Sonntag, 29. November 2020

Buchrezension: Hannes Rastam "Quick - Die Erschaffung eines Serienkillers"




 Inhalt:

Thomas Quick ist das schlimmste Monster der schwedischen Geschichte – ein Serienkiller, Vergewaltiger, Sadist und Kannibale. So jedenfalls das Bild, das die Medien von ihm erschufen. In den Jahren zwischen 1992 und 2001 gesteht Thomas Quick dreißig Morde und wird für acht davon verurteilt. Nachdem immer wieder Zweifel an der tatsächlichen Schuld von Thomas Quick aufkommen, beginnt der bekannte Enthüllungsjournalist Hannes Råstam mit der Recherche. Das Ergebnis seiner Arbeit schlägt ein wie eine Bombe. Thomas Quick kann die Morde nicht begangen haben. Es gibt keinen haltbaren technischen Beweis. Thomas Quick ist unschuldig.


Meine Meinung:

Ich brauchte ein bisschen, um in dieses Buch rein zu kommen, aber als mir dies gelungen war, fand ich das Buch echt super spannend. Es ist eine wahre Begebenheit, und mehr ein Sachbuch, als ein Roman. Vielleicht hatte ich deswegen zunächst meine Probleme. Diese gingen aber schnell vorbei, ab da war das Buch einfach klasse. 

Es ist sehr bedrückend, wie so etwas sein kann. Gerade wenn man sich die Tatortbegehungen durchliest, das ist einfach krass. Und das hätte doch schon viel eher auffallen müssen, dass es so überhaupt nicht sein kann. Teilweise hatte ich beim Lesen eine Gänsehaut. Sture tat mir so leid, vor allem, wenn ich gelesen habe, wie vollgepumpt er mit Medikamenten war. Das fand ich super entsetzlich, zu lesen, wie er sich dann bewegt hat. 

Da sieht man eindeutig, wie gefährlich die falschen Fragen oder besser gesagt die Beeinflussung der Antworten bei einer Vernehmung sind. Das ist schon super schrecklich. Mich würde es daher nicht wundern, wenn noch viele andere unschuldig in der Justizvollzugsanstalt sitzen, da mit ihnen ähnlich vorgegangen ist. 

Mir fehlt da bei den Ermittlern auch jede Menschlichkeit. Sture wurde von ihnen sofort vorverurteilt, das merkt man beim Lesen sehr schnell. Und das darf einfach nicht sein. 

So ein Skandal ist eigentlich unvorstellbar - und doch hat es ihn gegeben. 

Gerade zum Ende hin, habe ich dieses Buch verschlungen. Ich konnte da einfach nicht mehr aufhören zu lesen, so entsetzt war ich von all dem.

4 von 5 Punkten


Heyne Hardcore

Taschenbuch

556 Seiten

11,99 Euro

ISBN: 9783453677326

Donnerstag, 26. November 2020

E-Book Rezension: Ebru Adin "Noah Hewitt und die Nordlichtkreaturen - Panels Zirkus"

 Inhalt:

Ein junger Hüter der Sterne.
Eine magische Reise über den Wolken.
Und die Entdeckung der Nordlichtkreaturen.

Noah Hewitt wächst in Eveshams Waisenhaus auf und muss schon früh lernen, wie hart die Welt sein kann. Vor seinem Alltag fliehend, begegnet er dem Zirkusdirektor Parnel Boon, der Noah offenbart, dass er ein Hüter ist. Von nun an muss er seiner Aufgabe nachgehen, die geheimnisvollen Nordlichtkreaturen zu suchen. Denn sie sind der Schlüssel gegen den bösartigen Hüter Aros, der Noah um jeden Preis finden will.


Meine Meinung:

Diese Kinderbuch zu lesen hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Selbst für mich als Erwachsene war es spannend und ich habe mit Noah mitgefiebert. Gerade zu Beginn tut Noah mir sehr leid, wie sich sein Schicksal dann entwickelt finde ich toll. Sein Leben verläuft dann in anderen Bahnen, aber immer noch nicht Sorgenfrei - ganz im Gegenteil, es sind nur andere Sorgen, die er jetzt hat.

Die Idee finde ich klasse, sie ist auch super umgesetzt. Das Buch ist fantasievoll und magisch. Das mag ich sehr. Für mich hatte das Buch genau die richtigen Elemente, damit ich mich mit ihm anfreunden konnte. 

Noah ist mir von Beginn an sympathisch, ich wollte schon sehr schnell wissen, wie es mit ihm weiter geht. Und genau das will ich am Ende immer noch, denn das Ende ist sehr offen und macht Hoffnung auf den nächsten Band - diesen muss ich dann auch unbedingt lesen, sobald er erscheint. 

Der Autorin ist es gelungen eine fantastische Welt zu erschaffen, die mich einfach verzaubert hat. Die Beschreibungen sind einfach klasse, so konnte ich mir wirklich alles wunderbar vorstellen, es ist fast so gewesen, als wenn ich selbst dabei gewesen wäre...als wenn ich in der Welt von Noah leben würde.

Ich kann dieses Buch bedingungslos weiterempfehlen, es wird euch viele tolle Lesestunden bescheren.


5 von 5 Punkten


Books on demand

E-Book

1,99 Euro

Seitenzahl der Printausgabe: 156

ASIN: B08LNMHRDW

Montag, 23. November 2020

E-Book Rezension: Sissi Steuerwald "Astralliebe"

 Inhalt:

Eine Entscheidung kann Leben verändern.

Hannah will nur schnell ihren Bruder von einer Party abholen, doch die Fahrt endet mit einem großen Crash. Statt im Krankenhaus, erwacht sie auf dem Parkplatz. Nur ein attraktiver Typ in Pyjama und Socken kann sie sehen: Liam, der ihr ab sofort zur Seite steht. 
Während ihr Körper im Koma liegt, entdeckt sie nachts mit Liam die Möglichkeiten des Astralwanderns. Sie besuchen ihre Lieblingsorte in Schottland, spazieren durch das verschneite Paris und kommen sich dabei immer näher. 
Doch die Realität schwebt wie ein Damoklesschwert über ihnen: Hannah kann jederzeit aufwachen und sie wissen nicht, ob sie sich dann noch an ihre gemeinsame Zeit erinnern kann. 
Wie wird sie reagieren, wenn sie hinter sein Geheimnis kommt? Denn nachts ist Liam ein anderer, doch wie soll er ihr das sagen, ohne sie zu verlieren?


Meine Meinung:

Ich habe ein bisschen gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Dies lag vor allem daran, dass ich bisher mit Astralwandern nichts am Hut hatte, es für mich also erstmal sehr komisch war. Ich kann mir auch am Ende vom Buch immer noch nicht so richtig vorstellen, dass dies wirklich geht, aber das tut der Geschichte überhaupt keinen Abbruch.

Die Geschichte ist gut durchdacht, und nachdem ich erstmal richtig reingekommen bin, konnte ich das Buch auch nicht mehr zur Seite legen, ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Hannah und auch mit Liam weitergeht. Der Autorin ist diesbezüglich ein guter Spannungsbogen gelungen. 

Hannah finde ich schnell sympathisch. Ihr Zwiespalt ob sie ihren Bruder nun abholen soll oder nicht, kommt gut hervor. Dieser ist für mich auch sehr gut nachvollziehbar.

Das Buch enthält viel Liebe, ohne dabei jedoch schnulzig zu sein - genauso mag ich es. 

Ich war sehr lange gespannt, was für ein Geheimnis Liam wohl haben wird. Und wie es so ist, hat er Probleme damit es Hannah zu erzählen. So erfährt man es als Leser auch nicht gleich. Ich hatte zwar zeitweise eine Vermutung, aber sicher war ich mir nie. Meine Vermutung hat sich dann bewahrheitet. 

Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und ich fand die Entwicklung der Geschichte super. 

Auch an wie vielen Orten Liam und Hannah auf ihren Astralwanderungen waren, fand ich klasse, diese Orte waren auch immer so beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen konnte - das mag ich sehr.


5 von 5 Punkten


E-Book

3,99 Euro

Seitenzahl der Printausgabe: 224

ASIN: B08MSJCXK7

Freitag, 20. November 2020

E-Book Rezension: Anja Hansen "Z Diaries Staffel 1, Teil 1"

 Inhalt:

Hi, mein Name ist Rüdiger und ich bin ein Zombie! Wie es dazu kam? Das erzähle ich in diesem Buch.
Eine humorvolle Zombieserie über das Sterben, das Leben und ganz viel dazwischen.


Meine Meinung:

Ich bin in dieses Buch sehr schnell rein gekommen, es beginnt schon spannend. Geschrieben ist es aus der Sicht von Rüdiger, das macht es ganz angenehm, da man sich beim lesen so fühlt, als wäre man direkt dabei. Die Spannung hält das gesamte Buch über an, stellenweise ist es ein bisschen weniger gefährlich, aber da weiß man irgendwie schon, irgendwas wird da noch kommen, das bleibt nicht so. So ist es dann auch. 

Den gesamten Umständen zum Trotz ist es zum Teil auch sehr lustig - dadurch hat das Buch Charme.

Die Beschreibungen sind schon blutig, aber nicht zu extrem, somit ist es denke ich für jeden was, und nicht nur für hartgesottene Leser (für die ist es vermutlich eher nicht blutig genug).

Was ich nicht ganz so mag, ist, dass immer wieder drauf abgezielt wird, dass es gerade schon eine andere Pandemie gab, bei der man mit Mundschutz rumlaufen musste... ich fände es entspannter, wenn Corona hier keine Rolle spielen würde. 

Das Ende ist mies, denn so möchte man als Leser unbedingt wissen, wie es weitergeht und muss auf den nächsten Band warten. Denn es hört einfach an einer spannenden Stelle auf.


4 von 5 Punkten

E-Book

0,99 Euro

51 Seiten

ASIN: B08MBD1TYL

Mittwoch, 18. November 2020

Rezension: Cilla und Rolf Börjlind "Kaltes Gold"



 Inhalt:

Schneeschmelze in den Bergen Lapplands. Die Leiche eines Mannes wird freigelegt. Erschossen – vor zirka 20 Jahren. Olivia Rönning nimmt die Ermittlungen auf. Auf dem Weg zur Fundstelle gerät ihr Hubschrauber in einen Sturm und stürzt ab. Als Olivia aufwacht, ist sie auf sich gestellt, das Funkgerät funktioniert nicht. Sie befreit sich aus dem Wrack und rettet sich in eine einsame Fischerhütte. Doch sie ist nicht allein an diesem unwirtlichen, von der Welt abgeschnittenen Ort, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit über den Toten ans Licht kommt. Als Tom Stilton erfährt, was Olivia zugestoßen ist, gibt er sein ruhiges Leben in Thailand auf, um ihr zu helfen.


Meine Meinung:

Da ich die anderen Bücher von diesen Autoren auch kenne, bin ich mit hohen Erwartungen an dies Buch ran gegangen. Ich kann sagen, dass diese Erwartungen komplett erfüllt wurden.

Auch wenn jeder Fall - so auch dieser - in sich abgeschlossen ist, so empfehle ich dennoch die anderen Fälle über Olivia Rönning zunächst zu lesen. Die Protagonisten entwickeln sich weiter, und manches wird einem erst richtig klar, wenn man weiß, was bisher alles passiert ist. 

Der Fall ist spannend und gut durchdacht. Die Umsetzung ist auch einfach klasse. Ich selbst bin nicht auf das Ergebnis gekommen, genau das macht dieses Buch auch sehr spannend. Innerhalb weniger Tage habe ich es verschlungen, und das obwohl ich gar nicht so viel Zeit zum Lesen hatte, aber ich wollte halt unbedingt wissen, wie es weitergeht und vor allem auch wie es endet.

Lukas ist mir noch nicht so sympathisch, zumindest nicht durchgehend, aber ich werde ihm weiterhin eine Chance geben.

Olivia mag ich einfach sehr gerne, ich glaube mit der könnte ich auch gut mal ein Glas Wein trinken, so wie ich über sie lese, ist sie mir eindeutig sehr sympathisch. 

Tom mag ich auch sehr, er scheint einen guten Weg für sich gefunden zu haben, auch wenn seine Freunde diesen Weg nicht so ganz verstehen - aber ich denke man muss selbst wissen, was für einen am Besten ist.

Es passiert sehr viel in dem Buch, somit gibt es viele kleine Spannungshöhepunkte, die sich Stück für Stück aufklären. 

Das Ende ist sehr gemein, da möchte ich am liebsten gleich zu dem nächsten Band greifen - nur leider gibt es diesen noch nicht, daher muss ich mich wohl gedulden. So offene Enden können doch ganz schön gemein sein.

Denjenigen, die noch keine Fälle von Olivia gelesen haben, die noch dazu Krimis mögen...ihr müsst einfach ein Buch lesen - am besten alle. 


5 von 5 Punkten


btb Verlag

Taschenbuch

509 Seiten

16,00 Euro

ISBN: 9783442758524

Sonntag, 15. November 2020

Rezension: Martin Schörle "Zwei Theaterstücke - "Nichtsalltägliches aus dem Leben eines Beamten" "Einladung zum Klassentreffen""


Inhalt:

Der kabaretteske Monolog »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« beschert dem geneigten Leser Einblicke in das Leben des Vollblutverwaltungsgenies Hans Fredenbek, der sich in seinem ganz eigenen Gedankengewirr aus Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistischen Erhebungen zusehends verheddert. Es wird deutlich, dass er sich von dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat. Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist. Mit einer Lesung aus seinem Stück war Schörle 2008 beim Autorenwettbewerb »Perlen vor die Säue« im Literaturhaus Hamburg erfolgreich (2. Platz von acht Finalteilnehmern aus insgesamt rund 100 eingereichten Beiträgen). Das Stück wurde außerdem im Rahmen der »Hamburger Theaternacht« als offizieller Beitrag des Hamburger Sprechwerks von »Caveman« Erik Schäffler auszugsweise gelesen. - »Einladung zum Klassentreffen« In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle ... 


Meine Meinung:

Es ist erstmal ein bisschen ungewöhnlich ein Buch in Form eines Theaterstücks zu lesen. Ich gehe gern ins Theater, in Textform ist dies aber doch nochmal was anderes. Dennoch bin ich schnell in das Buch reingekommen. Es lässt sich super lesen, wenn man sich auf das Skript einlässt. 

Bei den Theaterstücken war ich das ein oder andere Mal am Lachen, das gefiel mir schon mal gut. 

Fredenbek ist schon außergewöhnlich, manchmal ein bisschen so, wie man sich einen Beamten vorstellt - Vorurteile lassen grüßen - dann aber doch wieder ganz anders. Genau diese Mischung macht es meiner Meinung nach auch aus. Ich konnte mir alles sehr genau vorstellen - auch Fredenbek wurde in meinem Kopf sehr schnell zu einem Bild, zu einer Person. Ich möchte jetzt aber nicht näher darauf eingehen, wie ich ihn mir vorgestellt habe, diese Chance möchte ich schon jedem selbst geben. Auch wie er immer wieder über bestimmte Dinge - Abkürzungen nachdenkt, ist einfach klasse. Er kommt immer wieder darauf zurück, kann es einfach nicht los lassen. Selbst als Leserin habe ich mit gerätselt, was das alles heißen könnte. 

Auch das zweite Stück ist sehr gelungen. Manchmal dachte ich, ich wäre im Zug, im Nebenabteil und höre so mit - ich kann sagen eigentlich nervt es mich ja, wenn jemand im Zug so laut telefoniert, dass ich alles mitbekomme, in diesem Fall hätte ich es aber doch ganz unterhaltsam gefunden. Lustig ist wie einige Fahrgäste reagieren. Auch wie die Geschichte sich Stück für Stück erweitert ist toll. Gerade bei diesem Stück habe ich an der ein oder anderen Stelle gelacht. Und an anderen zumindest geschmunzelt.

Ich stelle fest, dass ich bestimmt nochmal ein Buch in Theaterform lesen würde, denn dieses Buch hat Spaß gemacht. Ich glaube bei lustigen Geschichten ist es einfacher, diese in solcher Form zu lesen, als wenn es sich z.B. um einen Krimi handeln würde.

Denjenigen die gern mal ins Theater gehen - und es vielleicht sogar momentan vermissen, dass sie es nicht können - denen empfehle ich das Buch auf jeden Fall. Allen anderen sag ich..."Probiert doch mal was neues"


5 von 5 Punkten


Engelsdorfer Verlag

Taschenbuch

118 Seiten

9,50 Euro

ISBN 9783960084082

Donnerstag, 12. November 2020

Buchrezension: Sebastian Fitzek (Herausgeber) "Identität 1142"


 


Inhalt:

Die Pandemie-Zwangspause nutzen und gemeinsam ein Buch schreiben!
Sebastian Fitzek, Tausende Thriller-Fans und namhafte deutschsprachige Bestseller-AutorInnen unterstützen mit spannenden Kurzgeschichten den Buchhandel in Zeiten der Corona-Krise 

Unter dem Motto #wirschreibenzuhause hat Bestseller-Autor Sebastian Fitzek Ende März 2020 seine Instagram-Follower zu einem interaktiven Schreibwettbewerb aufgerufen. 1142 begeisterte Fans machten sich an die Arbeit und sandten ihre Thriller-Storys ein, die sich um das Thema “Identität” drehen, um das Motiv “Rache” und um den Fund eines Handys mit bedrohlichen Bildern darauf - Nervenkitzel pur!

Eine Jury aus AutorInnen, Agenten und VerlagsmitarbeiterInnen wählte die dreizehn packendsten Geschichten aus, die nun in der Thriller-Anthologie "Identität 1142" erscheinen. Zusätzlich steuerten zehn der erfolgreichsten deutschsprachigen BestsellerautorInnen eigene spannende Kurzgeschichten bei: Wulf Dorn, Andreas Gruber, Romy Hausmann, Daniel Holbe, Vincent Kliesch, Charlotte Link, Ursula Poznanski, Frank Schätzing und Michael Tsokos - sowie natürlich Sebastian Fitzek selbst.

Entstanden ist ein Charity-Projekt der ganz besonderen Art: Sämtliche Gewinne aus dem Verkauf der Kurzgeschichten-Anthologie kommen über das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels e.V. dem Buchhandel zugute!


Meine Meinung:

Ich kann euch sagen, dieses Buch ist einfach großartig. Jede Kurzgeschichte ist auf ihre Art und Weise besonders. Ich bin ja nicht unbedingt der Fan von Kurzgeschichten, aber diese hier konnten mich alle begeistern. 

Es ist super spannend, wie unterschiedlich das Thema Identität verarbeitet wurde, obwohl es doch bestimmte Schlüsselpunkte gab, die in jeder Geschichte (zumindest in denen von den Hobby-Autoren) gleich sein sollten. Dennoch sind sie so unterschiedlich und jede für sich spannend.

Was ich auch super finde, ist das auch namenhafte Autoren eine Geschichte für dieses Buch geschrieben haben, diese hatten nur das Thema "Identität" und waren sonst frei. Natürlich macht das auch nochmal einen Unterschied.

Ich kann noch nicht mal sagen, welche der Geschichten am Besten war, einfach weil sie alle gut sind. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da ich wissen wollte, was für eine Geschichte als nächstes kommt, was wird wohl in dieser passieren...und in anderen Momenten natürlich - ich will wissen wie die Geschichte weitergeht.

Wer Lust auf gute Unterhaltung mit viel Spannung hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Die Geschichten sind gut durchdacht und in sich schlüssig. Bei vielen war ich vom Ende dann doch ein bisschen überrascht, bei anderen war es ein bisschen vorhersehbar - was die Geschichte aber nicht beeinträchtigt hat. 


5 von 5 Punkten


Kroemer Knaur

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

368 Seiten

20,00 Euro

ISBN:  9783426282663

Montag, 9. November 2020

Interview mit Nannita Sommer

Wie ihr wisst, habe ich von Nannita Sommer "Rot - Die Farbe meiner Tränen" gelesen. Die Rezension habe ich euch gestern gepostet, schaut sie euch gern an.


Das ist sie:





Erfreulicherweise durfte ich auch ein Interview mit ihr führen. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:


Ich: Als erstes frage ich mich, wie du zum Schreiben gekommen bist.

Nannita: Ich habe schon immer sehr viel gelesen und mir auch gerne Geschichten ausgedacht. Ich schreibe schon seitdem ich 10 Jahre alt bin, doch das erste Buch, dass ich geschrieben habe, war im Rahmen eines Schulprojektes in der 8. Klasse. Ich denke, dies war das erste Mal, dass ich tatsächlich richtig zum „Schreiben“ gekommen bin und mir wirklich über das Schreiben selber Gedanken gemacht habe. 


Ich: Gibt es Momente, beim Schreiben, die dich besonders glücklich machen?

Nannita: Ich liebe es, wenn ich mich selbst in dem Schreibprozess verliere und ich das Gefühl habe, die Geschichte würde sich gerade wie ein Film vor mir abspielen. Dann bin ich ganz und gar ins Schreiben vertieft und vergesse alles um mich herum. Diese Momente sind für mich besonders.


Ich: Hast du vielleicht Schreibrituale?

Nannita: Eigentlich nur einen einzigen. Ich höre immer bei bestimmten Szenen darauf angepasste Musik. Daher habe ich fast für jede Gefühlslage, oder zum Beispiel für eine Kampfszene, das dazu passende Lied, das mich über die Szene begleitet. 



Ich: Warum gerade eine Geschichte, die viel in Katakomben spielt? Dies ist ja schon eher eine zwielichtige Umgebung.

Nannita: Ehrlich gesagt, habe ich darüber so noch nie nachgedacht. Ich denke, dass es viel damit zu tun hat, dass alles in der Tiefe düster und ungewiss ist. Es passt ganz gut zu dem allgemeinem Befinden in der Geschichte im Buch und spiegelt daher, finde ich, auch etwas von der Protagonistin selber wider. Jedoch ist dies, glaube ich, ein Zufall. 



Ich: Ich bin schrecklich neugierig und würde auch gern von dir wissen, welches dein Lieblingsbuch ist - also?

Nannita: Oh, das ist eine schwierige Frage. Ich habe sehr viele Bücher, die ich zu meinen Liebsten zähle. Aber auf Nummer eins steht weiterhin, denke ich, „Für jede Lösung ein Problem“ von Kerstin Gier. Sie ist auch meine Lieblingsautorin und ich habe schon sehr viele Bücher von ihr gelesen. Im Fantasy Bereich lese ich von ihr auch gerne die Edelstein - Trilogie und „Wolkenschloss“. 




Ich: Was hast du für Hobbys?

Nannita: Außer dem Lesen und Schreiben fahre ich im Winter auch gerne Ski. Eine Zeit lang war ich auch, als ich noch zur Schule ging, Ski und Snowboard Lehrerin. Sonst shoppe ich noch gerne, meistens mehr, als ich sollte. :D



Ich: Hast du ein Motto/ Lieblingszitat? Wenn ja, würde ich mich sehr freuen, wenn du es uns verrätst.

Nannita: „Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.“ – Eleanor 
Roosevelt.
Ich mag dieses Zitat sehr gerne, weil ich finde, dass wir alle mehr an uns und unsere Träume glauben sollten. Ich denke, jeder hat schon einmal einen „Dämpfer“ von jemanden bekommen, nur weil er der Meinung war, dass man eher realistisch sein sollte, anstatt sich in einem Traum zu verlieren. Ich bin jedoch der Meinung, dass uns gerade unsere Träume den Weg für die Zukunft ebnen.




Ich: Gib meinen Lesern doch noch einen positiven Gedanken mit auf den Weg - ich glaube diese Gedanken kann momentan jeder gebrauchen.

Das stimmt allerdings. Auch wenn zur Zeit vieles neu und beengend für uns alle ist, schweißt uns die beklemmende Situation doch etwas zusammen.  
Ich finde es wichtig, dass wir durchhalten, uns nicht unterkriegen lassen und die Situation zum Anlass nehmen, dass Wert zu schätzen, was wir haben. Für Viele ist dies die Wärme von der Familie oder auch von Freunde. Für andere ist es eine Chance auf einen Neuanfang. 
Wenn wir alle fest zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, gibt es nichts, das wir nicht schaffen können. 




Liebe Nannita, ich danke dir für das Interview, dafür dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.

Sonntag, 8. November 2020

E-Book Rezension: Nannita Sommer "Rot - Die Farbe meiner Tränen"

 Inhalt:

Jäger, Exorzisten, ein mysteriöses Tattoo und ein frecher Höllenhund stellen Felina Morris' Leben in kürzester Zeit auf den Kopf. 
Die sechszehnjährige Highschool-Schülerin jedoch ist der festen Überzeugung, mit diesem ganzen Unsinn nichts zu tun zu haben! Denn Felina gehört eher zur unauffälligen, tollpatschigen Sorte Mädchen, das schon Schwierigkeiten dabei hat, den Schulalltag zu bewältigen. Als dann auch noch der gutaussehende, aber arrogante Nicklas Lithgow Interesse an ihr zeigt, kann das alles nur ein riesiges Missverständnis sein. 
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihr allerdings nicht, denn die Ereignisse überschlagen sich, und bald wird ihr klar, dass nichts mehr so ist, wie es scheint. 
Wird Felina herausfinden, was hinter all dem steckt und warum ausgerechnet sie in das Ganze hineingezogen wurde?


Meine Meinung:

Dieses Buch lässt sich gut lesen, was vor allem daran liegt, dass es durchgehend spannend ist. 

Ich bin ziemlich schnell in die Geschichte reingekommen, das finde ich schon mal sehr positiv. Auch mit den Protagonisten wurde ich schnell warm. Gerade in Felina konnte ich mich gut einfühlen, was meiner Meinung nach auch wichtig für die Geschichte ist. Ich glaube, wenn man das nicht kann, dann mag man das Buch nicht. Ich fand Felina sehr schnell sympathisch. Oftmals tut sie mir auch echt leid - warum, das müsst ihr schon selbst lesen.

Alice war mir auch von Anfang an sympathisch, ich glaube mit ihr hätte ich auch recht schnell eine Freundschaft geschlossen. Claire mag ich zunächst nicht...aber es klärt sich dann auf, warum sie so ist, wie sie ist (auch wenn ich es schon vor der Aufklärung geahnt habe).

Niklas, finde ich zu abgehoben. Luc ist mir auch sehr schnell unsympathisch, er bestimmt mir zu viel - aber genau das macht das Buch aus und die Geschichte zu dem was sie ist.

Swift ist klasse, auch wenn ich ihm nicht in jeder Gestalt begegnen wollen würde. 

Die Beschreibungen von den Orten, an denen das Buch spielt sind der Autorin sehr gut gelungen. Ich konnte mir die Orte gut vorstellen, auch den Ekel den Felina an manchen Orten hatte, war deutlich hervorgehoben und für mich durchaus nachvollziehbar.

Es gibt viele Spannungshöhepunkte, insgesamt flacht die Spannung nie ab, sondern gipfelt sich in vielen kleinen Höhepunkten, bei denen es nochmal eine Wendung gibt, oder man als Leser eine Wendung erwartet - ob man diese dann immer bekommt?!

Teil 2 werde ich auf jeden Fall auch lesen, wenn er raus kommt, denn das Ende von Band 1 macht auf jeden Fall Lust auf Band 2 - zumal es sehr offen ist.


5 von 5 Punkten


Toria Verlag

E-Book

Seitenzahl der Printausgabe: 366 Seiten

6,49 Euro

ASIN: B08L8GH5MM

Donnerstag, 5. November 2020

EBook Rezension: Rhys Bowen "Verbrechen am Columbus Circle - Molly Murphy ermittelt Reihe 2 Band 2"

 Inhalt:

Detektivin Molly Murphy hat es in New York gerade nicht leicht. Es herrscht eine tödliche Grippe-Epidemie und als wäre das nicht genug bringt der Kampf um das Frauenwahlrecht sie auch noch ins Gefängnis. Der einzige Trost, den Molly aus ihrem ärgerlichen Nachmittag im Knast ziehen kann, ist, dass sie dadurch einige neue Freundinnen unter den Frauenrechtlerinnen gewonnen hat – und zwei neue Fälle. Sie soll Emily helfen zu beweisen, dass ihr Onkel sie um ihr Erbe gebracht hat und für Fanny herausfinden, ob ihr Mann sie betrügt. Doch als Fanny stirbt und ihr Mann behauptet, sie sei ein Opfer der Epidemie geworden, muss Molly tief graben, um die Wahrheit aufzudecken …


Meine Meinung:

Ich bin von diesem Buch sehr überrascht, positiv überrascht. Mit so viel Spannung hab ich gar nicht gerechnet. Ich hatte insgesamt sehr viel Freude beim Lesen.

Der Autorin ist es gelungen, mich in eine andere Zeit zu entführen, eine Zeit in der Frauen vieles noch nicht durften und hauptsächlich im Schatten ihres Mannes standen...aber auch eine Zeit, in der sich Veränderungen andeuteten. Genau das finde ich auch sehr gut beschrieben, so dass ich wirklich mitgehen konnte, und eine Idee von der Zeit und der Welt hatte, in der Molly lebt. Es ist alles sehr bildhaft beschrieben, das finde ich großartig.

Ihr Freundeskreis wäre glaube ich nichts für mich...aber für sie ist er es bei bestimmten Themen ja auch nicht. Sie ist eine sehr taffe Frau. Mir gefällt sie gut, wie sie ist. Auch wie sie ermittelt ist klasse. 

Auch Emily finde ich toll, sie ist schüchterner, als Molly und irgendwie fast ein bisschen angepasster. Sie lässt sich vieles gefallen, was Molly sich vermutlich hätte nicht gefallen lassen. Aber dennoch ist sie mir schnell sympathisch.

Die Spannung bleibt das ganze Buch über erhalten. Es gibt immer mal wieder Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Kleine Spannungshöhepunkte. Auch wie das Buch im Laufe der Geschichte immer mehr Fahrt aufnimmt, so dass ich es da gar nicht aus der Hand legen möchte, ist sehr gelungen.

Mir hat dieses Buch unglaublich viel Freude bereitet, und ich habe mir fest vorgenommen, weitere Bücher zu lesen, in denen Molly ermittelt - es gibt davon ja einige. Ich konnte mal wieder feststellen, dass ich mich auch mal für andere Bücher / Zeiten öffnen sollte, wie ich es hier getan habe, denn eigentlich lese ich kaum Bücher, die in der Vergangenheit spielen, da diese oft eher langweilig sind. Wie hier politisches und Spannung vereint wurde, gefällt mir aber super und es ist niemals langweilig.


5 von 5 Punkten

DP Verlag

E-Book

2,99 Euro

347 Seiten

ASIN: B08HZ8WC4D

Montag, 2. November 2020

Buchrezension: George R.R. Martin "Wild Cards - Vier Asse - Die erste Generation"

 Inhalt:

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg setzt ein wahnsinniger Wissenschaftler einen schrecklichen Virus frei. Jetboy, der größte Pilot seiner Zeit, will das Schlimmste verhindern und tritt dem Wissenschaftler am Himmel über New York in einer epischen Luftschlacht entgegen. Doch der Wild-Cards-Virus ordnet den Lauf der Geschichte bereits neu und bringt seltsam veränderte Menschen hervor. Die Asse erinnern mit ihren übermenschlichen Fähigkeiten an Superhelden. Die Joker dagegen mussten die Verwandlung mit bizarren physischen Deformationen bezahlen. Doch ob Helden oder Schurken, ob gefürchtet oder bewundert, sie sind jetzt ein Teil der Gesellschaft – und die normalen Menschen müssen lernen, mit den Wild Cards zu leben.


Meine Meinung:

Leider war dieses Buch überhaupt nichts für mich. Ich bin mit recht hohen Erwartungen ran gegangen. Leider plätscherte das Buch nur so vor sich hin. Für mich kam keine Spannung auf, was vielleicht auch daran lag, dass ich keine Sympathien zu den Protagonisten entwickeln konnte. Geschichte 1 habe ich noch komplett gelesen. Bei Geschichte 2 habe ich dann abgebrochen, da mich auch diese nicht gepackt hat.

Schade. Ich glaube ich bleibe dann doch lieber bei den Marvel Filmen, und vielleicht auch eher bei normalen Büchern, anstatt bei Kurzgeschichten. Das fällt mir doch eher schwer in diese reinzukommen. Wobei ich sie hier aufgrund der Länge der einzelnen Geschichte auch eigentlich nicht mehr als Kurzgeschichte bezeichnen kann.

Der Schreibstil der ersten Geschichte war irgendwie sehr anstrengend.


0 von 5 Punkten


Penhaligon 

Taschenbuch

765 Seiten

14,99 Euro

ISBN: 9783764531539