Donnerstag, 25. Oktober 2018

Buchrezension: S.K. Tremayne "Mädchen aus dem Moor"

Inhalt:
Kath hat versucht sich mit ihrem Auto in einem See zu ertrinken. Sie selbst kann sich weder an diesen Vorfall, noch an die Woche davor erinneren. Auch kann sie sich nicht vorstellen, dass sie Suizid begehen wollte. Denn eigentlich war sie doch glücklich. Aber irgendwie verhält sich ihr Mann Adam sehr abweisend. Und auch ihre Tochter Lyla macht manchmal seltsame Dinge...

Meine Meinung:
Ich bin sehr gut in das Buch rein gekommen. Die ersten Kapitel konnten mich regelrecht fesseln und ich habe es verschlungen. Das zog sich größtenteils auch das gesamte Buch über weiter. Kleine Schwachstellen hat es, aber die nehmen dem Buch in keinster Weise die Spannung.

Man merkt sehr viel Liebe in den Beschreibungen. Sie sind sehr ausführlich und genau. Manchen mag das vielleicht zu langwierig sein, ich finde es jedoch genau richtig. Ich war auch noch nie so richtig im Moor. Mir hat es eindeutig geholfen, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Es war so, als wenn ich selbst an diesen Orten wäre. Ich war quasi dabei. Dieses Gefühl mag ich sehr.
Manchmal hat es ein ganz wenig die Spannung weg genommen, aber ich persönlich fand das nicht sonderlich schlimm

Die Geschichte an sich ist sehr verworren, das macht sie für mich besonders spannend. Ich wurde das ein oder andere Mal aufs Glatteis geführt. Da dachte ich dann ich habe die Lösung...doch dann wurde der Gedanke auch gleich wieder zerstört.
Kurz bevor es aufgeklärt wurde, kam ich leider schon selbst auf die Lösung. Das finde ich ein bisschen schade, und ist wirklich der einzige Schwachpunkt für mich an diesem Buch.
Die Geschichte ist auf jeden Fall gut durch dacht, sie ist in sich schlüssig und klar.

Die Protagonisten sind gut beschrieben.
Gerade Lyla mag ich irgendwie sehr, auch wenn sie natürlich Eigenschaften hat, die besonders sind. Sie wirkt alles in allem sehr liebenswert. Um sie habe ich das ein oder andere Mal gebangt, weil sie mir so sympathisch war.
Kath finde ich manchmal ein bisschen komisch und ich habe mich oft gefragt, was nun wirklich Sache ist.
Adam dagegen finde ich zeitweise immer wieder sehr komisch, dann verwerfe ich manche Gedanken wieder...dann wirkt er wieder anders...mit ihm wurde ich irgendwie nicht so richtig warm.
Tessa geht mit offenen Augen an die ganze Sache ran. Sie ist mir alles in allem sehr sympathisch.

Denjenigen, die gute Beschreibungen mögen, sich gern selbst vor Ort fühlen...und noch dazu spannende Unterhaltung haben möchten, denen kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

4 von 5 Punkten

Taschenbuch
Knaur
14,99 Euro
400 Seiten
ISBN: 9783426522486

Montag, 22. Oktober 2018

Buchrezension: Stephen King "Der Outsider"



Inhalt:
Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?

Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.


Meine Meinung:
Ich bin zwiegespalten an dieses Buch ran gegangen, da ich auch schon sehr viel schlechtes über das Buch gehört habe. Insgesamt kann ich jedoch sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Mir hat die Geschichte gefallen. Wer Stephen King Bücher kennt, weiß, dass er manchmal etwas ausschweifend schreibt. So war es auch in diesem Fall. Das hat mich jedoch in keinsterweise gestört.
Ich habe das Buch schon verschlungen - zumindest wenn ich Zeit hatte es zu lesen. Dazu kommt, dass ich es aufgrund der Dicke und dem Gewicht nicht überall mit hingenommen habe, wie ich es sonst mit Büchern mache.

Ich bin gut in das Buch rein gekommen. Die gesamte Zeit über war ich gespannt, wie es ausgehen wird. Gerade aufgrund der vielen Fragen, die ich mir selbst beim Lesen gestellt habe, war das Buch für mich spannend. Ich wusste wirklich nie, was wirklich Sache ist, habe gerätselt wie das alles sein kann. Mir war dabei auch immer wieder bewusst, dass Stephen King nicht immer beim natürlichen bleibt. Auch das hatte ich beim Lesen immer im Hinterkopf...und doch ich kam nie selbst auf eine Lösung.
Die Idee, die dahinter steht mag ich sehr, vor allem da alles zum Schluss gut erklärt wird. Auch wie ich als Leserin Stück für Stück immer mehr erfahre, aber die Spannung so dennoch erhalten bleibt finde ich sehr gelungen.

Recht zu Beginn sind Teile in Protokollform geschrieben, also ein Protokoll einer Vernehmung, dies fand ich auch sehr gut, da es auf mich so realistischer wirkt.

Die Leiche des Jungen ist sehr detailiert beschrieben, das fand ich schon ein bisschen ekelig, aber vor allem hat es einen enormen Hass in mir hervorgerufen. Einen Hass auf den Mörder...und so ging es ja vielen in Flint City, auch wenn die Bewohner natürlich keine so genaue Beschreibung bekommen haben. Aber immerhin war klar, dass ein Junge bestialisch ermordert wurde. Ich denke so etwas löst immer Hassgefühle aus.
Auch die Beschreibungen der Umgebung sind sehr detailreich und ausführlich. So konnte ich mir Flint City sehr gut vorstellen, in gewisser Weise ist dies für den Verlauf der Geschichte auch wichtig.

Die Charaktere finde ich gut, sie haben eine gewisse Tiefe.
Vor allem Holly konnte mich begeistern. Ich mag sie sehr gern. Ihre Art passt einfach super zu ihr und zu der Geschichte. Von mir aus darf sie gern noch öfter in Büchern von Stephen King vorkommen - ich würde sie auf jeden Fall lesen.



Alles in allem ist die Geschichte ziemlich abgefahren.

5 von 5 Punkte

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Heyne
26,00 Euro
752 Seiten
ISBN: 9783453271845

EBook Rezension: Felicity Green "Halloween-Storys"

Inhalt:
In diesem Buch sind drei Halloween Geschichten enthalten, die alle samt in Tarbet spielen (wie auch schon die Highland-Hexen-Krimis.) Die Highland-Hexen spielen auch in diesen Geschichten eine Rolle.
In "Teuflisch dunkel" erzählt Ma Winchester Gruselgeschichten aus ihrer Kindheit. Wie die von Caith Sith, der schwarzen Raubkatze, die eigentlich nur in der schottischen Mythologie existieren sollte, dann aber zum realen Albtraum wird.
In  "Teuflisch kalt" müssen Paranormal Investigator Abbey Fine und die Highland-Hexen herausfinden, ob ein Mädchen, das im Loch Lomond aufgetaucht ist, Mensch oder böser Wassergeist ist.
In "Samhain - Das Wechselkind" eine Geschichte, die in der mythologischen Welt der Connemara-Saga spielt, ist die hochschwangere Posey auf sich allein gestellt – bis eine mysteriöse Frau auf dem Feenhügel vor ihrem abgelegenen Cottage erscheint.


Meine Meinung:
 Erstmal möchte ich euch sagen, dass ihr die Highland-Hexen-Krimis für diese Geschichten nicht unbedingt kennen müsst. Ich denke ihr könnt die Geschichten auch so sehr gut verstehen.

Mich konnten ja die "Highland-Hexen-Krimis" schon begeistern. Daher bin ich auch mit recht hohen Erwartungen an diese Geschichten ran gegangen. Ich kann euch sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Sie hätten für meine Verhältnisse gern noch ein bisschen gruseliger sein dürfen, aber ich bin da halt von der harten Sorte.

Gerade "Teuflisch dunkel" konnte mich sehr begeistern. Ich war schnell in der Geschichte drin. Die Caith Sith konnte ich mir sehr gut vorstellen. Auch die Angst, welche die Kinder auf ihrem Halloween-Ausflug hatten, war für mich gut spürbar und sehr gewaltig. Das mag ich sehr. Da hat es selbst mich ein bisschen gegruselt. Das lag aber auch mit daran, dass Kinder betroffen sind - da bin ich meist ein bisschen empfindlicher.

"Teuflisch kalt" ist für mich Spannung pur. Richtig gegruselt habe ich mich hierbei zwar nicht, aber die Geschichte ist gut durchdacht, spannend und passt eindeutig zu Halloween. Die Beschreibung vom Wassergeist, fand ich dann schon beängstigend...so einem möchte ich auf jeden Fall nicht begegnen.

"Samhain - Das Wechselkind" kannte ich bereits, und trotzdem konnte mich diese Geschichte erneut packen. Das war schon sehr hart, irgendwie traurig... Auch diese Geschichte ist wieder sehr passend zur Halloween Zeit.

Toll finde ich es, dass Felicity Green Sagen in ihre Geschichte eingebaut hat, und auch hier die Anderswelt wieder zu Tage kommt. Ich mag irische Sagen und Legenden einfach sehr. Genau das war auch einer der Gründe, warum ich das Buch unbedingt lesen musste.

Die Geschichten lassen sich alle flüssig lesen...und sind viel zu schnell vorbei.

5 von 5 Punkten

EBook
2,99 Euro
100 Seiten
ASIN: B07JHQJ57B