Samstag, 23. Dezember 2017

E-Book Rezension: Ann-Kathrin Karschnick "Der Fluchsammler"

Inhalt:
Elisabeth war eine aufstrebende Streetworkerin, bis sie von einem Hexer verflucht wurde. Jetzt kann sie die Wohnung nicht mehr verlassen, ohne jeden in ihrer Umgebung in Lebensgefahr zu bringen. Eines Tages taucht der geheimnisvolle Vincent auf und behauptet, ihr helfen zu können. Aber hinter ihrem Fluch steckt mehr als anfangs angenommen ... Kann sie ihm vertrauen oder spielt er nur mit ihr?

Meine Meinung:
 Ich habe ja nun schon einige Bücher von Ann-Kathrin Karschnick gelesen, diese konnten mich bisher immer begeistern. Demnach bin ich schon mit recht hohen Erwartungen an "Der Fluchsammler" ran getreten. Und ich kann sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde - das hat mich schon mal sehr erfreut. Auch dieses Buch konnte mich von Anfang bis Ende wieder begeistern.

Ich bin super in die Geschichte reingekommen, sie hat mich von Anfang an gefangen genommen.

Die Protagonisten sind auch toll. Magda zum Beispiel würde ich als total schrullig bezeichnen, was sie irgendwie auch sympathisch macht...wobei ich mich dann aber trotzdem manchmal sehr über sie gewundert habe.

Elisabeth kann ich sehr gut verstehen und ich bewundere es sehr, dass sie so eine starke Frau ist, die so viel durchgemacht hat. Ihre Gedanken und Angst kann ich wunderbar nachvollziehen, diese Gedanken/ die Angst ist auch immer super beschrieben.

Vincent finde ich manchmal sehr komisch, und ich würde ihm auch stark misstrauen. Auch das kommt in dem Buch deutlich hervor und macht es doch nochmal um einiges spannender.



Maria finde ich so undurchsichtig, sie ist hmm ich würde es fast als hart bezeichnen, sie grenzt sich irgendwie stark ab - zeigt aber dennoch Gefühle - aus ihr bin ich ganz ganz lange nicht schlau geworden.

Auch Stefan finde ich in dem ein oder anderen Moment total komisch.

In dem Buch gibt es viele kleine Spannungshöhepunkte, welche die Grundspannung nochmals erhöhen. Die Geschichte ist durchweg spannend. Es passieren so viele Dinge, die man einfach nicht vorhersehen kann, genau das ist auch super und macht dies Buch zu dem was es ist.

An den meisten Stellen konnte und wollte ich das Buch auch einfach nicht mehr aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte wie es endet. Als das Ende dann kam, war es mir dann aber doch zu schnell zu Ende, und ich hätte gern noch mehr von Elisabeth gelesen. Gerade sie ist mir doch sehr ans Herz gewachsen.

Ann-Kathrin Karschnick darf gern noch viele weiter Bücher schreiben, die ich dann alle verschlingen kann.

5 von 5 Punkten

Papierverzierer Verlag
E-Book
306 Seiten
3,99 Euro
ASIN: B074G19V8V

Donnerstag, 21. Dezember 2017

E-Book Rezension: Julia Maar "Der siebte Sohn"

Inhalt:
Neid zwischen Geschwistern
Eine magische Verwandlung
Ein gefundener Schuh

Robin kann sein Glück kaum fassen. Der junge Schmiedegeselle darf seine königlichen Halbbrüder Dante und Alexander als Knappe zu einem wichtigen Turnier begleiten. Statt jedoch Ruhm und Ehre zu erlangen, bekommt Robin nur Hohn und Spott zu spüren. Dante, den er sein Leben lang verehrte, stellt sich nicht als der Mann heraus, für den Robin ihn immer hielt, und Alexander zeigt sich von einer noch übleren Seite. Als er das Dienstmädchen Vivienne bedrängt, muss Robin sich entscheiden: Zieht er vor seinen Halbbrüdern den Kopf ein oder handelt er wie ein echter Ritter und verspielt damit die Chance, jemals einer zu werden?

„Aschenputtel“ mal anders. In „Der siebte Sohn“ von Julia Maar ist es ein königlicher Bastard von niederer Stellung, der mehr Ehre und Anstand beweist als so mancher Prinz. Dabei zeigt sie, dass man trotz aller Widrigkeiten an seinen Idealen festhalten kann.

Meine Meinung:
Aschenputtel in einer ganz anderen Version würde ich vorweg sagen. In einer wie ich finde sehr tollen Version. Die Idee mit dem Turnier finde ich total klasse. Auch wie Robin in manchen Situationen handelt, obwohl es ihm dann selbst Probleme bringt, finde ich total toll. Ich finde ihn weitestgehend sehr mutig und ehrlich - und genau das macht ihn auch aus und beeinflusst die Geschichte sehr.

Diese Geschichte befasst sich mit Problemen, wie z.B. Geschwisterrivaltität,  sexuelle Belästigung, Fremdgehen und mit Liebe. Gerade das Thema sexuelle Belästigung, welches hier kurz aufgegriffen ist finde ich stark und wichtig. Ich finde es klasse, dass die Autorin dies mit einbringt, da es ja irgendwie immer noch ein großes Tabuthema ist. Diese Stelle ist mir sehr stark in Erinnerung geblieben. Genau wie die Stelle an der Robin seine Rüstung findet, und sehr ungläubig ist, finde ich sehr gelungen. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten, denn das würde echt zu viel vorweg nehmen.

Die meisten Protagonisten fand ich einfach klasse. Vor allem auch Karl - eine eher Nebenfigur - konnte mich sehr begeistern. Er hatte im Sturm mein Herz erobert. Gern hätte ich über  ihn noch viel mehr gelesen.

Ich habe dieses Buch verschlungen, und für mich war es leider viel zu schnell zu Ende. Aber ich gebe es zu, länger hätte man diese Geschichte auch gar nicht machen können, ohne das sie an Spannung und Magie eingebüßt hätte. 

Allen Fans von Aschenputtel, die sich trauen auch eine andere Version von diesem Märchen zu lesen, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen noch mehr Bücher dieser Autorin zu lesen. 
Wie ihr an meinen Rezensionen zu den Büchern der Märchenspinnerei lest, finde ich die Märchenspinnerei einfach klasse und freue mich auch noch auf viele weitere Bücher von ihnen.

5 von 5 Punkten

Märchenspinnerei
E-Book
150 Seiten
2,99 Euro
ASIN: B076N3WMMY

Dienstag, 19. Dezember 2017

E-Book Rezension: Nicole Gozdek "Murphy: Rache ist süß"

Inhalt:
"Rache ist süß, Ein Unglück kommt selten allein, Liebe macht blind..." Sie sind mehr als nur Sprichwörter. Unsichtbar und unsterblich leben sie unter uns. Einer von ihnen ist Murphy, die Verkörperung von Murphys Gesetz: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Er liebt es, Chaos zu verbreiten, Dinge zu zerstören und den Menschen Streiche zu spielen. Als jedoch eines Tages Murphys Chaosmagie Amok läuft und das Leben seines Rivalen Archie (Rache ist süß) zerstört, schwört dieser, Murphy das Leben zur Hölle zu machen. Doch Murphy wäre nicht Murphy, wenn er sich dies einfach gefallen lassen würde, und so entbrennt innerhalb kürzester Zeit ein Kleinkrieg, der die Gemeinschaft der Lebenden Sprichwörter zu spalten droht...

Meine Meinung:
Ich fand dieses Buch alles in allem echt toll. Die Protagonisten sind einfach einmalig und irgendwie auch echt goldig.
Murphy fand ich echt lustig, und was ihm passiert ist teilweise echt hart. Friedrich hat mich oft an einen etwa 5 jährigen Jungen erinnert, der einem am Hosenbein rumzupft, um auf sich aufmerksam zu machen - aber auf eine echt niedliche Art, manchmal war er irgendwie auch ein bisschen nervig, aber das passt einfach super, von daher fand ich das überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, gerade er hat mich oftmals zum Lachen gebracht.
Und genau dies ist es auch, was das Buch ausmacht...das man beim Lesen echt gut Lachen kann - dadurch hatte ich große Freude an dem Buch.

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich auf den ersten Seiten meine Probleme hatte in das Buch rein zu finden. Aber da dies zum Glück nicht allzulange gedauert hat, war es noch okay. Ich denke der Einstieg hätte runder gestaltet werden können. Aber als ich dann in dem Buch drin war, wollte ich es auch nicht mehr aus der Hand legen, weil es lustig und spannend zugleich war.
Die Idee zu dem Buch ist einmalig und total spitze, was nicht so alles passieren kann, wenn man die Sprichwörter wirklich wörtlich nimmt - das hat mir viele lustige Momente beschert.

Gut ist auf jeden Fall die Liste der Protagonisten - denn es kommen echt viele in dem Buch vor, so dass diese Liste eine gute Hilfe ist.

Insgesamt konnte ich das Buch - bis auf den Einstieg - super flüssig lesen und habe es förmlich verschlungen, weil es so niedlich war.
Es war irgendwie auch kitschig - und eigentlich stehe ich ja nicht so auf Kitsch - aber hier passst es in meinen Augen komplett. Deswegen fand ich das in dem Fall überhaupt nicht schlimm. Irgendwie war ich aber auch in der Stimmung für so etwas.

Ich kann euch das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn ihr Lachen/Schmunzeln wollt und euch auf eine Geschichte einlassen könnt, die irgendwie ganz anders ist und in keine Schublade passt.

5 von 5 Punkte

Drachenmond Verlag
E-Book
3,99 Euro
308 Seiten
ASIN: B0767HSNJC

Montag, 18. Dezember 2017

Buchrezension: Kerstin Floh "Die Geschichte vom kleinen Tannenbaum"



Inhalt:
Im Laufe seines jungen Lebens hat der kleine Tannenbaum einen sehnlichen Herzenswunsch. Für dessen Erfüllung setzt er alles ein, was ihm möglich ist. Mit der Unterstützung eines Engels sieht er vertrauensvoll der Zukunft entgegen. Was ihn dann tatsächlich erwartet, erfüllt auf besondere Weise das Herz des kleinen Tannenbaumes.

Meine Meinung:
Diese Geschichte ist einfach super niedlich und eignet sich gut zum Vorlesen. Ich würde das Buch für Kinder ab ca 3 Jahren empfehlen (wenn sie es schon schaffen zuzuhören, ansonsten eher erst ab 4 Jahren - es kommt hierbei halt ganz auf die Entwicklung des einzelnen Kindes an).
Ich kann sagen, dass es nicht nur mir gefallen hat - sondern was noch viel wichtiger ist - den Kindern hat es auch super gefallen.
Ich habe dieses Buch in einer Kindergartengruppe vorgelesen. Dafür habe ich mir zunächst die älteren Kinder ausgesucht, um es nur einer kleinen Gruppe vorzulesen, da die Aufmerksamkeit der Kinder so insgesamt größer ist.
Die Kinder fanden vor allem den kleinen Tannenbaum total süß - er ist aber auch einfach goldig gezeichnet und sehr kindgerecht.

Ich fand es auch total toll, wie positiv er es empfindet, als was seine Kameraden dienen werden (Adventskranz, Abdeckung fürs Grab...) er kann in allem was schönes sehen. Und genau dies den Kindern zu vermitteln finde ich super, denn so kann man sie stärken. Denn auch jedes Kind kann etwas besonderes, hat etwas besonderes an sich, was ihnen noch gar nicht so bewusst ist. Gerade für Kinder die es nicht so leicht haben, ist dies immer ein toller Gedanke, der unbedingt unterstützt werden muss.
Auch wie der kleine Tannenbaum in sich selbst und auch in Gottes Hilfe vertraut ist total toll gemacht. Schön finde ich es, dass Gott hier eine "Rolle" spielt, die jedoch nicht überhand nimmt, so dass diese Buch auch für konfessionslose Kindergärten noch gut geeignet ist. Für Kitas die Gott überhaupt nicht erwähnen wollen/dürfen, könnte ich mir vorstellen, dass man hier Gott bzw den Engel durch einen Vogel/ ein Tier / einen Freund ersetzen könnte. Auch wenn die Geschichte dann nicht mehr ganz das aussagt, was die Autorin damit vermutlich bezwecken wollte. Aber letztendlich kann man es leicht abgeändert dann immer noch vorlesen und somit die Kinder immer noch stärken - Vertrauen in sich selbst zu haben.

Ich finde das Buch insgesamt sehr ansprechend. Die Zeichnungen sind so gestaltet, dass sie selbst für jüngere Kinder schon sehr gut geeignet sind. Grundschulkinder können das Buch aufgrund der großen Schrift auch recht schnell selbst lesen, sobald sie ein wenig Leseerfahrung haben.

Mir hat es große Freude bereitet, dieses Buch den Kindern vorzulesen, zumal diese auch sehr über den kleinen Tannenbaum gestaunt haben und mit "gespitzten" Ohren zugehört haben.

5 von 5 Punkten

 Floh-Verlag
Taschenbuch
12,95 Euro
48 Seiten
ISBN 9783000512698


Donnerstag, 14. Dezember 2017

Buchezension: Die Märchenspinnerei "Es war einmal... ganz anders"

Inhalt:
Ein echtes Happy End ist harte Arbeit.
Die gute Fee Bridget weiß genau, an welchen Faktoren sie schrauben muss, um dem Königssohn zu seiner Traumhochzeit zu verhelfen. Schwieriger hat es da schon Arife, die als Muslima trotz ihrer herausragenden Leistungen nicht ins Schwimmteam darf, damit sie nicht aus Versehen mit deutschen Jungs in Berührung kommt. Während knallharte Mafiosi um unschuldige Kinder handeln und Prinzessinnen in der Suppenküche aushelfen, verschläft Dornröschen fast ihren Märchenprinzen und König Drosselbart fängt sogar einen Krieg an, um seine Schmach zu tilgen.
In dreizehn Kurzgeschichten verweben die Märchenspinnerinnen altbekannte Märchen mit zeitgenössischen Problemen und füllen fantasievolle Welten mit neuem Leben.

Meine Meinung:
Diese Märchenanthologie ist sooo toll, sie hat mich berührt und jede einzelne Geschichte konnte mich in ihren Bann ziehen. Ich bin so glücklich, dass ich dieses Buch gelesen habe, dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

Besonders toll war es für mich natürlich, dass mein Lieblingsmärchen in neuer Version in dieser Anthologie zu finden ist. Mein Lieblingsmärchen ist: "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern", in dieser Neuversion heißt es "Das Mädchen mit den Streichhölzern" und hier stehen Straßenkinder im Vordergrund. Gerade diese Adaption konnte mich sehr berühren und ich habe mich sofort in sie verliebt - vielen Dank an die Autorin Valentina Kramer.

Aber auch alle anderen Adaptionen in diesem Buch sind einfach spitze und total toll umgesetzt. Und dann noch diese wunderschönen Scherenschnitte, die dieses Buch zu etwas ganz besonderem machen sind unglaublich.

Die erste Adaption in diesem Buch hat mich schon positiv überrascht. Denn dies ist eine sehr andere Version von Aschenputtel - mehr möchte ich hier allerdings nicht verraten, denn ich will euch ja nicht spoilern. Das müsst ihr einfach selbst lesen.

In "Unter seinen Blicken" konnte mich vor allem Ley richtig begeistern, sie ist mir einfach super sympathisch und ich war sofort bei ihr. Hab mit ihr mitgefiebert, gehofft und gelitten. Teilweise tat sie mir sehr leid.

"Ein Teil deiner Welt" befasst sich mit den unterschiedlichen Kulturen, und damit was gerade von muslimischen Mädchen zum Teil erwartet wird. Das fand ich schon sehr heftig irgendwie, ich musste beim Lesen dann doch das ein oder andere Mal schlucken und Arife tut mir super leid.

Ich kann diese Märchenanthologie auf jeden Fall weiterempfehlen. Alle Märchenfans, die auch gern Märchenadaptionen lesen, sollten dieses Buch auf jeden Fall lesen. Mir hat es einige vergnügliche Lesestunden gebracht, die ich sehr genossen habe.

5 von 5 Punkten

Machandel Verlag
Taschenbuch
275 Seiten
10,90 Euro
ISBN 9783959590754

Montag, 11. Dezember 2017

Buchrezension: Sebastian Fitzek "Flugangst 7a"

Inhalt:
Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...

Meine Meinung:
Dieser Fitzek konnte mich wieder von vorne bis hinten begeistern. Ich war ganz schnell in dem Bann des Buches gefangen und es wollte mich auch nicht mehr los lassen, so dass ich einfach immer weiter lesen musste, weil ich wissen wollte wie es endet. Dadurch war das Buch allerdings auch irgendwie viel zu schnell vorbei.

In diesem Buch passiert viel, mit dem ich nicht annähernd rechnen würde. Und genau das ist es auch, was dieses Buch ausmacht. Denn Unvorhergesehenes macht es super spannend. Besonders mit dem Ende hätte ich übrigens nie gerechnet, aber das verrate ich natürlich nicht.

Krass finde ich es, wie es Sebastian Fitzek mal wieder gelingt mich als Leser in die menschlichen Abgründe zu ziehen, mir diese näher zu bringen. Und ich glaube schon, dass es möglich ist, jemand labilen entsprechend zu beeinflussen, so dass man diesen jenigen sehr in der Hand hat, und dieser jemand auch Dinge tun würde, die er sonst nie im Leben tun würde.

Auch wie der Psychiater beeinflusst wird, ist für mich vollkommen logisch und nachvollziehbar. Und in Extremsituationen reagiert man nun mal anders, als man es sonst tun würde. Daher finde ich auch das alles sehr greifbar. Gerade Mats merkt man ja auch seine Unsicherheit, seine Zweifel, seine Bedenken an. Was ich sehr gut finde, dass diese hier so zur Geltung kommen. Denn in gewisser Weise ist dies für das Buch auch sehr wichtig.

Das Buch ist so gut durchdacht und es ist alles so gut geschildert, dass man es wirklich einfach gar nicht mehr weglegen will, schlafen ist unnötig oder wie war das doch gleich?! Wenn jemand gerade in einer Leseflaute steckt, wird ihn das Buch auf jeden Fall rausholen, denke ich. Einfach weil es so toll ist.

Anders denken, wenn ich das nächste Mal ins Flugzeug steige, werde ich zum Glück denke ich trotzdem nicht - und das ist auch gut so. Aber jeden der Flugangst hat, verstehe ich jetzt doch noch ein bisschen mehr.

Nach diesem Buch bin ich sehr gespannt, was Fitzek noch alles für Bücher schreibt, denn eins ist klar, wer so abgefahrene Ideen hat, darf nicht aufhören zu schreiben, so lange er diese Ideen hat.

5 von 5 Punkte

Droemer
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
22,99 Euro
393 Seiten
ISBN  9783426199213

Samstag, 9. Dezember 2017

Buchrezension: Gerd Frank "Totmacher 5"

Inhalt:
Das Hotel des Grauens (1886–1894)
Der Amokläufer von Nebraska (1957–1958)
Der Killer der einsamen Herzen (1957–1958)
Der Müllsackmörder von Los Angeles (1968–1977)
Das Massaker am Cielo Drive (1969)
Der Irre von Santa Cruz (1972–1973)
Pogo der Killer-Clown (1972–1978)
Der Campus-Killer (1974–1978)
Das Monster von Milwaukee (1978–1991)
und andere Fälle

Meine Meinung:
 Auch diesen Band "Totmacher" fand ich wieder super interessant und irgendwie auch spannend. Manche Serienmörder haben mich mehr gereizt, als andere. Was vor allem an der Art und Weise des Tötens lag. Teilweise war ich regelrecht entsetzt. Alle Fälle sind sehr spannend geschrieben, so dass ich sie doch sehr flüssig lesen konnte, obwohl es sich hierbei ja nicht um einen Roman handelt.

Krass fand ich auch die Fotos der Mörder, denn teilweise sehen die wirklich ein wenig "irre" aus, bei anderen hätte ich nie vermutet, dass in ihnen ein Mörder steckt - der nette Nachbar von nebenan halt irgendwie. Und gerade das ist jedes Mal wieder entsetztlich.

"Das Hotel des Grauens" - hätte ich mir gern ausführlicher gewünscht. Die Räume sind natürlich irgendwie schon echt krass. Das hätte für mich daher alles gern noch ausführlicher sein dürfen. Schon allein was für eine Mühe sich der Mörder hierbei gegeben hat, wie durch dacht alles war, und was das alles für eine Vorbereitung bedarf, ist entsetztlich. Das man Morde so extrem planen kann, finde ich persönlich sehr erschreckend. Denn das geht in diesem Fall nicht annähernd von heute auf morgen.

Bei "Pogo der Killer-Clown" war ich schon sehr entsetzt, ich würde fast sagen, dass war aus diesem Buch der für mich schlimmste Serienmörder. Was vielleicht auch dran liegt, dass er eigentlich auch Kinder bespaßt hat, und dann diese heftige zweite Seite in sich verborgen hat. Da fragt man sich doch ganz schnell, wie man nur so grausam sein kann.

Aber auch den Fall Charles Manson fand ich heftig - ich denke über diesen Fall wird der ein oder andere von euch auch schon etwas gehört haben.

"Der Kindesmörder von Atlanta" wurde nur recht kurz geschildert, entsetztlich ist es hierbei, wie man so skrupellos sein kann und Kinder ermorden kann. Das ist etwas, was ich wohl nie verstehen werde. Aber auch irgendwie gar nicht verstehen will.

Wer "True Crime"- Bücher mag, oder auch Zeitschriften wie die "Crime", bei dem ist dieses Buch eindeutig in den richtigen Händen. Euch kann ich das Buch bedingungslos empfehlen.

5 von 5 Punkten

Kirchschlager Verlag
Taschenbuch
12, 80 Euro
199 Seiten
ISBN 9783934277571