Montag, 12. Oktober 2020

Rezension: Arno Strobel "Das Dorf"

 



Inhalt:

DU WILLST DEM MENSCHEN HELFEN, den du am meisten liebst. Doch der Ort, an den dich deine Suche führt, ist anders als alles, was du kennst. WILLKOMMEN IM DORF OHNE WIEDERKEHR …


Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass Bastian Anna zuletzt gesehen hat, als sie Hals über Kopf und ohne Erklärung einfach verschwunden ist. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe, sie bangt um ihr Leben. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach Anna und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird. Und auf den Mann trifft, der genau weiß, was mit Anna geschehen ist …


Meine Meinung:

In diesem Buch kommt sehr schnell die Spannung auf, diese nimmt dann Stück für Stück zu. Dem Autor ist es gelungen mich in ein kleines, unheimliches Dorf zu entführen...mich auf eine Reise mitzunehmen, auf die ich im richtigen Leben auf jeden Fall verzichten würde. Das liegt vor allem daran, dass ich durch die Beschreibungen schon eine Gänsehaut bekommen habe. Aber gerade auch deswegen, konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen.

In Bastian konnte ich mich gut einfühlen...dadurch hab ich mich irgendwie ein bisschen so gefühlt, als wenn ich er wäre...das hat natürlich viele krasse Momente mit sich gebracht.

An Bücher von Arno Strobel gehe ich mit sehr hohen Erwartungen, da ich bereits viele Bücher von diesem Autor gelesen habe, und ich somit auch weiß, was mich bisher immer erwartet hat. Diese Erwartungen konnte auch dieses Buch wieder erfüllen.

Ich bin tatsächlich nicht auf die Lösung gekommen, und genau das ist auch das Tolle. 

Das Buch bekommt eine absolute Empfehlung von mir und gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights.


5 von 5 Punkten


Fischer Verlag

Taschenbuch

367 Seiten

9,99 Euro

ISBN: 9783596198344

Samstag, 10. Oktober 2020

EBook-Rezension: Felicity Green "Die Tierkriegerin und die Rückkehr der Elfen (Troll-Chroniken 3)"

 Inhalt:

Alannah mag Jötunheim vorerst entkommen sein, aber die Welt der Menschen ist längst nicht mehr ihr Zuhause.

Die Elfen kehren zurück, angeblich, um den epischen Streit zwischen den Trollwesen und den Menschen zu schlichten.

Doch die Tierkrieger und besonders der magiebegabte Wolfkrieger Sam sind den Elfen dabei im Weg. Und Alannahs Freundin Elin hat ein Geheimnis, das Elfen und Menschen zum Verhängnis werden könnte.

Alannah muss sich endgültig zwischen ihrem Menschenherz und ihrem Trollblut entscheiden.
Denn sie kann nur einen retten: Den Wolfkrieger, den sie liebt, oder die Freundin, von der sie hintergangen wurde 


Meine Meinung:

Ich empfehle auf jeden Fall zuerst Band 1 und 2 zu lesen, damit man die Geschichte wirklich versteht und weiß was bisher passiert ist. Auch wenn es immer wieder Rückblicke gibt - die sich gut dafür eignen wieder in die Geschichte reinzukommen, wenn es länger her ist, dass man die anderen Bände gelesen hat - so steht dennoch natürlich nicht alles im Rückblick, das wäre auch überhaupt gar nicht möglich.

Alannah war mir bereits in den ersten Bänden ans Herz gewachsen, das merke ich in diesem Buch auch gleich zu Beginn, ich konnte mich schnell wieder in sie einfühlen und auch ihre Handlungen und Gedanken gut verstehen. In diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte weiter. Wie sie das macht finde ich sehr gelungen. Ich habe mit ihr mitgefiebert, gehofft, gelitten, war mit ihr zusammen traurig, aber auch fröhlich. 

Der Autorin gelingt es super Spannung und Fantasie miteinander zu verbinden. Denn es ist sowohl spannend, als auch fantasievoll geschrieben. Auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz, jedoch ist das Buch in keinsterweise  schnulzig.

Die Idee ist gut umgesetzt und das Buch lässt sich flüssig lesen. Ich habe mich der Welt von Alannah verbunden gefühlt. 

Gern mag ich noch mehr über sie und die anderen vielen Wesen lesen...nur ist dies leider nicht möglich, da hiermit die Reihe abgeschlossen ist.


Das Buch hat mir tolle Lesestunden bereitet.


5 von 5 Punkten


E-Book

313 Seiten

3,99 Euro

ASIN: B085CN8KWF

Freitag, 2. Oktober 2020

Rezension: Anette Hinrichs "Nordlicht - Die Spur des Mörders"

 Inhalt:

Am Sockel des Idstedt-Löwen in Flensburg wird die Leiche des 73-jährigen Karl Bentien gefunden. Brutal zu Tode getreten und ausgeraubt. Ein zufälliges Opfer oder gezielter Mord? Der pensionierte Studienrat gehörte der dänischen Minderheit an, Medien und Behörden sehen nach dem Mordfall bereits das friedliche Zusammenleben im Grenzland in Gefahr. Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei stehen unter Druck und müssen rasche Ergebnisse liefern. Dann stoßen sie im Keller des Toten auf eine versteckte Kammer mit brisantem Inhalt …

In diesem Fall hat Vibeke Boisen nicht nur mit einem perfiden Mörder zu kämpfen, die Ermittlungen wühlen auch unliebsame Kindheitserinnerungen auf, denen sie sich stellen muss.


Meine Meinung:

Ich bin mit hohen Erwartungen an dieses Buch rangegangen, da ich schon den ersten Fall gelesen habe, und diesen einfach super fand. Meine Erwartungen wurden erfüllt, auch wenn ich das Ergebnis nicht so überraschend fand, wie das vom ersten Fall. Aber dennoch war die Spannung bis zum Schluss vorhanden. Und genau das gefällt mir gut. 

Dieser Fall ist gewissermaßen mit politischen Einflüssen verbunden. Das hat mich am Anfang ein bisschen gestört - zum Glück aber nicht lange. Manchmal entzieht dies dem Fall ein wenig die Spannung. Aber nur ein bisschen. Ganz nehmen konnte das dem Buch die Spannung zum Glück nicht.

Viebeke finde ich klasse. Sie ist mir auch in diesem Fall wieder sympathisch. Auch Ramsus finde ich gut. Sie ermitteln toll zusammen, und gefallen mir gerade weil sie zusammen arbeiten sehr gut. 

Die Beschreibungen sind klasse. 

Ich werde ganz sicher auch den nächsten Fall von der Autorin lesen, einfach weil mir der Schreibstil sehr gut gefällt.


5 von 5 Punkten


blanvalet

Taschenbuch

474 Seiten

10,00 Euro

ISBN: 9783734107238


Dienstag, 29. September 2020

Rezension: Christiane Dierckerhoff "Spreewaldgrab"





 Inhalt:

Polizistin Klaudia Wagner lässt sich vom hektischen Ruhrgebiet in den idyllischen Spreewald versetzen. In Lübbenau ist es allerdings wenig beschaulich. Zwischen den Kanälen und Fließen verbergen sich Geheimnisse und nie vergessene Schicksale. So auch in ihrem erstem Fall: Ein Unternehmer wird tot aufgefunden, seine Geliebte ist verschwunden. Dann findet Klaudia tief im Wald vergraben das Skelett einer jungen Frau. Regen und Nebel ziehen im Spreewald auf und Klaudia droht, sich bei den Ermittlungen selbst zu verlieren. Sie muss erkennen, dass die Idylle nicht nur trügt, sondern eine teuflische Kehrseite hat.


Meine Meinung:

Ich hatte zunächst Probleme, in dieses Buch reinzufinden. Das finde ich ein bisschen schade, da das Buch sonst wirklich gut ist. Es nimmt nach einem holprigen Anfang echt Fahrt auf. Da ist es dann spannend und ich konnte es flüssig lesen. 

Die Beschreibungen vom Spreewald sind sehr gelungen. Ich konnte mir gut vorstellen, wo das ganze Buch spielt. Das ist mir immer wichtig, da ich mich so einfacher in Situationen und die Protagonisten einfühlen kann. 

Der Fall ist spannend und gut umgesetzt. Ich bin tatsächlich erst sehr spät darauf gekommen, wie es sich alles abgespielt hat. Quasi kurz bevor es aufgeklärt wurde. Genau das macht dieses Buch auch sehr toll. 

Klaudia finde ich klasse, auch wie ihre Kollegen zunächst mit ihr umgehen, und wie sich das dann entwickelt. Sie wird erstmal auf die Probe gestellt, was ich irgendwie auch nachvollziehen kann. Irgendwann ist sie dann auch direkt betroffen, sie wird gestalkt. Das erhöht die Spannung nochmal und macht auch die Polizistin angreifbar. Somit konnte man als Leser direkt mitfühlen.


4 von 5 Punkten


ullstein

Taschenbuch

345 Seiten

9,99 Euro

ISBN: 9783548287607

Sonntag, 27. September 2020

Rezension: Ella Lorenz „Tod auf Norderney“

 Inhalt:

 

Lea Landgraf wollte Karriere machen und landete stattdessen auf einer Ostfriesischen Insel – eine bittere Pille für die junge Beamtin. Sie hat nur einen Gedanken: So schnell wie möglich zurück nach Hannover. Doch kurz nach ihrer Ankunft auf Norderney geschieht ein Verbrechen. Lea zieht erste Erkundigungen ein, aber der zuständige Staatsanwalt ordnet an, die Untersuchungen auf Eis zu legen. Ohne ihren Vorgesetzten zu informieren, beginnt Lea auf eigene Faust zu ermitteln. Damit aber bringt sie sich in Lebensgefahr.

 

 

Meine Meinung:

 

Ich bin an dieses Buch ohne große Erwartungen gegangen. Doch leider musste ich sehr schnell merken, dass die Spannung hier eindeutig mehr sein könnte. Erst gegen Ende hin ist die Spannung wirklich vorhanden. Das finde ich ein bisschen schade. Die Beschreibungen von den Orten sind toll. Ich konnte mir alles gut vorstellen – das mag ich an dem Buch. Es hat irgendwie ein Stückchen Urlaubsstimmung mit sich gebracht, wenn ich dabei jetzt noch mitgefiebert hätte, wäre es perfekt gewesen.


Lea gefällt mir gut, sie ist eine tolle Ermittlerin und ich bewundere sie in manchen Momenten. Ich glaube ich wäre ausgerastet, und hätte nicht so ruhig bleiben können.

 

Insgesamt kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.

 

 

3 von 5 Punkten

 

 

Taschenbuch
9,81 Euro
215 Seiten
ISBN: 9781085930178

 

Mittwoch, 23. September 2020

Buchrezension: Nadine Matheson „Jigsaw Man“

 Inhalt:


Der menschliche Körper ist ein wunderbares Puzzle, einzigartig in seiner Präzision und seiner aufeinander abgestimmten Perfektion! Der Jigsaw Man liebt Puzzles über alles. Doch ein perfektes Puzzle ist nur eins, das in seien Einzelteile zerlegt ist. Nur so kann er die wahre Schönheit erkennen – indem er jedes Teil für sich betrachtet. Hände, Füße, Beine, Arme, Köpfe. Welche Freude! Und die wahre Freude muss man teilen, nicht wahr? In der ganzen Stadt…

 

 

Meine Meinung:

 

Ich hatte meine Probleme, in dieses Buch reinzukommen. Und auch als ich in der Geschichte drin war, war ich nie ganz überzeugt. Ich hätte mir das Buch spannender vorgestellt. An der Spannung mangelt es hier irgendwie schon ein bisschen. Das finde ich sehr schade, denn der Klappentext hatte mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. 
Die Ermittlerin Anjelica finde ich eigentlich ganz gut. Sie bringt auch zumindest ein bisschen Spannung in die Sache rein. In manchen Momenten ist mir beim Lesen doch eine Gänsehaut über die Arme gekrochen. Aber das waren leider nur sehr wenige Momente, was ich sehr schade finde. Denn gerade an diesen Momenten, sieht man, dass die Autorin es eigentlich kann. Sie kann so schreiben, dass ein Gruselfaktor, ein ungutes Gefühl und auch Spannung vorhanden ist. Daher finde ich es umso trauriger, dass dies nicht durchgehend der Fall ist.

Die Idee an sich ist gut, nur leider halt nicht so gut umgesetzt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich nochmal ein Buch der Autorin lesen werde, ich denke aber eher nicht.

 

2 von 5 Punkten

 

 

Lübbe

Taschenbuch
11,00 Euro
480 Seiten
ISBN: 9783404180578

Samstag, 5. September 2020

Buchrezension: Anna Johannsen "Der Tote auf Amrum"





 Inhalt:

Marten Hilmer, schwerreicher Immobilienbesitzer auf Amrum, wird vergiftet auf seinem Anwesen aufgefunden. Hauptkommissarin Lena Lorenzen reist in ihre alte Heimat, um zu ermitteln. Ist der Täter unter den Frauen zu finden, mit denen Hilmer über die Jahre eine Affäre hatte? Oder wurde jemand beim Immobilienkauf übervorteilt?

Als Lena im Haus des Opfers ein Bild ihrer Mutter findet, hat sie Mühe, sich auf ihre Arbeit als Polizistin zu konzentrieren. Neben der Befragung der vielen Verdächtigen muss sie herausfinden, wie ihre eigene Geschichte mit dem Fall verbunden ist.




Meine Meinung:


Dieses Buch ist super. Der Autorin ist es mal wieder gelungen mich voll in den Bann der Geschichte zu ziehen. Ich habe von Anfang an mit Lena mit gerätselt...was sich nochmal zugespitzt hat, als sie das Foto ihrer Mutter bei dem Verstorbenen gefunden hat. Da kam bei mir auch die ganze Zeit die Frage nach dem Wieso auf. Mit der Aufklärung hab ich ab ca der Hälfte des Buches gerechnet. Aber das fand ich überhaupt nicht schlimm, da der Rest weiterhin sehr spannend geblieben ist. 


Der Fall ist gut durchdacht und ich wurde ganz oft auf Irrwege geführt, hab wen anders für den Mörder gehalten...und dieser Gedanke wurde oftmals zerschlagen. Das finde ich gut gelöst, zumal so die Spannung das gesamte Buch über total doll erhalten war. 


Ich habe das Buch innerhalb kurzer Zeit verschlungen, gerade weil ich wissen wollte, was es mit dem Foto auf sich hat. 


Lena finde ich auch in diesem Buch einfach wieder klasse. 


Auch wie es mit ihr und ihren Aktionen gegen Groll weitergeht ist sehr spannend. Das Ende des Buches macht gerade diesbezüglich Lust auf den nächsten Band. Den werde ich demnach auch sobald er erscheint lesen. 


Die Beschreibungen der Insel sind auch wieder super. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich da. 


Der Autorin ist es gelungen, dass ich ihre Bücher weitestgehend einfach liebe. 




5 von 5 Punkten




Edition M

Taschenbuch

9,81 Euro

332 Seiten

ISBN: 9782919808298