Montag, 14. Mai 2018

E-Book Rezension: Judith Laverna "Elfenlicht - Märtyerkunst"




Inhalt:
Aylenn entstammt einer adeligen Elfenfamilie, sie ist sehr impulsiv und handelt oft entsprechend...deswegen ist sie auch nicht von jedem gern gesehen. Sie sieht wie die Kultur der Elfen verfällt und möchte gern was dagegen unternehmen...zugleich muss sie aber auch ihre eigene Herkunft genauer ergründen. Als sie glaubt, dass sie für das Schicksal ihres Volkes zuständig ist...stürzt sie sich in ein Abenteuer...

Meine Meinung:
Ich hatte am Anfang so meine Probleme, da sehr viele Namen gleich zu Beginn auftauchen. Diese konnte ich mir zunächst nicht merken und sie auch nicht zuordnen. Auch hätte ich es toll gefunden, wenn das Elfische direkt übersetzt wurden wäre, oder zumindest gleich ein Verweis auf das Ende des Buches dabei gestanden hätte. So hätte ich schon eher nachgelesen, was manche Sachen eigentlich heißen. Aufgrund dieser Sachen war es erstmal schwer für mich in das Buch einzusteigen. Zum Glück ist mir das aber dann doch noch gelungen.
Die Spannung kommt dann recht schnell auf und kann auch die gesamte Zeit über gehalten werden. Auch wenn an einigen Stellen die Spannung ein bisschen durch recht lange Beschreibungen oder besser gesagt Erklärungen leidet.

Ayleen finde ich recht schnell sehr sympathisch, gerade weil sie eine sehr widerspenstige Art besitzt. Als ich sie dann stück für Stück besser kennenlernen durfte, konnte ich mich sehr gut in sie einfühlen. Ich habe ihren Hass, die Verzweiflung, aber auch ihren Mut deutlich wahrgenommen und es war für mich alles gut nachvollziehbar.

Breth dagegen finde ich total unsympathisch, er hat mich irgendwie wie angewidert. Beim Lesen habe ich mich sehr oft über ihn aufgeregt - ich kann aber sagen, dass er gut in die Geschichte passt.

Auch Veloron mochte ich schon zu Beginn des Buches nicht, er ist so rau und setzt seine Macht auf eine eher unschöne Weise ein. An einigen Stellen habe ich mich aber auch gefragt, ob er nicht doch einen weichen Kern hat.

Viktor war mir gleich sehr sympathisch, ihn mag ich so gern, weil er offen, mutig und liebevoll ist. Das sind Eigenschaften, die ich sehr schätze.

Die Beschreibungen sind sehr lebendig und auch sehr liebevoll geschrieben, diese haben mich schon sehr beeindruckt. Ich konnte mir die Welt in der Ayleen lebt, durch sie sehr gut vorstellen.
Toll finde ich auch, dass die Kapitel eine sehr angenehme Länge haben, zumal ich sehr oft in der Bahn lesen...und die Fahrt ja auch nicht ewig dauert.

Am Anfang hat mich das kursiv geschriebene erstmal irritiert. Das warf viele Fragen in mir auf, die sich aber nach und nach aufklärten. Das sie sich sich nicht alle auf einmal aufklären, finde ich sehr gut.

Manche Dinge fand ich ein bisschen unlogisch...z.B. sie klettern in eine Spalte hinab, das Messer sticht Ayleen in das Eis um Halt zu haben. Dennoch kann sie gleichzeitig eine Kerbe für ihren Fuss in das Eis hauen... wenn ich mir versuche das vorzustellen...das fiel mir schon eher schwer. Das sind zum Glück aber nur kleine Stellen, daher machen die auch nicht so viel bei meiner Bewertung aus.

Gerade im letzten Drittel des Buches gelang es der Autorin in mir sehr starke Gefühle auszulösen. Das hat mir sehr gut gefallen. Da konnte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen.

Toll finde ich auch den Anhang, denn in diesem ist vieles erklärt, die Lieder übersetzt, elfische Wörter übersetzt, so dass man sich die Texte im Buch doch selbst übersetzen konnte...

Die verschiedenen Epiloge haben mich schon ein bisschen verwirrt und viele Fragen in mir aufgeworfen. Allerdings erhöht das auch die Spannung auf die weiteren Bände und ich bin gespannt wie es weitergeht.

Das Ende hat mich genauso sehr berührt, wie es auch Ayleen berühren konnte.

4 von 5 Punkten

Papierverzierer Verlag
E-Book
4,49 Euro
586 Seiten
ASIN: B07CGMKSZR

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