Sonntag, 27. August 2017

Buchrezension: Stephan Harbort "Killerinstinkt - Serienmördern auf der Spur"



Inhalt:
Warum wird ein unscheinbarer Familienvater zum kaltblütigen Killer? Was bringt einen Krankenpfleger dazu, seine Patienten zu töten? Stephan Harbort, Deutschlands bekanntester Serienmordexperte, hat mit unzähligen Tätern gesprochen, um ihren Motiven auf den Grund zu gehen. In seinem neusten Buch versammelt er die spektakulärsten Fälle seiner Karriere und gewährt uns einen persönlichen und exklusiven Einblick in die Arbeit mit den Tätern.

Meine Meinung:
In diesem Buch geht es um verschiedene Serienmörder, schon allein das finde ich super spannend. Insgesamt hat mich das Buch nicht los gelassen, ich war immer wieder entsetzt wie manche Menschen nur so sein können bzw so werden.
Das ein Mörder nicht nur böse ist, hat Stephan Harbort in mir aufgerüttelt..oft sind es nämlich Menschen, die ein normales Leben führen - wenn auch nicht immer.
Auch wie er mit den Tätern spricht hat mich sehr bewegt, wie einfühlsam er dabei ist, wie er vorgeht finde ich sehr faszinierend.
Meiner Meinung nach muss man auf jeden Fall starke Nerven haben, wenn man sich so mit Mördern beschäftigt, wie Stephan Harbort es tut. Auch als Leser sollte man nicht sehr empfindlich sein. Ich bin nicht sonderlich empfindlich und doch haben mich manche Fälle schon ein wenig bedrückt.
Wie schon die anderen Bücher von Stephan Harbort, die ich gelesen habe, fand ich auch dieses Buch wieder sehr spannend und informativ. Beim Lesen war ich teilweise wütend, teils entsetzt...

Ich gehe jetzt noch auf die einzelnen Mörder bzw die Geschichten über sie mehr ein:

Black Box
Es ist einfach heftig. Ich finde es gut, dass hier aus der Sicht der Frau des Mörders vieles geschildert ist - es ist durch den Kursivdruck auch deutlich erkennbar, wenn es um ihre Schilderungen geht. Ich finde es sehr beängstigend, dass sie so gar nichts gemerkt hat - das macht wieder deutlich wie wenig man manche Menschen kennt.
Es ist super, dass Begrifflichkeiten wie "Mordlust" genau definiert sind, so dass auch ich als Laie alles verstehen konnte. Das finde ich gerade bei solchen Büchern enorm wichtig.

Morbus Freitag
Gerade hier wird deutlich wie gut es ist, dass Stephan so hartnäckig ist, dass er immer wieder versucht an die Personen ran zu kommen. Hier wird auch sehr deutlich wie er an die Fälle ran geht. Gerade das er auch immer wieder verschiedene Methoden anwendet finde ich sehr spannend und informativ.

Ein Vater sucht einen Mörder
Ich glaube dieser Fall ist wohl allen bekannt, denn hier geht es um den "Maskenmann" der Jungen aus Jugendherbergen, Ferienlagern und von zu Hause entführt hat.
Gerade diesen Fall finde ich wieder besonders emotional, da viel aus der Sicht von einem Vater eines Opfers geschildert ist. Das ist schon sehr bedrückend und ich konnte mich durch die guten Schilderungen gut in den Vater hineinversetzen und seine Gedanken nachempfinden.


5 von 5 Punkten

Ullstein
Taschenbuch
287 Seiten
8,99 Euro
ISBN 9783548374772

Samstag, 12. August 2017

E-Book Rezension: Elezra S. Thomesford "Violett / Valerie:Die Welt der Türen"



Inhalt:
Die fast 14-jährige Violett ist todunglücklich. Als sie allerdings in tiefster Verzweiflung in ihrem Zimmer einschläft, hätte sie es sich nicht träumen lassen, wo sie wieder erwachen würde. Unvermutet findet sie sich in einer ihr völlig fremden Welt voller irrwitziger Charaktere und absurder Umgebungen wieder. Vorerst steht sie den Ereignissen weitestgehend gleichgültig gegenüber und wehrt sich hartnäckig dagegen, etwas zu unternehmen. Doch sie muss dringend ihre Lebensfreude zurückgewinnen. Denn die dunkle Gefahr, die ihr und den anderen Gestalten in diesem eigenartigen Kosmos droht, zwingt sie schließlich, um ihrer aller Leben zu kämpfen.

Meine Meinung:
Der Einstieg in dieses Buch fiel mir zunächst sehr schwer, da ich sehr verwirrt war, ich bin durch die Handlung zunächst überhaupt nicht durchgestiegen, was ich außerordentlich schade finde.An dieser Stelle war ich kurzzeitig am überlegen, das Buch abzubrechen. Nach einiger Zeit bin ich dann aber doch noch in das Buch reingekommen, so einigermaßen zumindest.

Die Welt in der Violett gelandet ist, ist anders...ganz anders...
Das mit den Computerspielen ist cool und für mich durchaus auch nachvollziehbar. In meinen Augen möchte die Geschichte damit darauf aufmerksam machen, dass es nicht gut ist, in einer Welt von Computerspielen zu leben - also nur vor dem Computer zu hängen. Das finde ich sehr richtig und gut.
Auch den See der ungelesenen Buchstaben fand ich einfach klasse, dabei hatte ich großen Spaß zu lesen, dies hat das Buch kurzzeitig zu einem tollen Buch gemacht.

Dann allerdings, als die Sprache so komisch wurde, war das Lesen für mich nur noch anstrengend. Ich konnte diese Sachen nur unter erhöhter Schwierigkeit lesen - dabei bin ich eine gute Leserin, das ein Buchstabe fehlte, da dieser nachgedruckt wurde und gerade trocknen musste (in der Welt der Türen) fand ich schon noch gut, das war auch einfach zu lesen. Das Rückwärtslesen ging allerdings gar nicht - da hätten ein - drei Sätze genügt finde ich...damit man die Welt besser versteht. Es war einfach zu viel und viel zu anstrengend - lesen soll mir Freude bereiten und nicht so anstrengend sein, ich persönlich möchte damit abschalten können...
Auch das mit den Gegenteilen hat mich sehr verwirrt, auch dies zu lesen fand ich dann recht anstrengend und nervig und mir verging die Freude am Lesen gänzlich, so dass ich mich zum Lesen gezwungen habe. Auch hier war ich wieder am Überlegen das Buch abzubrechen, dachte aber daran dem Buch noch eine Chance zu geben, da ich mich bei der Inhaltsangabe eigentlich sehr auf das Buch gefreut habe.
Dann kamen die Sprichwörter, die Idee an sich finde ich toll, aber es war einfach viel zu viel und zu übertrieben. Weniger Sprichtwörter und das was daraus resultiert hätte ich viel besser gefunden. Es war in meinen Augen irgendwie zu schnell zu viel...
An dieser Stelle habe ich das Buch bei etwa 48% abgebrochen, da ich diesen Gedanken schon so oft beim Lesen von diesem Buch hatte und ich meine Lesefreude wieder zurück haben wollte.

Die Idee zu diesem Buch ist eigentlich gut, aber sie ist leider nicht gut umgesetzt.


1 von 5 Punkten


AAVAA Verlag
E-Book
6,99 Euro
Insgesamt 351 Seiten
ASIN: B073RPVC1C

Donnerstag, 10. August 2017

Buchrezension: Felicity Green "Average Angel"



Inhalt:
Ein gewöhnliches Mädchen - mit dem Job eines Engels.
Stella Martens ist ein gefallener Engel. Nur wusste sie ganze 17 Jahre nichts davon - bis Zack, ein sexy Engel der Apokalypse, auftaucht und sie aufklärt.
Jetzt soll sie den Job des Engels, der in ihr wiedergeboren wurde, übernehmen und Wünsche erfüllen. Allerdings ganz ohne magische Engel-Superpower. Ach ja, und wenn sie ihre Aufgaben nicht erfüllt, droht eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes.
Es kommt aber alles noch schlimmer: Stella muss ihre Familie vor einem bösen Dämon beschützen, einen Nephilim auf den rechten Weg bringen und in die Hölle reisen, um Luzifer eine wichtige Nachricht zu überbringen und die Welt zu retten. Kein Druck also!
Wie soll Stella das nur anstellen, wo sie doch bloß ein ganz gewöhnliches Menschenmädchen ist?

Meine Meinung:
In diesem Buch sind die 3 Bücher "Sternschnuppenwunsch", "Weihnachtswunsch" und "Wunschbrunnen" vereint. Dies finde ich ja schon mal super, da ich so gleich alle in einem Rutsch lesen konnte und so natürlich auch schneller wusste wie es ausgeht - und das wollte ich unbedingt wissen...da es durchweg spannend war.
"Sternschnuppenwunsch" hatte ich ja schon vor einiger Zeit gelesen, und das konnte mich schon sehr begeistern. Ich bin daher direkt in "Weihnachtswunsch" eingestiegen und auch sehr gut in das Buch rein gekommen, was auch daran liegt, dass die Autorin immer mal wieder erklärt was schon in Band 1 passiert ist, so das es mir wieder in Erinnerung kam.

"Weihnachtswunsch" ist von vorn bis hinten sehr spannend und ich hatte es daher auch viel zu schnell durch, da ich nicht aufhören konnte zu lesen.
Die Protagonisten habe ich in diesem Band noch besser kennen gelernt. Gerade in Stella konnte ich mich gut hineinversetzen. Ihre Gefühle waren für mich sehr gut nachvollziehbar.
Sarah ist mir gleich sehr sympathisch gewesen und ich finde sie einfach klasse. Sie ist ein Charakter der mich sofort in seinen Bann ziehen konnte, und das obwohl sie ja nun nicht die Hauptperson ist.
Sam fand ich irgendwie komisch, aber auch sehr süß, das er so geworden ist, wie er ist, konnte ich gut nachvollziehen, nachdem ich mir ein genaueres Bild von seiner Familiensituation machen konnte. Da tat er mir einfach sehr leid. Und ich konnte Stella auch gut verstehen, warum sie ihm unbedingt helfen möchte.

Das Ende fand ich allerdings sehr gemein und irgendwie doof - mehr möchte ich aber nicht verraten...

In "Wunschbrunnen" geht es gleich spannend weiter, diese Spannung hält auch das gesamte Buch über an, was ich sehr gelungen finde.
Auch hier war das Buch wieder viel zu schnell vorbei...es hätte gern noch länger sein können.
Vieles war unvorhersehbar, so dass ich regelrecht überrascht war von der Handlung - genau dies macht das Buch auch so toll.
Es passiert auch in diesem Buch wieder einiges mit Stella, auch hier waren die Gefühle und Handlungen für mich sehr gut nachvollziehbar, so dass ich mich auch gut in sie hineinversetzen konnte.
Vito hat mich dann doch sehr verwirrt, also sein Verhalten, war für mich doch eher unerklärlich bis Felicity es aufgeklärt hat...mehr kann und möchte ich aber nicht verraten.

Ich kann euch dieses Buch bedingungslos empfehlen und würde mich sehr freuen, wenn ihr dieser eher unbekannten Autorin eine Chance gebt.


5 von 5 Punkte

Books on demand
Taschenbuch
14,99 Euro
472 Seiten
ISBN 9783744836692

Dienstag, 8. August 2017

Buchrezension: Norbert Kleinschmidt "Erzfeinde"



Inhalt:
Ostpreußen1944:
Ein NS-Ortsgruppenleiter verweigert Henriette Henseleit die Möglichkeit zur rechtzeitigen Flucht. Deren 15jähriger Sohn liebt amerikanische Swingmusik und versucht, alles auf dem Akkordeon nachzuspielen, was er im Radio hört. Ein junger Soldat lässt Mutter und Sohn auf der Flucht passieren, obwohl es Gründe gäbe sie aufzuhalten.
Diese drei Männer werden in den fünfziger Jahren, ohne sich wiederzuerkennen, in derselben Straße zu Nachbarn. Siebzig Jahre nach Kriegsende kommen bei einem alten Mann Erinnerungen zurück. Kurz darauf geschieht ein Mord. Eine 25jährige Kriminalkommissar-Anwärterin übernimmt den Fall.

Meine Meinung:
In dieses Buch bin ich sehr schnell rein gekommen, da es ziemlich schnell sehr spannend los geht. Das es gleich spannend beginnt, finde ich gerade bei solchen Büchern sehr wichtig.

Allerdings hatte ich am Anfang ein wenig Probleme mit den vielen Namen und Orten bzw den Wechseln zwischen den Orten. Das ging aber sehr schnell vorbei, von daher ist dies kein großer Minuspunkt für mich.

Mit den Protagonisten kam ich auch super klar. Gerade die Polizistin Siana ist der absolute Knaller, gerade das sie optisch so aus der Reihe tritt finde ich wunderbar. Es ist für mich auch sehr gut nachvollziehbar, dass die Menschen so auf sie reagieren, wie sie reagieren. Vor allem auch, dass sie nicht glauben können, dass Siana Polizistin ist finde ich schon klasse.
Ich konnte die Gedanken und Handlungen der Protagonisten weitestgehend nachvollziehen, was gerade auch bei dieser Geschichte sehr notwendig ist.

Die Geschichte ist gut durchdacht, für mich kam hier beim Lesen wirkliche Lesefreude auf - das ist mir sehr wichtig - denn Lesen soll bekanntlich Spaß machen. Ich finde es auch super wie auf den 2. Weltkrieg eingegangen wird. Es ist das Hauptthema - in gewisser Hinsicht - es wird jedoch nicht zu extrem behandelt, ich persönlich finde das gut so. Für mich war dies genau das richtige Maß.


Ich werde auf jeden Fall gern noch weitere Bücher von diesem Autor lesen, was auch an dem guten Schreibstil liegt. Durch diesen und die Spannung konnte ich das Buch sehr flüssig lesen. Ich konnte auch nicht aufhören zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es endet. So habe ich manchmal länger gelesen, als ich eigentlich wollte...was sich am nächsten Morgen dann durch zu wenig Schlaf bemerkbar gemacht hat - aber irgendwie gehört das zum Lesen auch manchmal dazu und zeugt nur davon wie sehr mir dieses Buch gefallen hat.

Es ist einiges Unvorhersehbares passiert, gerade dies erhöht auch die Spannung in dem Buch. Auch mit dem Ende habe ich so in keinster Weise gerechnet. Und ein Ende mit dem ich so nicht gerechnet habe, ist immer gut.

5 von 5 Punkten

AAVAA Verlag
Taschenbuch
343 Seiten
11,95 Euro
ISBN: 9783845923390

Sonntag, 6. August 2017

E-Book Rezension: Valentina Kramer "Leuchtendschwarzer Rabenmond"

Inhalt:
Ein böser Zauber
Eine Gruppe verschwundener Jugendlicher
Ein schweigender Verdächtiger

Eigentlich wollten sie doch nur ein bisschen Campen gehen. Mal Ruhe haben, richtig feiern können, ohne nörgelnde Nachbarn. Doch als Cosima verkatert und müde am Morgen nach der großen Party aus ihrem Zelt stolpert sind ihre sechs besten Freunde spurlos verschwunden. Nur Miles, der dunkelhäutige, stille Junge, den sie im Ort Ali nennen, seit er zugezogen ist, ist noch da. Als Cosima ihn anspricht schweigt er und hält sich krampfhaft an einem mysteriösen Bündel fest.
Nach und nach finden sich immer mehr Beweise für eine grausame Tat. Und gegen Miles. Doch Cosima kann nicht glauben, dass er tatsächlich sechs Morde begangen haben soll. Auf eigene Faust beginnt sie Nachforschungen anzustellen.

Meine Meinung:
Für mich war es zunächst nicht ganz so einfach in dieses Buch reinzufinden. Manches hat mich erstmal ein bisschen verwirrt - was im Nachhinein aber auch gut so war.

Das Buch beschäftigt sich mit einem Thema, welches wieder sehr aktuell ist - nämlich mit Fremdenhass, bwz Vorurteilen diesen gegenüber. Wie mit Miles umgegangen wird, auch von Seiten der Polizei finde ich verdammt krass und das geht in meinen Augen gar nicht - es würde mich aber auch nicht wundern, wenn in der Realität auch einige Polizisten so sind.
Gerade das so aktuelle Themen mit Märchen verbunden sind gefällt mir an den Büchern der Märchenspinnerei besonders gut, und macht diese zu etwas sehr Besonderem.

Das Buch ist sehr fantasievoll geschrieben und konnte mich an der ein oder anderen Stelle doch sehr überraschen. Ich konnte es recht flüssig lesen und mich auch recht gut in Cosima reinversetzen, auch das finde ich sehr wichtig. Ich konnte gut nachvollziehen wie sie sich wohl fühlen muss und auch ihre Gefühle/ der Zwiespalt in dem sie steckt kommt gut hervor.
Die Geschichte ist teilweise ein bisschen abgefahren. Damit habe ich zum Glück keine Probleme gehabt. Im Gegenteil, dies gefiel mir sogar recht gut.

Die Idee der Autorin ist auf jeden Fall super und sie hat diese auch super umgesetzt.

Ich kann euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, auch wenn es aufgrund des holprigen Einstiegs einen Punktabzug gibt.

4 von 5 Punkten

E-Book
166 Seiten
2,99 Euro
ASIN: B073DFJMK8

Dienstag, 1. August 2017

Märchenrallye der Märchenspinnerei



Hallo ihr Teilnehmer der Märchenrallye,

mein Lösungsbuchstabe ist :

V

Wem klagt die Gänsemagd am Schluss ihr Leid?

Dem König  (Magic Mirror Books - http://magicmirrorbooks.blogspot.de/)


Fallada (Lilienbloom - www.lilienblom.de)


Einem Ofen (Buch zum Film - http://buchzumfilm.blogspot.com)


 Diese Frage gehört zur großen Märchensommer Märchenrallye, bei der ihr ein märchenhaftes Paket gewinnen könnt. Den Start der Märchenrallye findet ihr auf der Märchenspinnerei

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg