Donnerstag, 31. Dezember 2020

E-Book Rezension: Sibylle Baillon "Schneeverweht: Kanada wider Willen"

 Inhalt:

Paris, Donnerstag, 17. Dezember - Lillys Leben steht auf dem Kopf: Vom Freund mit ihrer besten Freundin betrogen und kurz davor ihren Job zu verlieren, wird sie zu allem Überfluss auch noch so kurz vor Weihnachten von ihrem Vorgesetzten nach Kanada geschickt, um dort für einen Kunden ein B&B an den Mann zu bringen. Dieses Unterfangen gestaltet sich schwieriger als geplant und Lilly stolpert über ein Hindernis nach dem anderen, bis ein Schneesturm ausbricht und ihr Leben für immer verändert…


Meine Meinung:

Ein romantischer, weihnachtlicher Roman, der Lust auf den Winter, auf Schnee und auf Weihnachten macht.

Kurz vorweg ich habe dieses Buch erst nach Weihnachten gelesen, aber das tat der Geschichte keinen Abbruch, ich fand sie dennoch wundervoll. 

Lilly muss sich einfach schrecklich fühlen, dass kommt gleich zu Beginn gut aus der Geschichte hervor. Für mich wäre es unvorstellbar, so was zu erleben, das möchte doch niemand. Ich kann gut nachvollziehen, wie sie dann erstmal flüchtet - ich denke das ist in dem Fall ein natürlicher Reflex. 

Spannend ist es zu lesen, wie sie in Kanada ankommt. Ich glaube ich hätte mich gefühlt wie sie, so viel Schnee, Einöde und dort muss ich allein arbeiten. Ich glaube ich würde mich erstmal unwohl fühlen. Schnee ist was schönes, wenn ich Urlaub habe und meine Liebsten um mich herum habe, dann mag ich Schnee, dann kann man in diesem viel Spaß haben.

Auch die Skepsis, die Lilly gegenüber Owen hat ist gut nachvollziehbar, manchmal tut es mir allerdings leid, wie sie über ihn denkt. Da finde ich sie schon ein bisschen abgehoben - ich glaube Owen sieht das ähnlich. 

Der Schneesturm ist gut beschrieben, er wirkt auf mich sehr bedrohlich und ich möchte nicht in ihm stecken, und vor allem währenddessen nicht allein sein. Ich glaube da hätte ich Angst und würde ständig überall schauen, ob alles okay ist. Ruhig schlafen könnte ich auf jeden Fall nicht.

Die Schneemassen müssen schon beeindruckend sein, so stell ich es mir zumindest vor. Wie ihr merkt, finde ich die Beschreibungen super und konnte mir alles sehr gut vorstellen - quasi so, als wäre ich selbst in Kanada.

Manches ist ein bisschen vorhersehbar, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. Ich finde das bei Liebesromanen vollkommen okay. In diesem Fall passiert dann nämlich hin und wieder etwas, was für mich unerwartet war. Und genau das macht es dann wieder aus.


Denjenigen, die winterliche Bücher mögen, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.


5 von 5 Punkten


E-Book

2,99 Euro

Seitenzahl der Printausgabe: 405

ASIN: B07KPKNQR7

Montag, 28. Dezember 2020

E-Book Rezension: Christian Handel "Palast aus Gold und Tränen - Die Hexenwald-Chroniken 2"

Inhalt:

Wie weit würdest du gehen, um den Fluch einer Hexe zu brechen?

Ein geheimer Auftrag führt die Dämonenjägerinnen Muireann und Rose an den Zarenhof. Dort soll eine rauschende Hochzeit stattfinden, zu der sämtliche Adelige der umliegenden Länder geladen sind. Muireann und ihre Partnerin hoffen, dort eine Spur jenes Monsters aufzunehmen, das sie gerade jagen.

Doch in der Nacht vor der Trauung verschwindet die junge Braut spurlos. Will einer der Gäste die Hochzeit verhindern? Oder sind übernatürliche Kräfte am Werk? Die Ermittlungen führen tief hinein in die Wälder des Zarenreiches – das Zuhause der zwielichtigen Hexe Baba Yaga.


Meine Meinung:

Mir hat dieser zweite Teil der Hexenwald-Chroniken sehr gut gefallen. Es ist recht lange her, dass ich den ersten gelesen habe, und doch war ich schnell wieder in der Geschichte drin. Die Geschichte hat mich förmlich gefangen genommen. 

Schon schnell zu Beginn ist ein gewisses Maß an Spannung vorhanden, diese steigert sich im Laufe des Buches sogar noch...es gibt viele kleine Spannungshöhepunkte. Diese machen für mich das Buch aus.

Dem Autor ist es gelungen mehrere Märchen in dieser Geschichte zu vereinen. So einige habe ich erkannt, andere kannte ich nicht. Ich mag es, so auf neue Märchen zu stoßen. Besonders toll fand ich es aber auch, dass die Hexe Baba Yaga eine Rolle spielt - dieses Märchen finde ich an sich schon sehr faszinierend. 

In Muireann und Rose konnte ich mich gut einfühlen. Ich verstehe oftmals auch die Zerrissenheit von Muireann, aber auch wie Rose sich verhält und warum sie so eine Angst vor der Magie hat, ist für mich gut spürbar und auch nachvollziehbar.

Ich konnte das Buch sehr flüssig lesen, wollte es auch gar nicht aus der Hand legen, da es so spannend war und ich unbedingt wissen wollte, wie es mit den beiden weitergeht, was sie noch alles erleben.

Mir hat es viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Durch den Cliffhanger bin ich schon sehr gespannt auf den 3 Teil, und hoffe, dass ich da nicht allzu lange darauf warten muss. Denn das Ende ist so echt gemein, wenn man nicht gleich weiterlesen kann.


5 von 5 Punkten


Drachenmond Verlag

E-Book

Seitenzahl der Printausgabe: 350

6,99 Euro

ISBN: 9783959915168

Samstag, 26. Dezember 2020

Adrian Langenscheid „True Crime USA – wahre Verbrechen, echte Kriminalfälle“

 Inhalt:

Es ist kein Geheimnis, dass True Crime nichts für schwache Nerven ist. Denn die wahren und authentischen Kriminalfälle erzählen von Menschen, die uns als freundliche Nachbarn, aufopfernde Eltern oder liebevolle Partner bekannt sind. Personen hinter deren bürgerlichem Auftreten sich dann aber unsagbar tiefe menschliche Abgründe auftun und niemand – selbst im näheren Umfeld – hätte dies für möglich gehalten. 

Adrian Langenscheid erzählt in seinem zweiten Buch „TRUE CRIME USA“ aufs Neue von echten Straftaten aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Dieses Mal aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Verbrechen, die sich tatsächlich ereignet haben – und das vor gar nicht allzu langer Zeit. Die grausamen Kriminalfälle werden Sie fesseln und schockieren, verblüffen und zu Tränen rühren. Erschüttert werden Sie alles in Frage stellen, was sie über die menschliche Natur zu wissen glauben. 

Selbst Ermittler, Richter, Strafverteidiger und Staatsanwälte lässt es nicht kalt, wenn Angeklagte wegen besonders entsetzlicher Taten vor Gericht stehen und die mitleiderregenden Schicksale der Opfer und ihrer Angehörigen nach und nach ans Licht kommen. Im Idealfall sorgt das abschließende Urteil für die gerechte Bestrafung der Täter. Aber welche Strafe ist im Angesicht der grausamen Realität wirklich gerecht?

Lernen Sie einige der spektakulärsten amerikanischen Kriminalfälle der letzten Jahrzehnte kennen – in Kurzgeschichtenform. Sie erfahren alles im Detail und unter Berücksichtigung der Motive sowie des erschreckenden Hintergrunds dieser unfassbaren Verbrechen. Auch der bekannte deutschen Crime Podcast „Wahre Verbrechen“ ist mit zwei spektakulären Fälle, recherchiert und geschrieben vom Produzenten und Moderator Alexander Apeitos, mit im Buch vertreten. 

In Straftaten, wie beispielsweise Mord, Totschlag, Entführung, Missbrauch, Betrug, Verrat und Diebstahl, sind oftmals „Menschen wie Du und ich“ verwickelt, deren Leben aufgrund tragischer Umstände von einem Tag auf den anderen nicht mehr das ist, was es vorher war.

War es Habgier, Mordlust, eine perverse sexuelle Neigung oder ein Blackout, der den brutalen Serienkiller so skrupellos handeln lies? Verbirgt der geständige Täter sein wahres Motiv? Leidet er an einer psychologischen Anomalie wie der Bipolaren Störung oder dem Münchhausen Stellvertreter Syndrom? Wie kann man das Leben eines Kindes aus einem so niedrigen Beweggrund auslöschen? Was unterscheidet uns von denen, die anderen das Leben nehmen? Welche kriminalistischen Methoden sowie Verfahren der modernen Psychologie helfen, die schrecklichsten Mörder unserer Zeit zu identifizieren? 

Sachlich, wahrheitsgemäß und frei von jeglicher Sensationsgier beleuchtet jedes Kapitel dieser Sammlung den jeweiligen echten Kriminalfall. Dabei helfen die geschilderten Einsichten aus Akten, Ermittlungen und Gerichtsverhandlungen das Strafmaß nachzuvollziehen. Manchmal offenbaren die Obduktion der Rechtsmedizin oder die Forensik ein neues Bild der grausamen Wahrheit.

Diese ergreifenden Taten werden auch Ihnen unter die Haut gehen, wie zum Beispiel die kaltblütige Ermordung von fünf Geschwistern durch die eigenen Mutter oder der zu Tränen rührende Tod eines zu Unrecht verurteilten farbigen Jungen, der nie erwachsen werden durfte. Bei jeder Geschichte in diesem Buch handelt es sich um die authentische Wiedergabe einer schweren Straftat, die Ihnen einen ersten Einblick in die Persönlichkeit aller Beteiligten und deren Beweggründe für ihre Entscheidungen eröffnet.

Das Leben schreibt grausame Geschichten und dieses Buch fasst sie zusammen. Tauchen Sie ein in die schockierende Welt der wahren Kriminalfälle und der echten Verbrechen! True Crime.




Meine Meinung:


Die Fälle sind alle kurz und knapp aufgeführt. Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, so werde ich bestimmt den ein oder anderen Fall selbst noch erkunden. Mir gefällt es da tatsächlich besser, wenn z.B. Fallanalytiker oder auch Gerichtsmediziner über Fälle berichten, da diese noch mehr in die Tiefe gehen und auch ein gewisses Fachwissen mit einbringen. Dies fehlte mir hier leider. 
Die Fälle sind super erschreckend, teilweise hatte ich beim Lesen eine kleine Gänsehaut. Es ist schon sehr heftig, zu was Menschen fähig sind, wie diese zu solchen Taten kommen – das fänd ich dann spannend zu wissen, was mit den Menschen alles passiert sein muss – teilweise wird darauf zwar eingegangen, aber insgesamt eher sehr oberflächlich, das fand ich ein wenig schade.

Über die hier aufgeführten Fälle hatte ich bisher noch nichts gelesen, was aber auch daran liegen kann, dass dies mein erstes Buch ist, welches sich mit den USA befasst. Mit wahren Verbrechen in Deutschland, England…hab ich mich dagegen schon mehr befasst.



3 von 5 Punkten

 

 

Independently published
Seitenzahl der Printausgabe: 156 Seiten
6,90 Euro
ISBN: 9781705406342



Dienstag, 22. Dezember 2020

Rezension: Jenny Colgan „Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg“

 Inhalt:

Willkommen zurück in Pollys wunderbarer Bäckerei! Es weihnachtet sehr an Cornwalls Küste, und Polly hat nur ein Ziel: Dieses Fest der Liebe muss das Beste aller Zeiten werden. Aber wann verläuft das Leben schon nach Plan? Prompt schneit ihre Freundin in der Bäckerei vorbei und vertraut ihr ein heikles Geheimnis an, das bald nicht mehr zu verbergen sein wird. Wird es Polly trotzdem gelingen, mit ihrem Freund Huckle und Papageientaucher Neil das fröhlichste aller Feste zu feiern? 


Meine Meinung:

Dieses Buch ist wundervoll, es lädt zum Träumen ein. Sehr schnell bin ich komplett in die Geschichte reingekommen, und das obwohl ich noch keine anderen Bücher über die kleine Bäckerei am Strandweg gelesen habe.
Polly war mir von Anfang an sympathisch. Ihren Traum in einem Leuchtturm zu leben, war für mich gut nachvollziehbar, auch dass sie mit ihrer Entscheidung einen Leuchtturm zu kaufen nun nicht immer glücklich ist, kam gut hervor und ist sehr passend. Es ist auch genau beschrieben, was ihr Problem ist. Gerade die Kälte, die sich oftmals durch den Leuchtturm zieht, kann ich beim Lesen quasi spüren, das finde ich sehr gut, so bin ich beim Lesen mittendrin. Auch wie sie sich in bestimmten Situationen fühlt, ist deutlich spürbar beim Lesen.

Huckle wäre kein Mann für mich, bei ihm fehlt mir manchmal der Biss, dass ist sehr schade. Aber ich kann auch nachvollziehen, was Polly an ihm findet, so mit passt es dann doch wieder alles. 
Neil ist der Knaller, der Papageientaucher – er ist einfach unheimlich süß beschrieben. Auch das er in dem Buch eine Rolle spielt finde ich toll.

Die Geschichte ist super und auch gut ausgearbeitet. Mir hat das Lesen viel Freude bereitet. Stellenweise ist sie witzig, in anderen Momenten spürt man eher den Stress, dann wieder die Hoffnung…

Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher der Strandbäckerei lesen.

 

5 von 5 Punkten

 

Piper Taschenbuch
Taschenbuch
368 Seiten
10 Euro
ISBN: 9783492311533


Dienstag, 15. Dezember 2020

E-Book Rezension: Sibylle Baillon "Schneeknistern: Weihnachten auf Schottisch"

 Inhalt:

Durness, Winter 2018 - Wildvalley, ein malerisches Örtchen in den Highlands, dem Land der Legenden, ist für die verträumte Tierpflegerin Erin das reinste Paradies auf Erden. Jedenfalls war es das, bevor Roy, der betagte Besitzer des Gasthauses, das sie in seinem Namen leitet, plötzlich stirbt. Um ihr Heim zu retten, ist sie zu allem bereit. Doch da hat die hübsche Schottin die Rechnung wohl ohne Finley gemacht, den Sohn des Verstorbenen: Der renommierte Pariser Immobilienmakler, für den die idyllische Heimat seiner Ahnen nur aus Stürmen und Schneematsch zu bestehen scheint, hat andere Pläne. Nur widerwillig ist er nach Wildvalley zurückgekehrt, um sein Erbe schnellstmöglich an den Meistbietenden zu verhökern. Obendrein scheint sich hinter seinen charmanten grünen Augen und dem markanten Kinn ein dunkles Geheimnis zu verbergen. Aber Erin will es eigentlich gar nicht so genau wissen und würde sich vor Kummer am liebsten einfach in einem Loch verkriechen – wäre da nicht das Versprechen, das sie Finleys Vater vor langer Zeit einmal gegeben hat …

Und jedes Kind weiß doch, was ein Wortbruch im Reich der Feen und Kobolde so alles nach sich ziehen kann …


Meine Meinung:

Ein wundervoll romantisches Buch, welches mein Herz erwärmen konnte. 

Mir hat das Buch von Anfang bis Ende sehr gut gefallen, die Geschichte ist toll und gut ausgearbeitet, dank dem super Schreibstil konnte ich dieses Buch flüssig lesen. 

Die Beschreibungen sind toll, ich konnte mir alle Orte sehr gut vorstellen, sowohl die Ausflugsorte, als auch das kleine Dörfchen. Ich glaube in dieses Dörfchen würde ich auch gern mal fahren. Und dann in dem Pub sitzen, während es schneit und den Legenden und Sagen zu lauschen, das wäre total meins. Mir gefällt es super, dass Legenden und Sagen in diese Geschichte eingearbeitet wurden. Ich mag das allgemein sehr. Auch das zeitweise auf gälisch gesungen wird finde ich spitze. Das ist eine tolle Sprache, die geschrieben super aussieht und sich auch spannend anhört (ich durfte es in Irland schon mal hören, wobei schottisches Gälisch und irisches Gälisch natürlich unterschiedlich sind.)

Die Protagonisten mochte ich weitestgehend sehr. Nur Finley mochte ich gerade zu Beginn nicht so sehr. 

Erin finde ich toll, sie ist mir sofort sympathisch, sie hat eine tolle Art, auch wie sie mit Ambre umgeht. Mit Ambre könnte ich mich vermutlich auch anfreunden.

Auch Keith ist super, wie er und Erin wie Geschwister wirken ist ganz fantastisch beschrieben.

Insgesamt ist dieses Buch romantisch, mir aber nicht zu schnulzig. Mir hat das Lesen viel Freude bereitet und mich in eine weihnachtliche Stimmung versetzen können. 

Ich denke ich werde noch weitere Bücher von Sibylle Baillon lesen, sie konnte mich echt fesseln.


5 von 5 Punkten


E-Book

0,89 Euro

295 Seiten

ASIN: B08KJDTZ3J

Samstag, 12. Dezember 2020

E-Book Rezension: Ambra Lo Tauro "Fluss der Jahre"

 Inhalt:

1989: An der Schwelle zum Erwachsensein besucht Katrin für zwei Wochen ihre Brieffreundin Aoife im irischen Ballycarrick, einem kleinen Ort am Fluss Shannon. Dort lernt sie Conor kennen, der mit ihrer Freundin aufgewachsen ist. Zwischen den drei Jugendlichen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, geprägt von Vertrauen und Lebensfreude.
Ein zweiter Besuch im Jahr darauf verändert alles.
2014: In den sozialen Medien finden sie sich wieder. Katrin kehrt zurück nach Irland. Sie versuchen, an die unbeschwerten Jugendjahre anzuknüpfen. Wie hat die Zeit sie verändert, wie das Land? Welchen Einfluss haben die Ereignisse von damals auf ihr heutiges Leben?


Meine Meinung:

Dieses Buch ist unglaublich toll, die Beschreibungen der Umgebung - vor allem bei den Ausflügen, sind so, dass ich mir alles vorstellen konnte. Ich liebe es einfach von Irland zu lesen, nach meinem Urlaub dort ist ein kleiner Teil von mir dort geblieben und ich fühle mich dem Land einfach verbunden. Gerade jetzt wo man nicht reisen kann, tut es daher unglaublich gut zumindest gedanklich in andere Länder zu reisen. Bei Lesen merkt man deutlich welche Liebe die Autorin zu Irland hat - diese ist mindestens genauso groß, wie bei mir. Das mag ich sehr.

Die Protagonisten passen super zu der Geschichte und haben auch eine Tiefe. Ich finde das passt einfach auch zu der Geschichte. Es ist spannend Stück für Stück mehr über sie zu erfahren und auch zu lesen, wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt haben - auch wie Irland sich im Laufe der Zeit verändert hat ist spannend dargestellt.

Katrin finde ich super, sie mochte ich sehr schnell super gern. Auch Aoife ist mir schnell sympathisch gewesen, genau wie Conor. Mike mochte ich dagegen von Anfang an nicht. 

Die Geschichte ist gut durchdacht und lässt sich super flüssig lesen. Ich kann sie euch auf jeden Fall empfehlen - vor allem auch denen, die zumindest gern gedanklich reisen möchten.


5 von 5 Punkten


E-Book

261 Seiten

3,99 Euro

ASIN: B08L8BD8J8

Sonntag, 6. Dezember 2020

Rezension: Anne Darling "Winter in Bloomsbury"




 Inhalt:

Die himmlischen selbstgebackenen Köstlichkeiten, die Mattie im Tearoom der kleinen Buchhandlung in Bloomsbury serviert, sind weit über die Grenzen des Londoner Stadtteils bekannt. Eigentlich müsste der Dezember mit seinen leuchtend geschmückten Straßen und duftenden Weihnachtsplätzchen für Mattie die schönste Zeit des Jahres sein – wenn ihr vor Jahren nicht ausgerechnet an Heiligabend das Herz gebrochen worden wäre. Es gibt nur eins, was Mattie noch schlimmer findet als die Feiertage: ihren unverschämten, aber gleichzeitig ziemlich attraktiven Kollegen Tom. Doch als mitten im Weihnachtstrubel die gesamte Belegschaft ausfällt, müssen Mattie und Tom den Laden plötzlich ganz allein führen ...


Meine Meinung:

Ein wundervoller Weihnachtsroman. Mir hat das Lesen sehr viel Freude bereitet und das Buch konnte mich in eine weihnachtliche Stimmung versetzen.

Die Geschichte ist total schön, romantisch, aber nicht schnulzig...zwischendurch ein bisschen lustig, und das ganze mit dem Winter-/Weihnachtsfeeling untermalt. 

Auch die Protagonisten gefallen mir alle super, ich konnte mich in sie einfühlen und sie waren mir alle sympathisch, auch wenn ich mich über den ein oder anderen zwischendurch aufgeregt habe.

Die kleine Buchhandlung mit dem Teegeschäft neben an...das wäre eindeutig ein Laden, in den ich reingehen würde, und in dem es mir vermutlich sehr sehr gut gefallen würde. Ich würde stöbern, anschließend einen Kaffee trinken...und dabei dann das Schneetreiben draußen vor dem Fenster beobachten - so stelle ich es mir vor.

Ihr merkt, ich war sofort in dem Buch gefangen, die Beschreibungen geben sehr viel her, lassen der eigenen Fantasie aber auch noch Raum.

Wer einen weihnachtlichen Roman lesen möchte, dem kann ich dieses Buch bedingungslos empfehlen.

Es ist bestimmt nicht das letzte Buch, von dieser - mir bisher unbekannten Autorin, welches ich gelesen habe.

5 von 5 Punkten


Penguin Books

Taschenbuch

476 Seiten

11,00 Euro

Mittwoch, 2. Dezember 2020

E-Book Rezension: Laura Kier "Die Ursprünglichen - Perfektion 2"

 Inhalt:

Flucht und Verstecken sind keine Option mehr. Der skrupellose Forschungskonzern Genteck Systeme ist Adara bis zu den Schwestern der Auferstehung gefolgt. Aber ein direkter Kampf bedeutet weitere Tote. Deshalb entschließt sich Adara, zu Genteck zurückzukehren und den Forschungskonzern von innen zu sabotieren. Doch wie soll sie ohne ihre Erinnerungen wissen, wem sie vertrauen kann? Wird sie es rechtzeitig herausfinden, bevor noch mehr Menschen ihr Leben verlieren?


Meine Meinung:

Zunächst einmal ist es bei diesem Buch sehr wichtig, dass man den ersten Teil von Perfektion kennt, denn sonst weiß man überhaupt nicht, was bisher geschah - und das spielt für die Geschichte eine sehr große Rolle. Ich habe Band 1 vor ewiger Zeit gelesen, daher hatte ich erst Bedenken, ob ich wieder in die Geschichte reinfinde werde. Ich kann sagen, dass meine Bedenken unsinnig waren. Ich bin super schnell wieder eingestiegen, in meinem Kopf war sehr schnell was bisher schon alles geschehen ist. Manchmal gibt es auch eine Art kleinen Rückblick, in dem jemand etwas über die Vergangenheit sagt. So finde ich das sehr passend, nicht übertrieben sondern es ist lediglich eine kurze Erinnerungsstütze.

Ich habe dieses Buch verschlungen, was vor allem auch daran liegt, dass es gleich zu Beginn schon super spannend ist. Diese Spannung hält auch das gesamte Buch über an, es gibt viele kleine Spannunghöhepunkte, die der Geschichte teilweise nochmal eine Wendung geben. Mir war beim Lesen nie klar, wie diese Geschichte wirklich enden wird. Auch das hat die Spannung natürlich noch erhöht, so dass ich wissen wollte, wie es mit Adara weitergeht, was ihr alles passiert.

Die Beschreibungen der Welt sind so, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Für mich ist diese Welt, die gewissermaßen zweigeteilt ist, sehr bedrückend - und zwar finde ich beide Teile auf ihre Art und Weise für mich bedrückend. Die Welt ist faszinierend und macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. 

Adara ist eine tolle Protagonisten, ich kann ihre Bedenken, ihre Haltung gut nachvollziehen. Sie habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Bei eigentlich allen anderen Protagonisten habe ich mich immer gefragt, was wollen sie wirklich, auf welcher Seite stehen sie - das gibt der Spannung nochmal einen Kick, da man überhaupt nicht weiß, wem Adara vertrauen kann.

Ich möchte euch dieses Buch ans Herz legen - aber bitte lest zuvor Band 1 - auch dieser ist klasse.


5 von 5 Punkten


E-Book

Seitenzahl: 193

2,99 Euro

ASIN: B08NYSQPS8

Sonntag, 29. November 2020

Buchrezension: Hannes Rastam "Quick - Die Erschaffung eines Serienkillers"




 Inhalt:

Thomas Quick ist das schlimmste Monster der schwedischen Geschichte – ein Serienkiller, Vergewaltiger, Sadist und Kannibale. So jedenfalls das Bild, das die Medien von ihm erschufen. In den Jahren zwischen 1992 und 2001 gesteht Thomas Quick dreißig Morde und wird für acht davon verurteilt. Nachdem immer wieder Zweifel an der tatsächlichen Schuld von Thomas Quick aufkommen, beginnt der bekannte Enthüllungsjournalist Hannes Råstam mit der Recherche. Das Ergebnis seiner Arbeit schlägt ein wie eine Bombe. Thomas Quick kann die Morde nicht begangen haben. Es gibt keinen haltbaren technischen Beweis. Thomas Quick ist unschuldig.


Meine Meinung:

Ich brauchte ein bisschen, um in dieses Buch rein zu kommen, aber als mir dies gelungen war, fand ich das Buch echt super spannend. Es ist eine wahre Begebenheit, und mehr ein Sachbuch, als ein Roman. Vielleicht hatte ich deswegen zunächst meine Probleme. Diese gingen aber schnell vorbei, ab da war das Buch einfach klasse. 

Es ist sehr bedrückend, wie so etwas sein kann. Gerade wenn man sich die Tatortbegehungen durchliest, das ist einfach krass. Und das hätte doch schon viel eher auffallen müssen, dass es so überhaupt nicht sein kann. Teilweise hatte ich beim Lesen eine Gänsehaut. Sture tat mir so leid, vor allem, wenn ich gelesen habe, wie vollgepumpt er mit Medikamenten war. Das fand ich super entsetzlich, zu lesen, wie er sich dann bewegt hat. 

Da sieht man eindeutig, wie gefährlich die falschen Fragen oder besser gesagt die Beeinflussung der Antworten bei einer Vernehmung sind. Das ist schon super schrecklich. Mich würde es daher nicht wundern, wenn noch viele andere unschuldig in der Justizvollzugsanstalt sitzen, da mit ihnen ähnlich vorgegangen ist. 

Mir fehlt da bei den Ermittlern auch jede Menschlichkeit. Sture wurde von ihnen sofort vorverurteilt, das merkt man beim Lesen sehr schnell. Und das darf einfach nicht sein. 

So ein Skandal ist eigentlich unvorstellbar - und doch hat es ihn gegeben. 

Gerade zum Ende hin, habe ich dieses Buch verschlungen. Ich konnte da einfach nicht mehr aufhören zu lesen, so entsetzt war ich von all dem.

4 von 5 Punkten


Heyne Hardcore

Taschenbuch

556 Seiten

11,99 Euro

ISBN: 9783453677326

Donnerstag, 26. November 2020

E-Book Rezension: Ebru Adin "Noah Hewitt und die Nordlichtkreaturen - Panels Zirkus"

 Inhalt:

Ein junger Hüter der Sterne.
Eine magische Reise über den Wolken.
Und die Entdeckung der Nordlichtkreaturen.

Noah Hewitt wächst in Eveshams Waisenhaus auf und muss schon früh lernen, wie hart die Welt sein kann. Vor seinem Alltag fliehend, begegnet er dem Zirkusdirektor Parnel Boon, der Noah offenbart, dass er ein Hüter ist. Von nun an muss er seiner Aufgabe nachgehen, die geheimnisvollen Nordlichtkreaturen zu suchen. Denn sie sind der Schlüssel gegen den bösartigen Hüter Aros, der Noah um jeden Preis finden will.


Meine Meinung:

Diese Kinderbuch zu lesen hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Selbst für mich als Erwachsene war es spannend und ich habe mit Noah mitgefiebert. Gerade zu Beginn tut Noah mir sehr leid, wie sich sein Schicksal dann entwickelt finde ich toll. Sein Leben verläuft dann in anderen Bahnen, aber immer noch nicht Sorgenfrei - ganz im Gegenteil, es sind nur andere Sorgen, die er jetzt hat.

Die Idee finde ich klasse, sie ist auch super umgesetzt. Das Buch ist fantasievoll und magisch. Das mag ich sehr. Für mich hatte das Buch genau die richtigen Elemente, damit ich mich mit ihm anfreunden konnte. 

Noah ist mir von Beginn an sympathisch, ich wollte schon sehr schnell wissen, wie es mit ihm weiter geht. Und genau das will ich am Ende immer noch, denn das Ende ist sehr offen und macht Hoffnung auf den nächsten Band - diesen muss ich dann auch unbedingt lesen, sobald er erscheint. 

Der Autorin ist es gelungen eine fantastische Welt zu erschaffen, die mich einfach verzaubert hat. Die Beschreibungen sind einfach klasse, so konnte ich mir wirklich alles wunderbar vorstellen, es ist fast so gewesen, als wenn ich selbst dabei gewesen wäre...als wenn ich in der Welt von Noah leben würde.

Ich kann dieses Buch bedingungslos weiterempfehlen, es wird euch viele tolle Lesestunden bescheren.


5 von 5 Punkten


Books on demand

E-Book

1,99 Euro

Seitenzahl der Printausgabe: 156

ASIN: B08LNMHRDW

Montag, 23. November 2020

E-Book Rezension: Sissi Steuerwald "Astralliebe"

 Inhalt:

Eine Entscheidung kann Leben verändern.

Hannah will nur schnell ihren Bruder von einer Party abholen, doch die Fahrt endet mit einem großen Crash. Statt im Krankenhaus, erwacht sie auf dem Parkplatz. Nur ein attraktiver Typ in Pyjama und Socken kann sie sehen: Liam, der ihr ab sofort zur Seite steht. 
Während ihr Körper im Koma liegt, entdeckt sie nachts mit Liam die Möglichkeiten des Astralwanderns. Sie besuchen ihre Lieblingsorte in Schottland, spazieren durch das verschneite Paris und kommen sich dabei immer näher. 
Doch die Realität schwebt wie ein Damoklesschwert über ihnen: Hannah kann jederzeit aufwachen und sie wissen nicht, ob sie sich dann noch an ihre gemeinsame Zeit erinnern kann. 
Wie wird sie reagieren, wenn sie hinter sein Geheimnis kommt? Denn nachts ist Liam ein anderer, doch wie soll er ihr das sagen, ohne sie zu verlieren?


Meine Meinung:

Ich habe ein bisschen gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Dies lag vor allem daran, dass ich bisher mit Astralwandern nichts am Hut hatte, es für mich also erstmal sehr komisch war. Ich kann mir auch am Ende vom Buch immer noch nicht so richtig vorstellen, dass dies wirklich geht, aber das tut der Geschichte überhaupt keinen Abbruch.

Die Geschichte ist gut durchdacht, und nachdem ich erstmal richtig reingekommen bin, konnte ich das Buch auch nicht mehr zur Seite legen, ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Hannah und auch mit Liam weitergeht. Der Autorin ist diesbezüglich ein guter Spannungsbogen gelungen. 

Hannah finde ich schnell sympathisch. Ihr Zwiespalt ob sie ihren Bruder nun abholen soll oder nicht, kommt gut hervor. Dieser ist für mich auch sehr gut nachvollziehbar.

Das Buch enthält viel Liebe, ohne dabei jedoch schnulzig zu sein - genauso mag ich es. 

Ich war sehr lange gespannt, was für ein Geheimnis Liam wohl haben wird. Und wie es so ist, hat er Probleme damit es Hannah zu erzählen. So erfährt man es als Leser auch nicht gleich. Ich hatte zwar zeitweise eine Vermutung, aber sicher war ich mir nie. Meine Vermutung hat sich dann bewahrheitet. 

Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und ich fand die Entwicklung der Geschichte super. 

Auch an wie vielen Orten Liam und Hannah auf ihren Astralwanderungen waren, fand ich klasse, diese Orte waren auch immer so beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen konnte - das mag ich sehr.


5 von 5 Punkten


E-Book

3,99 Euro

Seitenzahl der Printausgabe: 224

ASIN: B08MSJCXK7

Freitag, 20. November 2020

E-Book Rezension: Anja Hansen "Z Diaries Staffel 1, Teil 1"

 Inhalt:

Hi, mein Name ist Rüdiger und ich bin ein Zombie! Wie es dazu kam? Das erzähle ich in diesem Buch.
Eine humorvolle Zombieserie über das Sterben, das Leben und ganz viel dazwischen.


Meine Meinung:

Ich bin in dieses Buch sehr schnell rein gekommen, es beginnt schon spannend. Geschrieben ist es aus der Sicht von Rüdiger, das macht es ganz angenehm, da man sich beim lesen so fühlt, als wäre man direkt dabei. Die Spannung hält das gesamte Buch über an, stellenweise ist es ein bisschen weniger gefährlich, aber da weiß man irgendwie schon, irgendwas wird da noch kommen, das bleibt nicht so. So ist es dann auch. 

Den gesamten Umständen zum Trotz ist es zum Teil auch sehr lustig - dadurch hat das Buch Charme.

Die Beschreibungen sind schon blutig, aber nicht zu extrem, somit ist es denke ich für jeden was, und nicht nur für hartgesottene Leser (für die ist es vermutlich eher nicht blutig genug).

Was ich nicht ganz so mag, ist, dass immer wieder drauf abgezielt wird, dass es gerade schon eine andere Pandemie gab, bei der man mit Mundschutz rumlaufen musste... ich fände es entspannter, wenn Corona hier keine Rolle spielen würde. 

Das Ende ist mies, denn so möchte man als Leser unbedingt wissen, wie es weitergeht und muss auf den nächsten Band warten. Denn es hört einfach an einer spannenden Stelle auf.


4 von 5 Punkten

E-Book

0,99 Euro

51 Seiten

ASIN: B08MBD1TYL

Mittwoch, 18. November 2020

Rezension: Cilla und Rolf Börjlind "Kaltes Gold"



 Inhalt:

Schneeschmelze in den Bergen Lapplands. Die Leiche eines Mannes wird freigelegt. Erschossen – vor zirka 20 Jahren. Olivia Rönning nimmt die Ermittlungen auf. Auf dem Weg zur Fundstelle gerät ihr Hubschrauber in einen Sturm und stürzt ab. Als Olivia aufwacht, ist sie auf sich gestellt, das Funkgerät funktioniert nicht. Sie befreit sich aus dem Wrack und rettet sich in eine einsame Fischerhütte. Doch sie ist nicht allein an diesem unwirtlichen, von der Welt abgeschnittenen Ort, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit über den Toten ans Licht kommt. Als Tom Stilton erfährt, was Olivia zugestoßen ist, gibt er sein ruhiges Leben in Thailand auf, um ihr zu helfen.


Meine Meinung:

Da ich die anderen Bücher von diesen Autoren auch kenne, bin ich mit hohen Erwartungen an dies Buch ran gegangen. Ich kann sagen, dass diese Erwartungen komplett erfüllt wurden.

Auch wenn jeder Fall - so auch dieser - in sich abgeschlossen ist, so empfehle ich dennoch die anderen Fälle über Olivia Rönning zunächst zu lesen. Die Protagonisten entwickeln sich weiter, und manches wird einem erst richtig klar, wenn man weiß, was bisher alles passiert ist. 

Der Fall ist spannend und gut durchdacht. Die Umsetzung ist auch einfach klasse. Ich selbst bin nicht auf das Ergebnis gekommen, genau das macht dieses Buch auch sehr spannend. Innerhalb weniger Tage habe ich es verschlungen, und das obwohl ich gar nicht so viel Zeit zum Lesen hatte, aber ich wollte halt unbedingt wissen, wie es weitergeht und vor allem auch wie es endet.

Lukas ist mir noch nicht so sympathisch, zumindest nicht durchgehend, aber ich werde ihm weiterhin eine Chance geben.

Olivia mag ich einfach sehr gerne, ich glaube mit der könnte ich auch gut mal ein Glas Wein trinken, so wie ich über sie lese, ist sie mir eindeutig sehr sympathisch. 

Tom mag ich auch sehr, er scheint einen guten Weg für sich gefunden zu haben, auch wenn seine Freunde diesen Weg nicht so ganz verstehen - aber ich denke man muss selbst wissen, was für einen am Besten ist.

Es passiert sehr viel in dem Buch, somit gibt es viele kleine Spannungshöhepunkte, die sich Stück für Stück aufklären. 

Das Ende ist sehr gemein, da möchte ich am liebsten gleich zu dem nächsten Band greifen - nur leider gibt es diesen noch nicht, daher muss ich mich wohl gedulden. So offene Enden können doch ganz schön gemein sein.

Denjenigen, die noch keine Fälle von Olivia gelesen haben, die noch dazu Krimis mögen...ihr müsst einfach ein Buch lesen - am besten alle. 


5 von 5 Punkten


btb Verlag

Taschenbuch

509 Seiten

16,00 Euro

ISBN: 9783442758524

Sonntag, 15. November 2020

Rezension: Martin Schörle "Zwei Theaterstücke - "Nichtsalltägliches aus dem Leben eines Beamten" "Einladung zum Klassentreffen""


Inhalt:

Der kabaretteske Monolog »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« beschert dem geneigten Leser Einblicke in das Leben des Vollblutverwaltungsgenies Hans Fredenbek, der sich in seinem ganz eigenen Gedankengewirr aus Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistischen Erhebungen zusehends verheddert. Es wird deutlich, dass er sich von dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat. Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist. Mit einer Lesung aus seinem Stück war Schörle 2008 beim Autorenwettbewerb »Perlen vor die Säue« im Literaturhaus Hamburg erfolgreich (2. Platz von acht Finalteilnehmern aus insgesamt rund 100 eingereichten Beiträgen). Das Stück wurde außerdem im Rahmen der »Hamburger Theaternacht« als offizieller Beitrag des Hamburger Sprechwerks von »Caveman« Erik Schäffler auszugsweise gelesen. - »Einladung zum Klassentreffen« In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle ... 


Meine Meinung:

Es ist erstmal ein bisschen ungewöhnlich ein Buch in Form eines Theaterstücks zu lesen. Ich gehe gern ins Theater, in Textform ist dies aber doch nochmal was anderes. Dennoch bin ich schnell in das Buch reingekommen. Es lässt sich super lesen, wenn man sich auf das Skript einlässt. 

Bei den Theaterstücken war ich das ein oder andere Mal am Lachen, das gefiel mir schon mal gut. 

Fredenbek ist schon außergewöhnlich, manchmal ein bisschen so, wie man sich einen Beamten vorstellt - Vorurteile lassen grüßen - dann aber doch wieder ganz anders. Genau diese Mischung macht es meiner Meinung nach auch aus. Ich konnte mir alles sehr genau vorstellen - auch Fredenbek wurde in meinem Kopf sehr schnell zu einem Bild, zu einer Person. Ich möchte jetzt aber nicht näher darauf eingehen, wie ich ihn mir vorgestellt habe, diese Chance möchte ich schon jedem selbst geben. Auch wie er immer wieder über bestimmte Dinge - Abkürzungen nachdenkt, ist einfach klasse. Er kommt immer wieder darauf zurück, kann es einfach nicht los lassen. Selbst als Leserin habe ich mit gerätselt, was das alles heißen könnte. 

Auch das zweite Stück ist sehr gelungen. Manchmal dachte ich, ich wäre im Zug, im Nebenabteil und höre so mit - ich kann sagen eigentlich nervt es mich ja, wenn jemand im Zug so laut telefoniert, dass ich alles mitbekomme, in diesem Fall hätte ich es aber doch ganz unterhaltsam gefunden. Lustig ist wie einige Fahrgäste reagieren. Auch wie die Geschichte sich Stück für Stück erweitert ist toll. Gerade bei diesem Stück habe ich an der ein oder anderen Stelle gelacht. Und an anderen zumindest geschmunzelt.

Ich stelle fest, dass ich bestimmt nochmal ein Buch in Theaterform lesen würde, denn dieses Buch hat Spaß gemacht. Ich glaube bei lustigen Geschichten ist es einfacher, diese in solcher Form zu lesen, als wenn es sich z.B. um einen Krimi handeln würde.

Denjenigen die gern mal ins Theater gehen - und es vielleicht sogar momentan vermissen, dass sie es nicht können - denen empfehle ich das Buch auf jeden Fall. Allen anderen sag ich..."Probiert doch mal was neues"


5 von 5 Punkten


Engelsdorfer Verlag

Taschenbuch

118 Seiten

9,50 Euro

ISBN 9783960084082

Donnerstag, 12. November 2020

Buchrezension: Sebastian Fitzek (Herausgeber) "Identität 1142"


 


Inhalt:

Die Pandemie-Zwangspause nutzen und gemeinsam ein Buch schreiben!
Sebastian Fitzek, Tausende Thriller-Fans und namhafte deutschsprachige Bestseller-AutorInnen unterstützen mit spannenden Kurzgeschichten den Buchhandel in Zeiten der Corona-Krise 

Unter dem Motto #wirschreibenzuhause hat Bestseller-Autor Sebastian Fitzek Ende März 2020 seine Instagram-Follower zu einem interaktiven Schreibwettbewerb aufgerufen. 1142 begeisterte Fans machten sich an die Arbeit und sandten ihre Thriller-Storys ein, die sich um das Thema “Identität” drehen, um das Motiv “Rache” und um den Fund eines Handys mit bedrohlichen Bildern darauf - Nervenkitzel pur!

Eine Jury aus AutorInnen, Agenten und VerlagsmitarbeiterInnen wählte die dreizehn packendsten Geschichten aus, die nun in der Thriller-Anthologie "Identität 1142" erscheinen. Zusätzlich steuerten zehn der erfolgreichsten deutschsprachigen BestsellerautorInnen eigene spannende Kurzgeschichten bei: Wulf Dorn, Andreas Gruber, Romy Hausmann, Daniel Holbe, Vincent Kliesch, Charlotte Link, Ursula Poznanski, Frank Schätzing und Michael Tsokos - sowie natürlich Sebastian Fitzek selbst.

Entstanden ist ein Charity-Projekt der ganz besonderen Art: Sämtliche Gewinne aus dem Verkauf der Kurzgeschichten-Anthologie kommen über das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels e.V. dem Buchhandel zugute!


Meine Meinung:

Ich kann euch sagen, dieses Buch ist einfach großartig. Jede Kurzgeschichte ist auf ihre Art und Weise besonders. Ich bin ja nicht unbedingt der Fan von Kurzgeschichten, aber diese hier konnten mich alle begeistern. 

Es ist super spannend, wie unterschiedlich das Thema Identität verarbeitet wurde, obwohl es doch bestimmte Schlüsselpunkte gab, die in jeder Geschichte (zumindest in denen von den Hobby-Autoren) gleich sein sollten. Dennoch sind sie so unterschiedlich und jede für sich spannend.

Was ich auch super finde, ist das auch namenhafte Autoren eine Geschichte für dieses Buch geschrieben haben, diese hatten nur das Thema "Identität" und waren sonst frei. Natürlich macht das auch nochmal einen Unterschied.

Ich kann noch nicht mal sagen, welche der Geschichten am Besten war, einfach weil sie alle gut sind. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da ich wissen wollte, was für eine Geschichte als nächstes kommt, was wird wohl in dieser passieren...und in anderen Momenten natürlich - ich will wissen wie die Geschichte weitergeht.

Wer Lust auf gute Unterhaltung mit viel Spannung hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Die Geschichten sind gut durchdacht und in sich schlüssig. Bei vielen war ich vom Ende dann doch ein bisschen überrascht, bei anderen war es ein bisschen vorhersehbar - was die Geschichte aber nicht beeinträchtigt hat. 


5 von 5 Punkten


Kroemer Knaur

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

368 Seiten

20,00 Euro

ISBN:  9783426282663

Montag, 9. November 2020

Interview mit Nannita Sommer

Wie ihr wisst, habe ich von Nannita Sommer "Rot - Die Farbe meiner Tränen" gelesen. Die Rezension habe ich euch gestern gepostet, schaut sie euch gern an.


Das ist sie:





Erfreulicherweise durfte ich auch ein Interview mit ihr führen. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:


Ich: Als erstes frage ich mich, wie du zum Schreiben gekommen bist.

Nannita: Ich habe schon immer sehr viel gelesen und mir auch gerne Geschichten ausgedacht. Ich schreibe schon seitdem ich 10 Jahre alt bin, doch das erste Buch, dass ich geschrieben habe, war im Rahmen eines Schulprojektes in der 8. Klasse. Ich denke, dies war das erste Mal, dass ich tatsächlich richtig zum „Schreiben“ gekommen bin und mir wirklich über das Schreiben selber Gedanken gemacht habe. 


Ich: Gibt es Momente, beim Schreiben, die dich besonders glücklich machen?

Nannita: Ich liebe es, wenn ich mich selbst in dem Schreibprozess verliere und ich das Gefühl habe, die Geschichte würde sich gerade wie ein Film vor mir abspielen. Dann bin ich ganz und gar ins Schreiben vertieft und vergesse alles um mich herum. Diese Momente sind für mich besonders.


Ich: Hast du vielleicht Schreibrituale?

Nannita: Eigentlich nur einen einzigen. Ich höre immer bei bestimmten Szenen darauf angepasste Musik. Daher habe ich fast für jede Gefühlslage, oder zum Beispiel für eine Kampfszene, das dazu passende Lied, das mich über die Szene begleitet. 



Ich: Warum gerade eine Geschichte, die viel in Katakomben spielt? Dies ist ja schon eher eine zwielichtige Umgebung.

Nannita: Ehrlich gesagt, habe ich darüber so noch nie nachgedacht. Ich denke, dass es viel damit zu tun hat, dass alles in der Tiefe düster und ungewiss ist. Es passt ganz gut zu dem allgemeinem Befinden in der Geschichte im Buch und spiegelt daher, finde ich, auch etwas von der Protagonistin selber wider. Jedoch ist dies, glaube ich, ein Zufall. 



Ich: Ich bin schrecklich neugierig und würde auch gern von dir wissen, welches dein Lieblingsbuch ist - also?

Nannita: Oh, das ist eine schwierige Frage. Ich habe sehr viele Bücher, die ich zu meinen Liebsten zähle. Aber auf Nummer eins steht weiterhin, denke ich, „Für jede Lösung ein Problem“ von Kerstin Gier. Sie ist auch meine Lieblingsautorin und ich habe schon sehr viele Bücher von ihr gelesen. Im Fantasy Bereich lese ich von ihr auch gerne die Edelstein - Trilogie und „Wolkenschloss“. 




Ich: Was hast du für Hobbys?

Nannita: Außer dem Lesen und Schreiben fahre ich im Winter auch gerne Ski. Eine Zeit lang war ich auch, als ich noch zur Schule ging, Ski und Snowboard Lehrerin. Sonst shoppe ich noch gerne, meistens mehr, als ich sollte. :D



Ich: Hast du ein Motto/ Lieblingszitat? Wenn ja, würde ich mich sehr freuen, wenn du es uns verrätst.

Nannita: „Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.“ – Eleanor 
Roosevelt.
Ich mag dieses Zitat sehr gerne, weil ich finde, dass wir alle mehr an uns und unsere Träume glauben sollten. Ich denke, jeder hat schon einmal einen „Dämpfer“ von jemanden bekommen, nur weil er der Meinung war, dass man eher realistisch sein sollte, anstatt sich in einem Traum zu verlieren. Ich bin jedoch der Meinung, dass uns gerade unsere Träume den Weg für die Zukunft ebnen.




Ich: Gib meinen Lesern doch noch einen positiven Gedanken mit auf den Weg - ich glaube diese Gedanken kann momentan jeder gebrauchen.

Das stimmt allerdings. Auch wenn zur Zeit vieles neu und beengend für uns alle ist, schweißt uns die beklemmende Situation doch etwas zusammen.  
Ich finde es wichtig, dass wir durchhalten, uns nicht unterkriegen lassen und die Situation zum Anlass nehmen, dass Wert zu schätzen, was wir haben. Für Viele ist dies die Wärme von der Familie oder auch von Freunde. Für andere ist es eine Chance auf einen Neuanfang. 
Wenn wir alle fest zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, gibt es nichts, das wir nicht schaffen können. 




Liebe Nannita, ich danke dir für das Interview, dafür dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.

Sonntag, 8. November 2020

E-Book Rezension: Nannita Sommer "Rot - Die Farbe meiner Tränen"

 Inhalt:

Jäger, Exorzisten, ein mysteriöses Tattoo und ein frecher Höllenhund stellen Felina Morris' Leben in kürzester Zeit auf den Kopf. 
Die sechszehnjährige Highschool-Schülerin jedoch ist der festen Überzeugung, mit diesem ganzen Unsinn nichts zu tun zu haben! Denn Felina gehört eher zur unauffälligen, tollpatschigen Sorte Mädchen, das schon Schwierigkeiten dabei hat, den Schulalltag zu bewältigen. Als dann auch noch der gutaussehende, aber arrogante Nicklas Lithgow Interesse an ihr zeigt, kann das alles nur ein riesiges Missverständnis sein. 
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihr allerdings nicht, denn die Ereignisse überschlagen sich, und bald wird ihr klar, dass nichts mehr so ist, wie es scheint. 
Wird Felina herausfinden, was hinter all dem steckt und warum ausgerechnet sie in das Ganze hineingezogen wurde?


Meine Meinung:

Dieses Buch lässt sich gut lesen, was vor allem daran liegt, dass es durchgehend spannend ist. 

Ich bin ziemlich schnell in die Geschichte reingekommen, das finde ich schon mal sehr positiv. Auch mit den Protagonisten wurde ich schnell warm. Gerade in Felina konnte ich mich gut einfühlen, was meiner Meinung nach auch wichtig für die Geschichte ist. Ich glaube, wenn man das nicht kann, dann mag man das Buch nicht. Ich fand Felina sehr schnell sympathisch. Oftmals tut sie mir auch echt leid - warum, das müsst ihr schon selbst lesen.

Alice war mir auch von Anfang an sympathisch, ich glaube mit ihr hätte ich auch recht schnell eine Freundschaft geschlossen. Claire mag ich zunächst nicht...aber es klärt sich dann auf, warum sie so ist, wie sie ist (auch wenn ich es schon vor der Aufklärung geahnt habe).

Niklas, finde ich zu abgehoben. Luc ist mir auch sehr schnell unsympathisch, er bestimmt mir zu viel - aber genau das macht das Buch aus und die Geschichte zu dem was sie ist.

Swift ist klasse, auch wenn ich ihm nicht in jeder Gestalt begegnen wollen würde. 

Die Beschreibungen von den Orten, an denen das Buch spielt sind der Autorin sehr gut gelungen. Ich konnte mir die Orte gut vorstellen, auch den Ekel den Felina an manchen Orten hatte, war deutlich hervorgehoben und für mich durchaus nachvollziehbar.

Es gibt viele Spannungshöhepunkte, insgesamt flacht die Spannung nie ab, sondern gipfelt sich in vielen kleinen Höhepunkten, bei denen es nochmal eine Wendung gibt, oder man als Leser eine Wendung erwartet - ob man diese dann immer bekommt?!

Teil 2 werde ich auf jeden Fall auch lesen, wenn er raus kommt, denn das Ende von Band 1 macht auf jeden Fall Lust auf Band 2 - zumal es sehr offen ist.


5 von 5 Punkten


Toria Verlag

E-Book

Seitenzahl der Printausgabe: 366 Seiten

6,49 Euro

ASIN: B08L8GH5MM