Freitag, 29. März 2019

Buchrezension: Dashka Slater "Bus 57"

Inhalt:
Der Bus der Linie 57 ist das einzige, was Sasha und Richard miteinander verbindet. Richard ist Afroamerikaner, geht auf eine öffentliche Schule und hat gerade einen längeren Aufenthalt in einer betreuten Wohngruppe für jugendliche Straftäter hinter sich. Sasha ist weiß, besucht eine Privatschule und identifiziert sich selbst als agender. Nur acht Minuten täglich verbringen Sasha und Richard gemeinsam im Bus 57. Bis zu dem Tag als Sasha den langen weißen Rock trägt und Richard ihn anzündet.

Dashka Slater hat den nachfolgenden Gerichtsprozess monatelang verfolgt, mit Beteiligten gesprochen und die Hintergründe recherchiert. Bus 57 ist die akribische Dokumentation eines berührenden Falles, der tragischen Verstrickung zweier Jugendlicher, die doch nur eines wollen: glücklich sein, trotz allem.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ganz schön heftig, da es einer wahren Begebenheit entspricht. Ich habe mich ziemlich schnell gefragt, wie man so sein kann, wie man so etwas machen kann. Aber man merkt dem Täter auch seine Reue an, dass er eigentlich gar nicht nachgedacht hat - und das finde ich so erschreckend. Auch wie hart das Gesetz mit ihm vorgegangen ist, obwohl sich selbst die Familie des Opfers teilweise für ihn eingesetzt hat. Da kann man eigentlich nur froh sein, nicht in den USA zu leben - auch wenn ich mir wünschen würde, dass einige Gesetze in Deutschland auch wesentlich härter wären, und die Gerichte entsprechend handeln würden.
Man merkt schon, dass die Journalistin - dass ist Dashka Slater eigentlich - sich intensiv mit dem Fall beschäftigt hat, diesen sehr genau verfolgt hat, mit den Beteiligten gesprochen hat...genau das macht dieses Buch auch aus.
Allerdings ist es beim Lesen manchmal recht "wissenschaftlich", was nicht so ganz zu einem Jugendbuch passt, das finde ich ein wenig schade. Ich finde in dem Fall passen die Statistiken da nicht so ganz gut hinein, auch wenn ich persönlich sie interessant fand. Aber ich denke, dass Jugendliche dies anders sehen. Man merkt beim Lesen halt schon irgendwie, dass sie eine Journalistin ist und keine Autorin im eigentlichen Sinn. Das finde ich ein bisschen schade.

Die Gliederung des Buches ist gut gelungen, wobei ich mir manchmal denke, dass auch es auch möglich gewesen wäre, wesentlich weniger Platz zwischen Kapitelüberschrift und dem darunter stehenden Text zu machen.

In die Jugendlichen und ihre Eltern konnte ich mich gut hineinversetzen - auch dies ist bei der Geschichte wichtig, da gerade ihre Gefühle auch eine große Rolle spielen sollten, wie ich finde. Denn letztendlich betrifft es sie.

Das Buch rüttelt wach - und ich glaube genau das wollte Dashka Slater damit auch erreichen. Man macht sich Gedanken darüber, wie brutal die Welt doch manchmal ist, wie mit Menschen umgegangen wird, die "anders" aussehen - die in den Augen von manch anderen Menschen von der "Norm" abweichen. Da fragt man sich auch, was ist die "Norm" eigentlich. Gibt es überhaupt ein "normal", wenn man über Menschen nachdenkt...

4 von 5 Punkten

Loewe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
18,95 Euro
391 Seiten
ISBN: 9783743203631

Donnerstag, 28. März 2019

E-Book Rezension: Felicitiy Green "Die Tierkriegerin und das Ende der Menschheit - Die Troll-Chroniken Band 1"

Inhalt:
Als Alannah in die Klinik für aggressive Jugendliche auf einer einsamen Shetland-Insel eingewiesen wird, glaubt sie, endlich Hilfe und Freunde gefunden zu haben. Ja, im charismatischen Nic vielleicht sogar mehr als einen Freund. Bis sich herausstellt, dass man Alannah dort nicht behandeln, sondern das aus ihr machen will, vor dem sie sich am meisten fürchtet: das blutrünstige, unkontrollierbare Tier in ihr, den Berserker. Nic und ihre neuen Freunde wissen die schreckliche Wahrheit längst: Das Ende der Menschheit und die Rückkehr der Trollwesen stehen bevor. Alannah wurde zur Tierkriegerin herangezüchtet, um auserwählte Magier im Kampf gegen die Wesen zu beschützen.
Doch die Zeit der Menschheit läuft ab. Können Auserwählte und Tierkrieger versuchen, die Apokalypse abzuwenden? Alannah ringt noch dazu mit einer düsteren Ahnung: Sie hat weniger mit den Auserwählten wie Nic gemein, sondern mehr mit den schrecklichen Kreaturen, die bei der zweiten Ragnarök aus der Erde kriechen werden.

Meine Meinung:
Ich bin in dieses Buch gut reingekommen. Schon zu Beginn ist man mitten in der Geschichte gefangen. Die Idee dazu ist einfach klasse und auch super umgesetzt, ich habe dieses Buch verschlungen und sehr schnell durchgelesen - zu schnell wie ich finde, denn ich war traurig, als es dann zu Ende war...aber ich weiß ja, da kommen irgendwann noch Bände. Auf diese freue ich mich auch schon sehr - das möchte ich vorweg erstmal los werden.

Alannah finde ich total klasse, sie ist eine Person in die ich mich schnell einfühlen konnte. Natürlich kann ich nicht alles gut heißen, was sie tut, aber das erklärt sich dann alles Stück für Stück. Und vielleicht wäre es ihr anders ergangen, wenn sie gleich Bescheid gewusst hätte.
Und wie misstrauisch sie teilweise ist,  kann ich auch gut nachvollziehen, ich wäre es vermutlich auch. Auch wie abgedreht sie manches zunächst findet, kommt sehr gut rüber - ich bin da auch ganz bei ihr.

Die Geschichte ist von Anfang an spannend, und diese Spannung wird die gesamte Zeit über gehalten. Stellenweise gibt es noch Spannungsspitzen, die ich sehr gelungen finde.
Auch wie man als Leser Stück für Stück mehr erfährt, finde ich großartig. Genau wie Alannah, durfte ich erst nach und nach alles erfahren...dadurch war ich auch sehr neugierig.

Auch die anderen Protagonisten sind sehr gelungen, wobei ich manche mehr mag und manche weniger. Nic mag ich irgendwie die meiste Zeit über gar nicht. Ich finde ich stellenweise sehr schrecklich - aber das passt zu der Geschichte und es kann ja nicht nur liebe Protagonisten geben, sonst wäre die Geschichte vermutlich auch nicht so gut.

Die Beschreibungen der Orte sind so gut, dass ich mir diese alle vorstellen konnte, ohne jemals dort gewesen zu sein. Man merkt beim Lesen, dass der Autorin viel an diesen Beschreibungen liegt.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die gerne Fantasy mögen und auch mal in fremde Welten abtauchen.

5 von 5 Punkten

E-Book
3,99 Euro
358 Seiten
ISBN: 9783749428182

Freitag, 15. März 2019

Blogtour: Felicity Green - nordische Mythologie in der TIERKRIEGERIN




In dem Buch "Die Tierkriegerin und das Ende der Menschheit" geht es viel um die nordische Mythologie - unter anderem auch um Trolle. Mit diesen Wesen möchte ich mich jetzt ein wenig genauer beschäftigen.
Die Trolle werden als grobe Wesen bezeichnet, die oftmals hinterhältig sein sollen. Diese Beschreibung passt auch gut zu den Trollen, die in diesem Buch vorkommen.
Früher haben die Menschen, die Asen und die Trolle in verschiedenen Welten gelebt, die dennoch miteinander verbunden waren. Dabei heißt die Welt der Menschen Midgard, die Asen haben in Asgard gelebt und diese waren den Trollen feindlich gesinnt. Dabei spielt auch Thor eine Rolle, der die Jötunen - so werden die Trolle auch genannt - mit Blitzen bekämpft hat.
Einige Menschen, die auch die Magie der Götter besaßen haben die Trolle in die Trollwelt - Jötunheim verband - dies soll geschehen sein zu einer Zeit die man in der heutigen Zeit als Eisenzeit kennt.
Ich denke auch Thor der Donnergott wird euch allen was sagen, wie er mit seinem Hammer Mjölnir  Blitze herstellt und mit diesem kämpft.  Thor ist der älteste Sohn von Odin und wird vor allem auch als Gott der Seefahrer bezeichnet.



Und genau gegen diese Trolle soll Alannah in dem Buch "Die Tierkriegerin und das Ende der Menschheit" kämpfen und wird auf diesen Kampf in einer besonderen Klinik vorbereitet...eine Klinik, in die sie - so denkt sie - wegen ihrem aggressivem Verhalten kommt.

Hier seht ihr erstmal die Übersicht, wo die Blogtour noch Halt macht:




Auf all diesen Blogs könnt ihr natürlich auch etwas gewinnen....natürlich möchte ich euch auch die Gewinne nicht vorenthalten:



Bei mir könnt ihr eins der Goodie-Pakete mit Runen-Halbedelsteinkette und ein signiertes Taschenbuch gewinnen.

Dazu müsst ihr folgende Frage beantworten:

Was würdet ihr tun, wenn ihr einem Troll begegnet?


Bei den Gewinnspielen im Rahmen der Blogtour zu DIE TIERKRIEGERIN UND DAS ENDE DER MENSCHHEIT von Felicity Green gelten folgende Bedingungen:
- Jeden Tag wird ein Preispaket verlost. Zur Teilnahme bis 24 Uhr unter dem tagesaktuellen Blogbeitrag kommentieren und die Preisfrage beantworten. Im Kommentar bitte E-Mail-Adresse angeben (alternativ kann die E-Mail-Adresse an felicitygreenauthor@hotmail.com geschickt werden).
- Teilnahme an mehreren oder gar allen Tagen ist möglich, um die Gewinnchancen zu erhöhen, aber pro Person wird nur ein Preispaket vergeben.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung ist nicht möglich.
- Preispakete mit signierten Büchern: Teilnehmen dürfen alle über 18 Jahre aus Deutschland. Für Verluste auf dem Postweg kann leider keine Haftung übernommen werden.
- E-Book-Preispaket: Teilnehmen dürfen alle über 18 Jahre aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
- Die Gewinner werden am 17. März auf Felicitygreen.com bekanntgegeben.

Mittwoch, 13. März 2019

Buchrezension: Veit Etzold "Tränenbringer"



Inhalt:

Clara Vidalis und ihre Kollegen vom LKA Berlin werden mit einer brutalen Mordserie konfrontiert. Ein offenbar psychopathischer Killer ermordet junge Mädchen und Prostituierte.
Den Eltern der Mädchen lässt der Mörder durch willkürlich ausgewählte Junkies, die dafür etwas Stoff von ihm bekommen, abgeschnittene Körperteile in einem Karton zukommen. Die toten Prostituierten drapiert er auf ekelhafte Weise, um der Polizei damit eine Botschaft zukommen zu lassen.
Clara Vidalis, Expertin für Forensik und Pathopsychologie beim LKA, ist gemeinsam mit ihren Kollegen zunächst ratlos, die Suche nach dem Killer gestaltet sich als Wettlauf gegen die Zeit.


Meine Meinung:

Mein bisher erstes Buch von diesem Autor. Daher war ich sehr neugierig. Und ich kann sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Dieses Buch ist von Anfang an spannend. Diese Spannung hält auch das gesamte Buch über an, was ich besonders toll finde. Es gibt einige Szenen, die mir Ekel bereitet haben und die ich ganz übel fand. Besonders die Szene, wie Torsten, die Katze ermordet, konnte mich sehr schocken. Mein Gedanke dabei war: "Das arme Kätzchen - wie kann man einem wehrlosen Tier so etwas antun?!" Ich glaube es konnte mich so schockieren, auch weil die Beschreibungen so extrem detailiert sind.

Auch finde ich es heftig, wie der Mörder vorgeht. Besonders die Darstellung der Leiche bzw das Austragen der Leichenteile. Die Beschreibungen sind hierbei sehr genau. Dies gefällt mir sehr gut, weil ich mir so alles gut vorstellen konnte - auch wenn das nichts für schwache Nerven ist (diese habe ich zum Glück nicht).

Der Schreibstil ist sehr ansprechend, dadurch und durch die hohe Spannung lässt sich das Buch sehr gut lesen. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage durchgehabt. Die Geschichte ist so toll und ich konnte mich in die Charaktere gut einfühlen, deswegen wollte ich auch unbedingt wissen, wie es endet.

Clara und MacDeath mag ich sehr gern. Besonders Clara finde ich klasse, sie ist eine starke Persönlichkeit mit viel Charakter - das mag ich gern. Sie war mir von Anfang an sympathisch.

Klasse finde ich auch den Humor vom Rechtsmediziner - ich glaube gerade in dem Beruf muss man sich seinen Humor auch bewahren, um den Beruf gut verkraften zu können.

Der zeitliche Wechsel, der in diesem Buch vorkommt - also der Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblick - ist immer sehr übersichtlich und gut gestaltet. Er ist sehr deutlich, da oben am Kapitel immer das Jahr und der Ort steht.

Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher von diesem Autor lesen, da mir dieses wirklich sehr gut gefallen hat und ich seinen Schreibstil mag.

5 von 5 Punkten

Knaur
Taschenbuch
10,99 Euro
480 Seiten
ISBN: 9783426520697

Sonntag, 10. März 2019

EBook Rezension: Simone Trojahn "Bad Family"

Inhalt:
Was bedeutet Familie für dich? Wärme, Geborgenheit und Zusammenhalt? Dann hast du die Kollers noch nicht kennengelernt …

Der siebzehnjährige Fips und seine Geschwister haben kaum eine Vorstellung davon, was eine normale Familie ist. Das Zusammenleben mit dem sadistischen Vater und der gefühllosen Mutter ist ein wahr gewordener Albtraum aus Unterdrückung und Gewalt.
Im Laufe der Jahre ist es dem herrischen Familienoberhaupt gelungen, die eigene Familie völlig zu instrumentalisieren und seine Kinder zu Handlangern seiner grausamen Verbrechen zu degradieren.
Auch Fips begeht unaussprechliche Gräueltaten. Als er endlich die Kraft findet, gegen sein Schicksal zu kämpfen, wird die Zeit für die auf dem Dachboden gefangenen Frauen bereits knapp.
Wird es dem Jungen gelingen, die Opfer seines Vaters und damit die eigene Seele zu retten oder ist es schon zu spät?

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eindeutig nichts für schwache Nerven, dass schon einmal vorweg. Aber so bin ich es von Simone Trojahn gewohnt und so wollte ich es auch bei diesem Buch haben.
Ich bin recht unempfindlich, trotzdem musste ich schon recht am Anfang schlucken.
Da fand ich es besonders extrem, was das kleine Mädchen mit ansehen musste. Das ist schon übel, ich finde es aber auch immer besonders hart, wenn Kinder betroffen sind...und das sind sie in diesem Buch schon sehr viel.
Das erschreckende an diesem Buch ist, dass es so extrem realistisch ist, ich denke solche bzw. ähnliche Taten geschehen doch häufig - und genau dies macht das Buch auch so erschreckend.

Stellenweise habe ich mich aufgrund der Beschreibungen richtig geekelt, und dieser Ekel kam das ganze Buch über immer wieder auf.
Ebenfalls hat das Buch viele kleine Spannungshöhepunkte.

Die Protagonisten finde ich gut ausgearbeitet.
Fips tat mir teilweise recht leid. Gerade seine Gedanken sind gut nachvollziehbar - und es kommt gut hervor, wie beeinflussbar gerade kleine Kinder oder Kinder im Allgemeinen sind.
Gegen den Vater und Matthias dagegen habe ich richtige Hassgefühle entwickelt - am meisten gegenüber dem Vater, denn dieser hat Matthias zu dem gemacht, wie er ist.
Clara und Susan können unterschiedlicher nicht sein - das finde ich sehr gut. Ich kann sowohl den Rückzug in die schönen Erinnerungen verstehen, als auch das gegen ankämpfen.
Die Geschichte öffnet einem auch nochmal die Augen, was durch zu viel Alkohol passieren kann.

Beim Lesen hatte ich oftmals den Gedanken - "Wie kann man nur so ein?!"

Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, welches ich verschlungen habe. Ich habe Ekel und Angst erwartet und wurde auch nicht enttäuscht.

5 von 5 Punkten

Redrum
E-Book
0,99 Euro
195 Seiten
ASIN: B07PFDJZ9D

Montag, 4. März 2019

Buchrezension: Karen Thompson Walker "Die Träumenden"



Inhalt:

Santa Lora, Kalifornien: Es beginnt an einem College. Ein junges Mädchen auf einer Party fühlt sich plötzlich müde, so müde wie noch nie in ihrem Leben. Sie wacht nicht wieder auf.
Zuerst denken sie, es kommt aus der Luft, ein Gift, eine Art Virus. Aber niemand kann es nachweisen.
Was auch immer es ist, es breitet sich rasend schnell in Santa Lora aus: Menschen werden müde, legen sich hin - und schlafen für immer. Sie sind nicht tot, sie wachen aber auch nicht mehr auf.
Panik bricht aus, die Stadt wird von der Außenwelt abgeriegelt. Mittendrin: Eine junge Studentin, die im College unter Quarantäne steht. Zwei kleine Mädchen, deren Vater ihr Haus in eine Festung verwandelt. Und ein Paar, das verzweifelt versucht, sich und ihr Neugeborenes zu schützen, während um sie herum alles im Chaos versinkt.

Meine Meinung:

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ich war sehr schnell in der Geschichte gefangen. Das konnte mich eindeutig begeistern.
Die Geschichte beginnt gleich recht spannend und entwickelt sich dahingehend noch nach oben...der Autorin ist es gelungen, sie Stück für Stück spannender zu gestalten. So wurde ich als Leserin immer mehr in ihren Bann gezogen. Bei diesem Buch hat es mir richtig Spaß gemacht, es zu lesen.

Die Protagonisten sind toll, gerade Mei entwickelt sich super, was ich sehr gelungen finden - oftmals wächst man halt über sich hinaus, wenn man es muss. Wie sie im Laufe des Buches wird, hätte ich ihr nie im Leben zugetraut, umso spannender finde ich dieses Entwicklung. Sie passt zu Mei und auch zu der Geschichte. Ich habe gemerkt, dass die Autorin sich hierbei schon was gedacht hat.

Auch die kleinen Mädchen Libby und Sara entwickeln sich im Laufe des Buches weiter. Ihren Vater fand ich irgendwie zunächst schrecklich, auch wenn klar war, dass er sie eigentlich nur beschützen wollte. Er hat einfach viel zu viel schlechtes in der Welt gesehen....und Angst seine Mädchen zu verlieren - ich denke dass ist der Hauptpunkt bei ihm, warum er so ist wie er ist.
Die Mädchen werden mutiger und wachsen ebenfalls über sich hinaus - weil sie es müssen!

Die Idee dahinter finde ich sehr gelungen und super umgesetzt. Der Autorin ist es eindeutig gelungen eine erschreckende Welt zu erschaffen. Zumal ich es spannend finde, wie sich das ganze auswirkt, wie es sich ausbreitet, wie man versucht die Bevölkerung zu schützen - vor etwas, bei dem man nicht weiß, wie man es überhaupt bekommt.

Ich habe das Buch verschlungen, eine in sich sehr stimmige Geschichte mit vielen Wendungen und vielen Ereignissen, welche das Buch zu dem machen was es ist - eine spannende Lektüre, die mich entführt hat.

5 von 5 Punkten

HarperCollins
Taschenbuch
12,99 Euro
336 Seiten
ISBN: 9783959672603

Freitag, 1. März 2019

EBook-Rezension: Sylvia Rieß "Die Tränen der Sidhe"



Inhalt:

Ein alternder König
Eine verzauberte Perle
Ein letzter Wunsch

Seit Jahren erhebt die Klatschpresse schwere Vorwürfe gegen Arthur König. Angeblich soll er seine jüngste Tochter aus dem Haus geworfen haben. Dabei weiß Arthur selbst nicht, was zum Bruch zwischen ihnen führte. Nur eins ist sicher: Flora kann oder will nicht gefunden werden. Doch als Arthur selbst eine fatale Diagnose gestellt wird, begreift er, dass er nicht sterben kann, ohne Flora zumindest einmal wiederzusehen. Wie jedoch soll er sich diesen letzten Wunsch erfüllen, der selbst die Polizei seit sieben Jahren vor ein unlösbares Rätsel stellt?

Getreu dem Kooperationsmotto "Das Böse und das Gute" beleuchtet Märchenspinnerin Sylvia Rieß in "Die Tränen der Sidhe" einmal die andere Seite des Märchens von der Gänsehirtin am Brunnen. In einer Geschichte um das Schicksal, die Wahrheit und den Tod erlebt der Leser, wie es jenem König erging, der seine jüngste Tochter verstieß.

 Meine Meinung:

Diese Märchenadaption ist rundum gelungen. Ich habe sie förmlich verschlungen, weil ich so in sie eintauchen konnte.
Beim Lesen habe ich mir viele Fragen gestellt und gerätselt...diese wurden alle gegen Ende des Buches aufgedeckt, was ich sehr gelungen fand.
Die Geschichte ist gut ausgearbeitet und lässt sich sehr flüssig lesen, schon auf den ersten Seiten passiert sehr viel. Durch Gedanken, Andeutungen...erfährt man als Leser sehr viel, von dem, was gewesen ist - auch das finde ich sehr passend zu dieser Story.

Die Protagonisten fügen sich gut in die Geschichte ein.
Arthur ist für mich zeitweise wie ein geprügelter Hund, der in der Ecke steht und sich dann doch irgendwann mal anfängt zu wehren. Gerade ihn finde ich klasse, einigen mag er vielleicht unsympathisch erscheinen, mir aber nicht. Ich habe hinter seine Maske geschaut und entdeckt, wie er so wurde, wie er ist - das hilft unglaublich, damit er einem sympathisch wird.
Boyd finde ich ganz anstrengend und komisch und mag ihn so überhaupt nicht - aber genau so eine Person muss es irgendwie auch einfach geben.
Der Graf...bei diesem wurde ich tatsächlich nie ganz schlau, und da blieben bis zum Schluss noch Fragen offen - was ich aber nicht schlimm finde, im Gegenteil. Manchmal ist es vielleicht ganz gut, nicht alles gleich super genau zu wissen.

Ich bin in eine andere Welt abgetaucht, mir haben sich Mythen offenbart, die mich beeindruckt haben, auch wenn ich sie teilweise schon kannte, nur kannte ich sie halt längst nicht so ausführlich.

Ich kann dieses Buch bedingungslos weiterempfehlen und wünsche allen tolle Lesestunden damit.

5 von 5 Punkten

Zeilengold Verlag
EBook
1,99 Euro
78 Seiten
ASIN: B07NP5Q2JX