Mittwoch, 28. April 2021

Rezension: Sebastian Fitzek "Der Heimweg"


 


Inhalt:

Wer das Datum seines Todes kennt, hat mit dem Sterben schon begonnen - der neue Bestseller von Sebastian Fitzek!

Es ist Samstag, kurz nach 22.00 Uhr. Jules Tannberg sitzt am Begleittelefon. Ein ehrenamtlicher Telefonservice für Frauen, die zu später Stunde auf ihrem Heimweg Angst bekommen und sich einen telefonischen Begleiter wünschen, dessen beruhigende Stimme sie sicher durch die Nacht nach Hause führt - oder im Notfall Hilfe ruft. 
Noch nie gab es eine wirklich lebensgefährliche Situation. Bis heute, als Jules mit Klara spricht. 
Die junge Frau hat entsetzliche Angst. Sie glaubt, von einem Mann verfolgt zu werden, der sie schon einmal überfallen hat und der mit Blut ein Datum auf ihre Schlafzimmerwand malte: Klaras Todestag! Und dieser Tag bricht in nicht einmal zwei Stunden an ...


Meine Meinung:

Mir hat auch dieses Buch von Sebastian Fitzek wieder sehr gut gefallen. An seine Bücher gehe ich mit hohen Erwartungen, da ich schon einige seiner Bücher gelesen habe. 

Das Buch ist wieder sehr spannend und gut durchdacht. Ich wurde sehr auf Irrwege geführt und tappte beim Rätseln, wer nun der Mörder ist total im Dunklen. Das gefällt mir immer gut, wenn ich selbst nicht so schnell drauf komme. Kurz bevor es aufgelöst wurde, kam ich drauf, was tatsächlich passiert sein könnte. 

An einigen Stellen war ich beim Lesen ein wenig geschockt - so soll es meiner Meinung nach auch sein. 

Klara fand ich zunächst sehr komisch, dieser Gedanke kommt auch immer mal wieder auf - irgendwie scheint mit ihr was nicht zu stimmen - so dachte ich oft, was ist nur mit ihr.

Auch Jules finde ich manchmal unangenehm - wie er mit seinem Vater umgeht finde ich schon übel - das mag ich nicht. Aber auch der Vater ist Jules gegenüber eher abweisend - so wirkte es auf mich beim Lesen.

Insgesamt ist die Geschichte gut nachvollziehbar.

Meine Erwartung ein spannendes Buch zu lesen, welches mich an manchen Stellen verwirrt - wurde auf jeden Fall erfüllt.


5 von 5 Punkten


Droemer

Gebundenes Buch

382 Seiten

22,99 Euro

ISBN: 9783426281550

Samstag, 24. April 2021

Rezension: Sylvia Ries "Der Stern von Erui - Heimkehr (Band 1)

Dies ist noch das alte Cover vom Buch - wundert euch daher bitte nicht.



 Inhalt:

Eine totgeglaubte, junge Frau taucht vier Jahre nach ihrem Verschwinden plötzlich wieder auf. Es gibt keine Hinweise, wo sie gewesen ist. Selbst die Polizei kann nur vermuten, wer sie so grausam misshandelt hat. 
Wie weit diese Vermutungen allerdings von der Wahrheit entfernt sind, wird allen klar, als der Atem der Dunkelheit zum Leben erwacht. 
Die Yar'Ukhtairi sind Fenia über die Grenzen gefolgt. Wenn sie sich und ihre Freunde retten will, muss sie ihr Schweigen brechen und die magischen Schleier erneut öffnen.  


- Die Reise beginnt mit der Heimkehr -


Meine Meinung:

Mir hat dieses Buch insgesamt sehr gut gefallen, ich kann es also demnach weiterempfehlen.

Ich brauchte ein bisschen, um richtig in das Buch einzusteigen, dies liegt vor allem an den Namen und Begebenheiten. Da musste ich mich erstmal reinfinden. Das habe ich aber bereits nach kurzer Zeit geschafft, und ab diesem Zeitpunkt hat mir das Buch dann so gut gefallen, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte - anbei ein kleiner Tipp von mir. So mindestens 15 Min sollte man schon zum Lesen haben, es ist halt kein Buch für nebenbei. Ich musste mich beim Lesen schon ein bisschen mehr konzentrieren, als ich es bei einer seichten Geschichte muss.

Was mir sehr gut gefällt, ist dass sich manche Handlungsstränge nach einiger Zeit miteinander verknüpfen - welche das sind, verrate ich jetzt natürlich noch nicht, ich möchte ja, dass alle Spaß an diesem Buch haben.

Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Ganz schnell ins Herz geschlossen hatte ich natürlich den Hund Merlin - ich denke so geht es jedem. Fenia erlebt in dem Buch super viel, es ist spannend zu lesen, was mit ihr alles passiert.

Die Yar`Ukhtairi finde ich super interessant und sie wirken auf jeden Fall sehr bedrohlich, so dass mich beim Lesen das ein oder andere Mal eine Gänsehaut erreicht hat.

Gut gemacht finde ich auch immer wieder die Rückblicke, so dass man als Leser erfährt, was eigentlich alles schon passiert ist. Das klärt auch einiges auf und macht das Buch ganz besonders.

Das Buch macht Lust darauf den nächsten Band zu lesen, denn die Geschichte endet so, dass man einfach weiterlesen möchte. Ich empfehle euch daher, früh genug den zweiten Band zu kaufen, so dass ihr nicht so lange warten müsst, bis ihr weiterlesen könnt.


5 von 5 Punkten


Taschenbuch

480 Seiten

16,98 Euro

ISBN: 9781515355632


Mittwoch, 21. April 2021

E-Book Rezension: Gerd Schäfer und Sina Land "Villa Konfetti"

 Inhalt:

Ein marodes Kinderheim steht am existentiellen Abgrund. Es bleiben sechs Monate Zeit für die Renovierung, doch statt des nötigen Kleingelds gibt es nur Schwierigkeiten. Die Hoffnung auf Rettung lastet auf Schultern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: einem wohnungslosen Handwerker mit Feder im Haar, einem Ritter aus dem Seniorenheim, einer Prinzessin in Designerjeans und einem Straßenkind mit grünen Haaren und frecher Klappe. Wird es ihnen gelingen, das Zuhause der Kinder zu retten?


Meine Meinung:

Dieses Buch ist so toll - es konnte mein Herz innerhalb weniger Seiten erreichen und mich beim Lesen fesseln.

Die Kinder sind mir sofort ans Herz gewachsen und mir war da schon klar, dass es sich für alle Beteiligen lohnen wird für die Kinder zu kämpfen.

Kitty fand ich von Anfang an cool - wie sie sich gefreut hat, ein Dach über dem Kopf zu haben und auf einem Bett schlafen zu können, war echt herrlich und sehr passend. Da kommt gut zum Vorschein, dass sie durch das Leben auf der Straße die kleinen Dinge zu schätzen weiß.

Alina ist das komplette Gegenteil, verwöhnt, steckt bis oben hin voll mit Geld und materiellen Dingen. Lustig ist, wie sie sich manchmal anstellt. Da musste ich an manchen Stellen echt lachen. Wie sie sich dann weiterentwickelt ist total toll. Darüber hab ich mich richtig gefreut. 

Auch die anderen Protagonisten sind toll - jeder für sich hat sein Päckchen zu tragen...wie man als Leser nach und nach erfährt. Das finde ich so echt gut gelungen. 

Die Geschichte ist so schön und herzerwärmend. Dies ist eindeutig ein Buch, welches man mehrfach lesen kann und es dann mit Sicherheit immer noch toll findet.

Mich konnte das Buch berühren und zum Nachdenken anregen.


5 von 5 Punkten


E-Book

4,99 Euro

Seitenzahl der Printausgabe: 237

ASIN: B08MWKL4P3

Montag, 19. April 2021

Rezension: Andreas Winkelmann "Der Fahrer"

 Inhalt:

Du hattest einen höllischen Tag und einen Gin Tonic zu viel. Das Auto kannst du nicht mehr nehmen. Zum Glück gibt es MyDriver, die App, mit der man jederzeit ein Auto samt Fahrer bestellen kann. Aber du kommst nie zu Hause an… Überall in der Stadt verschwinden junge Frauen. Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald ermitteln fieberhaft - obwohl beide mit privaten Herausforderungen kämpfen. Jens wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, und Rebecca versucht erfolglos, ihn in die Gegenwart - und zu sich - zu ziehen. Dann verschwindet eine Fahrerin von MyDriver - auf dem Wagen steht in Leuchtschrift: #findemich ...


Meine Meinung:

Das Buch geht ziemlich schnell spannend los und dennoch brauchte ich einen Moment, um richtig in die Geschichte einsteigen zu können. Die Idee ist total klasse und meiner Meinung nach auch gut umgesetzt. Die Spannung hält das gesamte Buch über an - wie ich es von einem Thriller erwarte. 

Die Beschreibungen sind gut, ich hatte die Leiche quasi vor Augen, auch die Entführungsopfer - wo sie sich befanden waren gut vor meinen Augen. Ich konnte nachvollziehen, wie es ihnen wohl geht - sich in diese einzufühlen erhöht auf jeden Fall nochmal die Spannung und den Nervenkitzel. Dies hat Andreas Winkelmann gut hervor gearbeitet.

Auch wie Jens sich fühlen muss, ist mir sehr gut klar. Ich finde seine Gedanken und Handlungen wurden besonders gut beschrieben. 

Wie Becca sich an der einen Stelle fühlt, wie sie schaut...da tut sie mir richtig Leid. Das hat Andreas Winkelmann sehr gut hervorgebracht.

Das Buch ist stellenweise schon brutal - und somit nichts für schwache Nerven. Meiner Meinung nach hätte es sogar gern ein bisschen blutiger sein können - aber ich bin da auch kein Maßstab.

Auf jeden Fall werde ich weitere Bücher mit dem Ermittlerteam lesen, da sie mir schon ans Herz gewachsen sind. Gerade Becca finde ich total klasse und mochte sie von Anfang an. 

Dem Autor ist es gelungen mich das ein oder andere Mal in die Irre zu führen. Das mag ich sehr.


5 von 5 Punkten


Taschenbuch

rororo Verlag

395 Seiten

10,00 Euro

ISBN: 9783499000386

Freitag, 16. April 2021

Rezension: Sina Jorritsma "Juister Hochzeit"

 Inhalt:

Die Vorbereitungen einer Traumhochzeit auf Juist werden überschattet, als die Trauzeugin Mieke Torn brutal erstochen aufgefunden wird. Für die Inselkommissarin Antje Fedder ist der Fall eine persönliche Angelegenheit, denn bei dem Tatort handelt es sich ausgerechnet um die Seemannskneipe ihres Vaters Tjark. Hier jobbte das Mordopfer und wurde noch am Vorabend von einem Gast belästigt. Hat der junge Verehrer die Zurückweisung der attraktiven Kellnerin nicht verkraftet? Doch die Ermittler nehmen auch das reiche Brautpaar ins Visier, zu dem eine einfache Kellnerin so gar nicht zu passen scheint. Außerdem werden Zweifel an der Identität der Toten wach. Wer war Mieke Torn wirklich? Trotz des Todesfalls soll die Hochzeit auf der Ostfriesischen Insel wie geplant stattfinden, doch sie steht unter keinem guten Stern … 


Meine Meinung:

Von diesem Buch hatte ich mir mehr erhofft. Für einen Krimi fehlt mir hier ganz klar die Spannung, was ich sehr schade finde. Die Protagonisten waren mir zu oberflächlich beschriebe. - ich konnte mich dadurch nicht gut in sie hineinfühlen. Wahrscheinlich führt das auch mit dazu, dass mir dann die Spannung fehlt.

Die Orte sind toll beschrieben, da hat die Autorin ein gutes Gespür für.

Schade, das Buch war nichts für mich.


2 von 5 Punkten


Klarant

Taschenbuch

148 Seiten

11,99 Euro

ISBN: 9783965861763

Mittwoch, 14. April 2021

Rezension: Veit Etzold "Höllenkind"


 


Inhalt: 

Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: die Verbindung der alten römischen Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle.
Doch plötzlich krümmt sich die Braut vor Schmerz, und auf ihrem strahlend weißen Hochzeitskleid erblühen große rote Flecke. Bevor irgendjemand eingreifen kann, bricht sie tot zusammen.
Der zuständige Ermittler des Vatikans, Commendatore Adami, ahnt, dass es nicht bei diesem einen außergewöhnlichen Mord bleiben wird. Und dass er allein nicht weiterkommt. In Rom kursiert schon länger der Name einer Patho-Psychologin, die bereits in einen Fall von Satanismus involviert gewesen war: Clara Vidalis vom LKA Berlin…

Meine Meinung:

Dieses Buch mit Clara Vidalis konnte mich wieder überzeugen - das möchte ich schon mal ganz zu Beginn klar stellen. Ich habe dieses Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen, einfach weil es so klasse war. Die Protagonisten sind mir ja schon aus anderen Büchern der Reihe bekannt. Dadurch konnte ich mich gleich in sie einfühlen und ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehen.  Ich denke, dass es gut ist, zumindest ein paar der Fälle schon zu kennen. Auf manche der bereits vergangenen Fälle wird hier auch kurz angespielt - zumindest "Blutgott" sollte man auf jeden Fall kennen, denn dann versteht man manches auf jeden Fall bestimmt besser. 

Ich brauchte ein bisschen um in das Buch reinzufinden, was vor Allem auch daran liegt, dass es mir gerade zu Beginn schwer viel, dass viel über Kunst geschrieben wurde. Mein Vorteil daran war vielleicht sogar noch, dass ich schon in Florenz war und da bei der Stadtführung auch schon ein bisschen was darüber gehört habe. Die Stadt konnte ich mir sowohl durch die Beschreibungen, als auch dadurch, dass ich sie noch in Erinnerung hatte gut vorstellen.

Gerade die Beschreibung von der Braut ist auch einfach klasse - da beginnt dann die Spannung so richtig. Ab da wollte ich einfach nur wissen, was da passiert ist, denn für mich war es zunächst unerklärlich. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass so etwas passieren kann - dies wurde dann aber gut aufgeklärt, was ich persönlich sehr spannend und interessant fand.

Gut hat mir auch gefallen, dass ich ein wenig über den Vatikan erfahren habe - so manches wusste ich zwar - aber vieles einfach nicht. Der Vatikan ist für mich schon irgendwie faszinierend. Dem Autor ist es gelungen Geschichte und Spannung zu verbinden.

Stück für Stück passiert in der Geschichte immer mehr, so dass die Spannung noch mehr ansteigt. Dies ist Veit Etzold enorm gut gelungen. Er schafft es immer wieder mich als Leserin in den Bann zu ziehen. 

Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Bücher mit Clara Vidalis.


5 von 5 Punkten


Knur

Taschenbuch

367 Seiten

10,99 Euro

ISBN: 9783426524091

Montag, 12. April 2021

Rezension: Anette Hinrichs "Nordlicht - Die Tote im Küstenfeuer"


 


Inhalt:

In Egernsund an der jütländischen Küste verbrennt die Leiche eines jungen Mädchens unter den Holzscheiten eines Sankt-Hans-Feuers. Wurde die deutsche Gastschülerin mit türkischen Wurzeln das Opfer eines grausamen Ritualmordes? Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg von der deutsch-dänischen Sondereinheit GZ Padborg übernehmen den Fall und stoßen in der Familie der Toten auf eine Mauer des Schweigens. Auch die Ermittlungen in der beschaulichen dänischen Küstenstadt gestalten sich schwierig, denn die Bewohner sind sich einig: Der Täter muss von außerhalb kommen. Als eine Spur zu den Betreibern der örtlichen Ziegelei führt, beginnt der Zusammenhalt der eingeschworenen Gemeinschaft zu bröckeln ...


Meine Meinung:

Also vorweg erstmal, bitte lest erst die vorherigen Bücher, auch wenn jeder Fall in sich abgeschlossen ist, so macht dies im Hinblick auf die Ermittler viel Sinn. Denn manchmal wird auf etwas angespielt, was sich in vorherigen Büchern ereignet hat. Oder auch das Verhalten der Ermittler versteht man ohne Vorkenntnisse vielleicht nicht immer - und das wäre echt schade, denn das macht schon etwas von dem Buch aus.

Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen, da ich bereits die beiden Bücher kannte und mir diese super gefallen haben - das war auch der Grund, warum ich das Buch gleich mit Erscheinen haben musste. Meine Erwartungen wurden erfüllt, auch dieses Buch hat mir wieder super gut gefallen.

Der Autorin ist es wieder gelungen, die Geschichte spannend zu schreiben, mich an die Küste zu entführen und mich in das Buch eintauchen zu lassen. Die Spannung hält das gesamte Buch über an, zum Ende hin klärt sich alles Stück für Stück auf - auch das finde ich gut gestaltet.

Die Beschreibungen der Orte sind so, dass ich mir alles gut vorstellen kann, und gerade jetzt wo man selbst nicht in den Urlaub kann, tut es mir persönlich immer gut, vom Meer zu lesen. Denn da bin ich einfach gern.

Die Idee ist super und gut durchdacht, der Schreibstil trägt dazu bei, dass sich das Buch flüssig lesen lässt..und man selbst am miträtseln ist. Ich selbst bin nicht auf die Lösung gekommen, bzw auch erst kurz bevor es aufgeklärt wurde hatte ich eine Vermutung in entsprechende Richtung.

Sollte es weitere Bücher mit den Protagonisten geben - was ich doch sehr hoffe - möchte ich diese auf jeden Fall lesen. Die Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Vor allem das Ende macht auch neugierig darauf was noch mit Rasmus passiert. Vibeke mag ich einfach gern, es ist toll, wie sie ermittelt und auch wie gut sie und Rasmus sich verstehen. Von den beiden muss es unbedingt mehr geben - so finde ich.


5 von 5 Punkten


Blanvalet

Taschenbuch

446 Seiten

10,00 Euro

ISBN: 9783734109324