Mittwoch, 31. Januar 2018

EBook-Rezension: Mira Lindorm "Herzenswünsche kommen teuer"




Inhalt:
Neugierig, wie Prinzessin Suleika nun einmal ist, findet sie beim Stöbern in der Schatzkammer ihrer Mutter Sheherezade ausgerechnet die Wunderlampe. Und natürlich setzt sie auch prompt den Dschinn darin frei. Der erklärt, dass er ihr zwar jede Menge gewöhnliche Wünsche erfüllen kann, aber nur drei Herzenswünsche für die Dauer ihres ganzen Lebens.
Nach Kinderart äußert Suleika ihren ersten Herzenswunsch spontan – ohne zu ahnen, was sie damit anrichtet.
Für eine Weile schwört Suleika darauf der Wunderlampe ab, doch als sie zur Frau heranwächst, bringt das Leben neue Sehnsüchte mit sich, für die der Dschinn der ideale Ausweg scheint. Bleibt nur die Frage, ob Suleika inzwischen gelernt hat, ihre Wünsche mit mehr Weitsicht zu äußern.


Meine Meinung:
Auch diese Märchenadaption ist wieder sehr gelungen.
Am Anfang brauchte ich zunächst einen klitzekleinen Moment, um in das Buch reinzukommen. Dies lag aber auch dran, dass ich sonst eher keine Geschichten / Märchen lese, die im Orient spielen und ich mit dem Setting zunächst erstmal klar kommen musste.
Danach war das Buch aber einfach wunderschön. Die kleine Suleika hat sich sofort in mein Herz gestohlen, weil sie so ganz anders ist, als man sich eine Prinzessin sonst vorstellt. Man könnte fast sagen: "An ihr ist ein Junge verloren gegangen" - wenn ihr wisst was ich meine.
Für mich wäre es keine Welt, in der ich leben wollen würde. Daher kann ich Suleika auch schon sehr verstehen, dass sie die Welt außerhalb des Harems sehen möchte, sie erforschen möchte und nicht ewig "gefangen" sein möchte.
Was durch die Wünsche von Suleika passiert finde ich sehr schlüssig. Was so manche Worte doch ausmachen können, sieht man daran genau. Oder auch was los ist, wenn Worte fehlen...manchmal sollte man sich halt sehr genau ausdrücken, was Suleika leider nicht tut...deswegen kommt es so, wie es kommen muss... (mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, denn ich möchte nicht spoilern).
Im Vordergrund steht hier das Thema Egoismus, bzw eigentlich auch Neid - denn irgendwie gehört das in diesem Fall zumindest teilweise zusammen. Und genau das zeigt sich an ihren Wünschen, bzw dem was draus wird immer wieder.
Mir hat es bewusst gemacht, dass man oftmals doch einfach mit dem zufrieden sein sollte was man hat, bzw das man genau überlegen muss was man sich wünscht...

Aber noch mehr als Suleika hat mir der kleine Drache Fleckschnauze gefunden. Schon allein bei der ersten Begegnung, da tat er mir allerdings erstmal sehr leid. Dem wäre ich aber auch sehr gerne begegnet. Er hat was niedliches, tolles.

Ich habe mich von diesem Buch in den Orient enführen lassen und konnte mir das Leben in dem Harem auch nach kurzer Zeit sehr gut vorstellen - und mich in gewisser Weise auch hineinversetzen. Wobei mir dies schwer fiel, da ich dabei irgendwie eine Barriere hatte, denn wie schon weiter oben geschrieben, so würde ich nicht leben wollen...

Das Buch kann ich euch auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich finde es super, dass es sich um eine Märchenadadaption handelt, von einem Märchen, dass ich sonst bisher in keiner Adaption gefunden habe. Gerade dies Ungewöhnliche ist sehr reizvoll.

5 von 5 Punkten

Machandel Verlag
Ebook
Seitenzahl der Printausgabe: 104
0,99 Euro (EBook)
ASIN: B078RFHZC1

Montag, 29. Januar 2018

Buchrezension: Arno Strobel "Tiefe Narbe - Im Kopf des Mörders 1"



Inhalt:
Max Bischoff ist ganz neu bei der Mordkommission in Düsseldorf. Max ist motiviert und hält sich gern an moderne Ermittlungsmethoden - wie die Fallanalye. Dafür hat sein Partner Horst Böhmer leider nicht immer Verständnis. Der erste Fall der beiden hat es in sich... auf dem Präsidium taucht ein Mann auf, der von oben bis unten mit Blut beschmiert ist und sehr verwirrt erscheint. Er kann sich an nichts mehr erinnern. Das Blut stammt nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau, die vor 2 Jahren spurlos verschwunden ist - die für tot gehalten wird.
Ist der blutbeschmierte Mann der Mörder oder warum weiß er nichts mehr?
Kurz darauf wird eine Leiche entdeckt...

Meine Meinung:
Dieser Fall ist sehr verworren, was total super ist, da es ihn sehr spannend macht. Ich wurde beim Lesen oftmals aufs Glatteis geführt...doch nicht nur mir ist es so ergangen, sondern den Ermittlern auch. Und genau dies macht das Buch auch so klasse, denn dadurch wird die Spannung immer mal wieder erhöht.
Insgesamt ist dieses Buch sehr spannend und ich hatte es sehr schnell durchgelesen. Am Ende war ich fast ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist. Aber ich weiß ja, dass es noch 2 weitere Bücher mit Max geben wird. Eins davon befindet sich schon in meinem Besitz und ich werde es bestimmt sobald wie möglich lesen.

Ganz zu Beginn hatte ich mit den kursiven Stellen im Buch so ein bisschen meine Probleme...denn diese sind aus der Sicht des Mörders...und daher irgendwie schon recht krank und auch ziemlich verworren. Aber auch da bin ich recht schnell rein gekommen, auch wenn ich mich immer wieder gefragt habe, wie man so denken kann...das finde ich nämlich einfach heftig und krass. Aber auch das passt gut zu dem Mörder und seinen Taten. Irgendwie hat das manches auch anders erscheinen lassen, sinnvoller im Zusammenhang zusetzen...

Die Charaktere sind super toll. Max war mir von Anfang an sympathisch. Auch finde ich es gut, wie ich Stück für Stück mehr über ihn erfahren habe. Das macht ihn lebendiger und noch sympathischer. Auch er hat mit seinen Problemen zu kämpfen, wobei als Probleme würde ich es nicht unbedingt bezeichnen. Er macht sich halt viele Sorgen um seine Schwester Kirsten. Diese ist mir übrigens von Anfang an total ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, dass sie auch in den weiteren Büchern noch eine Rolle spielen wird, also zumindest drin vor kommt. Was sie gegen Ende des Buches erlebt ist nicht schön...da hätte ich irgendwie noch auf eine Aufklärung gehofft, aber es ist halt in gewisser Weise auch ein Cliffhanger, was ich wieder rum sehr gelungen finde.
Böhmer konnte zum Ende hin auch schon Sympathien von mir erlangen, aber er ist irgendwie noch so ein bisschen undurchschaubar. An manchen Stellen erfährt man schon ein bisschen über ihn, was ich gut finde. Es ist aber auch schon sehr deutlich, dass Max die Hauptrolle in diesem Buch ist und nicht Böhmer. Auch das sagt mir zu. Spannend ist es auch, wie manchmal Welten aufeinander treffen, was ihre Meinungen und Ermittlungsarten angeht.

Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Mir hat es von vorn bis hinten gut gefallen und ich freu mich auf die nächsten Fälle mit Max Bischoff und Böhmer.

5 von 5 Punkte


Fischer Verlag
Taschenbuch
364 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783596296163

Donnerstag, 25. Januar 2018

Buchrezension: Caleb Roehrig "Niemand wird sie finden"

Inhalt:
January ist verschwunden. Sie ist Flynns Freundin...die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt viele Fragen. So wensen sie sich auch an Flynn - doch er kann die Fragen auch nicht beantworten. In der Nacht vor ihrem Verschwinden waren die beiden noch zusammen...so gerät er auch in den Kreis der Verdächtigen...
Alle vermuten einen grausamen Mord...doch die Aussagen von Freunden und Mitschülern von January zeigen ein ganz anderes Bild von dem Mädchen, als das was Flynn kennt. Er möchte nun herausfinden, was mit ihr geschehen ist und das ohne dabei sein eigenes Geheimnis bekannt zu geben...

Meine Meinung:
Ich fand den Einstieg in das Buch sehr schwer, das finde ich schon total schade. Es ist leider auch vieles sehr verworren, was ich gerade für ein Jugendbuch eher ungünstig finde, das ist schade. Ich denke das hätte anders gestaltet werden können.
Es liegt vor allem, gerade zu Anfang daran, dass man von einer Situation in die nächste geworfen wird, ohne das man die erste Situation richtig erfassen konnte.
Die Thematik ansich finde ich jedoch interessant und auch sehr wichtig, wobei ich auch denke dass beim Thema Vergewaltigung (welches in dem Buch vorkommt - inwiefern möchte ich jetzt jedoch nicht bekannt geben, dass würde einiges kaputt machen), andere Wege hätten aufgezeigt werden müssen. Denn gerade das Verstecken ist da eindeutig der falsche Weg, hier wäre es besser gewesen, dass Betroffene, welche dieses Buch vielleicht lesen, andere Wege aufgezeigt bekommen. Das ihnen Mut gemacht wird, sich jemanden anzuvertrauen, den Täter anzuzeigen... Das ist auf jeden Fall für mich ein sehr großer Minuspunkt. Denn gerade bei solchen Themen, muss der Autor eindeutig sinnvoll agieren und Mut machen. Es mag zwar sein, dass es für die Opfer nicht einfach ist, sich zu äußern, aber ich finde solche Texte machen es dann vermutlich noch schwerer.

An sich ist die Geschichte gut durchdacht, und wenn man erstmal so ein bisschen drin ist, ist das Buch auch gut zu lesen. Gerade über January habe ich mich das ein oder andere Mal gewundert. Flynn ist stellenweise auch sehr komisch, was ihn aber irgendwie auch sympathisch macht - denn wer ist schon normal.

Wie mit seinem Geheimnis umgegangen wird, finde ich allerdings sehr gut. Ich möchte aber logischerweise nicht verraten, um was für ein Geheimnis es sich handelt.

Insgesamt kann ich das Buch nicht so einfach weiterempfehlen, da es für mich halt einige kleine Minuspunkte hat.

3 von 5 Punkten

Cbj Verlag
Taschenbuch
414 Seiten
14,99 Euro
ISBN 9783570173343

Montag, 22. Januar 2018

Buchrezension: Monica J. O´Rourke "Quäl das Fleisch"

Inhalt:
Zoey wird in Manhattan entführt und in einen Bunker verschleppt. Dort wird sie zum Opfer der Fantasie eines verrückten / kranken Mannes. Sie ist allerdings auch nicht die einzige Gefangene...sie vegetieren in Käfigen...dutzende Frauen, die täglich gequält werden...

Meine Meinung:
Ein extrem krasses, heftiges Buch - aber das habe ich auch erwartet, schließlich handelt es sich hierbei um Festa Extrem - einem Buch das man nur direkt auf der Festa Verlagsseite bekommt, es hat keine ISBN...und sie sagen selbst, es ist nichts für den Buchhandel, sondern nur für Fans.
Und ich bin definitiv ein Fan. Nicht alle Bücher aus der Extrem-Reihe gefallen mir, aber dieses hat mir sehr zugesagt. Es hat eine Story, die mir gut gefallen hat, ist aber blutig und brutal. Stellenweise habe ich echt geschluckt, weil es so ekelig war. Ganz oft habe ich gedacht - "Wie krass ist das denn? Wie kommt man auf solche Gedanken?"
Und genau mit diesen Gedanken habe ich dann viel gespielt, sie waren quasi durchgehend in meinem Kopf. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Autorin genau dies erreichen wollte.
Zoey und die anderen Frauen taten mir so leid, sie müssen so viel durchleiden. Das ist auf jeden Fall um einiges krasser, als was man sonst so an Büchern in diese Richtung kennt. Hier geht es um richtig krassen Sex, um Sexspiele, die sich die meisten wahrscheinlich gar nicht vorstellen können oder wollen. Auch mir viel es schwer, mir das meiste vorzustellen. Wobei ich es mir eher einfach nicht vorstellen wollte, denn die Beschreibungen waren schon so, dass man eindeutig Kopfkino haben konnte. Ich hatte es auch oft, aber irgendwie war da eine Barriere...ich kann mir diese selbst nicht so genau erklären, da ich doch eher hart im nehmen bin, was solche Bücher angeht. Aber dies übertrifft so wirklich einiges.
Der Einstieg ist noch recht seicht, was ich allerdings gut finde. Es geht dann aber auch sehr schnell heiß / brutal her...und es bleibt so krass. Und genau das finde ich gut, dass diese Heftigkeit dann das gesamte Buch über gehalten werden kann. Dazu kommt, dass es eine durchgehende Story ist, die mich wirklich angesprochen hat und die gut ausgearbeitet ist.

Allen Fans von Festa Extrem, oder allgemein von extremen Büchern kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Ich bin mir auch sicher, dass es nicht das letzte Festa Extrem ist, was ich gelesen habe...meine Lust auf solche Bücher ist jetzt erstmal wieder geweckt...

5 von 5 Punkten

Festa Verlag - Festa Extrem
Taschenbuch
157 Seiten
12,99 Euro

Freitag, 19. Januar 2018

Buchrezension: Christl Friedl "Bella das kleine Sockenmonster"

Inhalt:
Bella ist eine kleine Mischlingshündin, nach unfreiwilligen Aufenthalten in einem spanischen und einem deutschen Tierheim findet sie ein Zuhause in Oberbayern - bei ihren Menschen.
Aus ihrer Sicht erzählt sie einige Geschichte, lässt sie an schönen und lustigen Erlebnissen teilhaben. Sie stellt ihre Freunde vor...und gleichzeitig wird vermittelt, dass Hunde keine Spielzeug sind, sondern Gefühle haben, mal zum Tierarzt müssen...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist wirklich süß. Klasse finde ich vor allem, dass echte Fotos verwendet wurden, so ist es gerade in dem Fall auch für die Kinder realistischer, was gut zu dem Buch und dem Hintergrund passt.

Die Kindergartenkinder fanden das Buch total toll und es kamen sehr oft Ausrufe wie: "Oh wie süß" , "Die ist aber lustig" ...
Allerdings musste ich die Geschichte in mehrere Teile teilen, da es von der Menge her sonst zu viel für die meisten Kinder wurde. Das Buch eignet sich für Kinder ab etwa 3 Jahren. Gerade durch die Bilder kann man die Kinder auch gut zum sprechen anregen, denn sie haben oft erzählt, was Bella auf einem Bild gerade macht.

Auch ich konnte beim Lesen viel lachen und habe mich in Bella "verliebt". Sie ist ein echt toller Hund mit tollen Erlebnissen. Gut finde ich auch, dass über die OP berichtet wurde, denn das verdeutlicht den Kindern sehr genau, dass auch Hunde verletztlich sind und ihnen was passieren kann.
Ich persönlich fand vor allem die Geschichte mit dem Buffet total genial und habe mich kaputt gelacht - mehr verrate ich hier nicht, denn das würde spoilern.

Die Fotos sind total super und sind an den richtigen Stellen eingesetzt.
Sprachlich ist das Buch für die Kinder gut zu verstehen und erweitert auch ihren Wortschatz, da auch Worte verwendet werden, die ihnen noch nicht so bekannt sind. Auch dies finde ich super klasse und wichtig.

Ich hatte viel Spaß beim Vorlesen und die Kinder beim zuhören.
Ich freue mich auf weitere Geschichten mit Bella.

Ich kann das Buch sowohl für Kindergartenkinder, als auch für Grundschulkinder auf jeden Fall weiterempfehlen.

5 von 5 Punkten

Windsor Verlag
Taschenbuch
71 Seiten
13,99 Euro
ISBN 9781627845571

Mittwoch, 17. Januar 2018

Buchrezension: Ingar Johnsrud "Der Hirte"

Inhalt:
Annette, die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise wird vermisst. Zunächst sieht alles nach einem Routinefall für Kommisar Fredrik Beier aus...doch kurz darauf wird nach "Solro" beordet. Dort wurden 5 Männer auf bestialische Weise ermordet. Dies ist der Sitz der christlichen Sekte "Gottes Licht", die 5 Männer gehörten zu dieser Sekte. Auch Annette ist ein Mitglied dieser Sekte. Das Gelände/ der Hof erinnert eher an einen Hochsicherheitstrakt, als an eine Glaubensgemeinschaft. Im Keller stoßen die Ermittler dann auf ein Labor...

Meine Meinung:
Ich fand es erstmal recht schwer in dieses Buch einzutauchen...was vor allem an den vielen Personen und den verschiedenen Orten sowie Zeiten liegt. Denn stellenweise spielt das Buch in der Vergangenheit - zu Zeiten des zweiten Weltkriegs. An sich ist dies gut gekennzeichnet, da es gleich beim Kapitel dabei steht. Und doch hatte ich in diesem Fall damit so ein wenig meine Schwierigkeiten.
Rassenforschung...fand ich schon recht heftig, so als eins der Themen, aber dennoch irgendwie spannend. Spannend ist das Buch insgesamt schon, wenn man den Einstieg dann erstmal geschafft hat. Wobei ich auch sagen muss, dass mich das Ende dann wieder verwirrt hat...das finde ich sehr schade. Ich denke das hätte man anders machen können.
Oft habe ich beim Lesen gedacht, dass weniger manchmal mehr ist - ich denke ihr wisst was ich meine. Es waren einfach zu viele Handlungsstränge, die jeder für sich schon interessant waren, aber durch das Geballte einfach viel zu viel waren. Das tut dem Buch schon einen großen Abbruch.
Es war halt überladen mit zu vielen verschiedenen Handlungen.

Die Leichen sind toll beschrieben, sehr brutal beschrieben, genau wie die Taten. Das fand ich schon wieder sehr gut, ich finde das gehört irgendwie fast dazu...solche Beschreibungen. Ich konnte mir gerade das dann auch immer sehr gut vorstellen - mit all der Brutalität und so.
Und dann kam schon wieder der nächste Handlungsstrang, was mich dann erstmal wieder verwirrt hat. Da musste ich dann erstmal wieder reinkommen...und dann war das Kapitel schon fast wieder vorbei...das ist sehr schade.
Ich habe mir von diesem Buch insgesamt mehr versprochen, vielleicht habe ich auch zu viel erwartet, so dass ich dadurch enttäuscht wurde.
In den Phasen, in denen es spannend war, habe ich das Buch wirklich verschlungen und sehr gern gelesen. Da wollte ich es dann nicht mehr aus der Hand legen. In anderen Phasen widerrum, tat ich mich mit dem Lesen schwer.

Wie ihr lest, bin ich sehr zwiegespalten bei diesem Buch. Ich kann mir aber trotzdem sehr gut vorstellen, dem Autor noch eine zweite Chance zu geben und noch ein Buch von ihm zu lesen.

3 von 5 Punkten

blanvalet
broschiert
14,99 Euro
510 Seiten
ISBN: 9783764505875

Sonntag, 14. Januar 2018

Buchrezension: Sophie Pembroke "Claude allein zu Haus"

Inhalt:
Die französische Bulldogge Claude lebt im Maple Drive. Seine Familie ist nach Frankreich gefahren und hat ihn einfach vergessen...daher sucht Claude jetzt ein vorrübergehendes neues zu Hause. Bei seiner Suche stolpert Claude durch die Katzentür in das Leben von Holly, ihrer Katze Perdita und dem Postboten Jack...ab jetzt beginnt für alle 4 ein Abenteuer...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist unglaublich süß. Bereits auf den ersten Seiten hatte ich mich in Claude verliebt. Was vielleicht auch dran liegen mag, dass ich selbst gern eine französische Bulldogge hätte, was mir auf grund meiner Arbeit aber leider nicht möglich ist.
Jedenfalls ist Claude einfach Zucker. Er ist ziemlich tollpatschig...und vor allem auch sehr verfressen. Dadurch, dass er Hunger hat, zwängt er sich durch die Katzenklappe von Perdita - und überlegt dabei ob ihm Katzenfutter vielleicht auch schmeckt. Auf jeden Fall denkt er sich, dies ist besser als nichts...
Holly, die gerade ihre Post entgegen nimmt und der Postbote Jack hören das Rumpeln, was Claude dabei verursacht und gehen nachschauen, was passiert ist.
Sofort kümmern sie sich um ihn und versorgen ihn. Jack hat schon den Verdacht, dass die Familie von Claude nicht da ist. Und nun überlegen sie gemeinsam was zu tun ist.
Mehr möchte ich in dieser Richtung nicht verraten, denn sonst würde ich zu viel spoilern.
Ich kann nur sagen, dass Jack und Holly durch Claude noch viel erleben werden. Und auch Claude viel erlebt. Teilweise hatte ich echt Mitleid mit ihm und vor allem habe ich immer gehofft, dass es für ihn noch gut ausgeht. Stellenweise hat mich Claude zum Schmunzeln /Lachen gebracht...er ist halt einfach süß und seine Tollpatschigkeit erst *g*. Gerade diese macht ihn wirklich gelungen.
Auch Jack und Holly waren mir sehr shcnell sympathisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.
Klar, manches ist vielleicht ein wenig übertrieben, irgendwie...doch das finde ich gar nicht weiter schlimm. Es passt einfach zu diesem Buch.
Die Geschichte ist stellenweise sehr romantisch und auch ein bisschen kitschig. Aber in dem Fall fand ich das nicht schlimm. Ich hatte schon damit gerechnet, bevor ich dieses Buch angefangen habe zu lesen. Daher konnte ich mich sehr gut drauf einstellen.

Insgesamt fand ich das Buch total klasse und kann es auf jeden Fall auch weiterempfehlen. Es ist definitiv ein Buch für alle Hunde-/Tierfreunde, die auch mal auf Kitsch und Liebe stehen.
Das Buch spielt zwar zur Weihnachtszeit, aber ich habe es erst nach Weihnachten gelesen, das fand ich aber überhaupt nicht störend.

5 von 5 Punkten

Mira Taschenbuch
Taschenbuch
364 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783956497353