Mittwoch, 30. September 2015

Buchrezi: Eric Frechon "Suppen"


Inhalt:
Suppen aller Art ob warm oder kalt, pikant oder auch süß...solche sind in diesem Buch zu finden. Z.B. gelbe Tomatensuppe, Kürbissuppe, Erdbeersuppe...
30 Suppenrezepte sind in diesem Buch, sie sind schnell und einfach...

Meine Meinung:
Also erstmal kann ich behaupten, dass es wirklich verschiedene Suppen in diesem Buch gibt, einige die kalt gegessen werden, andere die warm gegessen werden. Süße und auch Pikante Suppen sind in diesem Buch zu finden.

Die Rezepte sind immer mit einem Zutatenfoto und einem Foto von dem fertigen Gericht begleitet. Dies gefällt mir sehr gut. Der Aufbau von den Rezepten ist übersichtlich und gut nachvollziehbar. Es sind wirklich Rezepte, die sehr einfach umzusetzen sind - also auch so denke ich für Kochanfänger geeignet. Personen die öfter kochen geben sie nochmal einen Anreiz für neue Suppen, die man vielleicht noch nicht gekocht hat.
Zu dem einzelnen Rezept steht auch immer die Vorbereitungszeit und die Garzeit - ich finde das als Orientierung immer gut, denn manchmal hat man ja auch nicht so viel Zeit zum Kochen.
Für einige Rezepte braucht man Recht wenig Zutaten, von denen man dann einige so oder so schon zu Hause hat (wie z.B. Salz, Pfeffer, Currypulver....).
Bei einigen Suppen steht immer noch mal ein Expertentipp bei wie z.B. bei der Blumenkohlcremesuppe mit Curry - Diese Suppe können Sie immer Sommer auch gut gekühlt servieren. Oder aber bei der Karottensuppe mit Orange und Zitronengras - Sie können die Suppe mit Portulak-, Brunnenkresseblättern oder gedämpften Garnelen servieren. Diese Abwandlungen sagen mir auch sehr zu, weil die Suppe dadurch halt auch nicht immer gleich schmeckt.


Es sind einige Rezepte in diesem Buch, die ich mit Sicherheit noch ausprobieren werde, einfach weil sie so lecker klingen und jetzt ja auch die kalte Jahreszeit wieder beginnt - in der ich sehr gern mal eine Suppe esse.
Einige Rezepte haben wir schon ausprobiert. So z.B. Die Kürbissuppe mit Räucherspeck - wobei wir diese abgewandelt haben und statt Speck haben wir angebratenes Mett genommen.
Von den Zutatenmengen her passt es gut kann ich sagen, auch die Arbeitsschritte sind gut verständlich erklärt. Dadurch das manche Begriffe fett gedruckt sind, ist es auch sehr übersichtlich, noch übersichtlicher als eh schon.
Die Zucchinisuppe mit Frischkäse kann ich auch empfehlen, diese ist sehr lecker und schön frisch.

In dem Buch stehen Suppen von denen ich noch nie gehört habe z.B. Muschelsuppe unter der Haube, Schokoladensuppe mit Mokkaeis....mal sehen was ich davon noch so ausprobiere.

5 von 5 Punkten

Bassermann
gebundenes Buch
64 Seiten
4,99 Euro
ISBN 9783809433514

Dieses Buch kann ich weiterempfehlen, an alle die gern Suppen essen und auch mal was neues ausprobieren möchten.

Montag, 28. September 2015

Buchrezi: Peter Schmidt "Der Junge vom Saturn"


Inhalt:
Peter hat komische Eigenarten, wenn er sich freut, flattert er mit den Armen. Im Alter von 3 Jahren bringt er sich selbst das Lesen und schreiben bei. Er studiert Landkarten, Planeten und interessiert sich auch sehr für Vulkane. Er erzählt von seinen Erfahrungen in der Schule, von seiner Kindheit mit dem Asperger-Syndrom.

Meine Meinung:
Ich hatte große Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen, was wohl oftmals auch an der etwas anderen Wortwahl vom Autor liegt. Und an dem Satzbau, teilweise hatte ich damit Schwierigkeiten - zumindest am Anfang. Nach einiger Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Zumindest ist es mir nicht mehr so aufgefallen und ich fand es nicht mehr schwierig. Allerdings erst ab ca der Hälfte des Buches

Interessant finde ich es allerdings trotzdem sehr, wie er die Welt sieht, welches seine Probleme sind. Faszinierend finde ich, dass er sich so viel Wissen aneignet. Mir war zwar schon vorher bewusst, dass Asperger-Autisten hochintelligent auf dem ein oder anderen Gebiet sind, aber das hier hat mich dann doch noch etwas überrascht. Vorallem wie er sich das Wissen angeeignet hat war spannend zu lesen.
Seine Umgebung konnte ich mir gut vorstellen. Auch wie er die Menschen gesehen hat, war für mich schlüssig. Dies hat er alles gut beschrieben.

Letzendlich habe ich das bekommen was ich wollte...ein Buch welches ein Autist selbst geschrieben hat, um diese besser zu verstehen - zumindest im Ansatz. Dies ist hier gelungen. Trotzdem hat es wie anfangs für mich beschrieben hat einen Schwachpunkt...es ist allerdings auch alles in allem schwierig das Leben von wem anders zu beurteilen, der selbst drüber schreibt. Trotzdem möchte ich mir eine Wertung anmaßen.

3 von 5 Punkten.

Goldmann
Taschenbuch
282 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783442158652

Samstag, 26. September 2015

Buchrezi: Stephen King "Finderlohn"


Inhalt:
Morris, hat einen Autor ermordert, da er ein großer Fan seiner ersten beiden Bände ist, aber den dritten als eine Art Verrat ansieht. Seine Beute besteht nicht nur aus viel Geld, sondern auch aus vielen Notizbüchern, in denen John Rothstein weitere Romane und Kurzgeschichten geschrieben hat. Morris vergräbt seine Beute vorerst. Dummerweise kommt er dann für ein ganz anderes Verbrechen für einige Jahre in das Gefängnis. Währenddessen findet ein Junge - Peter Saubers - die Beute und nimmt sie an sich. Als Morris aus dem Gefängnis rauskommt, will er seine Beute wieder...
Der Detective a.D. - der auch schon in Mr. Mercedes eine gewaltige Rolle spielt - kann Bill Hodges den Wahnsinnigen Morris stoppen?

Meine Meinung:
Dieses Buch ist einfach klasse. Es ist kein Horrorbuch, aber das habe ich hier auch gar nicht erwartet. Ich habe hier Spannung erwartet - und diese wurde mir geboten.

Die Geschichte ist klasse und sie ist gut umgesetzt. Das Buch war - trotz der Dicke, von vorne bis hinten spannend. Auch die verschiedenen Erzählstränge konnte ich gut nachvollziehen und wusste immer um wen es gerade geht und wo diese Person sich aufhält. Das war gut so. Wie die Geschichte sich Stück für Stück aufklärt und dadurch eigentlich nur noch spannender wird, ist optimal. Sie ist gut durchdacht und weist in meinen Augen auch keine Fehler auf - es passt alles zusammen, so wie es geschrieben wurde.
An manchen Stellen ist sie ein wenig blutig, jedoch nicht übermäßig, so dass dieses Buch denke ich auch noch was für Leser mit einem eher empfindlichen Magen ist. Man sollte allerdings nicht so leicht zu ängstigen sein, denn durch die Spannung hat man manchmal schon Angst um den ein oder anderen Protagonisten.

Auch die Charaktere konnten mich begeistern, zumal ich auf schon bekannte aus "Mr. Mercedes" getroffen bin : Jerome, Holly, Bill. Das war auch gut. Ich habe noch ein wenig mehr über die Charaktere erfahren, als mir schon bekannt war und das ohne das sich das Buch dadurch in die Länge zog oder an Spannung verlor. Auch das Bill wieder auf eigene Faust ermittelt und was aus ihm geworden ist, passt super zueinander. Ich wünsche mir noch mehr Bücher, in denen Bill ermittelt - und bin gespannt ob es da noch welche geben wird.

Man sollte bevor man dieses Buch liest, aber wirklich "Mr. Mercedes" schon gelesen haben, da in "Finderlohn" viele Anspielungen auf das Buch enthält und man diese doch besser versteht und nachvollziehen kann, wenn man das schon gelesen hat.

Ich konnte dieses Buch sehr flüssig lesen, was zum einen wahrscheinlich an der guten Spannung lag, zum anderen aber auch an dem guten Schreibstil, der mich in den Bann gezogen hat. Ich wollte immer wissen wie es weitergeht und habe das ein oder andere Mal fast meine Haltestelle, an der ich aussteigen musste, verpasst.

Ich kann dieses Buch weiterempfehlen.

5 von 5 Punkten

Heyne
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
542 Seiten
22,99 Euro
ISBN 9783453270091

Freitag, 25. September 2015

Buchrezi: Philip Kerr "Winterpferde"

Inhalt:
Im Jahr 1941, ein eisiger Winter auf Askania-Nowa, dort hält sich das jüdische Mädchen Kalinka versteckt. In diesem Naturreservat leben die seltenen Przwalski-Pferde. Diese merken das Kalinka in Gefahr ist und genauso ist wie sie selbst. Daher fangen sie an ihr zu vertrauen, sie zu beschützen...denn sowohl sie als auch die Pferde werden von Nazis verfolgt. Mit Hilfe von Max, dem Tierwärter auf Askania-Nowa flieht Kalinka mit 2 Pferden und deinem Wolfshund viele hunderte Kilometer über die verschneite Steppe der Ukraine. Können sie den Deutschen entkommen?


Meine Meinung:
Bei diesem Buch war ich zunächst skeptisch, da ich Kriegsbücher eigentlich nicht so mag. Zumal gerade die Bücher über den 2. Weltkrieg irgendwie immer ähnlich sind, so empfinde ich zumindest. Doch dieses Buch ist anders und konnte mich schon nach recht kurzer Zeit dann doch überzeugen.

Die Geschichte ist sehr gefühlvoll geschrieben und auch recht spannend, nicht übermäßig spannend, aber doch spannend. Dadurch konnte ich der Geschichte sehr gut folgen, auch wenn es eigentlich nicht so mein Thema ist.

Die Idee Pferde in diese Geschichte mit einzubringen ist gut gelungen, auch wenn ich kein Pferdenarr bin, so fand ich das gut.

Dieses Buch sticht eindeutig hervor, spannend finde ich auch, dass es um ein Mädchen handelt, auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass sich eine Geschichte so abgespielt haben könnte - aber ich finde das muss auch nicht immer der Fall sein - auch nicht bei Büchern die zur Zeit des Kriegs spielen.

Kalinka und Max waren mir beide sehr schnell sympathisch, diese Charaktere sind schön ausgearbeitet und sehr liebevoll gestaltet, auch das finde ich sehr gut.

Der Schreibstil ist gut durchdacht, ich konnte das Buch sehr flüssig lesen und kam nie ins Stocken, auch dann nicht, als Max viele Informationen über diese Pferde an Kalinka gegeben hat - diese waren zum Glück nicht zu ausschweifend.

Von dem Autor habe ich zuvor noch kein Buch gelesen, gut möglich dass sich dies mit diesem Buch nun ändert, und ich weitere Bücher von ihm lese.

Alles in allem ein gelungenes Buch.


5 von 5 Punkten

Rowohlt
Hardcover mit Schutzumschlag
16,99 Euro
288 Seiten
ISBN 9783499217159

Dienstag, 15. September 2015

Buchrezi: Virginia Macgregor "Der Junge, der mit dem Herzen sah"



Inhalt:
Milo ist neun Jahre alt und leidet unter Retinitis pigmentosa. Das bedeutet, dass er sein Sehvermögen Stück für Stück verlieren wird, bis er irgendwann vollständig erblindet. Momentan kann er noch schauen, allerdings nur wie durch ein Nadelöhr. Dadurch bemerkt er Kleinigkeiten, die nicht jeder sieht. Seine Großmutter kommt in ein Altenheim, dort fallen ihm Dinge auf, doch die Erwachsenen interessieren sich nicht dafür. Doch Milo ist entschlossen, dies alles aufzuklären...

Meine Meinung:
Ich möchte dieses Buch als allererstes bedingungslos weiterempfehlen, warum lest doch selbst:

Dieses Buch ist so gefühlvoll, dass ich durchgehend mitgelacht, gefiebert, gehofft und fast geweint habe. Tränen in den Augen waren an der ein oder anderen Stelle vorhanden. Und genau das macht dieses Buch für mich schon aus. Denn es passt irgendwie zum Titel, wenn man selbst mit dem ganzen Herzen beim Lesen dabei ist. Und das schafft nicht jeder Autor, dieser Autorin ist es jedoch sehr super gelungen.
Ich bin an dieses Buch mit großer Vorfreude gegangen, weil ich solche Geschichten meist super finde, diese übertrifft jedoch viele andere, die ich bisher gelesen habe. Es hat mich einfach so sehr berührt, dieses Verhalten, diese Gedanken...und auch die Gedanken die man sich dann selbst über sein eigenes Verhalten macht.

Milo konnte mich begeistern und ich konnte mit ihm mitfühlen, dass war für mich sehr schön. Er ist ein toller kleiner Junge. In meinen Augen, sieht er nicht nur durch seine Erkrankung diese Kleinigkeiten, sondern auch weil Kinder oftmals allgemein sehr viel mehr wahrnehmen, als Erwachsene es tun. Ich weiß wovon ich da schreibe, da ich als Erzieherin arbeite und so vieles von Kindern mitbekomme, was mir selbst vielleicht gar nicht so aufgefallen wäre. 
Milo hat eine sehr große Lebenslust, und das trotz seiner Krankheit, das beeindruckt mich sehr. Auch wie er mit seiner Großmutter umgeht und sich so aufopferungsvoll um sie kümmert, dies jedoch als selbstverständlich ansieht und nicht als Arbeit finde ich auch sehr klasse. Denn um die alten Menschen wird sich in der heutigen Gesellschaft - finde ich einfach viel zu wenig gekümmert. Und genau das wird einem beim Lesen von diesem Buch noch deutlicher bewusst.

Die Geschichte ist toll ausgearbeitet und die Autorin hat beim Schreiben meiner Meinung nach sehr sehr viel Gefühl rein gelegt. Ich konnte förmlich spüren, wie wichtig der Autorin dieses Buch, diese Geschichte ist. Das ist glaube ich auch einer der Gründe, warum mich dieses Buch so überzeugen konnte.

5 von 5 Punkten

Manhattan
Taschenbuch
411 Seiten
14,99 Euro
ISBN 9783442547494

Buchrezi: Erik Axl Sund "Scherbenseele"



Inhalt:
In Schweden geschehen bizarre Selbstmorde...an den unterschiedlichsten Orten in ganz Schweden nehmen sich Jugendliche auf sehr ungewöhnliche und grausame Art das Leben. Sie alle haben nur eins gemeinsam: sie hören düstere Musik von "Hunger", diese ist auf alten Musikkassetten zu finden. Gleichzeitig werden in Schweden sehr einflussreiche Männer ermordert. Jens Hurtig ermittelt und findet so einiges raus...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist echt genial. Es ist sehr grausam und vorallem gut durchdacht. Ich bin mit recht hohen Erwartungen an dieses Buch ran gegangen und ich wurde auch in keinem Moment enttäuscht.

Die Spannung ist das gesamte Buch über vorhanden, auch wenn ich manchmal etwas verwirrt war, da in dem Buch wirklich sehr sehr viele unterschiedliche Charaktere vorkommen und ich erstmal klar kommen musste, wer wer ist. Aber das ging auch eigentlich relativ schnell und gut, dass ich das drauf hatte. Und gerade weil es so viele verschiedene Handlungsstränge hat, ist es sehr spannend. Erst kurz vor Ende klärt sich wirklich alles auf. Das Ende ist gut gestaltet und anders in gewisser Hinsicht - mehr möchte ich dadrüber jetzt aber nicht verraten.

Auch die Charaktere konnten mich begeistern und somit überzeugen. Sie hatten genug Tiefgang, so dass ich mich schön in sie hineinversetzen konnte. Ihre Handlungen sind gut durchdacht und passen zum jeweiligen Charakter.

Die Geschichte an sich ist eine tolle Idee, die auch super umgesetzt wurde. Sie ist insich schlüssig und konnte mich total überzeugen. Diese Reihe werde ich weiter verfolgen, denke ich und ich bin gespannt was für ein Fall im nächsten auftaucht.
Toll finde ich es auch, dass der Fall komplett in sich abgeschlossen ist, mal sehen ob man den überhaupt kennen müsste um den nächsten zu lesen, das finde ich auch immer interessant.


5 von 5 Punkten

Goldmann
Taschenbuch
410 Seiten
12,99 Euro
ISBN 978344248334

Donnerstag, 10. September 2015

Buchrezi: Tanya Byron "Das Gehirn meiner Großmutter - Wahre Geschichten aus dem Alltag einer klinischen Psychologin"



Inhalt:
Tanya Byron ist eine renommierte Professorin für klinische Psychologie. In diesem Buch hat sie einige Fallgeschichten beschrieben.
Sie war 15 Jahre alt, als sie ihre Großmutter tot auffindet. Diese wurde von einer heroinabhängigen jungen Frau erschlagen. Dieses Bild hat sie sehr geprägt und es kommt auch oft im Buch zur Sprache.

Meine Meinung:
Das Buch ist super interessant. Auch wenn es wie in der Inhaltsangabe des Buches angegeben doch ein bisschen anders ist. Dort wurde deklariert, dass es sich um wahre Fälle handelt - dies ist sogar auf dem Buchcover welches ich habe drauf (das weicht ein wenig von dem abgebildeten ab), jedoch schreibt sie mehrfach, dass es keine wahren Fälle sind, aber es Fälle sind, wie sie sich hätten auch abspielen können. Das finde ich ein wenig schade, dass es als was anderes ausgegeben wurde. Gelesen hätte ich es zwar so oder so, aber ich hatte schon wahre Fälle erwartet.

Ich finde es gut wie die Unsicherheit der Autorin gerade in ihren ersten Fällen auch in diesem Buch zur Geltung kommt. Ich kann diese Unsicherheit gut nachvollziehen, ich selbst bin Erzieherin und war gerade am Anfang meiner Berufslaufbahn auch oftmals unsicher in manchen Situationen. Ich finde es mutig von ihr, dass sie ihre Unsicherheiten zugibt.

Die Fälle sind spannend geschildert und sehr eindrucksvoll. Ich denke auch, dass sie sich so hätten abspielen können.

Das Buch konnte ich gut lesen, auch wenn manchmal Fachbegriffe verwendet wurden. Diese waren immer gut erklärt und ich finde es wichtig, dass sie in so einem Buch vorkommen. Die Erklärungen haben das Buch in keinem Moment langweilig oder langatmig gemacht. Es werden unterschiedliche Fälle geschildert, die sich in verschiedenen Altersgruppen abspielen. An manchen Stellen musste ich echt schlucken. Bei Imogen hatte ich schon die richtige Vermutung, worauf es letzendlich auch hinausgelaufen ist. Aber das liegt vielleicht auch an meinem eigenen Beruf.

Alles in allem kann ich dieses Buch auch weiterempfehlen, ich würde nur empfehlen, dass der Text auf der Buchrückseite geändert wird, und auch das Cover welches ich habe nicht mehr verwendet wird.


4 von 5 Punkten

btb
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
19,99 Euro
318 Seiten
ISBN 9783442754809

Sonntag, 6. September 2015

Buchrezi: Mathias Malzieu "Der kleinste Kuss der Welt"



Inhalt:
Ein Erfinder küsst eine Frau. Diese verschwindet danach und er versucht herauszufinden wer sie ist, weil er sie unbedingt wiedersehen will. Denn er hat sich in sie verliebt und bekommt sie nicht aus ihrem Kopf.

Meine Meinung:
Zunächst möchte ich sagen, dass mir dieses Buch nicht so gut gefallen hat, wie "Mechanik des Herzens" von diesem Autor. Da ich das Buch schon kannte, hatte ich an dieses Buch dann doch hohe Erwartungen, diese wurden jedoch leider nicht erfüllt. Das finde ich schade.
Ja das Buch war okay, aber für mich dann doch nichts herausragendens. Romantisches war es in gewisser Hinsicht, und irgendwie auch eine Art Märchen. Aber es konnte mich leider nicht verzaubern.

Ich bin mit dem Hauptcharakter leider nicht so richtig warm geworden, ich fand ihn irgendwie komisch. Und ich glaube genau da liegt auch mein Problem, wäre mir der Protagonist sympathisch gewesen und ich hätte mich in ihn hineinversetzen können, dann wäre das Buch wohl eher auch was für mich gewesen. Er hatte mir nicht genug Tiefgang irgendwie, man hat nichts weiter über ihn erfahren so richtig außer das mit den Frauen. Das fand ich zu flach.

Der Schreibstil ist eher gehoben, trotzdem lässt sich das Buch gut und flüssig lesen. Es ist etwas anspruchsvoller, als manch andere Bücher.

Dieses Buch kann ich nicht weiterempfehlen.

2 von 5 Punkten

carl´s books
Taschenbuch
12,99 Euro
144 Seiten
ISBN 9783570585474

Buchrezi: Rieke Patwardhan "Fräulein Schmalzbrot & Billie Ballonfahrer"

Inhalt:
In diesem Buch sind verschiedene Geschichten von Fräulein Schmalzbrot und ihrer kleinen Schwester Billie Ballonfahrer. Sie zelten z.B. gemeinsam im Garten, brauen Zaubertränke, haben eine Einhornkrankenstation...

Meine Meinung:
Angegeben ist dieses Buch mit einer Altersempfehlung ab ca 5 Jahren, ich finde aber, dass es auch für jüngere Kinder geeignet ist. Das erstmal vorweg.

Ich habe die Geschichten dieses Buches in der Kindergartengruppe vorgelesen, in der ich arbeite. Die meisten Kinder waren sehr begeistert von dem Buch. Sie haben oftmals gelacht und manchmal kamen auch Kommentare wie "Das ist ja doof von der" etc.... Die Kinder haben dem Buch sehr gut gefolgt und konzentiert zu gehört - was immer dafür spricht, dass sie an diesem Buch Interesse hatten. Sie konnten sich meiner Meinung nach in die beiden Mädels hineinversetzen.

Ich selbst fand die Geschichten auch sehr ansprechend und kindgerecht - bis auf die mit den Zombies, die fand ich schon eher zu gruselig für Kinder, vorallem da es sich bei Kindern ab 5 um die Altersgruppe handelt die oft Angst vor Monstern unterm Bett haben.
Es ist größtenteils lustig, auch ein wenig zum Nachdenken.
Die beiden Mädels sind klasse, ich konnte mir sie und ihre Eltern sehr gut vorstellen.

Sehr angebracht finde ich die Länge der Geschichten, diese ist so gewählt, dass die Kinder immer noch gut dabei waren und die Ausdauer zum zuhören hatten. Auch das jede Geschichte nur mit einem Bild untermalt war, finde ich in Ordung. Selbst für die Kinder war das kein Problem.


5 von 5 Punkten

Knesebeck Verlag
Gebundenes Buch
109 Seiten
12,95 Euro
ISBN 9783868738124

Buchrezi: Nicole Neubauer "Kellerkind"



Inhalt:
Rose Benninghoff wird mit durchgeschnittener Kehle in ihrer Wohnung aufgefunden. Im Keller von diesem Haus, in ihrem Kellerverschlag findet die Polizei den 14-jährigen Oliver Baptiste. Sein Körper weist einige Blutergüsse auf und seine Hände sind blutverschmiert. Hauptkommisar Waechter und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Die Grenzen zwischen Täter und Opfer verschwimmen immer mehr...

Meine Meinung:
Die Inhaltsbeschreibung auf dem Buch hat mich schon angesprochen, und damit hab ich entschieden, dass ich dieses Buch lesen muss.  Und ich kann sagen, dass der Inhalt nicht zu viel versprochen hat.

Die Story ist gut durchdacht und ich habe sehr im Dunklen getippt, immer wieder, und immer mal wieder wen anders - der Autorin ist das sehr gut gelungen. Ich finde bei einem Krimi/Thriller darf man nicht gleich darauf kommen, wer der Täter ist - das wäre langweilig. Diese Spannung konnte die Autorin meisterhaft aufrecht erhalten. Spannend war das Buch für mich durchgehend.
Auch wenn ich ein bisschen gebraucht habe um wirklich in dieses Buch einzutauchen, es war noch ein Zeitraum, der in meinen Augen keinen Abzug erfordert.
Allgemein ist diese Idee sehr gut und mir so zum Glück noch nicht bekannt gewesen, obwohl ich viele Bücher in diesem Genre lese.

Die Charaktere sind gut durchdacht und schön ausgearbeitet. Ich konnte sehr schnell ein Gefühl für die verschiedenen Protagonisten entwickeln. Eine Sympathie bzw Antisympathie hat sich gebildet, passend zu den Charakteren, ich denke genau wie die Autorin sich dies gedacht hat.

Der Schreibstil ist ansprechend und lässt sich flüssig lesen. Auch das ist mir immer wichtig. Die Ausdrucksweise ist in einem vernünftigen Deutsch geschrieben, die Aussagen von Oliver passen zu einem 14 Jährigen, auch vom sprachlichen her.
Die Leiche ist schonungslos beschrieben, auch ihre Umgebung - genau das gefällt mir gut, ist jedoch nichts für schwache Nerven.

Ich kann dieses Buch weiterempfehlen.

5 von 5 Punkten

blavalet
Taschenbuch
9,99 Euro
414 Seiten
ISBN 9783442383375

Donnerstag, 3. September 2015

Buchrezi: Anouska Knight "Am Horizont ein Morgen"

Inhalt:
Holly hat die Liebe ihres Lebens verloren, ihr Mann starb vor 2 Jahren bei einem Unfall. Sie trauert immer noch um ihn, bringt es nicht übers Herz in ihrem Haus etwas großartig zu verändern. Nach außen hin, wirkt es jedoch als wenn sie diesen Verlust überwunden hätte. Sie führt eine eigene Konditorei und lebt ihr Leben. Doch sie fühlt sich einsam, verloren und zerbrochen. Sie glaubt dass sie nie wieder jemanden lieben können wird.
Eines Tages trifft sie Ciaran Argyll, den Sohn von einem Millionär. Sie scheinen so nichts miteinander gemeinsam zu haben, aber Holly merkt, dass auch er mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.


Meine Meinung:
Ich habe ein bisschen gebraucht um in dieses Buch hineinzufinden, das finde ich ein bisschen schade. Ich kann auch gar nicht genau sagen, woran das liegt, dass es nicht so einfach war. Als ich dann jedoch im Buch richtig angekommen war, sagte es mir auch zu. Ich konnte mich dann recht gut - zumindest meist - in Holly hineinversetzen. Ich kann auch ihre Trauer sehr gut nachvollziehen, denn ich glaube mir würde es ähnlich gehen. Sie hatte sich ein Leben mit Charlie ausgemalt, und plötzlich wird er aus dem Leben gerissen und sie muss ihrs neu planen, bzw alleine leben. Ich hätte da auch so meine Probleme mit, denke ich. Ich konnte sehr mit ihr mitfühlen, ihre Ängste, ihre Trauer alles war für mich fühlbar. Genau das ist mir bei Büchern auch wichtig.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, so dass ich sie mir gut vorstellen kann. Jesse finde ich auch sehr klasse und er war mir sehr schnell sympathisch. Ciaran, war mir auch sehr schnell sympathisch. Zu Holly brauchte ich einige Zeit um wirklich einen Draht zu ihr zu finden. Aber auch das ist mir letztendlich gelungen.



Die Geschichte ist gut aufgebaut und es hat Spaß gemacht sie zu verfolgen. Ich finde sie auch gut durchdacht. Manches war irgendwie vorhersehbar, aber das ist bei den meisten Frauenromanen der Fall - zumindest geht es mir oftmals so - dabei lese ich gar nicht sooo viele Frauenromane, aber ab und an brauche ich das mal.


Der Schreibstil ist gut, die Wortwahl ist angebracht und das Buch lässt sich dadurch sehr flüssig lesen.

Alles in allem hat das Buch zwar ganz kleine Schwachpunkte, mir aber dennoch gut gefallen.


4 von 5 Punkten

Mira Taschenbuch
Taschenbuch
332 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783956492006


Vielen Dank an Blogg dein Buch