. Vibeke war mir gleich sympathisch. Bei Rasmus dauerte das etwas länger. Ich konnte viele seiner Taten zunächst nicht verstehen. Genau das macht es aber auch so interessant. 

Das Ende ist so gestaltet, dass ich am liebsten gleich den 2. Band in die Hand genommen hätte, nur leider hab ich diesen noch nicht da gehabt, also musste ich erst noch andere Bücher dazwischen schieben, werde Band 2 aber auf jeden Fall so schnell wie möglich lesen. Der Fall an sich ist aufgeklärt, aber ich möchte doch wissen, wie es mit den Protagonisten weitergeht.


5 von 5 Punkten

Blanvalet
Taschenbuch
428 Seiten
ISBN 9783734107221

Samstag, 11. Juli 2020

E-Book Rezension: Jenna Stean "Love to the moon"

Inhalt:

Payton und Logan waren auf der Highschool ein Paar. Und die erste Liebe wird immer etwas Besonderes bleiben. Jahre später treffen sie sich wieder. Beide studieren am Queens College und benötigen dringend eine Wohnung. Nicht einfach in New York. Jetzt ziehen sie gemeinsam in eine WG und beide müssen erkennen, dass sie sich noch immer stark zueinander hingezogen fühlen. Payton will sich von Logan fernhalten. Und auch Logan lässt Payton nicht mehr an sich heran. Werden sie sich weiterhin aus dem Weg gehen? Oder gibt es für die erste Liebe eine zweite Chance?



Meine Meinung:

Dieses Buch beinhaltet eine tolle Liebesgeschichte mit vielen Turbulenzen. Ich glaube gerade junge Erwachsene / Jugendliche können sich gut in die Protagonisten versetzen. Aber auch ich fand die Protagonisten sehr sympathisch und sie passten einfach genau zu der Geschichte. Das ist alles in allem sehr schlüssig und gut durchdacht.
Payton finde ich manchmal ein bisschen hmmm... nervig ist das falsche Wort, aber zu leicht eingeschnappt. Das macht aber einiges mit der Geschichte, was dann Wiederrum gut passt. Dennoch hätte ich sie mir ein bisschen anderes gewünscht, ihr hin und her, nervte mich manchmal schon sehr.

Ich konnte das Buch sehr gut lesen, und die Gefühle von Payton und auch Logan waren deutlich spürbar und für mich auch nachvollziehbar. 
Wie sich dann einiges aufklärt, finde ich gut gestaltet, da wird mir dann auch das Verhalten der Protagonisten um einiges klarer. So macht das Lesen dann noch mehr Spaß.

Für mich war es ein gutes Buch für zwischendurch - manchmal darf es eben doch Liebe sein...ich lese sonst viele Krimis, aber ein bisschen Abwechslung muss auch mal sein. So tat mir dieses Buch auch sehr gut.


4 von 5 Punkten


Ebook
330 Seiten
0,99 Euro
ASIN: B086HT2X47

Donnerstag, 9. Juli 2020

Buchrezension: Thomas Finn "Mordstrand"





Inhalt:

Grausiger Fund auf der Insel Pellworm: Eine Gruppe Jugendlicher entdeckt in der Zisterne eines heruntergekommenen ehemaligen Mädcheninternats die Leiche einer Frau. Gesa Harms, die einzige Polizistin der Insel, nimmt die Ermittlungen auf. Doch dann wird im Schlamm unter der Leiche kurz darauf ein weiteres Opfer entdeckt: Ein weibliches Skelett, das dort bereits vierzig Jahre zuvor abgelegt wurde. Zwei Tote im gleichen Versteck? Für Gesa steht fest, dass die Morde miteinander in Verbindung stehen - und die Spur in die Vergangenheit weist ...



Meine Meinung:

Dieses Buch wird super schnell sehr spannend. Das hat mir sehr zugesagt. Dadurch bin ich auch gut in das Buch rein gekommen. Insgesamt hat die Geschichte viele Spannungshöhepunkte. 
Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und hat mich oft auf die falsche Spur geführt.

Durch die tollen Beschreibungen konnte ich mir alles gut vorstellen. Ich finde gerade auch die Landschaftsbeschreibungen und die Beschreibungen in der Zisterne super. Mir ist es sehr wichtig, dass ich mir alles gut vorstellen kann, das ist dem Autor hier komplett gelungen. Durch die Beschreibungen der Zisterne / des ehemaligen Internats...da wurde ich dann beim Lesen doch ein bisschen mulmig, ich glaube ich wäre da nicht gern drin gewesen. 
Das liegt vielleicht auch mit daran, dass die Ängste der Protagonisten gut spürbar waren.

Die Protagonisten finde ich super. Gerade Gesa ist mir sehr schnell sympathisch. Bei Arne war ich zunächst sehr zwiegespalten, aber das ändert sich zum Glück schnell. 

Wie der Fall sich dann Stück für Stück auflöst ist ebenfalls sehr gut gelungen.

Insgesamt ist der Fall schon ziemlich krass und ich habe mich beim Lesen gefragt, wie man nur so sein kann.


5 von 5 Punkten


LYX
Taschenbuch
381 Seiten
9,99 Euro
ISBN: 9783736301320

Dienstag, 7. Juli 2020

Buchrezension: Daniela Leinweber "Schritt für Schritt - unterwegs am South West Coast Path"



Inhalt:

Vom Wandern zu träumen, wenn man mit 142 kg im Pool liegt, ist eine Sache; diesen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen allerdings eine ganz andere. Dass es dennoch möglich ist, aus einem Couchpotato eine Weitwanderin zu machen, beweist die Autorin und Sozialpädagogin Daniela Leinweber mit ihrem Werk Schritt für Schritt. In Minehead beginnt die Wanderung der Autorin auf dem britischen Fernwanderweg - den gesamten, mit 1.014 Kilometern und 35.031 Höhenmetern bezifferten, South West Coast Path entlang der Küsten von Somerset, Cornwall und Devon. Leinweber schildert ihre 59 Wandertage in einem humorvollen Ton und berichtet von Höhen und Tiefen, körperlichen und mentalen Herausforderungen, Legenden und (halb-)wahren Geschichten, großen Glücksmomenten sowie einzigartigen Begegnungen mit Menschen, Tieren und unvergleichlichen Naturlandschaften.


Meine Meinung:

Ein tolles Wandererlebnis, bei dem man irgendwie dabei war...dies liegt vor allem daran, dass die Beschreibungen einfach klasse sind. Gerade die Landschaften sind eindrucksvoll beschrieben. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Die tollen Fotos die in dem Buch zu sehen sind, haben das ganze nochmal unterstützt. 

Klasse finde ich, dass sie nicht nur über die schönen Momente schreibt, sondern tatsächlich auch über die negativen Seiten, über die schrecklichen Zimmer in den Unterkünften...über die Herausforderungen beim Wandern, an denen sie zum Teil fast gescheitert wäre. Gerade auch, dass sie sich dann immer mit den Organisatoren vom South West Coast Path in Verbindung gesetzt hat um schlechte Unterkünfte zu melden finde ich gut. Auch was für Gedanken sie sich dabei teilweise macht.

Spannend finde ich auch, dass sie unterwegs so viele Bekanntschaften macht, Personen trifft, die sie schon länger treffen wollte, aber auch einfach andere Wanderer.

Auch dass sie die Wanderung als Benefizwanderung macht finde ich super. Ich glaube das war auch ihr größter Ansporn - zumindest geht es aus dem Buch gut hervor.

Ich bewundere es sehr, wie sie sich durchkämpft und sie gemeinsam mit ihrem Mann den Weg geht. Ich denke, wenn sie nicht so eine große Willenskraft gehabt hätte, hätte sie es wohl auch nicht geschafft.

Irgendwie macht das Buch Lust darauf, selbst mal eine mehrtägige Wanderung zu unternehmen...wobei mir klar ist, so weit wie die von Daniela Leinweber würde meine nicht werden - schließlich möchte ich mich im Urlaub ja auch noch erholen.

Ich denke jeder Wanderweg hat schöne Ausblicke, tolle Momente, aber die Bilder in diesem Buch sprechen für ganz besonders tolle Landschaften.

5 von 5 Punkten

leykam: Verlag

Taschenbuch

319 Seiten

21,00 Euro

ISBN: 9783701181292



Samstag, 4. Juli 2020

Buchrezension: Leonie Swann "Mord in Sunset Hall"



Inhalt:

Eigentlich hat Agnes Sharp mit der Hüfte, dem Treppenlift und den Bewohnern ihrer umtriebigen Senioren-WG genug zu tun. Und dann ist da auch noch die Tote im Schuppen. Und die Tote im Nachbarsgarten. Ganz klar: das englische Idyll trügt, und ein perfider Mörder hat es auf alte Damen abgesehen! Kurzentschlossen machen sich die streitbaren Senioren samt Schildkröte auf Mörderjagd – eine Suche, die sie nicht nur auf das trügerische Parkett des örtlichen Kaffeetreffs führt, sondern auch in den dubiosen Lindenhof und schließlich tief in die eigene Vergangenheit. Denn auch Agnes und ihre Mitbewohner haben das eine oder andere Geheimnis zu hüten …



Meine Meinung:

Ich hatte Schwierigkeiten in dieses Buch reinzukommen. Ich fand den Anfang erstmal irgendwie komisch und konnte mich auch nicht so richtig mit den Protagonisten anfreunden. 
Zum Glück ändert sich das recht schnell, dann fand ich auch die Protagonisten gut - ich musste glaube ich erst mit ihnen warm werden. Und dann sind sie schon irgendwie sehr sympathisch - gerade aufgrund ihrer Eigenarten sind sie das. Ich finde die Eigenarten auch nicht zu vorurteilsbelastet. Gerade das gefällt mir auch gut, klar sind auch ein paar Vorurteile drin, aber zum Glück nicht zu viele. Und eigentlich sind es auch keine richtigen Vorurteile, sondern vermutlich aufgrund von Beobachtungen entstanden.
Die Geschichte hat viele lustige Momente, was vor Allem daran liegt, dass die Protagonisten sind, wie sie sind, aber dennoch ihr Möglichstes versuchen. Spannend ist, wie sie sich ihre Gedanken machen, diese Gedanken dann aber plötzlich auch wieder weg sind. Oder wie Erinnerungen aufkommen, diese aber doch sehr verschwommen sind. Wie sie auf eigene Faust ermitteln ist schon sehr lustig, zumal hierbei sehr viel passiert. 

Ich glaube in so einer WG würde ich wahnsinnig werden, aber irgendwie ist sie schon sehr cool, und ich konnte sie mir gut vorstellen.

Gerade die Beschreibung wie Charlie einzieht ist sehr gelungen, auch wie alle Mitbewohner darauf reagieren, finde ich sehr passend. Allgemein sind die Beschreibungen so, dass ich mir alles gut vorstellen konnte. 

Mit dem Ende habe ich so nicht gerechnet, die Spannung ist somit auch vorhanden.


4 von 5 Punkten


Goldmann Verlag
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
445 Seiten
20,00 Euro
ISBN 9783442315567

Mittwoch, 1. Juli 2020

Buchrezension: Anna Johannsen "Enna Andersen und das verschwundene Mädchen"



Inhalt:

Nach dem Unfalltod ihres Mannes und einer beruflichen Auszeit wird die alleinerziehende Hauptkommissarin Enna Andersen in eine Abteilung versetzt, die sich um alte ungelöste Fälle kümmern soll. Zunächst wenig begeistert von der Aufgabe, macht sie sich mit ihren beiden Mitstreitern, einem degradierten Oberkommissar und einer frisch gebackenen Kommissarin, an die Arbeit.

Vor zehn Jahren ist Marie Hansen bei einer Klassenfahrt auf der Ostfriesischen Insel Wangerooge spurlos verschwunden. Trotz intensiver neuer Ermittlungen landet das Team immer wieder in einer Sackgasse. Erst ein Telefonat mit der mittlerweile in Australien lebenden Schwester des Opfers bringt Bewegung in den Fall. Enna wird plötzlich das Gefühl nicht los, dass die Familie von Marie jahrelang etwas verschwiegen hat …




Meine Meinung:



Da ich bereits andere Bücher dieser Autorin gelesen habe, bin ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch rangegangen. Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.


Dieses Buch ist total spannend. 


Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen, diese lässt sich sehr flüssig lesen und aufgrund der hohen Spannung, wollte ich dieses Buch auch gar nicht aus der Hand legen.


Der Fall wird Stück für Stück aufgeklärt, so dass es auch durchgehend spannend bleibt. Ich selbst bin nicht auf das richtige Ergebnis gekommen, das finde ich total klasse, da auch ich am Ende überrascht war. 


Das Thema ist nicht ohne - was das heißt müsst ihr jedoch selbst lesen, sonst würde ich zu viel verraten.


Die Beschreibungen der Umgebung und auch der Protagonisten sind sehr gelungen. Ich konnte mir die Orte und auch die Protagonisten sehr gut vorstellen. Dies ermöglichte mir, dass ich mich schnell in sie einfühlen konnte. 


Das Team ist schon einzigartig, gerade weil sie doch sehr unterschiedlich sind, finde ich es super. Enna gefiel mir von Anfang an super, auch Pia ist mir schnell sympathisch geworden. Gerade auch, dass sie sich nicht alles von Paulsen gefallen lässt, mag ich sehr.  Mit Paulsen wurde ich persönlich zunächst nicht warm. Seine Art gefällt mir irgendwie gar nicht. Aber irgendwann hat er es dann doch geschafft, mich von sich zu überzeugen, da fand ich ihn gar nicht mehr so schrecklich. 


Wie das Team sich entwickelt, finde ich toll geschrieben. 


Ich hoffe jetzt natürlich auf weitere Bücher um Enna Andersen und ihr Team. Ich bin sehr gespannt, auf was für Fälle sie noch stoßen...



5 von 5 Punkten



Edition M


Taschenbuch


362 Seiten


9,99 Euro


ISBN: 9782496701531