Samstag, 1. Dezember 2018
Buchrezension: Stephan Harbort "Wenn Kinder töten"
Inhalt:
Stephan Harbort - Deutschlands führender Serienmordexperte- beschreibt in diesem Buch Tötungsdelikte, die von Kindern verübt wurden. Dabei spielen sich einige der Verbrechen in Deutschland ab, andere z.B. in Amerika.
Der jüngste beschriebene Täter ist gerade mal 6 Jahre alt, als er seine Klassenkameradin erschießt.
Meine Meinung:
Schon bevor ich dieses Buch zur Hand nahm - eigentlich schon als ich das erste Mal von diesem Buch hörte - war mir klar, dass es mich sehr treffen wird. Dass ich dieses Buch nicht so einfach locker lesen können werde. Dennoch wollte ich es unbedingt lesen, gerade da ich als Erzieherin arbeite und mich frage, wie es dazu kommt, dass Kinder überhaupt töten. Ich konnte mir nicht so richtig vorstellen, dass sie es schon so bewusst tun. Aber dieses Buch zeigt...manchmal machen sie es sehr bewusst. Und genau dies schockiert mich sehr.
Ich fand es spannend diese Fälle zu lesen, sie sind hochinteressant und haben mir teilweise die Augen schon sehr geöffnet. Mir tat es teilweise so leid, was mit diesen Kindern schon in ihrer frühsten Kindheit gemacht wurde, was sie erlebt haben. So ganz wundert es mich dann nicht, dass sie so geworden sind, wie sie sind - schockieren tut es mich logischerweise dennoch.
Es ist extrem heftig, mit welcher Brutalität die Kinder teilweise vorgehen, und das die Taten zum Teil so sehr durchdacht und geplant waren. Gerade dies ließ mich doch sehr schlucken.
Besonders nah ging mir der 6 Jährige Schüler, der seine Klassenkameradin erschoss.... wie heftig muss dies auch für die Eltern von dem Täter sein?! Das ein Kind so wird, ist einfach nur traurig.
Mir war schon vor diesem Buch klar, dass viele Täter von ihrer Kindheit beeinflusst / geprägt wurden. Natürlich ist dies keine Entschuldigung für Mord, Vergewaltigung oder andere Taten. Doch gerade im Hinblick, darauf, dass hier die Täter selbst noch Kinder sind, sehe ich persönlich dies zwiegespalten, denn auch wenn sie teilweise genau wussten, was sie taten, so sind sie dennoch Kinder, die sich der Tragweite oftmals noch gar nicht 100%ig sicher sein können. Dazu kommt, sie stecken selbst noch in dieser Kindheit, die sie prägt. Sie haben nie gelernt mit ihren Aggressionen umzugehen. Ihre Eltern, Erzieher...haben ihnen dabei nicht geholfen, nicht helfen können. Hier sind meiner Meinung nach vor allem die Eltern in der Pflicht ihre Kinder entsprechend zu erziehen und Auffälligkeiten behandeln zu lassen. Während bei einem erwachsenen Täter, dieser natürlich für sich selbst verantwortlich ist, und sich selbst in Therapie begeben könnte. Kinder wissen oftmals noch gar nicht, dass es diese Möglichkeiten gibt.
Ich finde es sehr gut, dass Herr Harbort sich an dieses erschreckende Thema ran traut. Gerade da es meiner Meinung nach doch eher ein Tabuthema ist - die Gesellschaft will die Kinder so nicht sehen. Was für mich komplett verständlich ist.
Trotz der Thematik, und kurzem zur Seite legen des Buches - da ich gelesenes erstmal verarbeiten musste - habe ich dieses Buch quasi verschlungen. Einfach weil ich das Thema so interessant finde. Herr Harbort hat einen sehr angenehmen Schreibstil, dem ich sehr gut folgen konnte und der sich - trotz etwaiger Fachausdrücke - sehr gut lesen lässt. Die Fachausdrücke sind meiner Meinung nach immer sehr gut erklärt, und ich finde es wichtig, dass solch ein Buch diese beinhaltet.
Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Aber man sollte auf schockierende Taten gefasst sein.
5 von 5 Punkten
Droemer
Taschenbuch
268 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783426301869
Sonntag, 25. November 2018
Buchrezension: Stephen King "Erhebung"
Inhalt:
Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat.
In seiner netten Wohngegend in der Kleinstadt Castle Rock gerät Scott in einen eskalierenden Kleinkrieg. Der Hund der neuen Nachbarn – zwei Lesben – verrichtet sein Geschäft ständig bei ihm im Vorgarten. Die eine Frau ist eigentlich recht freundlich, die andere aber eiskalt. Die beiden haben gerade ein Restaurant eröffnet, von dem sie sich viel erhoffen. Die Einwohner von Castle Rock wollen aber nichts mit Homopaaren zu tun haben, da ist großer Ärger vorprogrammiert. Als Scott endlich kapiert, was Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten, überwindet er den eigenen Groll und tut sich mit den beiden zusammen. Merkwürdige Allianzen, der jährliche Stadtlauf und Scotts mysteriöses Leiden fördern bei sich und anderen eine Menschlichkeit zutage, die zuvor unter einer herzlosen Bequemlichkeit vergraben lag.
Meine Meinung:
Erst einmal möchte ich vorweg sagen, dass ich definitiv schon bessere Bücher von Stephen King gelesen habe.
Dieses Buch ist okay, aber so richtig packen konnte es mich leider nicht - was ich sehr schade finde. Irgendwie schwächelt meiner Meinung nach der Autor bei dieser Geschichte.
Mir fehlt hierbei eindeutig die Spannung, denn spannend ist es für mich leider überhaupt gar nicht. Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Es geht sehr viel auch um die Nachbarschaft...um den Kleinkrieg, den er führt...dieser Punkt nimmt zu viel Raum ein - so empfinde zumindest ich es. Dadurch kommen zwar Ereignise in das Buch, mit denen ich so eigentlich nicht gerechnet hätte, doch das kann die Geschichte auch nicht retten...
Mir fehlt einfach das gewisse Etwas...die Idee ist zwar nicht schlecht, aber sie wurde nicht gut umgesetzt und ich hätte mir ein aufschlussreicheres Ende gewünscht.
Obwohl das Buch recht dünn ist, habe ich recht lange benötigt, um es zu lesen. Mir fehlen einfach auch die Gänsehaut-Momente, die mir Stephen King sonst eigentlich beschert.
Leider kann ich das Buch nicht empfehlen.
2 von 5 Punkten
Heyne
Gebundenes Buch
143 Seiten
12,00 Euro
ISBN: 9783453272026
Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat.
In seiner netten Wohngegend in der Kleinstadt Castle Rock gerät Scott in einen eskalierenden Kleinkrieg. Der Hund der neuen Nachbarn – zwei Lesben – verrichtet sein Geschäft ständig bei ihm im Vorgarten. Die eine Frau ist eigentlich recht freundlich, die andere aber eiskalt. Die beiden haben gerade ein Restaurant eröffnet, von dem sie sich viel erhoffen. Die Einwohner von Castle Rock wollen aber nichts mit Homopaaren zu tun haben, da ist großer Ärger vorprogrammiert. Als Scott endlich kapiert, was Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten, überwindet er den eigenen Groll und tut sich mit den beiden zusammen. Merkwürdige Allianzen, der jährliche Stadtlauf und Scotts mysteriöses Leiden fördern bei sich und anderen eine Menschlichkeit zutage, die zuvor unter einer herzlosen Bequemlichkeit vergraben lag.
Meine Meinung:
Erst einmal möchte ich vorweg sagen, dass ich definitiv schon bessere Bücher von Stephen King gelesen habe.
Dieses Buch ist okay, aber so richtig packen konnte es mich leider nicht - was ich sehr schade finde. Irgendwie schwächelt meiner Meinung nach der Autor bei dieser Geschichte.
Mir fehlt hierbei eindeutig die Spannung, denn spannend ist es für mich leider überhaupt gar nicht. Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Es geht sehr viel auch um die Nachbarschaft...um den Kleinkrieg, den er führt...dieser Punkt nimmt zu viel Raum ein - so empfinde zumindest ich es. Dadurch kommen zwar Ereignise in das Buch, mit denen ich so eigentlich nicht gerechnet hätte, doch das kann die Geschichte auch nicht retten...
Mir fehlt einfach das gewisse Etwas...die Idee ist zwar nicht schlecht, aber sie wurde nicht gut umgesetzt und ich hätte mir ein aufschlussreicheres Ende gewünscht.
Obwohl das Buch recht dünn ist, habe ich recht lange benötigt, um es zu lesen. Mir fehlen einfach auch die Gänsehaut-Momente, die mir Stephen King sonst eigentlich beschert.
Leider kann ich das Buch nicht empfehlen.
2 von 5 Punkten
Heyne
Gebundenes Buch
143 Seiten
12,00 Euro
ISBN: 9783453272026
Samstag, 24. November 2018
Buchrezension: Ashley Dyer "Tattoo"
Inhalt:
Dein Körper ist seine Leinwand – und seine Absichten sind mörderisch
Liverpool: Ein perfider Frauenmörder hält die Stadt in Atem. Seine Opfer findet man stets sorgfältig arrangiert und von Kopf bis Fuß mit kryptischen Tätowierungen bedeckt – die ihnen vor ihrem Tod mit einem Dorn beigebracht wurden. Detective Greg Carver und seine Kollegin Ruth Lake machen seit Monaten Jagd auf den »Dornenkiller« – ohne Erfolg. Dann wird erneut eine tätowierte Leiche gefunden. Das Opfer sieht Carvers Frau zum Verwechseln ähnlich, und Carver wird klar: Der Killer jagt auch ihn …
Meine Meinung:
Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Ich finde die Idee dazu sehr gut. Oft habe ich mich gefragt, was wirklich passiert ist. Der Autorin ist es gelungen mich gut aufs Glatteis zu führen. Dies hat natürlich die Spannung nochmals erhöht, was mir persönlich sehr zusagt.
Die Geschichte ist gut durchdacht und auch durchweg spannend. Es gibt immer mal wieder kleine Spannungshöhepunkte, was mir sehr gefällt.
Die Beschreibungen sind teilweise sehr detailiert und damit auch echt heftig. Somit ist das Buch nichts für schwache Nerven. Ich kann sagen, dass ich da aber eher unempfindlich bin, und sogar noch heftigere Dinge gelesen habe. Von daher war ich hiervon nicht geschockt.
Die Protagonisten gefallen mir auch sehr gut. Besonders mag ich Ruth, auch wenn ich ihr gegenüber manchmal eher skeptisch bin und mich frage, warum sie manches tut - aber dies widerrum erhöht die Spannung. Ihre Ermittlungsmethoden, die doch eher unkonventionell sind gefallen mir auf jeden Fall. Diese passen auch sehr gut zu ihr - wie ich finde.
Die Idee das der Mörder mit Dornen tätowiert finde ich sehr gelungen - ich mag solche Begebenheiten, die doch eher besonders sind. Auch wie die Tätowierungen beschrieben sind gefällt mir gut, denn so konnte ich mir dieses gut vorstellen.
Auch die Geschichte um Greg Carver finde ich sehr gelungen - diese nimmt allerdings einen sehr großen Raum in dem Buch ein, mich hat dies nicht gestört, aber ich könnte mir vorstellen, dass manche sich wünschen, dass das Hauptaugenmerk mehr auf den Dornenkiller gerichtet wäre.
Mich konnte dieses Buch auf jeden Fall fesseln und ich habe es leider recht schnell durch gehabt. Das lag vor allem auch daran, dass ich - sobald ich Zeit hatte - meist gelesen habe, weil ich doch wissen wollte, wie es weitergeht...und besonders wie es endet.
Ich kann euch das Buch weiterempfehlen, aber bitte lest es wirklich nur, wenn euch blutige Beschreibungen nichts ausmachen. Denn diese kommen wirklich häufig in dem Buch vor.
5 von 5 Punkten
blanvalet
Taschenbuch
12,99 Euro
559 Seiten
ISBN: 9783734106514
Sonntag, 11. November 2018
EBook Rezension: Christian Handel „Von Fuchsgeistern und Wunderlampen
Inhalt:
Von Fuchsgeistern und Wunderlampen aus dem Drachenmond Verlag ist die dritte Märchenanthologie und vereint unter anderem mehrere orientalische und asiatische Kurzgeschichten von nationalen und internationalen Autoren und Autorinnen.
Drei Wünsche erfüllt ein Dschinn. Drei Prüfungen müssen Helden in Märchen bestehen. Zum dritten Mal laden wir euch ein in das magische Reich der Hexen und Lampengeister.
Durch klirrendkalte Winternächte wirbeln Schneefrauen, auf Sommerweiden treiben Windsbräute ihr gefährliches Spiel und tief unter dem Meeresspiegel verbergen sich ganze Königreiche.
Taucht ein in schillernde Welten voller Wunder und magischer Gefahren.
Meine Meinung:
Insgesamt finde ich diese Anthologie sehr gut. Selbstverständlich konnten mich die Märchenadaptionen unterschiedlich begeistern. Auf einige möchte ich ein bisschen genauer eingehen:
Das unglückliche Ende
Schwer rein gekommen. Märchen aus 1001 Nacht bisher nicht gelesen, weil sie mich nicht angesprochen haben. Denke ich werde mir jetzt aber auch diese Märchen zu Gemüte ziehen. Namen sind fremd. Stellenweise kam mir die Assoziation Tintenherz. Auch wenn es anders ist, gewisse Parallelen sind da.
Protagonisten sind toll. Eine Begebenheit überrascht übrigens nicht nur die Protagonisten, sondern mich auch. Das finde ich gut.
Als ich dann richtig rein gekommen bin, gefiel mir die Geschichte dann sehr gut. Sie ist recht lang, was für mich hier ein großer Vorteil war, so dass ich die Chance hatte, mich in die Geschichte zu verlieben.
Pfirsichblüten im Schnee
Dieses Märchen ist wieder mehr so, wie ich Märchen wirklich kenne...düster, bedrohlich, brutal. Aber genau das mag ich auch irgendwie sehr gern. Die Hexe muss wirklich grauenvoll sein, die Beschreibungen über sie und ihre Taten sind mit vielen Details versehen. Details die Ekel aus lösen... das eine Geräusch... es ist so gut beschrieben, dass die Hexe quasi neben mir stand.
Ein Kästchen voller Leben
Hier bin ich zwiegespalten, was vor allem daran liegt, dass SciFi einen Teil des Märchens ausmacht. Das mag ich nicht so sehr. Mich konnte dieses Märchen demnach nicht so packen. Aber das ist ok, denn Geschmäcker sind ja verschieden
Ansell und Greta
Welches Märchen hier als Grundlage diente, war mir sofort klar. Diese Version finde ich sehr toll. Die Idee ist gelungen und gut umgesetzt. Das Märchen ist hier eindeutig auch sehr krass. Heftig wie viel Leid die Kinder erfahren haben, wie sie ausgebeutet wurden... und wie sie selbst ihr Leben in die Hand nehmen. Natürlich ist es nicht die tollste Art, und man merkt auch, dass sie Gewissensbisse haben... was auch gut nachvollziehbar ist. Ich hab das Märchen verschlungen.
5 von 5 Punkten
Drachenmond Verlag
EBook
4,99 Euro
480 Seiten
ISBN: 9783959918008
Donnerstag, 25. Oktober 2018
Buchrezension: S.K. Tremayne "Mädchen aus dem Moor"
Inhalt:
Kath hat versucht sich mit ihrem Auto in einem See zu ertrinken. Sie selbst kann sich weder an diesen Vorfall, noch an die Woche davor erinneren. Auch kann sie sich nicht vorstellen, dass sie Suizid begehen wollte. Denn eigentlich war sie doch glücklich. Aber irgendwie verhält sich ihr Mann Adam sehr abweisend. Und auch ihre Tochter Lyla macht manchmal seltsame Dinge...
Meine Meinung:
Ich bin sehr gut in das Buch rein gekommen. Die ersten Kapitel konnten mich regelrecht fesseln und ich habe es verschlungen. Das zog sich größtenteils auch das gesamte Buch über weiter. Kleine Schwachstellen hat es, aber die nehmen dem Buch in keinster Weise die Spannung.
Man merkt sehr viel Liebe in den Beschreibungen. Sie sind sehr ausführlich und genau. Manchen mag das vielleicht zu langwierig sein, ich finde es jedoch genau richtig. Ich war auch noch nie so richtig im Moor. Mir hat es eindeutig geholfen, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Es war so, als wenn ich selbst an diesen Orten wäre. Ich war quasi dabei. Dieses Gefühl mag ich sehr.
Manchmal hat es ein ganz wenig die Spannung weg genommen, aber ich persönlich fand das nicht sonderlich schlimm
Die Geschichte an sich ist sehr verworren, das macht sie für mich besonders spannend. Ich wurde das ein oder andere Mal aufs Glatteis geführt. Da dachte ich dann ich habe die Lösung...doch dann wurde der Gedanke auch gleich wieder zerstört.
Kurz bevor es aufgeklärt wurde, kam ich leider schon selbst auf die Lösung. Das finde ich ein bisschen schade, und ist wirklich der einzige Schwachpunkt für mich an diesem Buch.
Die Geschichte ist auf jeden Fall gut durch dacht, sie ist in sich schlüssig und klar.
Die Protagonisten sind gut beschrieben.
Gerade Lyla mag ich irgendwie sehr, auch wenn sie natürlich Eigenschaften hat, die besonders sind. Sie wirkt alles in allem sehr liebenswert. Um sie habe ich das ein oder andere Mal gebangt, weil sie mir so sympathisch war.
Kath finde ich manchmal ein bisschen komisch und ich habe mich oft gefragt, was nun wirklich Sache ist.
Adam dagegen finde ich zeitweise immer wieder sehr komisch, dann verwerfe ich manche Gedanken wieder...dann wirkt er wieder anders...mit ihm wurde ich irgendwie nicht so richtig warm.
Tessa geht mit offenen Augen an die ganze Sache ran. Sie ist mir alles in allem sehr sympathisch.
Denjenigen, die gute Beschreibungen mögen, sich gern selbst vor Ort fühlen...und noch dazu spannende Unterhaltung haben möchten, denen kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
4 von 5 Punkten
Taschenbuch
Knaur
14,99 Euro
400 Seiten
ISBN: 9783426522486
Kath hat versucht sich mit ihrem Auto in einem See zu ertrinken. Sie selbst kann sich weder an diesen Vorfall, noch an die Woche davor erinneren. Auch kann sie sich nicht vorstellen, dass sie Suizid begehen wollte. Denn eigentlich war sie doch glücklich. Aber irgendwie verhält sich ihr Mann Adam sehr abweisend. Und auch ihre Tochter Lyla macht manchmal seltsame Dinge...
Meine Meinung:
Ich bin sehr gut in das Buch rein gekommen. Die ersten Kapitel konnten mich regelrecht fesseln und ich habe es verschlungen. Das zog sich größtenteils auch das gesamte Buch über weiter. Kleine Schwachstellen hat es, aber die nehmen dem Buch in keinster Weise die Spannung.
Man merkt sehr viel Liebe in den Beschreibungen. Sie sind sehr ausführlich und genau. Manchen mag das vielleicht zu langwierig sein, ich finde es jedoch genau richtig. Ich war auch noch nie so richtig im Moor. Mir hat es eindeutig geholfen, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Es war so, als wenn ich selbst an diesen Orten wäre. Ich war quasi dabei. Dieses Gefühl mag ich sehr.
Manchmal hat es ein ganz wenig die Spannung weg genommen, aber ich persönlich fand das nicht sonderlich schlimm
Die Geschichte an sich ist sehr verworren, das macht sie für mich besonders spannend. Ich wurde das ein oder andere Mal aufs Glatteis geführt. Da dachte ich dann ich habe die Lösung...doch dann wurde der Gedanke auch gleich wieder zerstört.
Kurz bevor es aufgeklärt wurde, kam ich leider schon selbst auf die Lösung. Das finde ich ein bisschen schade, und ist wirklich der einzige Schwachpunkt für mich an diesem Buch.
Die Geschichte ist auf jeden Fall gut durch dacht, sie ist in sich schlüssig und klar.
Die Protagonisten sind gut beschrieben.
Gerade Lyla mag ich irgendwie sehr, auch wenn sie natürlich Eigenschaften hat, die besonders sind. Sie wirkt alles in allem sehr liebenswert. Um sie habe ich das ein oder andere Mal gebangt, weil sie mir so sympathisch war.
Kath finde ich manchmal ein bisschen komisch und ich habe mich oft gefragt, was nun wirklich Sache ist.
Adam dagegen finde ich zeitweise immer wieder sehr komisch, dann verwerfe ich manche Gedanken wieder...dann wirkt er wieder anders...mit ihm wurde ich irgendwie nicht so richtig warm.
Tessa geht mit offenen Augen an die ganze Sache ran. Sie ist mir alles in allem sehr sympathisch.
Denjenigen, die gute Beschreibungen mögen, sich gern selbst vor Ort fühlen...und noch dazu spannende Unterhaltung haben möchten, denen kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
4 von 5 Punkten
Taschenbuch
Knaur
14,99 Euro
400 Seiten
ISBN: 9783426522486
Montag, 22. Oktober 2018
Buchrezension: Stephen King "Der Outsider"
Inhalt:
Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines
elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten
unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein
allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der
Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective
Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine
sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der
Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der
Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für
das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?
Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.
Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.
Meine Meinung:
Ich bin zwiegespalten an dieses Buch ran gegangen, da ich auch schon sehr viel schlechtes über das Buch gehört habe. Insgesamt kann ich jedoch sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Mir hat die Geschichte gefallen. Wer Stephen King Bücher kennt, weiß, dass er manchmal etwas ausschweifend schreibt. So war es auch in diesem Fall. Das hat mich jedoch in keinsterweise gestört.
Ich habe das Buch schon verschlungen - zumindest wenn ich Zeit hatte es zu lesen. Dazu kommt, dass ich es aufgrund der Dicke und dem Gewicht nicht überall mit hingenommen habe, wie ich es sonst mit Büchern mache.
Ich bin gut in das Buch rein gekommen. Die gesamte Zeit über war ich gespannt, wie es ausgehen wird. Gerade aufgrund der vielen Fragen, die ich mir selbst beim Lesen gestellt habe, war das Buch für mich spannend. Ich wusste wirklich nie, was wirklich Sache ist, habe gerätselt wie das alles sein kann. Mir war dabei auch immer wieder bewusst, dass Stephen King nicht immer beim natürlichen bleibt. Auch das hatte ich beim Lesen immer im Hinterkopf...und doch ich kam nie selbst auf eine Lösung.
Die Idee, die dahinter steht mag ich sehr, vor allem da alles zum Schluss gut erklärt wird. Auch wie ich als Leserin Stück für Stück immer mehr erfahre, aber die Spannung so dennoch erhalten bleibt finde ich sehr gelungen.
Recht zu Beginn sind Teile in Protokollform geschrieben, also ein Protokoll einer Vernehmung, dies fand ich auch sehr gut, da es auf mich so realistischer wirkt.
Die Leiche des Jungen ist sehr detailiert beschrieben, das fand ich schon ein bisschen ekelig, aber vor allem hat es einen enormen Hass in mir hervorgerufen. Einen Hass auf den Mörder...und so ging es ja vielen in Flint City, auch wenn die Bewohner natürlich keine so genaue Beschreibung bekommen haben. Aber immerhin war klar, dass ein Junge bestialisch ermordert wurde. Ich denke so etwas löst immer Hassgefühle aus.
Auch die Beschreibungen der Umgebung sind sehr detailreich und ausführlich. So konnte ich mir Flint City sehr gut vorstellen, in gewisser Weise ist dies für den Verlauf der Geschichte auch wichtig.
Die Charaktere finde ich gut, sie haben eine gewisse Tiefe.
Vor allem Holly konnte mich begeistern. Ich mag sie sehr gern. Ihre Art passt einfach super zu ihr und zu der Geschichte. Von mir aus darf sie gern noch öfter in Büchern von Stephen King vorkommen - ich würde sie auf jeden Fall lesen.
Alles in allem ist die Geschichte ziemlich abgefahren.
5 von 5 Punkte
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Heyne
26,00 Euro
752 Seiten
ISBN: 9783453271845
EBook Rezension: Felicity Green "Halloween-Storys"
Inhalt:
In diesem Buch sind drei Halloween Geschichten enthalten, die alle samt in Tarbet spielen (wie auch schon die Highland-Hexen-Krimis.) Die Highland-Hexen spielen auch in diesen Geschichten eine Rolle.
In "Teuflisch dunkel" erzählt Ma Winchester Gruselgeschichten aus ihrer Kindheit. Wie die von Caith Sith, der schwarzen Raubkatze, die eigentlich nur in der schottischen Mythologie existieren sollte, dann aber zum realen Albtraum wird.
In "Teuflisch kalt" müssen Paranormal Investigator Abbey Fine und die Highland-Hexen herausfinden, ob ein Mädchen, das im Loch Lomond aufgetaucht ist, Mensch oder böser Wassergeist ist.
In "Samhain - Das Wechselkind" eine Geschichte, die in der mythologischen Welt der Connemara-Saga spielt, ist die hochschwangere Posey auf sich allein gestellt – bis eine mysteriöse Frau auf dem Feenhügel vor ihrem abgelegenen Cottage erscheint.
Meine Meinung:
Erstmal möchte ich euch sagen, dass ihr die Highland-Hexen-Krimis für diese Geschichten nicht unbedingt kennen müsst. Ich denke ihr könnt die Geschichten auch so sehr gut verstehen.
Mich konnten ja die "Highland-Hexen-Krimis" schon begeistern. Daher bin ich auch mit recht hohen Erwartungen an diese Geschichten ran gegangen. Ich kann euch sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Sie hätten für meine Verhältnisse gern noch ein bisschen gruseliger sein dürfen, aber ich bin da halt von der harten Sorte.
Gerade "Teuflisch dunkel" konnte mich sehr begeistern. Ich war schnell in der Geschichte drin. Die Caith Sith konnte ich mir sehr gut vorstellen. Auch die Angst, welche die Kinder auf ihrem Halloween-Ausflug hatten, war für mich gut spürbar und sehr gewaltig. Das mag ich sehr. Da hat es selbst mich ein bisschen gegruselt. Das lag aber auch mit daran, dass Kinder betroffen sind - da bin ich meist ein bisschen empfindlicher.
"Teuflisch kalt" ist für mich Spannung pur. Richtig gegruselt habe ich mich hierbei zwar nicht, aber die Geschichte ist gut durchdacht, spannend und passt eindeutig zu Halloween. Die Beschreibung vom Wassergeist, fand ich dann schon beängstigend...so einem möchte ich auf jeden Fall nicht begegnen.
"Samhain - Das Wechselkind" kannte ich bereits, und trotzdem konnte mich diese Geschichte erneut packen. Das war schon sehr hart, irgendwie traurig... Auch diese Geschichte ist wieder sehr passend zur Halloween Zeit.
Toll finde ich es, dass Felicity Green Sagen in ihre Geschichte eingebaut hat, und auch hier die Anderswelt wieder zu Tage kommt. Ich mag irische Sagen und Legenden einfach sehr. Genau das war auch einer der Gründe, warum ich das Buch unbedingt lesen musste.
Die Geschichten lassen sich alle flüssig lesen...und sind viel zu schnell vorbei.
5 von 5 Punkten
EBook
2,99 Euro
100 Seiten
ASIN: B07JHQJ57B
In diesem Buch sind drei Halloween Geschichten enthalten, die alle samt in Tarbet spielen (wie auch schon die Highland-Hexen-Krimis.) Die Highland-Hexen spielen auch in diesen Geschichten eine Rolle.
In "Teuflisch dunkel" erzählt Ma Winchester Gruselgeschichten aus ihrer Kindheit. Wie die von Caith Sith, der schwarzen Raubkatze, die eigentlich nur in der schottischen Mythologie existieren sollte, dann aber zum realen Albtraum wird.
In "Teuflisch kalt" müssen Paranormal Investigator Abbey Fine und die Highland-Hexen herausfinden, ob ein Mädchen, das im Loch Lomond aufgetaucht ist, Mensch oder böser Wassergeist ist.
In "Samhain - Das Wechselkind" eine Geschichte, die in der mythologischen Welt der Connemara-Saga spielt, ist die hochschwangere Posey auf sich allein gestellt – bis eine mysteriöse Frau auf dem Feenhügel vor ihrem abgelegenen Cottage erscheint.
Meine Meinung:
Erstmal möchte ich euch sagen, dass ihr die Highland-Hexen-Krimis für diese Geschichten nicht unbedingt kennen müsst. Ich denke ihr könnt die Geschichten auch so sehr gut verstehen.
Mich konnten ja die "Highland-Hexen-Krimis" schon begeistern. Daher bin ich auch mit recht hohen Erwartungen an diese Geschichten ran gegangen. Ich kann euch sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Sie hätten für meine Verhältnisse gern noch ein bisschen gruseliger sein dürfen, aber ich bin da halt von der harten Sorte.
Gerade "Teuflisch dunkel" konnte mich sehr begeistern. Ich war schnell in der Geschichte drin. Die Caith Sith konnte ich mir sehr gut vorstellen. Auch die Angst, welche die Kinder auf ihrem Halloween-Ausflug hatten, war für mich gut spürbar und sehr gewaltig. Das mag ich sehr. Da hat es selbst mich ein bisschen gegruselt. Das lag aber auch mit daran, dass Kinder betroffen sind - da bin ich meist ein bisschen empfindlicher.
"Teuflisch kalt" ist für mich Spannung pur. Richtig gegruselt habe ich mich hierbei zwar nicht, aber die Geschichte ist gut durchdacht, spannend und passt eindeutig zu Halloween. Die Beschreibung vom Wassergeist, fand ich dann schon beängstigend...so einem möchte ich auf jeden Fall nicht begegnen.
"Samhain - Das Wechselkind" kannte ich bereits, und trotzdem konnte mich diese Geschichte erneut packen. Das war schon sehr hart, irgendwie traurig... Auch diese Geschichte ist wieder sehr passend zur Halloween Zeit.
Toll finde ich es, dass Felicity Green Sagen in ihre Geschichte eingebaut hat, und auch hier die Anderswelt wieder zu Tage kommt. Ich mag irische Sagen und Legenden einfach sehr. Genau das war auch einer der Gründe, warum ich das Buch unbedingt lesen musste.
Die Geschichten lassen sich alle flüssig lesen...und sind viel zu schnell vorbei.
5 von 5 Punkten
EBook
2,99 Euro
100 Seiten
ASIN: B07JHQJ57B


