Mittwoch, 30. März 2016

Buchrezension: Nova Wettman „Lily Frost – Fluch aus dem Jenseits“



Inhalt:
Lily und ihre Familie ziehen um, in ein altes Haus. Dieses Haus ist Lily schon auf dem Bild unsympathisch und als sie dann davorsteht ist es ihr sehr unheimlich. Sie wählt den Raum als ihr Zimmer, der ihr am meisten Angst macht. Dort findet sie Buchstaben die in dem Boden geritzt sind und bekommt dann raus, dass das Mädchen was vorher in dem Haus gewohnt hat verschwunden ist…

Meine Meinung:
Das Buch fand ich so naja, es hat mich nicht umgehauen, mich aber auch nicht vollendens  enttäuscht. Ich hatte beim Lesen natürlich auch immer im Hinterkopf, dass es ein Buch für Kinder/Jugendliche ist. Das habe ich schon immer berücksichtigt, keine Frage. Aber trotzdem fehlt mir an einigen Stellen die Spannung, an anderen finde ich Beschreibungen eigentlich zu heftig und zu genau für Kinder und Jugendliche. Da hätte ein besserer Mittelweg gefunden werden müssen.

Die Charaktere sind toll beschrieben und haben schon einiges an Tiefgang. Auch wenn ich nicht immer mit Lily auf einer Wellenlänge war, so war sie mir auch nicht unsympathisch, sondern manchmal einfach so undurchsichtig und so hmm paranoid würde ich es nennen.  Auch was ihre Familie angeht und ihre Freundin, die waren mir nicht immer so richtig sympathisch, das ist schon sehr schade, da ich gerade die Charaktere so wichtig finde. Vielleicht war das bei diesem Buch auch mein generelles Problem, das sich nur bedingt mit dem Buch warm wurde. Auch wenn ich schnell in die Geschichte einsteigen konnte, so richtig umgehauen hat sie mich leider nicht. Ich denke die Autorin hätte mehr aus der Geschichte rausholen können. An manchen Stellen war es mir einfach auch viel zu viel, was passiert ist, vor allem Dinge die einfach viel zu unwirklich erscheinen. Die so meiner Meinung nach nicht passieren würden, auch im Verhalten zwischen den einzelnen Charakteren.
Vom Schreibstil her, konnte ich das Buch zwar immer flüssig lesen, aber ich denke, dass es einigen Jugendlichen schwer fallen könnte, dass Buch so flüssig zu lesen, einfach weil die Sätze manchmal recht komplex sind.
Die Idee an sich finde ich gut, und auch nicht immer schlecht umgesetzt. Die Aufmachung des Buches ist auch toll, das Cover finde ich bedingungslos schön.

3 von 5 Punkten

Gulliver von Beltz & Gelberg
Hardcover
235 Seiten
14,99 Euro
ISBN 9783407746542

Ich danke Blogg dein Buch und Beltz für das Rezensionsexemplar

Freitag, 18. März 2016

Buchrezension: Richard Laymon "Das Haus"



Inhalt:
In diesem Jahr gibt es eine große Halloweenparty. Diese findet im Sherwood-House statt. In diesem wurde vor einigen Jahren eine ganze Familie brutal ermordet - der Mörder wurde nie gefasst. Es gibt Zeichen für die Party, die auf nichts gutes schließen lassen...

Meine Meinung:
Dieses Buch beginnt sogleich sehr spannend und auch ziemlich brutal und blutig. Dies hält auch das gesamte Buch über an. Es ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Ich konnte mir gerade die Leichen und wie getötet wurde, dank der ausschweifenden Erklärungen gut vorstellen und hatte sehr blutige, brutale Bilder im Kopf - der Autor lässt hier seinen Lesern aber auch immer noch einen gewissen Spielraum um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Dies sagt mir sehr zu, da ich so auch selbst gefordert bin und nicht alles zu genau vorgegeben ist - wobei es in diesem Buch schon alles recht genau ist.
Gefürchtet habe ich mich allerdings selbst in keinem Moment, das wäre für mich sehr grandios gewesen, wenn ich selbst beim Lesen Angst gehabt hätte - schade.

Es ist nicht mein erstes Buch von diesem Autor, die Bücher die ich von ihm kenne, sind auch alle sehr blutig und brutal, ich wusste also worauf ich mich einlasse, habe dies sogar erwartet und ich kann sagen in der Richtung wurde ich nicht enttäuscht.

Mir fehlt bei der Geschichte allerdings ein wenig der Tiefgang, es geht eigentlich von Mord zu Mord spurlos über. Die Charaktere sind meiner Meinung nach teilweise ein bisschen zu schwammig, andere fast wieder zu ausgeschmückt. Das ist daher gar nicht so einfach, da hätte der Autor einen besseren Mittelweg finden können, denke ich.

Die Charaktere an sich sind sehr unterschiedlich, dass ist auch gut so, denn sie machen das Buch ja aus. Ich kann allerdings ihre Handlungsweisen oftmals eher weniger nachvollziehen, auch das finde ich in wenig schade.

3 von 5 Punkten

Heyne Hardcore
Taschenbuch
288 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783453676480

Mittwoch, 16. März 2016

Buchrezension: Bram Dehouck „Der Psychopath“





Inhalt:
Sam ist anders, anders als andere Kinder. Seinen Eltern – er Arzt, sie Krankenschwester – ist dies schnell bewusst. Sie versuchen das auffällige Verhalten seines Kindes zu erklären…doch dann eskaliert die Lage und der Vater von Sam sieht nur eine Möglichkeit….

Meine Meinung:
Das Buch ist super spannend und hat mich echt umgehauen, mit so etwas habe ich überhaupt nicht gerechnet, es ist brutal, es ist beängstigend und gerade das ist es, was mir an diesem Buch so unsagbar gut gefällt.
Auch wenn ich mit dem Ausgang so irgendwie schon teilweise gerechnet habe, so war das Buch dennoch sehr spannend und die Idee dahinter ist sehr gut. Auch wenn ich mich frage, wie man auf so eine kranke Idee kommen kann. Denn das ist die Geschichte bzw die Charaktere teilweise – Krank. Doch genau das macht dieses Buch aus.

Da dies Buch so super spannend war, wollte ich es nicht aus der Hand legen und hatte es auch an einem Tag durch – was aber auch mit an der geringen Seitenzahl liegt. Es lässt sich durchweg flüssig lesen.
An einigen Stellen war ich entsetzt, wie sich die Charaktere gegenseitig ausspielen und was für Ausreden/Erklärungen sie teils erfinden, schon allein das ist hart.
Die Charaktere sind gut gestaltet, meist ist das Verhalten von ihnen für mich auch durchaus nachvollziehbar, wenn auch nicht immer, aber es wirkt dennoch realistisch durch und durch.

Dieses Buch ist eindeutig nichts für schwache Nerven, man sollte schon einiges aushalten können, um es zu lesen – denke ich.
Von diesem Autor hatte ich bisher noch kein Buch gelesen, aber ich denke da werden noch weitere folgen, so spannend wie dies war.

5 von 5 Punkten
Btb
Taschenbuch
217 Seiten
8,99 Euro
ISBN 9783442713301

Dienstag, 15. März 2016

Buchrezension: Charles Benoit "Cold Calls"



Inhalt:
Eric, Shelly und Fatima sind völlig unterschiedlich und doch erhalten sie alle 3 Anrufe, die sie dazu auffordern bestimmte Mitschüler zu mobben. Sollten sie dies nicht tun wid der Anrufer ihr Leben zerstören...
Sie sind verzweifelt und folgen den Aufgaben des Anrufers. Doch dann müssen sie alle zu einer Anti-Mobbing-Therapie...

Meine Meinung:
Das Buch befasst sich auf sehr spannende Weise mit dem Thema Mobbing, wenn auch mit etwas anderem Hintergrund, wie es sonst oft der Fall ist.
Ich finde es gut, dass dieses Thema auch in Büchern aufgegriffen wird, wie sich hier Stück für Stück alles aufklärt ist echt spannend und man merkt schon sehr deutlich, was Mobbing aus Leuten machen kann, die diesem ausgesetzt sind.
Es ist ein Thema dem man in der heutigen Gesellschaft immer mehr begegnet und gerade deswegen finde ich es so wichtig, über so ein Thema zu sprechen. In diesem Buch ist eine gewisse Härte zu finden, aber es ist auch teils sehr einfühlsam und erklärend ohne jedoch belehrend zu wirken geschrieben.

Ich fand das Buch schon recht spannend, dabei hatte ich natürlich auch immer im Hinterkopf, dass es ein Jugendbuch ist, ich finde da sollte man gerade bei der Spannung selbstverständlich unterscheiden. Ich habe dieses Buch verschlungen und hatte es wirklich schnell durch, einfach auch weil ich wissen wollte wie es weitergeht, wie sich alles aufklärt etc.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, so dass ich mich schnell in sie hineinversetzen konnte. Ihr Handeln und auch ihre Gefühle konnte ich gut nachvollziehen und waren für mich in sich schlüssig.

Die Idee dahinter ist einfach klasse und ich kann mir vorstellen, dass es so ähnliche Fälle wirklich gibt. Es ist alles in allem recht realistisch, was ich gerade bei so einem Thema auch sehr wichtig finde.

5 von 5 Punkten

Cbt
Taschenbuch
319 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783570310083

Samstag, 12. März 2016

Buchrezension: Manson Cross „Blutinstinkt“

Inhalt:
In den Santa Monica Mountains wird eine Frauenleiche entdeckt.Diese ist verstümmelt. Detective Jessica Allen erlebt, als sie diese sieht ein grausames Déjà-vu. Dann werden auch schnell weitere Leichen entdeckt und klar ist, dass hier ein Serienkiller am Werk ist.
Die Polizei kommt nicht wirklich weiter und Jessica entscheidet sich Blake als externen Berater hinzuzuziehen...dieser muss sich dafür seinen eigenen Dämonen stellen...

Meine Meinung:
Das Buch ist alles in allem recht spannend. Ich bin allerdings eine Person, die es gerne sehr blutig mag, daher hätten die Beschreibungen der Leichen gern noch mehr ausgeschmückt sein können - aber gerade das sieht ja jeder unterscheidlich. So ist es ein Buch, welches auch mehr für die Allgemeinheit geeignet ist, so denke ich.
An manchen Stellen sank die Spannung leider etwas ab, das fand ich schade, denn die Idee ist eigentlich super und ich kam auch nie auf die Lösung. Damit wurde zumindest ein Zeil schon mal erreicht, denn wenn ich auf die Lösung selbst komme, ist das Buch meist sehr langweilig und zu durchsichtig.

Die Charaktere sind recht gut beschrieben, auch wenn ich sie nicht immer mag und ihre Handlungsweisen auch nicht immer nachvollziehen kann, so passen sie dennnoch gut zu dem Buch und der Geschichte. Aber auch hier hätte ich mir bei einigen mehr Tiefgang gewünscht. Tiefgang der zum Teil in der Geschichte meiner Meinung nach zu sehr vorhanden ist, was halt auch die Spannung straucheln lässt.

Das Buch lässt sich nur bedingt flüssig lesen, es gibt einige Stellen, an denen ich mehrfach lesen musste oder nochmals zurückblättern musste - das kommt bei mir in der Regel allerdings gar nicht vor.

Dieses Buch konnte mich nicht ganz überzeugen, ist aber auch nicht richtig schlecht.

3 von 5 Punkten

Goldmann Verlag
Taschenbuch
444 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783442481316

Sonntag, 28. Februar 2016

Buchrezension: Molly McAdams „Taking Chances – Im Herzen bei dir“



Inhalt:

Harper wächst bei ihrem Dad auf, der eher harte Typ ist, da er ein Marine ist, wächst sie auch bei den anderen Marines auf. Jetzt geht sie aufs College und zieht von ihm weg. Sie möchte ihr Leben leben, Dinge machen, von denen sie bisher nur gehört hat…flirten, küssen…
Und gleich auf der ersten Party trifft sie Chase, der all das verkörpert, was ihr Vater nicht mag. Doch kurz darauf verliebt sie sich auch schon in seinen Mitbewohner Brandon, doch ihr Körper verlangt immer wieder nach Chase.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist alles in allem sehr durchwachsen. An einigen Stellen habe ich das Lesen genossen, an anderen mochte ich das Buch so überhaupt gar nicht. Es ist teilweise sehr vorhersehbar und irgendwie manchmal auch zu kitschig, vor allem verstehe ich auch manche Verhaltensweisen der Charaktere nicht. Sie scheinen mir zu naiv oder zu hmm ich weiß gar nicht genau wie ich das beschreiben kann, ich glaube ich hätte halt oftmals anderes gehandelt.
Trotzdem konnte ich mit den Charakteren gut mitfühlen, an einigen Stellen hatte ich auch ein paar Tränen in den Augen, aufgrund der Ereignisse in dem Buch – dies fand ich dann doch sehr gut. Ein Buch macht nämlich nur dann Sinn, wenn man die Gefühle der Protagonisten gut nach empfinden/ nach vollziehen kann.

Ich finde in der Geschichte gibt es viel zu viele „Wendungen“ , diese machen das Buch eher schlecht. Zumal die Wendungen zum Großteil sehr unrealistisch erscheinen.  In manchen Momenten finde ich Harper auch sehr schrecklich durch ihr Verhalten, und kann nicht verstehen wie sie sich so benehmen kann, ihren Mitmenschen das antun kann. In anderen Momenten verstehe ich sie dann wieder sehr gut, ihre Angst, ihre Unsicherheit, ihre Trauer.
Brandon und Chase kann ich oft verstehen, in anderen Momenten aber vor allem auch Brandons Verhalten nicht nachvollziehen.
Ich denke die Autorin hätte besseres aus dieser Geschichte machen können, sie vielleicht weniger kitschig gestalten – denn mir ist sie eindeutig viel zu kitschig – vor allem halt auf so eine Weise, die mir nicht glaubwürdig erscheint.  Ob ich nochmal ein Buch dieser Autorin lese, weiß ich nicht.

2 von 5 Punkten


Mira Taschenbuch Verlag
Taschenbuch
476 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783956492686

Vielen Dank an  Mira Taschenbuch und Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar

Hier könnt ihr das Buch bestellen

Samstag, 27. Februar 2016

Alan Bradley „Flavia de Luce – Tote Vögel singen nicht“



Inhalt:
Flavias Mutter wurde endlich nach 10 Jahren gefunden. Flavia und ihre Familie warten am Bahnhof von Bishop`s Lacey auf die verschollene Mutter. Während der Zug einfährt nähert sich ein fremder Mann Flavia und flüstert ihr eine Botschaft zu, die sie verwirrt. Kurz darauf ist der Mann tot, jemand aus der Menschenmenge hat ihn offensichtlich vor den Zug gestossen.
Während Flavia versucht einen Fall zu lösen, erfährt sie verschiedene Geheimnisse über ihre Mutter…
Meine Meinung:
Ich habe längere Zeit nichts über Flavia gelesen, die Bücher davor sagten mir jedoch zumeist zu.  Daher wollte ich auch dieses Buch unbedingt lesen.
Es ist nicht ganz so spannend wie einige andere Folgen aus der Reihe, aber dennoch ist es sehr gut, da sich einfach vieles aufklärt und man dadurch auch die Familie besser kennen lernt und besser versteht. Aber eine gewisse leichte Spannung hält sich dennoch das gesamte Buch über. Das finde ich auch gut so, sonst hätte ich es doch eher langweilig gefunden.
Das Buch lässt sich meist flüssig lesen, an manchen Stellen brauchte ich allerdings ein wenig länger, da viele chemische Begriffe und Erklärungen in diesen vorkommen, aber auch das fand ich nicht so schlimm, wobei es manchmal meiner Meinung nach einfach hätte kürzer gefasst werden können – da die Spannung dann noch aufrechter erhalten wurden wäre.
Wie sich Stück für Stück alles aufklärt finde ich gut, es waren Details auf die ich nie im Leben alleine gekommen wäre, das war also gut so.
Ich denke bei diesem Band sollte man Flavia schon kennen, um im Vorfeld schon einiges über die Familie und vor allem auch über Flavia  zu wissen. Bei den anderen Büchern war das nicht immer notwendig, bei diesem in meinen Augen aber doch schon irgendwie.

In diesem Band erfährt man einiges mehr über Flavia und ihre Familie, was vor allem an den Geheimnissen um ihre Mutter liegt.
Ich hätte alles in allem doch mehr Spannung erwartet und das Flavia sich mehr um den Mordfall kümmert, als sie es hier getan hat.

3 von 5 Punkten
Blanvalet
Taschenbuch
317 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783734100772