Dienstag, 8. Mai 2018

Stephan Harbort "Das Hannibal-Syndrom"

Inhalt:
In diesem Buch beschreibt Stephan Harbort, wer die Serienmörder wirklich sind - denn durch Hollywood und Hannibal Lector, ist dies Thema für viele sehr präsent.
Stephan hat die Täter in ihren Gefängnissen besucht und mit ihnen gesprochen, um mehr über ihre Motivation, den Tathergang und das Profil zu erfahren.

Meine Meinung:
Insgesamt fand ich dieses Buch sehr gut. Ich brauchte ein bisschen Zeit um wieder in das Thema einzusteigen. Doch als ich in dem Thema war, konnte mich das Buch begeistern und ich habe es verschlungen. Der Informationsgehalt ist sehr hoch, es handelt sich hierbei halt nicht um einen Roman, sondern um ein Sachbuch, in dem Stephan Harbort die Serienmörder interviewt.

Auch wenn ich damit schon vorgreife, möchte ich sagen, dass mich gerade das Schlusswort sehr zum Nachdenken angeregt hat, und irgendwie was in mir aufgerüttelt hat.

Auf einige der Täter gehe ich jetzt genauer ein:

"Der Mörder ist immer derselbe"
Hier finde ich es super, dass die verschiedenen Tätertypen beschrieben sind, gerade dies hat mir schon einiges verdeutlicht, auch wenn gerade das nicht immer einfach zu lesen war. Spannend fand ich auf jeden Fall, was für unterschiedliche Gründe es gibt, zum Serienmörder zu werden.
Toll fand ich auch, dass Stephan Harbort selbst eine Definition "Serienmörder" erstellt hat - denn ab wann gilt man überhaupt als Serienmörder...
Ich hätte es gut gefunden, wenn die Behörden mehr Daten hätten vorlegen können, wie viele Serienmörder es wirklich gab/gibt. Schon allein um zu sehen, wie es sich von damals bis heute gewandelt hat.

"Begegnung mit einem Untoten"
Stephan Harborts Bedenken, Angst...vor dem Treffen kann ich sehr gut nachvollziehen, diese sind sehr deutlich beschrieben, was ich gut finde.
Mich hat es sehr geschockt, was für heftige Gedanken Peter Windisch auch im Gefängnis noch hat. Einige davon sind für mich durchaus nachvollziehbar gewesen, anderes wollte ich mir gar nicht vorstellen. Im gewissen Sinn ist Peter auf jeden Fall ein "Pulverfass"

"Das Schlachten der Lämmer"
Hier hat es mich vor allem geschockt, wie sehr es den Täter erregt hat, wenn Tiere geschlachtet wurden, und das schon in sehr jungen Jahren, bevor er zum Serienmörder wurde.

"Tag X"
Der Täter hier ist sehr reflektiert und warnt vor sich selbst - was ich doch sehr bedenklich finde. Mich würde es diesbezüglich interessieren, wie ernst die Behörden diese Warnung nehmen oder ob er trotzdem nach Verbüßung seiner Strafe raus kommt.

Ich kann dieses Buch allen weiterempfehlen, die Interesse an Serienmördern haben. bewusst bin ich hier nicht sehr deutlich auf die einzelnen Täter und ihre Taten eingegangen, um euch die Spannung zu erhalten.

5 von 5 Punkten

Piper
Taschenbuch
347 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783492236508

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