Samstag, 30. Juni 2012

Lissa Price "Starters"

Inhalt:
Callie und ihr Bruder sind Waisen, sie leben zusammen in einem Haus, welches sie besetzen. Zusammen mit vielen anderen Waisen und mit Michael - auch der ist ein Waise, ist aber mit Callie und Tyler befreundet.
Callie überlegt wie sie an Geld kommt. Sie geht dann zur Body Bank um ihren Körper zu vermieten und dafür Geld zu bekommen. Schon allein das Leben auf der Straße ist hart, aber als sie ihren Körper für einen Monat vermietet wird es noch schlimmer...

Meine Meinung:
Callie mag ich als Charakter sehr, sie wirkt sehr ernst und beschützt ihren Bruder, außerdem sorgt sie sich stellenweise auch um Michael. Bei dem Krieg starben ihre Eltern...so wie die von vielen anderen Kindern. Daher leben so viele Kinder allein auf der Straße und besetzen Häuser.
Die Idee finde ich einfach klasse. Auch dass man den Körper vermieten kann, irgendwie ist das schon interessant. Und man merkt auch richtig wie viel Überwindung es Callie kostet, ihren Körper zu vermieten und ihren Bruder und Michael für diese Zeit allein zu lassen.
Ich bin super schnell in das Buch rein gekommen, was auch daran liegt, dass man gleich mittem im Geschehen ist und es so auch sehr spannend ist.
Die Spannung geht in keinem Moment verloren.
Ich kann sagen, dass ich die meisten der Charaktere mochte.
Was gemein ist, ist das Ende, weil man da auch ganz deutlich merkt, dass es noch einen weiteren Band geben wird. Aber auf diesen muss man noch bis Ende des Jahres warten, was schade ist. Aber ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und werde auch den 2. Band auf jeden Fall lesen. Die Autorin hat es geschafft mich in diese fremde Welt zu ziehen.

5 von 5 Punkten.





Ivi Verlag
399 Seiten
15,99 Euro
ISBN 9783492702638

Donnerstag, 28. Juni 2012

Jürgen Rath "Nordhörn"

Inhalt:
Der Archivar Steffen Stephan soll auf der Nordseeinsel Nordhörn für 3 Monate aushelfen. Und das gerade im Winter. Diese Insel hängt auch 1959 noch ein wenig hinterher und es ist alles anders, als auf dem Festland.
Jeder hat irgendwie Angst, dass Steffen im Archiv etwas findet, was sie selbst belasten könnte...und dann erfährt er auch noch, dass sein Vorgänger auf der Insel ums Leben gekommen ist.

Meine Meinung:
Das Buch spielt im Jahr 1959, also einige Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Aber immer wieder gibt es Einblicke in etwas, dass im Jahr 1938 auf einem Schiff geschah. Gut gekennzeichnet ist dies auf jeden Fall immer, das Datum steht jeweils als Überschrift da. Und das vom Jahr 1938 ist kursiv geschrieben. Gerade dies, macht es für mich super deutlich.
Mir gefällt die Idee, dass dieses Buch auf einer kleinen Nordseeinsel spielt. Ich mag die See. Und ich finde ihre Gewalten sind in dem Buch gut beschrieben. In gewisserweise ist aber auch ihre Schönheit beschrieben, wenn auch nicht mit Worten, so lese ich dies jedoch teilweise zwischen den Zeilen.
Auch das hat mich sehr angesprochen an dem Buch.
An Steffen musste ich mich dann doch erst gewöhnen, er wirkt in meinen Augen doch sehr verstaubt, was aber auch zu seinem Beruf passt - zumindest wenn man nach den Vorurteilen geht. Und er ist sehr verantwortungsbewusst. Und genau das bringt ihn in gewisser Weise auch in die Schwierigkeiten, denn dadurch verlässt er die Insel trotz seinem mulmigen Gefühl nicht.
Das "Verstaubte" legt er im Laufe des Buches ein wenig ab.
Auch Julia gefällt mir ganz gut,  Henny find ich eher geheimnissvoll. Aber auch das sagt ja was aus. Es macht sie interessant.
Das Buch enthält in den Szenen, die im Jahr 1938 spielen einige Fachbegriffe von der Schifffahrt. Doch diese werden im Anhang, auf den letzten Seiten des Buches gut erklärt, so das auch ein Laie alles versteht. Diese Fachbegriffe schaden der Spannung jedoch nicht.
Die Spannung ist die meiste Zeit des Buches über vorhanden. Lediglich manchmal kommt sie bisschen zu kurz, entsteht dann aber auch schnell wieder. Ganz überzeugen konnte mich das Buch allerdings nicht.

4 von 5 Punkten.


Ich danke für dieses Buch dem Sutton Verlag in Verbindung mit Blogg dein Buch.
 Hier könnt ihr das Buch kaufen: klick.

Sutton Verlag
266 Seiten
12,00 Euro
ISBN 9783866809642

Neuzugänge die nächste

Ja es hat mich wieder gepackt, ich habe wieder Neuzugänge zu verzeichnen:

Dieses Buch habe ich bei Blogg dein Buch gewonnen. Es kam gestern an. Und die Rezi folgt auch sobald wie möglich, denn ich hab es schon durch - "Nordhörn - ein Nordseekrimi"


Dann hab ich noch 2 Bücher für meine Punkte bei der Brieflaufzeitstudie geholt. "Verlockt" musste ich einfach haben, weil ich schon Band 1 gelesen habe und es mir gut gefallen hat.
"Geheimnisse des Himmels" klingt einfach gut, und es sieht auch vom Cover her hübsch aus.



Und das letzte Buch habe ich bei Tauschticket angefordert. Ich finde es klingt irgendwie ganz lustig."Warum die nettesten Männer...'"


Mittwoch, 27. Juni 2012

Sönke Hansen "Roadkill"

Inhalt:
Dave und sein Kumpel Jesper gerade als es an der Tür klingelt in eine ganz neue Welt. Deutschland ist voll von Zombies, die auf die Menschen losgehen. Dave wird ohnmächtig und als er wieder aufwacht, befindet er sich in einem Unimog voll mit anderen Überlebenden, die mit Gewehren ausgerüstet sind. Noch dazu sind es Nazis.

Meine Meinung:
Zu Beginn ist es recht gut. Da sind auch die Beschreibungen super. Aber irgendwie wird es dann Stück für Stück schlechter. Wie sie mit den Jugendlichen an der Tankstelle reden, spätestens da haben sie sich in meinen Augen lächerlich gemacht. Alle.
Leider konnte ich mir auch nicht wirklich vorstellen wie es an dieser Tankstelle aussah. Also ja da war ne Barriere aus Autos aufgebaut, aber es war bis kurz vor Ende der Szene nicht wirklich klar wo die Jugendlichen standen.
Allgemein fehlen mir die Beschreibungen von Orten.
Die Story nimmt sehr rasant ihren Lauf. Wirklich in einen der Charaktere hineinversetzen konnte ich mich leider nicht. Und das Dave im Bademantel unterwegs ist find ich auch sehr lächerlich, das zerreisst die Story leider dann doch immer noch mehr, vorallem weil dieser ab und an wieder erwähnt wird.
Auch die Verfolgungsszenen wirken auf mich sehr abgedroschen, erinnern mich an so gut wie jeden x-beliebigen Zombifilm - einen von den schlechten, langweiligen, die alle gleich sind.
Und das was sich dann zwischen Müller und Dave abspielt macht es leider alles noch lächerlicher. Und spätestens da habe ich eigentlich keine Lust mehr, dass Buch weiterzulesen.
Zumindest stimmt die Rechtschreibung und auch die Gestaltung der Absätze ist okay, aber das reißt jetzt auch nichts mehr raus.

1 von 5 Punkten.




Ebook - vom Autor
Seitenanzahl der Printausgabe 74
2,68 Euro
ASIN: B0083TT2K4

Lev Ac Rosen "Die Erfindung der Violet Adams"

Inhalt:
Violet ist begabt zumindest im Bereich Mechanik. Sie bastelt schon als Kind sehr viel rum, stellt Spielzeug her, Weihnachtsdeko, niedliche kleine Figuren aus Metall, die sich bewegen können.
Sie möchte gern auf der Illyria-Akademie lernen, doch diese Schule ist nur für männliche Schüler zugelassen...also verkleidet Violet sich als Mann um sich auf der Schule zu bewerben...
Violet wird aufgenommen, und kommt einer Verschwörung auf die Spur.


Meine Meinung:
Die Idee vom Buch ist echt sehr gut. Ich mag Steampunkbücher ja. Ich find die Idee und auch den Stil toll. Auch gerade die Idee, dass ein Mädchen hier im Vordergrund steht und was in dem Bereich kann, mehr als viele Jungs, finde ich gut.
Leider zieht sich das Buch stellenweise sehr hin. Es verliert dadurch doch einiges an Spannung. Und dabei ist die Story so gut. Aber gerade an den Stellen an denen es sich so hinzieht, ist es einfach langweilig. Und das liegt nicht mal an technischen Sachen, die da passieren, sondern es geht einfach nicht vorwärts.
Zum Schluss wird es dann zum Glück wieder besser, aber leider teilweise auch ein wenig vorhersehbar. Schade eigentlich, wär das Buch einige Seiten kürzer gewesen, wär es vermutlich viel spannender gewesen.
Die Charaktere sind eigentlich ganz gut, teilweise fehlt da aber ein bisschen der Tiefgang. Auch das Verhältnis zwischen Violet und Ashton find ich nicht so ansprechend. Irgendwie wirkt das so kalt.

3 von 5 Punkten.








Egmont Ink
555 Seiten
ISBN 9783863960315
19,99 Euro

Sonntag, 24. Juni 2012

Ursula Poznanski "Saeculum"

Inhalt:
Bastian besucht mit seiner neuen Flamme Sandra das erste Mal einen Mittelaltermarkt. Für ihn ist das also alles Neuland, und trotzdem wird er von Sandra und ihren Freunden schon zu einer Convention eingeladen. Das bedeutet bei der Gruppe "Saeculum" mehrere Nächte im Wald, nur mit Sachen die es schon im 14. Jahrhundert gab...
Erst kurz vor der Abfahrt wird gelüftet wo es hingeht...an einen sagenumwobenen Ort - ein verfluchter Ort.
Und plötzlich wird das Live-Rollenspiel anders, es nimmt gewaltige Ausmaße an, ist keinesfalls mehr harmlos...

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Dadurch das Bastian Neuling ist, erfährt jemand der sich mit der Materie gar nicht auskennt schon einiges dadrüber, also über die Mittelaltermärkte und auch über die Conventions/das Live-Rollenspiel. Mir selbst war die Materie zumindest ein bisschen vertraut, also zumindest die Märkte sind mir vertraut, von daher war es für mich noch einfacher mir all das vorzustellen.
Die Idee mit der Convention so wie sie in dem Buch stattfindet ist schon nicht ohne, und kostet den ein oder anderen bestimmt auch Überwindung.
Man wird langsam an alles herangeführt. Daher ist das Buch zu Beginn auch noch nicht soooo spannend, aber informativ und sehr ausgeschmückt, man kann sich alles gut vorstellen, die Atmosphäre auf dem Markt...
Auch die Gedanken die Bastian sich macht, sind gut nachvollziehbar, auch die Gedanken der anderen, die sich fragen, warum gerade er auch mit darf.
Und dann als sie aufbrechen zur Convention geht es auch wirklich spannend los. Schon allein der Hinweg ist abenteuerlich, und spätestens als sie am großen Zelt, alles was in die Neuzeit gehört ablegen müssen, ist es soweit, dass die Spannung richtig vorhanden ist. Von da an geht es auch schnell aufwärts und es wird immer spannender.
Größtenteils war es für mich auch unvorhersehbar, stellenweise leider nicht. Aber da es nicht so vielen Stellen sind, die vorhersehbar sind, kann ich noch mit leben.
Allerdings passiert mir bei der Convention fast ein bisschen zu viel - das ist teilweise ein bisschen übertrieben. Weniger ist manchmal mehr denk ich da. Aber es hat natürlich auch gewisserweise die Spannung erhöht.

4 von 5 Punkten.






Bertelsmann Ausgabe (auf dem Foto zu sehen)
Preis 12,95 Euro
493 Seiten

Die normale Ausgabe ist beim Loewe Verlag erschienen und kostet 14,95 Euro. ISBN der normalen Ausgabe: 9783785570289

Mittwoch, 20. Juni 2012

Getaggt

Ich wurde von Mandy`s Bücherecke  getaggt. Vielen Dank dafür.

So, hier die Regeln: 
  1. Schreibe von wem du getaggt wurdest und verlinke ihn.
  2. Schreibe acht Dinge über dich auf, die zum gewählten Thema des Vorgängers passen.
  3. Tagge 10 weitere Leute.
  4. Sage den getaggten Leuten bescheid.
  5. Stelle selbst ein Thema auf, dass die anderen betaggen.

Das Thema bei mir ist Klassiker:
1. Bisher noch keinen richtigen Klassiker gelesen.
2. Mir fällt dazu spontan "Romeo und Julia" ein.
3. Es gibt einige Klassiker, die ich noch lesen möchte.
4. Einige Klassiker hab ich sogar schon im Regal stehen.
5. Klassiker werden immer als "schwere Kost" bezeichnet.
6. Klassiker gehören für mich in gewisser Weise zur Allgemeinbildung.

Mehr fällt mir dazu jetzt auch nicht ein.

Ich wähle das Thema "Englische Bücher"
Taggen werde ich allerdings keinen. Wer möcht kann aber gern dazu schreiben was ihm einfällt gern auch unter diesem Post als Kommentar

Dienstag, 19. Juni 2012

Gewinnspiel bei Blogg dein Buch

Beltz & Gelberg startet in Zusammenarbeit mit Blogg dein Buch ein ganz besonderes Gewinnspiel! Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, Kenneth Oppels „Düsteres Verlangen“ (http://www.facebook.com/beltz.gelberg/app_151503908244383) exklusiv vor dem Erscheinen in den Händen zu halten. Und damit nicht genug: Am Ende wird Beltz & Gelberg (www.facebook.de/beltz.gelberg) seinen offiziellen Buchblogger 2012 küren, auf den dann tolle Preise (z. B. eine Reise zur Frankfurter Buchmesse) warten!
Und darum geht's:
Dunkle Alchemie, ein diabolischer Gegenspieler, atmosphärische Settings, eine Dreiecksbeziehung,  Rivalitäten zwischen zwei Brüdern und gebrochene Charaktere – in seinem Prequel zu Mary Shelleys Klassiker gibt der international erfolgreiche Autor Kenneth Oppel eine schaurig-romantische Antwort auf die Frage, wie Victor Frankenstein zu dem wurde, den wir kennen. Die Geschichte, die der englische Autor erzählt, ist ein ebenso überzeugendes Psychogramm wie überraschendes Abenteuer, in dessen Mittelpunkt der 17jährige Victor steht. Als dessen innig geliebter Zwillingsbruder Konrad plötzlich erkrankt, ändert dies das Leben des  leidenschaftlichen und ehrgeizigen Jüngeren …
Seid ihr neugierig geworden und wollt alles über die düstere Vorgeschichte Frankensteins erfahren? Dann macht mit beim Blogg dein Buch - Gewinnspiel:
http://www.bloggdeinbuch.de/event/11/gewinnspiel-beltz-gelberg-buchblogger-2012/



Interview mit Patricia Schröder

Ich bedanke mich bei Frau Schröder, dass sie so lieb war und mir meine Fragen beantwortet hat.

Patricia Schröder hat unter anderem "Meeresflüstern", "Hexgirls", "Scheiß Glatze, ich lieb dich", "Zwischen Himmel und Hölle" und einige andere Kinder- und Jugendbücher geschrieben.
Meine Rezension zu "Meeresflüstern" von ihr,  findet ihr hier.



Geburtsdatum:
19. April 1960
Augenfarbe:
blau
Haarfarbe:
Schon ziemlich grau
Größe:
165 cm
Mann:
ja
Kinder:
2
Lieblingstier:
Katze davon haben wir 6
Mucki, Keks, Koks, Gonzo, Minze und Rosa

Lieblingsbuch:

schwer zu sagen, es gibt so viele tolle Bücher, früher mochte ich DAS DOPPELTE LOTTCHEN, dann habe ich MOMO und DIE UNENDLICHE GESCHICHTE geliebt und natürlich DER HERR DER RINGE und HARRY POTTER. Im Moment mag ich besonders die Bücher von
KAREN-SUSAN FESSEL, MARKUS ZUSAK, MARTIN SUTHER, ISABEL ABEDI und MAGGIE STIEFVATER

Lieblingsmusik:

Salsa, Funk, Reggae, manchmal Jazz, aber auch EMINEM und LINKIN PARK, auch hier bin ich nicht so festgelegt, nur Klassik kann ich meistens nicht ausstehen,
das zieht mich irgendwie runter
Lieblingsfilm:
Zur Zeit: „Die Frau, die singt“

Lieblingsessen:

Schokolade (leider), Tomaten-Mozarella-Basilico und alles Italienische, eigentlich bin ich Vegetarierin, manchmal esse ich auch Fisch

Hobbys:

malen, nähen, werkeln

da war ich schon:

Österreich, Italien, Schweiz, Kroatien, Spanien, Dänemark, Frankreich, Niederlande, Norwegen, England, Schottland, Schweden

da möchte ich
noch hin:

Island, Mexico, Feuerland, Neuseeland, und natürlich auch mal nach Äthiopien, mein Patenkind besuchen




Und jetzt kommen natürlich noch meine Fragen an Frau Schröder und ihre Antworten.




Bei Meeresflüstern haben Sie eine Behinderung mit einfließen lassen – das Tourettesyndrom. Wie kamen Sie auf diese Idee? Ich musste dabei gleich an die Intoleranz unserer Gesellschaft für Andersartigkeit denken.

Dieser Gedanke war gar nicht so falsch. Intoleranz und Ignoranz sind ja ein wichtiges Thema in dieser Trilogie – was im zweiten Band auch noch etwas deutlicher werden wird. Ashton wird wegen seines Tourettes nicht von allen akzeptiert. Die Nixe sind ebenso andersartig wie er und ein Plonx wiederum ist  der „Exot“ unter den Nixen. Als Elodie zum ersten Mal von Gordian träumt, hat sie den Eindruck, dass er behindert ist. Außerdem kann Ashton genauso wenig schwimmen wie sie. Es bestehen also eine Menge Querverbindungen. Darüber hinaus gibt es aber auch noch einen anderen, rein dramaturgischen Grund, aus dem ich Ashton mit dem Tourette-Syndrom „ausgestattet“ habe. Das kann man dann im dritten Band lesen.

Auch der Tod eines Familienangehörigen und die Trauerverarbeitung ist ja in Ihrem Buch ein Thema, was unterschwellig bearbeitet wird. Wie kamen Sie auf das Thema?

Tod und Trauer sind etwas sehr Elementares und zugleich auch Alltägliches, mit dem jeder Mensch sich auseinandersetzen muss. Insofern finde ich es relativ natürlich, dass so etwas immer mal wieder auch in meinen Geschichten vorkommt. In der Meerestrilogie spielt allerdings auch das eine besondere Rolle, da es zu Elodies Geschichte gehört und Teil ihrer persönlichen Entwicklung, ihrer Reifwerdung und Selbstfindung ist und sich ebenfalls durch alle drei Bände zieht.

Warum spielt das Buch gerade auf den Kanalinseln? Waren Sie schon mal da?

Ich mag Großbritannien und ich liebe Guernsey, Sark und Alderney! Ich war schon mehrmals dort. Für mich sind diese Inseln der ideale Ort für Elodies Geschichte.

Es wirkt so, als wenn sie selbst eine Liebe zum Meer spüren, zumal „Meeresflüstern“ nicht Ihr einziges Buch ist, welches am Meer spielt. Auch schreiben Sie auf Ihrer Homepage, dass Sie am Meer wohnen, was führte Sie dazu ans Meer zu ziehen?  Ist das richtig, dass Sie eine Liebe zum Meer verspüren und wenn ja woher kommt diese?

Ich bin am Meer geboren und lebe seit zwanzig Jahren wieder in unmittelbarer Küstennähe. Keine Ahnung, woher diese Liebe kommt – solche Dinge hinterfrage ich nicht. Ich bin einfach fasziniert von der Weite der Ozeane, von ihrer Kraft, ihrem Mysterium (schließlich sind sie noch längst nicht gänzlich erforscht) aber auch von ihrer Verletzlichkeit. – Lauter Aspekte, die in diese Trilogie einfließen.

Wenn Sie, Kindern/Jugendlichen die Freude am Lesen vermitteln und diese dadurch zum Lesen motivieren wollen würden, wie würden Sie dies tun?

So wahnsinnig viel kann ich da gar nicht tun – außer natürlich interessante und spannende Geschichten zu schreiben, die möglichst viele Kinder und Jugendliche begeistern  ;-), und zu versuchen, in meinen Lesungen davon zu überzeugen, dass es sich lohnt,  zusammen mit einem Buch ins eigene Fantasy-Reich abzutauchen. Wichtig ist natürlich, dass Kinder mit Büchen aufwachsen, dass es in ihrem Umfeld Erwachsene gibt, die Bücher lieben und gerne vorlesen. Außerdem halte ich es für entscheidend, dass Kinder beim Lesen lernen nicht unter Druck stehen, sondern dass es spielerisch geschieht. Dem habe ich versucht, mit meinem Konzept „Erst ich ein Stück, dann du“ gerecht zu werden. Na ja, und dann kann natürlich jedes einzelne Buch so eine Art eine Initialzündung sein. Ich bekomme immer wieder E-Mails, in denen Kinder, Jugendliche oder auch Eltern schreiben, dass eins meiner Bücher aus einem Lesemuffel eine Leseratte gemacht hat. Meeresflüstern gehört übrigens auch dazu … Man sieht also, dass es nie zu spät ist, jemanden für Bücher zu begeistern
.
Haben Sie auch freundschaftlichen Kontakt zu anderen Autoren? Und wenn ja, wie haben Sie sich kennengelernt?

Ja, den habe ich. Meistens lernt man sich auf Lese-Events oder auf Buchmessen kennen.

Welche Bücher lesen Sie gern? Gibt es Bücher, die man Ihrer Meinung nach einfach gelesen haben muss?

Oh, ich lese querbeet alles, was mir interessant erscheint. Ich mag Fantasy genauso gern wie Geschichten aus dem echten Leben, Biographien ebenso wie Familiensagas oder Krimis. Und ich lese ebenso viele Kinder- und Jugendbücher wie Romane oder Essays für Erwachsene. Bücher, die man gelesen haben muss, gibt es für mich aber nicht. Die Geschmäcker und Lebenssituationen sind einfach zu verschieden, als dass es das eine Buch für alle gibt, und das finde ich auch gut so. Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe und aus den unterschiedlichsten Gründen sehr mag, sind z.B. „Die Tribute von Panem“, „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak (übrigens einer meiner Lieblingsautoren), die Wolfstrilogie von Maggie Stiefvater und „Bessere Zeiten“ von Susanna Alakovski.

Wieso schreiben Sie gerade Kinder- und Jugendbücher?

Das liegt wohl daran, dass ich mich erstens noch sehr gut und sehr gerne an meine eigene Jugendzeit erinnere und zweitens durch Christian Bieniek, einem Kinder- und Jugendbuchautor, zum Schreiben gekommen bin. Und da ich noch für mindestens 5 Jahre Ideen für Kinder – und Jugendliche habe, stellt sich auch die Frage nicht, ob … oder wann … 

Sie haben mittlerweile schon einige Bücher geschrieben, gibt es ein Buch, auf das Sie besonders stolz sind?

Stolz? … Nee. Besonders gern habe ich aber eins. „Gyde und die Flut“. Das spielt übrigens auch am Meer und erzählt eine tragisch-traurige, aber sehr authentische Geschichte über ein einsames Mädchen, dessen Mutter Alkoholikerin ist, das sich die Welt „schön träumt“ und am Ende einem Sexualverbrecher in die Hände fällt. Leider gibt es das nicht mehr zu kaufen.

Einige ihrer Bücher handeln eher  von Themen, die in der Gesellschaft mal mehr und mal weniger diskutiert werden (z.B. „Scheiß Glatze, ich lieb dich“ – welches ich bisher nicht gelesen habe, aber wo aus dem Rückentext doch hervorgeht, dass auch einer ihrer Protagonisten rechtes Gedankengut hat – wie sie in Ihrem Steckbrief schreiben, geht es nicht direkt um das Thema Nazis, aber unterschwellig kommt es doch schon ein wenig drin vor, denk ich. oder auch „Zwischen Hölle und Himmel“ welches sich ja offensichtlicht um Drogen, Missbrauch etc. dreht). Wieso behandeln Sie auch gerade solche Themen? Und wie fühlen Sie sich dabei, wenn Sie über solche Themen schreiben?

In „Scheiß Glatze, ich lieb dich“ kommen natürlich schon ein paar Nazis vor, sonst würde der Background ja nicht stimmen. In „Zwischen Hölle und Himmel“ geht es weniger um Drogen und Missbrauch, sondern um ungewollte Schwangerschaft und Gewalt. Zumindest vordergründig. Und es geht mir auch nicht darum, auf Missstände aufmerksam zu machen – die sind ja im Grunde allgemein bekannt und werden auch mehr oder weniger ausreichend diskutiert – , ich möchte viel mehr dazu anregen,  gesellschaftspolitisch relevante Dinge von möglichst vielen  (menschlichen) Seiten zu betrachten und in diesem Sinne auch immer wieder neu zu „bewerten“ . Außerdem  reizt es mich einfach, mich in extreme Lebenssituationen hineinzuversetzen und mir zu überlegen, wie meine Protagonisten reagieren, wie sie sich entwickeln und Kraft aus den ihnen auferlegten Aufgaben ziehen. Im Grunde besteht da gar kein so großer Unterschied zur Meerestrilogie, denn auch Elodies Leben verläuft ziemlich extrem und bringt sie immer wieder an ihre Grenzen. 

Ebenfalls in Ihrem Steckbrief schreiben Sie, dass sie ein Patenkind in Äthiopien  haben. Wie entstand diese Patenschaft und wie lang dauert sie schon an?

Diese Patenschaft habe ich vor zehn Jahren übernommen. Sie entstand ganz profan, nämlich über eine Werbeanzeige von Plan International. Ich musste das einfach machen, und ich habe den Moment, als ich die Unterlagen meines Patenkinds bekam, als einen sehr bewegenden empfunden. Es war ein wenig so, als würden wir ein neues Familienmitglied bekommen.


Und zum Schluss die Fragen, welche die Tochter von einer Bekannten gern beantwortet haben möchte:

Woher kommen Ihre Ideen für Ihre Bücher?

Oh, ich glaube, von überall her. AutorInnen-Gehirne sind wie Schwämme. Sie saugen alles auf, was sie hören, lesen und sehen und können aus den augenscheinlich simpelsten Dingen eine riesige Geschichte spinnen. Bei mir ist es so, dass ich nur eine Ruhe-Pause brauche und schon sprudeln die Einfälle. Woher sie genau kommen, kann ich dann im Einzelfall oftmals gar nicht sagen.

Wird die Reihe Hexgirls noch weiter fortgesetzt?

Die Reihe ist mit 10 Bänden fertig erzählt und damit auch abgeschlossen.  Leider ist die Reihe schon etwas älter, die gebundenen Bücher sind kaum noch zu bekommen und die Taschenbücher gehen leider nur bis Band 4. Ich glaube nicht, dass die restlichen 6 Bände noch ins Taschenbuch übernommen werden.

Seit wann schreiben Sie?

Seit 1995.


Vielen lieben Dank für Ihre Mühe und die Beantwortung meiner Fragen.

Sonntag, 17. Juni 2012

Gabriel Weston "Wir Halbgötter - Bekenntnisse einer Chirurgin"

Inhalt:
Eine Chirugin berichtet von einigen ihrer Erlebnisse im OP, wenn auch sie nur teilweise von Erlebnissen berichtet, die wirklich so geschehen sind und von anderen die hätten so geschehen können. Das macht sie gleich am Anfang des Buches mit einer Anmerkung klar. Auch das es die Personen in ihrem Buch so nicht unbedingt gibt.
Das Buch spielt in ihrer Anfangszeit als Chirurgin.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt ganz gut. Wobei ich finde das sehr viele Fachbegriffe verwendet wurden, und ich das Gefühl hatte, dass nicht alle wirklich erklärt wurden. Das fand ich ein bisschen schade. Vorallem hat es das schwerer gemacht richtig in das Buch rein zu kommen.
Das Buch ist in bestimmte Themen gegliedert, diese Aufteilung finde ich ganz gut.
Auch dieses hinter die Kulissen blicken ist toll. Aber ich hätte mir gewünscht, dass sie alles erlebt hätte, worüber sie schreibt, das hätte das Ganze noch spannender und authentischer gemacht.
Aber sonst mag ich es wie sie schreibt und worüber sie berichtet. Es ist schon interessant, und man merkt erstmal wieder wie flüchtig das Leben eigentlich sein kann. Wie viel Wert wir diesem Leben bemessen sollten.
Bei einigen Storys von ihr musste ich zum Teil doch auch ein wenig grinsen, obwohl mir der Ernst der Lage trotzdem die ganze Zeit bewusst war.
Durch die Fachbegriffe, hab ich schon recht lang gebraucht um das Buch zu lesen.

3 von 5 Punkten.






Rororo Verlag
204 Seiten
8,99 Euro
ISBN 9783499627279

Donnerstag, 14. Juni 2012

Isabel Bogdan "Sachen machen - was ich immer schon tun wollte"

Inhalt:
Isabel Bodgan probiert verschiedene Sachen aus, Dinge die sie schon länger mal tun wollte. Und andere Dinge, die sie dann recht spontan einfach macht. Z.B. fährt sie zum Festival Wacken, sie turnt im Rhönrad, geht Schwarzlichtminigolf spielen...

Meine Meinung:

Dies ist ein Buch, was man gut zwischendurch lesen kann. Was vorallem daran liebt, dass die einzelnen "Sachen" meist nur über wenige Seiten gehen und schnell ein neues Kapitel anfängt. Auch muss man sich beim Lesen nicht sonderlich konzentrieren, es ist eher einfach geschrieben.
Einige der Sachen sind wirklich mit viel Witz und Charm geschrieben, andere haben mich dann eher gelangweilt.
Sie probiert wirklich toll Sachen aus, man muss nicht viel nachdenken beim Lesen und Dinge die einen nicht so interessieren gehen schnell vorrüber.
Manche Dinge wirken ein wenig übertrieben, wie sie beschrieben werden. Andere find ich sind manchmal ein wenig zu platt beschrieben. Bei den meisten Sachen ist jedoch eine gute Portion Witz dabei. Isabel Bogdan schreckt auch nicht davor zurück sich selbst ins Lächerliche zu ziehen.
An manchen Stellen schafft sie Vorurteile aus den Weg, schafft aber stellenweise auch wieder welche. Das find ich ein bisschen schade. Sie betrachtet die Sachen sehr "Ich-bezogen", also nach ihrem eigenen Geschmack, was man sich eigentlich auch vorher schon hätte denken können. Aber irgendwie stört mich das doch ein kleines wenig.

Die ein oder andere Sache aus dem Buch, würde ich denke ich auch gern mal probieren. Andere eher nicht so.


3 von 5 Punkten.






Rororo Verlag
218 Seiten
8,99 Euro
ISBN 9783499628184

Die Sucht hat wieder zugeschlagen + REs

Ja, also was soll ich sagen, die Sucht hat mich wieder total erwischt...es gab ja ähm einige Bücher.

für 2 kann ich nichts, die gab es, ohne das ich sie angefragt habe als Rezensionsexemplare. Das erste von den beiden hab ich schon durch...Rezi folgt.
Ich denke gekauft hätte ich es mir nicht, aber so musste ich schon das ein oder andere Mal schmunzeln. "Sachen machen" von Isabel Bogdan.

Das 2. RE klingt find ich auch ganz interessant. Ich bin gespannt drauf und fang es nachher an - Gabriel Weston "Wir Halbgötter"
Dann hab ich wieder ein Tauschbuch bekommen - von Lissa Price "Starters"

Und ich war beim Bertelsmann Club (Zeilenreich) groß shoppen. Aber es sind alles Bücher, die so mehr oder weniger auf meiner Wunschliste standen.

Von Antonia Michaelis "Der Märchenerzähler"
Stephen King "Der Anschlag"
Ursula Poznanski "Saeculum"
Jodi Picoult "In den Augen der Anderen"

Am Dienstag hab ich dann bei Hugendubel ein tolles Mängelexemplar entdeckt. Da konnte ich einfach nicht widerstehen - Gordon Dahlquist "Das Dunkelbuch"


Dienstag, 12. Juni 2012

Tim Curran "Zerfleischt"

Inhalt:
Ein kleiner Ort, nein, die ganze Welt wird vom Wahnsinn befallen. Morde geschehen, Vergewaltigungen, Kannibalismus....die Welt fällt zurück in die Urzeit. Die Menschen drehen durch - bis auf einige wenige...für sie ist das Grauen noch viel viel größer.


Meine Meinung:
Das Buch ist anders, als ich gedacht habe. Die ersten Seiten waren für mich schwer nachvollziehbar, da musste ich erstmal richtig in das Buch hineinkommen, das hat leider ca 20 Seiten gedauert. Aber dann, ja dann war ich gefesselt von dem Buch. Nur leider bin ich mit den vielen Namen oftmals durcheinander gekommen und musste nochmal nachgucken.
Die Story gefällt mir gut.
Die einzelnen Szenen, sind brutal, blutig und skrupellos geschrieben. Das Ekelgefühl war schon an vielen Stellen vorhanden, und das gefiel mir gut. Es ist wirklich ein Schocker, zumindest, wenn man auf brutal und blutig und detallierte Beschriebungen steht.
Der Autor ist scheinbar sehr detailverliebt. Aber gerade das macht dieses Buch zum Schocker. Wobei änglichst war ich bei dem ganzen Buch nicht wirklich, da ich mich in die wenigen Menschen nicht so richtig hineinversetzen konnte. Dafür gefielen mir die Beschreibungen der Taten umso besser und der Ekelfaktor war für mich da.
Das Buch wäre aber eindeutig noch besser, wenn man sich mehr in die Personen, die noch normal sind hineinversetzten könnte.
Ich bereue es aber nicht, dies Buch gelesen zu haben. Allerdings rate ich Menschen denen schnell schlecht wird, davon ab, dieses Buch zu lesen. Es sind wirklich krasse Beschriebungen. Und bitte bitte legt dieses Buch so, dass eure Kinder es nicht in die Finger bekommen, ich denke diese würden Albträume von diesem Buch bekommen, keine Frage bei den blutigen, brutalen Szenen.


4 von 5 Punkten.






Festa Verlag
409 Seiten
13,95 Euro
ISBN 9783865521378

Freitag, 8. Juni 2012

Eric Walters "Wounded"

Inhalt:
Der Vater von Marcus dient als Soldat in Afghanistan. Es wird die Zeit beschrieben, in der er sich in Afghanistan befindet, die Angst um ihn - gerade da er als Mitgleid der Special Forces ist und dadurch oft das Lager verlässt.


Meine Meinung:
Hmm, also ich habe bei der Inhaltsangabe jetzt einfach mal vieles weggelassen, was auf dem Buchrücken steht. Einfach weil ich finde, dass es schon viel zu viel verrät und man dadurch auch nicht richtig mit Marcus mitfühlen kann. Also den Buchrückentext finde ich schlecht, einfach weil er die Spannung auch oft nimmt, schade. Denn um das was auf dem Buchrücken steht, geht es erst nach über 100 Seiten wirklich los.
Bei der Geschichte selbst muss ich sagen, dass ich mir halt genau das erhofft hatte, was leider erst nach über 100 Seiten los geht. Das ist total schade.
Klar auch das andere was davor kommt, diese Angst ist super interessant. Aber ich denke die hätte man sich auch so denken können.
Auch wurde mir irgendwie zu oft erwähnt das er in der Special Force ist. Es wurde zwar nicht immer als diese bezeichnet, aber es kam aufs Gleiche raus. Das wirkt so übertrieben, als wenn der Autor einem das unbedingt einbrennen möchte.
Auch finde ich die sich entwickelnde Liebesgeschichte, passt einfach nicht so richtig zu diesem Thema. Schade, ich denke aus der Idee an sich hätte man sehr viel mehr machen können.

2 von 5 Punkten.






Kosmos Verlag
237 Seiten (inklusive Leseprobe)
12,95 Euro
ISBN 9783440126226

Mittwoch, 6. Juni 2012

Julie Anne Peters "By the time you read this, I´ll be dead"

Inhalt:
Daelyn wurde jahrelang gemobbt, in der Schule von Mitschülern - die Lehrer haben es hingenommen, im Diätcamp von den Betreuern...und der ständige Schulwechsel macht es auch nicht besser. Sie wird nicht nur im wahren Leben sondern auch im Chat gemobbt. Daelyn hat schon mehrmals versucht sich umzubringen. Jetzt will sie es richtig machen. Doch bei der Seite, bei der sie sich anmeldet müssen vom Tag der Anmeldung bis zum Tag der Vollendung 23 Tage vergehen...

Meine Meinung:
Ich finde, Daelyns Verhalten kann man in vielen Situationen gut nachvollziehen, wie sie dicht macht gegenüber ihren Eltern oder auch Angst hat vor neuen Bekanntschaften, weil sie glaubt, dass eh keiner sie mag, und zumindest die anderen Schüler und so ihr eins auswischen wollen.
Zugegeben, nach ihrem einen Suizidversuch find ich sie zunächst auch sehr merkwürdig. Aber ihr Verhalten erklärt sich sehr schnell.
Und auch wie sie sich in den Mobbingsituationen gefühlt hat, geht gut aus dem Buch hervor. Und ich habe doch irgendwie mit ihr mitgelitten.
Es dauerte einen Moment bis ich richtig in das Buch rein kam, aber als das geschehen war, ja da waren die Gefühle von Daelyn gut nachvollziehbar.
Ihre Suizidversuche sind ja schon teilweise doch recht "kreativ" und man merkt schon wie ernst es ihr ist. Ich finde es richtig, dass in dem Buch auch Suizidversuche vorkommen, einfach um darzustellen wie schlimm es manchen ergeht und wie ihre Gedanken sind.
Auch ihr Rückzug macht vieles deutlich.
Stellenweise musste ich das Buch kurz zur Seite legen, um das gelesene einfach erstmal zu verarbeiten.
Es ist nun mal ein ernstes Thema und sollte auch als dieses wahrgenommen werden.
Ich find es schlimm, dass viele in der Gesellschaft Mobbing noch immer als nichts schlimmes abtun. Das manche es einfach gar nicht sehen wollen, nicht helfen...

Ich denke dieses Buch würde sich auch gut als Schullektüre eigenen, wobei ich mich frage ob es bei der Altersstufe für die ich es als geeignet ansehe nicht fast schon zu spät ist was das Thema Mobbing angeht. Denn da ist zu der Zeit bei einigen bestimmt schon viel in der Richtung gelaufen, aber man kann ja vielleicht noch größeres verhindern.
Gut find ich den Anhang von dem Buch, in dem die Begriffe erklärt sind und auch mit Daten und Fakten gearbeitet wird, das finde ich gerade bei dem Thema sehr wichtig.
Auch die Ideen, was man zu bestimmten Stellen fragen könnte, find ich gut gewählt und ist eine gute Sache um selbst noch näher in das Buch und das Thema zu kommen.

5 von 5 Punkten.






Kosmos Verlag
Mit Anhang und Leseprobe 251 Seiten
12,95 Euro
ISBN: 9783440128176

Sonntag, 3. Juni 2012

Viveca Sten "Tod im Schärengarten"

Thomas Anderssons zweiter Fall

Inhalt:
Bei dem Start der berühmten Segelregatta vor den schwedischen Schäreninsel herrscht Spannung. Jeder ist gespannt wie das neue Boot von Juliander liegen wird. Doch dann wird Juliander gleichzeitig mit dem Startschuss erschossen, vor den Augen aller.
Und wieder ermittelt Thomas Andersson.

Meine Meinung:
 Dies ist ja nun der zweite Fall von Thomas, und ich kann sagen, dass mir dieses Buch auf jeden Fall besser gefallen hat, als das erste. Das liegt daran, dass ich bei diesem Buch auch zum Schluss nichts vorhersehbar fand. Dadurch hielt die Spannung das gesamte Buch über an.
Ich denke man versteht das Buch auch gut, wenn man den ersten Fall nicht gelesen hat. Jedoch wird manchmal auf diesen angespielt und ich denke es wäre schade, wenn man das dann nicht alles verstehen würde, auch wenn es für die Fallermittlung nicht wichtig ist.
In diesem zweiten Fall konnte mir die Autorin die Charaktere noch näher bringen, ich konnte mich noch mehr in sie hineinversetzen, hatte das Gefühl sie besser zu kennen, einfach weil man auch hier wieder mehr über sie erfahren hat.
Die Ermittlungsmethoden wirken in meinen Augen echt und könnten sich auch in einem wirklichen Mordfall so zugetragen haben, das zeigt mir, dass die Autorin sich damit gut beschäftigt hat.
Die Beschreibungen der Toten sind da, aber nicht sehr ausschweifend, aber das passt auch zu dem Buch.
Toll finde ich es auch, wie man ein bisschen was über die Umgebung erfährt. Ich stell es mir da eigentlich sehr idyllisch vor, wäre da nicht gerade dieser Mord.
Stellenweise zog es sich leider ein bisschen hin, und war kurz davor zu kippen, doch dann wurde es wieder spannend.

4 von 5 Punkten.


Kiepenheuer & Witsch Verlag
364 Seiten
8,99 Euro
ISBN 9783462043969

Samstag, 2. Juni 2012

Patricia Schröder "Meeresflüstern"

Inhalt:
Elodie muss den Tod ihres Vaters verkraften. Dazu fliegt sie zu ihrer Großtante nach Guernsey, um einige Zeit da zu leben.
Dort angekommen lernt sie Ruby und deren Clique kennen, und auch Silly, die eine böse Verhersage macht - welche Elodie sehr schockt.
Und dann wird auch noch ein Mädchen auf einer Nachbarinsel ermordet aufgefunden. Und Elodie fragt sich ob das alles was mit ihr zu tun hat.
Sie hat panische Angst vor dem Wasser und träumt auch nachts vom Wasser, welches sie umgibt. Dabei sieht sie einen Jungen in ihren Träumen...

Meine Meinung:
Zunächst kommt es alles ein bisschen Schlag auf Schlag, man versteht erst nicht wirklich wie Elodies Vater umgekommen ist. Aber das klärt sich einigermaßen im Laufe des Buches.
Ich kann verstehen, dass sie Abstand braucht und erstmal wieder zu sich finden muss, den Tod verarbeiten muss.
Das sie dabei auf eine Insel fliegt, trotz ihrer Angst vor dem Wasser finde ich merkwürdig, aber ich denke es war wohl die einzige Möglichkeit aus Lübeck wegzukommen, von daher kann ich auch das noch verstehen.

Die Umgebung, die Insel ist liebevoll beschrieben, man merkt richtig, dass die Autorin sich da viel Mühe gegeben hat und es ihr wichtig ist, dass der Leser auch einen Eindruck von der Insel bekommt.
Mir gefällt die Beschreibung der Insel, ich könnte mir gut vorstellen, dass ich da auch ausspannen und zur Ruhe finden kann. Ich mag vorallem auch diese Beschreibungen vom Meer, von der Kälte, von den Gezeiten - die in dem Buch ja auch erwähnt werden. Ich konnte mir sehr schön vorstellen wie es um Elodie herum ausgesehen hat.
Auch wie Elodies Angst vor dem Meer beschrieben ist finde ich gut. Die Beschreibung ist vielleicht leicht überzogen, aber manche Menschen reagieren ja bekanntlich extrem, daher kann ich auch damit gut umgehen. Und so wird ihre Angst vor dem Wasser, doch sehr eindrucksvoll und man merkt, wie viel Raum diese Angst in ihrem Leben einnimmt.
Elodie wirkt auf mich eher verschlossen und in sich gekehrt, sie kann über vieles nicht reden, ihre Gefühle nur in einigen Momenten zeigen. Aber auch das finde ich passt einfach. Würde sie ständig heulen und mit allen drüber reden, hätte ich vermutlich sehr schnell keine Lust mehr auf das Buch gehabt.
Ruby mag ich auch sehr gern, wobei ich sie manchmal ein bisschen sehr überängstlich finde, und ihr Beschützerinstinkt sehr groß ist, aber ich kann auch dieses Verhalten verstehen, denn es wird im Laufe des Buches erklärt. Und das passt auf jeden Fall zusammen.



Die Geschichte an sich finde ich auch super. Es ist eine tolle Idee und ich hab bisher noch kein Buch gelesen, welches so am/im Meer spielt.
Es passiert sehr viel in diesem Buch, doch es ist nicht zu viel. Es ist genau richtig, damit man was über die Charaktere erfährt, ihr Verhalten versteht und zugleich das Buch spannend bleibt.

Das Cover kann ja jeder auf meinem Foto sehen, ich finde dieses auch einfach traumhaft genau wie den Bucheinband und das Lesebändchen, es passt farblich einfach zu der Geschichte.



4 von 5 Punkten.


Coppenrath Verlag
411 Seiten
16,95
ISBN 9783649603191

Freitag, 1. Juni 2012

Ich war wieder böse - Neuzugänge

So der Monat hat erst begonnen und ich habe schon wieder Neuzugänge zu vermelden...

Nachdem ich eine Rezi zu diesem Buch gelesen habe, konnte ich nicht widerstehen und habe es mir bei Amazon bestellt.Es handelt sich dabei um Peter S. Beagle "Das letzte Einhorn und zwei Herzen"
Ich find den Film schon einfach toll, und das Buchcover sieht so schön aus. Außerdem verbinde ich mit dem Film gewisse Erinnerungen.

 Dann habe ich vom Kosmos Verlag 2 Rezensionsexemplare bekommen. Diese werde ich als nächstes beginnen. Ich finde sie vom Thema her beide super interessant und bin gespannt.
Eric Walters "Wounded" und Julie Anne Peters "By the time you read this..."




Über Tauschticket habe ich mir "Sara die kleine Prinzessin" von Frances Hodgson Burnett angefordert. Da habe ich als Kind immer die Serie geguckt und hab jetzt Lust mal das Buch zu lesen.


Das Buch "Das Geheimnis der roten Villa" habe ich vom Bertelsmann Club/Zeilenreich bekommen, ich hatte da wie wohl alle Mitglieder nen Gutschein mit dem ich mir ein Buch abholen konnte. Dabei wusste man nicht was man bekommt. von dem Buch habe ich bisher noch nichts gehört, aber es klingt auf jeden Fall gut.


Und dann habe ich wieder mit Sharon´s Bücher Bücher getauscht. Dafür danke ich dir. Tauschen ist echt schon klasse, wenn man oftmals den gleichen Lesegeschmack hat.
"Herzsprung"
"Blutbraut"
"Der Drachenbeinthron"





Übersicht Kill your SuB Challenge

Im Mai hatte ich wohl einfach zu viele Neuzugänge, aber immerhin gab es noch Punkte *freu*

Mai 2012:

Punkte für gelesene Bücher: 50


 1. Viveca Sten "Tödlicher Mittsommer" 340 Seiten (3+5)
2. Will Elliott "Hölle"  388 Seiten (3+5)

3. A.M. Homes "Das Ende von Alice" 295 Seiten (2+5) 

4. Veronica Roth "Divergent"  489 Seiten (4+5)

5. Rainer Löffler "Blutsommer" 494 Seiten (4+5) 

6. Lilly Lindner "Splitterfasernackt" 400 Seiten (4+5)

Minuspunkte für Neuzugänge: 30
Gesamtpunkte für den Monat: 20

Übersicht Mai ABC Challenge

Ich aktualisiere die Übersicht auch immer auf der rechten Seite unter Challenges, da kommt ihr auch über den Link dann immer zu Gesamtübersicht.
Diesen Monat ist kein Buchstabe dazu gekommen, den ich abschließen konnte, aber ich finde ich bin schon ganz gut und hab einige.


A Stephen King "Die Arena"
   Helen Carter "Anwaltshure"

B Kurt Palmer "Die Besucher"
   Marc Elsberg "Blackout"
   Paulo Coelho "Brida"
   Rainer Löffler "Blutsommer"

C Neil Gaiman "Coraline"

D Adam Gidwitz Eine dunkle & GRIMMige Geschichte
Thomas Thiemeyer "Das verbotene Eden - David und Juna"
Zuiker "Level 26 - Dark Origins"
Lauren Oliver "Delirium"
Veronica Roth "Divergent" 

E Jessica Shirvington "Erwacht"
   A.M. Homes "Das Ende von Alice"

F William Horwood "Hyddenworld - Der Frühling"
Jon Oystein Flink "Ficken und Sterben"
Nuala Gardner "Ein Freund namens Henry"
Ursula Poznanski "Fünf"
Cecelia Aheren "Für immer vielleicht"

G   Jeffery Sackett "Gepfählt"
      Luanne Rice "Die geheime Stunde"
      Juan Abreu "Göttin der Lust"
      Neil Gaiman "Das Graveyard Buch"

H  Maria Housden "Hannahs Geschenk"
     Will Elliott "Hölle"

Richard Laymon "In den finsteren Wäldern"
   Sarah Beth Durst "Ice - Hüter des Nordens"

J

K Andra Schacht "Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt"
    J.R.R Tolkien "Der kleine Hobbit"
    Otfried Preussler "Der kleine Wassermann"
    Lara Connelly "Kampf der Druiden" 
    Dan Gerrit "Die Katze und das Projekt Omega"

Laurence Gonzales "Lucy"
    Sandra Henke "Lotusblüte"
    Sebastian Fitzek "Letzte Hilfe" 

M Veronika Rotfuß "Mücke im März"

N Erin Morgenstern "Der Nachtzirkus"

O

P Lauren Oliver "Pandemonium"

Q

R Elias Snaeland Jònnson "Runen"

S Deborah Harkness "Die Seelen der Nacht"
   Marina Sevecke-Pohlen "Sandras Schatten"
   Sharon Page "Samtschwarz"
   Brandis  & Ziemek "Schatten des Dschungels"
   Dan Wells "Sarg niemals nie"
   Lilly Lindner "Splitterfasernackt"

T Dirk Bernemann "Trisomie so ich dir"
   Viveca Sten "Tödlicher Mittsommer"

U

V

W Sara Gruen "Wasser für die Elefanten"

X

Y Kirstyn McDermott "You are mine"

Z Nina Blazon "Zweilicht"