Montag, 28. Mai 2012

Lilly Lindner "Splitterfasernackt"

Inhalt:
Lilly wird missbraucht als sie ein kleines Kind ist, das ist der erste Sex den sie hat. Später dann verkauft sie ihren Körper, sie ist eine Prostituierte. Eigentlich war das eher Zufall, dass sie da rein gerutscht ist. Sie beschreibt das Bordell, ihre Kolleginnen, sich selbst, ihr Leben, ihr Kampf mit Ana und Mia - ihren Esstörungen.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog, der einen kurzen Einblick in ihre Welt als Prostituierte gibt. Danach im ersten Kapitel, geht es um die Vergewaltigung. Und von da an tat Lilly mir leid. Es ist alles sehr offen beschrieben, wobei man auch das Gefühl hat, dass sie nicht über alles reden kann. Das es ihr schwer fällt, sie manches aber auch mit einem gewissen Abstand betrachtet - als wenn ihr Körper nicht ihr gehören würde.
Sie möchte dann auch oft sterben, versucht nichts zu werden, also Luft dadurch das sie hungert. Man merkt deutlich, dass ihre Essstörungen schon einiges in dem Buch einnehmen, aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass sie viel in ihrem Leben einnehmen. Dass sich viele ihrer Gedanken drum drehen, und genau das ist in dem Buch eigentlich auch beschrieben.
Auch wie unterschiedlich ihr Verhalten und ihre Gedanken gegenüber einigen Kunden sind finde ich sehr aussagekräftig.
Ich finde die Geschichte ist gut geschrieben, man kann sich einigermaßen in Lilly hineinversetzen. Einigermaßen schreibe ich, weil ich denke, dass sich keiner richtig in Lilly hineinversetzen kann, der nicht zumindest ähnliches durch gemacht hat. Ich denke man kann sich nur mit einer gewissen Distanz in sie hineinversetzen, was ich in dem Fall auch echt gut finde. Ihr Schicksal wird einem auch so schon nah genug gebracht. Stellenweise war ich echt geschockt, das Buch ist halt nicht so ohne.
Sie schreibt manchmal auch, wie sie mit ihren Kunden umgeht, aber das nimmt eher einen Unterpunkt ein, steht also nicht so im Vordergrund. Im Vordergrund stehen wirklich die Vergewaltigung und ihre Essstörung, sowie Gedanken die damit zusammen hängen.
Das Buch wirkt sehr offen und ehrlich, es ist umgangsprachlich geschrieben. Und es geht sehr schonungslos mit den darin behandelten Themen um, das finde ich gut.
Ich habe mich beim Lesen nicht einmal gelangweilt, es war alles im richtigen Maß.

5 von 5 Punkten.


Bertelsmann Club (zumindest meine Ausgabe)
400 Seiten
13,99 Euro (Clubausgabe)
16,99 Euro (Droemer/Knaur - ISBN 9783426226063

Freitag, 25. Mai 2012

Rainer Löffler "Blutsommer"

Inhalt:
Eine Familie findet bei einem Ausflug eine Leiche, oder besser gesagt Teile einer Leiche. Da wird Martin Abel zum Fall dazu gerufen, denn es ist nicht der erste dieser Art...der "Metzger" hat wieder zugeschlagen, so wird der Mörder genannt. Und Martin Abel ist Fallanalytiker, oder wie man in den USA sagen würde, Profiler.

Meine Meinung:
Ein sehr gutes Buch über einen Serienkiller. Es beginnt spannend, wobei ich es nicht ganz so toll finde, dass gerade die Kinder die Leiche finden. Ich finde es war unnötig, es wäre zwar nicht ganz so schockierend gewesen, wenn ein Erwachsener die Leiche gefunden hätte, aber doch ausreichend.
Man erfährt leider auch nicht, wie die Kinder damit dann zurecht kommen, das fehlt mir irgendwie ein bisschen, auch wenn die nur die Nebenrolle spielen. Das ist halt der kleine Minuspunkt, den ich an dem Buch habe.
Sonst habe ich nur positive Punkte, es ist spannend geschrieben, man kann sich die Leichen gut vorstellen - was mir immer wichtig ist, auch wenn ich es teilweise echt ekelig finde, aber so nen bisschen Ekel gehört zu so einem Buch einfach dazu denke ich.
Die Charaktere sagen mmir auch zu, sie sind recht unterschiedlich aber passen gut in das Buch. Wobei ich Martin Abel erst skeptisch beäugt habe und über seine Analysentechnik dann doch ein wenig schmunzeln musste und sie befremdlich fand. Aber gerade das macht ihn halt aus.
Richtig richtig gut, finde ich es wer der Mörder ist, es war ne Überraschung für mich und ich kenne bisher noch kein Buch in dem der Mörder so ist wie er hier halt ist.
Dadurch war das Buch wirklich durchgehend spannend.

4,5 von 5 Punkten.


Rororo Verlag
494 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783499257278

Sonntag, 20. Mai 2012

Veronica Roth "Divergent"

Inhalt:

Sixtenn-year-old Tris is forced to make a terrible choice. In a dividet society where everyone must conform, Tris does not fit.
So she ventures out alone, dermined to discover where she truly belongs. Shocked by her brutal new life, Tris can trust no one. And yet she is drawn to a boy who seems to both threaten and protecht her.
The hardest choice lies ahead.

Meine Meinung:

Wie ihr seht hab ich das Buch auf Englisch gelesen. Ich fand es ganz einfach zu lesen. Also vom Englisch her, waren wenig Wörter drin, die ich nicht kannte. Das meiste konnte ich gut und schnell lesen.
Von der Sprache her ist es sehr ansprechend und lebhaft beschrieben.
Die Story an sich finde ich schon gut und spannend und sie wurde auch spannend umgesetzt. Teilweise war einiges an Brutalität in dem Buch enthalten, aber ich finde da hat die Autorin genau das richtige Maß getroffen. Es war nicht zu viel und nicht zu wenig. Und durch das Verhalten von Tris in den meisten Situationen konnte man auch gut sehen, was sie von der Gewalt in bestimmten Situationen hält. Die brutalen Szenen sind nicht zu genau beschrieben, aber man kann sich alles gut vorstellen.
Auch die Charaktere fand ich gut gewählt. Tris merkt man am Anfang ihre Unsicherheit sehr an, kann sie gut nachvollziehen und man weiß ihre Entscheidung erst, als diese auch wirklich gemacht wird, davor ist man total im dunklen, und man weiß null was passieren wird, wie sie sich entscheiden wird. So wird schon gut Spannung erzeugt.
Auch Four so heißt er in der englischen Version, keine Ahnung wie er im Deutschen heißt, ist ein toller Charakter. Man ist sich zu Beginn ziemlich unklar, wie und wer er wirklich ist. Aber auch das klärt sich nach und nach auf. Und gerade das er zu Beginn nicht durchschaubar ist, macht das ganze gut, denn so kann man gut nachvollziehen wie zwiegespalten Tris ist, was ihn angeht.

Ich konnte mir auch optisch die Personen gut vorstellen, auch die Quartiere der Fraktionen konnte ich mir vorstellen, es war alles sehr gut beschrieben, aber auch nicht zu ausschweifend.

5 von 5 Punkten.

Harper Collins
489 Seiten
Preis um die 7-10 Euro in Deutschland
ISBN: 9780007420421

Neuzugänge - mal wieder

Ich habe mal wieder ein paar Neuzugänge zu vermelden, zum einen hab ich gar nicht vom Welttag des Buches das Buch gepostet, was ich verschenkt habe und mir natürlich auch einmal behalten habe. Außerdem habe ich von der lieben Glitzerfee auch ein Buch vom Welttag des Buches bekommen. "Die Drachen der Tinkerfarm" durfte ich selbst verschenken.


Und "Adressat unbekannt" habe ich von Glitzerfee bekommen



Auf dem Flohmarkt gekauft habe ich mir:
Steve Mosby "Schwarze Blumen"


 Von Vorablesen habe ich bekommen "Blutsommer"



Und in meinem Irlandurlaub habe ich mir gekauft:
"Divergent" und "Insurgent"





Mittwoch, 9. Mai 2012

A.M. Homes "Das Ende von Alice"

Inhalt:
Chappy, ein Pädophiler,  ist der Erzähler des Romans, und er sitzt seit 23 Jahren im Gefängnis, er verbüßt eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an der 12 jährigen Alice. Während dieser Zeit entwickelt er eine Art Brieffreundschaft mit einem 19 Jährigen Mädchen, dieses schreibt ihm, dass sie ein Auge auf einen 12 Jährigen geworfen hat.

Meine Meinung:
Ich kann gut verstehen, dass dieses Buch in den USA einen Skandal auslöste und das es so lange Zeit nicht in Deutschland raus gebracht wurde. Die Autorin greift damit ein schwieriges Thema auf, und das ziemlich skurrile Weise.
Ich muss ehrlich zugeben, dass mir an einigen Stellen schlecht wurde, dass ich mich geekelt habe. Aber gerade das macht das Buch auch irgendwie aus. Sein Verhalten und auch das von der 19 jährigen, begreife ich in vielen Momenten nicht, klar versteh ich was sie tun, aber das warum ist mir sehr unklar - teilweise muss ich sagen zum Glück.
Das Buch ist sehr offen und frei. Gerade dadurch ist es so schlimm. Aber ich denke das ist ein Thema, was man nicht wohlwollend behandeln sollte und was man auch gut auf diese krasse Weise darstellen kann.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, keine Frage. Auch wie sie sich verhalten, passt denke ich irgendwie.
Beim Lesen habe ich mich an vielen Stellen gefragt wie die Autorin darauf gekommen ist. Denn es ist echt an vielen Stellen einfach krass.
ich bin auch recht gut in das Buch rein gekommen, und man kann gut nachvollziehen, wo er in Gedanken ist, und wo es eher um die 19 jährige geht. Auch wo er sich um die 19 jährige nur Gedanken macht, ist gut zu erkennen.
Der Schreibstil ist schon eher gehobenes Deutsch, das passt aber auch gut zu dem Buch, denn Umgangssprache oder gar Gossensprache würde hier meiner Meinung nach gar nicht passen. Es ist sehr direkt geschrieben, und enthält viele Details.
Das Buch erreicht, dass man irgendwie aufgerüttelt wird und man sich diesem wichtigen Thema mal widmet.

5 von 5 Punkten.


Kiepenheuer & Witsch (KiWi)
295 Seiten
Preis: 19,99 Euro
ISBN 9783462043815

Montag, 7. Mai 2012

Will Elliott "Hölle"

Inhalt:

Jamie überfährt einen Abend beinahe einen Clown. Von da an ändert sich sein Leben schlagartig. Denn ab dem Zeitpunkt wird er von Clowns verfolgt, diese kommen aus einer anderen Welt und machen ihm sein Leben zur Hölle. Sie demolieren seine Wohnung und letztendlich entführen sie ihn...

Meine Meinung:

Zunächst bin ich nicht so ganz einfach in das Buch hinein gekommen, es fühlte sich für mich ein wenig übertrieben an. Daher bin ich wohl nicht gleich rein gekommen, es war halt sehr abstrakt.
Aber nachdem ich dann endlich in das Buch hinein gekommen bin, war es für mich auch ganz schön. Da kam dann auch die Spannung auf.
Mit den meisten Charakteren kam ich nicht so klar, sie waren für mich eher undurchsichtig, aber viel mehr gab das Buch über die Charaktere leider auch nicht her.
Die Geschichte ist eigentlich ganz interessant, aber ich denke der Autor hätte einen anders hineinführen mie waren gut beschriebenüssen. Dann wär sie glaub ich auch besser gelungen, also von Anfang an.
Die Charaktere hätten teilweise einfach mehr beschrieben sein müssen.
Den Zirkus konnte ich mir aber gut vorstellen. Der hat mich schon ganz gut gefesselt, einige Zelte fand ich echt super. Diese waren recht gut beschrieben. Auch was in den Zelten und im Zirkus vor sich ging war gut beschrieben.


3 von 5 Punkten.





Piper Verlag
388 Seiten
9,95 Euro
ISBN: 9783492701590

Samstag, 5. Mai 2012

Ich kann es einfach nicht lassen - Neuzugänge

So und heute erreichten mich mal wieder Neuzugänge. 4 Stück um genau zu sein.

 Zum einen ein Rezensionsexemplar vom Kiepenheuer & Witsch Verlag. Auf das Buch bin ich schon ganz gespannt. Ist denke ich auch nicht ohne.A.M. Homes "Das Ende von Alice"


Dann hab ich mir über meine Punkte bei der Brieflaufzeitstudie mal wieder zwei Bücher geholt:
Über "Zerfleischt" hab ich jetzt schon viel gutes gehört und ich mag es ja auch manchmal blutig und brutal in Büchern.

 Und dann noch "Meeresflüstern", auch wenn ich dazu viele Rezis gelesen habe, die nicht so positiv vom Buch überzeugt sind, ich will es trotzdem unbedingt lesen.

Und dann hab ich noch ein Buch von meiner Ma bekommen, was sie fertig gelesen hat. Sie behält ihre Bücher halt meist nicht. Und ich fand das klingt ganz gut.  Hera Lind "Der Mann, der wirklich liebte"

Freitag, 4. Mai 2012

Viveca Sten "Tödlicher Mittsommer"

Inhalt: 
In Sandham am Strand wird eine Leiche angespült. Die Bevölkerung von Sandham ist geschockt, dass so was auf ihrer kleinen Insel passiert. Und dann stirbt auch noch eine weitere Person, da ist klar, dass ein Mörder auf der Insel sein böses Spiel treibt. Thomas soll den Fall lösen, damit die gewohnte Ferienidylle wieder hergestellt wird.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt mit dem Prolog schon spannend. Die Spannung hält auch fast das gesamte Buch über an. Nur zum Schluss wird manches leider ein bisschen vorhersehbar. Das ist schade, ich finde das hätte die Autorin noch besser machen können. Nichts desto trotz werde ich auch ihre weiteren Bücher lesen, denke ich. Denn die Beschriebungen wie es da aussieht sind schon mal klasse, auch die Leichen konnte ich mir gut vorstellen. Auch die Idee wie eine Person gestorben ist, sind großartig. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Die Einteilung der Kapitel ist toll, die sind nicht so lang und man kann das Buch daher auch gut in der Bahn lesen, ohne das man unbedingt mitten in einem Kapitel aufhören muss.
Wär es am Schluss nicht so vorhersehbar, wäre das Buch top, so gibt es dafür leider einen Punktabzug.

Die Charaktere gefallen mir auch ganz gut. Man kann sie sich gut vorstellen und es passt einfach.


3,5 von 5 Punkten.


Kiepenheuer & Witsch (KiWi) Verlag
340 Seiten
7,99 Euro
ISBN 9783462043112