Donnerstag, 26. April 2018

Buchrezension: Franziska Steinhauer "Der Werwolf von Hannover - Fritz Haarmann"




Inhalt:
Sommer 1924. Bevor der Ernst des Lebens für Ludwig und Theo beginnt, brechen die Freunde zu einer Fahrradtour auf. Doch plötzlich ist Theo verschwunden. Gleichzeitig scheint ein Serienmörder in Hannover sein Unwesen zu treiben. Spielende Kinder finden einen Schädel am Flussufer. Als kurz darauf weitere Schädel gefunden werden, entpuppt sich ein scheinbarer Unfall als bestialischer Mord. Verhaftet wird Fritz Haarmann, ein stadtbekannter Altkleiderhändler. Hat er all diese Menschen - auch Theo - unter den Augen der Öffentlichkeit ermordet?

Meine Meinung:
Dieses Buch konnte mich rundum begeistern.
Optisch ist es durch den roten Buchschnitt schon klasse, denn das fällt einfach ins Auge.

Schon allein, dass es mit den Textzeilen von "Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt der Haarmann auch zu dir..." beginnt finde ich total klasse. Wenn ich an Haarmann denke habe ich meist auch diese Zeilen im Kopf.
Dann ist kurz beschrieben, was Haarmann damals gemacht hat, wo die Schädel und Knochen gefunden wurden...und wie er an die "Jungs" gekkommen ist. Das ist besonders für diejenigen wichtig, die vorher noch nichts über Fritz Haarmann gelesen haben.

Anschließend steigt man in die Geschichte aus Sicht Haarmanns ein...wie er neben einem seiner Mordopfer aufwacht und feststellt, dass dieser tot ist. Wie ich finde, ist dies ein sehr gelungener Einstieg, der eindeutig Lust auf mehr macht.
Das Buch ist entweder wie eben schon geschrieben, aus der Sicht Haarmanns geschrieben, oder eben aus der, der Bevölkerung. Es ist durch die Überschriften auch immer gut zu sehen, welche Sicht man gerade vor sich hat. Gut gefallen hat mir auch, dass die Kapiel ebenfalls mit Zeitangaben versehen waren. Dies ist zum Teil für die Geschichte auch sehr wichtig.
Alle Gefühle und Gedanken sind gut beschrieben...seien es jetzt die, der betroffenen Bevölkerung oder auch die von Haarmann. Gerade auch der Gedanke der Bevölkerung, dass sie vielleicht Menschenfleisch gegessen haben, und wie sie damit umgehen, ist für mich sehr gut nachvollziehbar und schon sehr krass.

Insgesamt ist das Buch sehr fesselnd und spannend geschrieben, so dass ich es kaum aus der Hand legen wollte, und z.B. der Mittagspause entgegen gefiebert habe, damit ich weiterlesen konnte.
Gut finde ich, dass die Realität auf Fiktion trifft. Es sind in dem Buch Vernehmungsprotokolle Haarmanns eingearbeitet. Fiktion ist in diesem Fall die Sicht der Bevölkerung und die Radtour. Wobei ich mir vorstellen kann, dass die Bevölkerung damals oft so gedacht hat, wie es hier beschrieben wurde.

Heftig finde ich, dass nie geklärt werden konnte, wie er seine Opfer getötet hat - es gibt zwar Vermutungen, aber gewiss sind diese nicht. Und das auch nie geklärt wurde, ob er vielleicht wirklich Menschenfleisch verkauft hat...

Am Ende des Buches ist der Lebenslauf Haarmanns aufgeführt, wo er gewohnt hat, wie oft er im Gefängnis war...und auch das sein Kopf erst 2014 eingeäschert wurde - man diesen nach dem Köpfen erst untersucht hat, um herauszufinden, ob es da Auffälligkeiten gibt - auch das Ergebnis finde ich super interesant. Für mich waren auch dies Fakten total spannend. Insgesamt konnte das Buch mein Interesse an Fritz Haarmann noch verstärken.

Ich kann allen, die sich für wahre Verbrechen und im speziellen für Fritz Haarmann interessieren, dieses Buch empfehlen.

5 von 5 Punkte

Gmeiner Verlag
Taschenbuch
12,99 Euro
313 Seiten
ISBN 9783839220702

Montag, 23. April 2018

Buchrezension: Ursula Poznanski und Arno Strobel "Invisible"



Inhalt:
Du bist so wütend auf ihn. Du hasst diesen Menschen mehr als alles auf der Welt - obwohl du ihn gar nicht kennst. Und dann schlägst du zu...

Eine Serie von grauenvollen Morden gibt den Hamburger Kriminalkommissaren Nina Salomon und Daniel Buchholz Rätsel auf: Einem Patienten wird während einer OP ins Herz gestochen, ein Mann totgeschlagen, ein anderer niedergemetzelt...Die Täter sind schnell gefasst. Nur ihre Motive sind völlig unbegreiflich, denn keiner von ihnen hat sein Opfer gekannt. Das einzige, was sie verbindet: Die unermessliche Wut auf das Opfer. Und dass sie nicht wussten, was über sie kam.
Kann es sein, dass sie manipuliert wurden? Aber von wem und vor allem: wie?
Was Salomon und Buchholz schließlich aufdecken, wirft ein ganz neues Licht auf die Dinge, die unser Leben so bequem machen...

Meine Meinung:
Dieses Buch beginnt schon sehr spannend, das ist super - so wurde ich direkt in die Geschichte hineingezogen. Diese Spannung hält auch das gesamte Buch über an und wird stellenweise sogar noch größer.

Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Auch, dass es im Wechsel aus der Sicht von Daniel und dann aus der von Nina geschrieben ist, finde ich super. Gerade weil die beiden doch sehr untschiedlich sind. Es ist dadurch bedingt auch sehr spannend, wie unterschiedlich diese beiden Protagonisten ermitteln. Auch das konnte mich sehr begeistern. Gerade da Nina oftmals doch ein wenig aus der Reihe tanzt...
Nina ist mir auch mega sympathisch, auch gerade weil sie sich nicht immer verhält, wie eine Polizistin sich vielleicht verhalten sollte.
Daniel finde ich manchmal ein bisschen schräg und da habe ich mich desöfteren gefragt, warum er so ist, wie er ist...wobei ich aber auch verstehen kann, dass er manchmal so hart zu Nina ist, wenn diese mal wieder einen Alleingang unternommen hat.
Philipp finde ich ganz komisch - so als ob er sich irgendwie dazwischen drängen will. Er  ist mir zu schleimig....ich denke ihr wisst, was ich damit meine.
Isabell war mir von Anfang an sehr suspekt. Insgesamt passen alle Progagonisten jedoch gut zum Buch.

Die Idee ist einfach krass und super umgesetzt. Ich habe mich oft gefragt, wie man so skrupellos sein kann, wie es die Täter sind. Das hat mich doch sehr erschreckt und mich auch rätseln lassen...
Allgemein ist das Buch sehr heftig und nichts für schwache Nerven. Die Beschreibungen der Morde und der Mordopfer waren schon sehr detailiert. Ich fand es gut so, kann mir aber gut vorstellen, dass dies nicht für jeden was ist.
Gerade auch dadurch und durch andere gute Beschreibungen, konnte ich in bestimmten Momenten die Angst oder auch die Abgebrühtheit oder auch die Verwirrung gut spüren. All das war für mich sehr greifbar und so real - das fand ich besonders heftig.

Die Auflösung hat mich sehr überrascht und insgesamt war das Ende sehr krass, auch wenn ich da dann schon mit so etwas gerechnet habe, also dass nochmal was passieren wird. Nur mir war nie klar, dass es so heftig sein wird.

Ich kann euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

5 von 5 Punkten

Wunderlich Verlag
Broschiert
14,99 Euro
366 Seiten
ISBN: 9783805200158

Freitag, 20. April 2018

Buchrezension: Sebastian Fitzek "Das Joshua-Profil"



Inhalt:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

Meine Meinung:
Insgesamt ist dieses Buch sehr spannend und fesselend. Ich habe es durchweg verschlungen. Das sagt doch schon mal einiges aus, wie ich finde. Ich wollte das Buch auch nie aus der Hand legen und habe es mir daher oft mit dem Buch gemütlich gemacht, oder halt auf dem Weg zur Arbeit gelesen.

Als erstes möchte ich eine Empfehlung aussprechen...ich denke es ist sehr sinnvoll zuerst "Die Blutschule" von Max Rhode (Pseudonym von Sebastian Fitzek) zu lesen - denn das Joshua-Profil spielt an manchen Stellen drauf an. Außerdem ist die Blutschule auch sehr spannend.

Das Joshua-Profil beginnt auch mit einem Ausschnitt aus der Blutschule. Diese Idee finde ich super, da sie mir den Einstieg sehr leicht gemacht hat. Es geht dann auch gleich sehr spannend los - und ich kann sagen, diese Spannung erhöht sich im Laufe des Buches noch.
Es gibt viele Verwirrungen, die es mir unmöglich gemacht haben, selbst auf die Lösung zu kommen - das gefällt mir immer sehr gut.

Die Beschreibungen sind sehr krass - daher sind diese  auch nichts für schwache Nerven. Sie sind halt sehr detailreich, so dass man sich alles sehr gut vorstellen konnte. Durch die vielen Details sind sie oftmals aber auch sehr blutig. Ich mag das ja sehr gerne, für mich macht das einen Thriller oftmals aus.

Beim Lesen habe ich mich zunächst oft gefragt wer Joshua ist...und warum keiner Max glaubt... Diese und viele andere Fragen habe ich mir beim Lesen oftmals gestellt. Ich war da viel am Überlegen, gab aber nicht auf die Lösung...bis es aufgeklärt wurde.

Die Protagonisten sind super. Max und Jola fand ich von Anfang an sehr gut. Sowohl Max, als auch Jola tun mir sehr leid - Jola natürlich fast noch viel mehr... Beide müssen viel durchmachen. Ich glaube am schlimmsten ist es für Max, dass er alleine dasteht und ihm keiner glaubt. Er wird ziemlich schnell vorverurteilt, was ich schade finde, aber es macht auch die Spannung in dem Buch aus.
Kim dagegen finde ich manchmal ein bisschen komisch, aber auch das passt gut zu diesem Buch.

Bei der Auflösung hatte ich dann ein sehr beklemmendes Gefühl und mich oft gefragt, was man damit noch alles anrichten könnte. Ich finde das sehr beängstigend (was ich beängstigend finde, müsst ihr einfach selbst lesen).

Das Buch kann ich bedingungslos weiterempfehlen. Sebastian Fitzek hat mich auch bei diesem Buch nicht enttäuscht, sondern fesseln können.

5 von 5 Punkten

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Bastei Lübbe
Preis vom Taschenbuch: 10,90 Euro
432 Seiten
ISBN: 9783404175017

Donnerstag, 19. April 2018

Coverrelease "Elfenlicht - Märtyerkunst" von Judith Laverna

rétín, kýo ghínt vhóyar ‘secíyë ílumen eíhlinwýr Nílethenneth, élfan hén.

Das ist elfisch und heißt:
 
Ich freue mich, euch heute das Buchcover zu Elfenlicht – Band 1 – präsentieren zu dürfen.

Und hier ist es:





Sieht es nicht wunderschön aus?!

Und darum geht es in diesem ersten Teil:

 Die junge Kriegerin Ayleen wächst als einzige Tochter einer Adelsfamilie der Elfen weit im Norden auf. Sie überlässt das Regieren lieber anderen, da sie sowohl von ihrer Impulsivität als auch von ihren besonderen Fähigkeiten zum Handeln getrieben wird.
Während ihr Volk und seine Kultur verfallen und dabei mächtigen Feinden gegenüberstehen, muss die Elfenkriegerin ihre eigene Herkunft ergründen. In dem schicksalshaften Dilemma, Intriganten und auch dem eigenen Vater gegenübertreten zu müssen, entdeckt die sonstige Einzelkämpferin, dass es ein viel höheres Gefühl gibt, das sie bis dahin nicht gekannt hat: Liebe.
Im Glauben, für das Schicksal ihrer Welt verantwortlich zu sein, stürzt sie sich in ein Abenteuer, dessen Ziel die verzweifelte Suche nach einem Sinn dahinter ist. Erst als ein vor Ewigkeiten verbannter Verräter und König wieder auf den Plan tritt, wird klar, dass die Gefahr, in der ihr Volk und sie sich befinden, weitaus größer und gefährlicher ist, als sie alle angenommen haben. In einer Reise durch epische Welten beginnt für Ayleen ein Wettlauf gegen die Zeit in ein Abenteuer, bei dem sie nicht nur für sich selbst kämpfen muss, sondern auch für die, die sie liebt, und ihr gesamtes Volk.


Bevor ihr dann beim Lesen ganz überrascht seid...aber vielleicht könnt ihr es euch ja denken - schließlich fange ich meine Beiträge sonst nicht auf elfisch an...werden in diesem Buch einige Textpassagen auf elfisch sein.

Das Buch erscheint am 1.5 beim Papierverzierer Verlag
Und hier könnt ihr das Buch kaufen: Amazon
Der Vorbestellpreis beträgt 2,99 Euro

Na wie gefällt euch das? Ich kann sagen, ich freue mich schon sehr darauf, das Buch lesen zu dürfen. 

Dienstag, 17. April 2018

E-Book Rezension: Christelle Zaurrini "Ein letztes Mal für immer"

Inhalt:
Manche Entscheidungen verändern das ganze Leben. Jared zu heiraten sollte für Amy eine der besten Entscheidungen sein, doch als aus Liebe Angst wurde, veränderte sie sich in die schlimmste. Die einst lebensfrohe junge Frau zerbricht Stück für Stück, bis nichts als Verunsicherung übrigbleibt.
Erst, als sie den Freigeist Sean kennenlernt und den ersten Schritt in ein neues Leben wagt, beginnen sich ihre Ketten zu lösen.
Zum ersten Mal seit langer Zeit gibt es jemanden, der sie versteht und respektiert. Doch schafft sie den Sprung zurück ins Glück? Und vor allem: zu welchem Preis?

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, ich konnte beim Lesen sehr gut in die Welt von Amy abtauchen. Und sie tat mir sooo oft so leid. Ich habe sehr mit ihr mitgelitten. Ich empfinde sie trotzdem als starke Frau, die immer wieder aufblüht. Und genau dass sie das schafft finde ich so toll. Auch wie sie manchmal ausbricht und versucht ihren eigenen Weg zu gehen, ist spannend. Das sie Jared allerdings so hörig ist, fand ich schrecklich. Auch wenn ich weiß, dass dies in solchen Fällen oft so ist. Das tat mir so leid.

Jared ist ein riesengroßes Arschloch. Allerdings hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass es mehr Szenen gibt, in denen er austickt, einfach damit dem Leser noch klarer wird, wie brutal er wirklich ist. Und auch wie hörig Amy ihm ist, wäre dann noch besser zur Geltung gekommen. Es gab da aber die ein oder andere Szene, die mich doch sehr schockiert hat - mehr möchte ich zu diesen Szenen aber nicht verraten, das müsst ihr schon selbst lesen.

Sean find ich total toll, wie er ist, und die Lebensfreude, die er ausstrahlt, ist einfach wahnsinnig toll. Er war mir von Anfang an sehr symphatisch.
Auch Hollie fand ich von Anfang an klasse, sie ist eine tolle Frau, die halt ein bisschen anders ist. Und genau das "Anderssein" mag ich an ihr. Sie ist halt wie sie ist - das zieht sich auch die ganze Zeit durch. Ich mag sie einfach sehr.
Auch Trevor konnte mich begeistern, er passt ebenfalls gut zu der Geschichte und durch ihn passiert ja nun auch einiges - was ich sehr gut finde und es stellenweise sehr spannend macht.

Insgesamt habe ich dieses Buch verschlungen. Der fantastische Schreibstil macht es einem dabei ganz einfach. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Die Idee zu der Story ist einfach klasse, und sie ist auch super umgesetzt.
Die Dialoge sind toll und auch die Entwicklung, die manche Protagonisten durchmachen ist super beschrieben.
Auch das die Geschichte mal aus der Sicht von Sean und mal aus der Sicht von Amy war, fand ich super gemacht, da man so die Gefühle/Gedanken von beiden besser kennenlernt. Gerade die Gedanken und Gefühle sind für diese Geschichte äußerst wichtig.
Durch viele Höhen und Tiefen und unvorhergesehene Ereignisse ist dieses Buch durchweg sehr spannend.

Das Buch kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.

4 von 5 Punkten.

E-Book
0,99 Euro
170 Seiten
ASIN: B07C66F8XY

Sonntag, 15. April 2018

Auslosung der Blogtour

Vielen Dank, an alle, die bei der Tour mitgemacht haben. Ich hoffe ihr hattet viel Spaß.

Gewonnen haben:

1. Preis - 1 signiertes Print
- Alex Richter

2. Preis - 1 E-Book im Wunschformat
- Daniela Schiebeck

3. Preis - 2 signiertes Lesezeichen
- qianru Chen
- Astrid Arndt

Bitte schickt eine E-Mail mit Eurer Anschrift an: info@cp-ideenwelt.de

Donnerstag, 12. April 2018

Buchrezension: Max Rhode "Die Blutschule"



Inhalt:
Eine unbewohnte Insel im Storkower See

Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer

Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ...

Meine Meinung:
Erstmal möchte ich sagen, dass ich es total klasse finde, dass Sebastian Fitzek dieses Buch unter einem Pseudonym geschrieben hat. Es ist wirklich doch schon anders, als das, was er sonst schreibt. In diesem Buch sind einige Horrorelemente, und dadurch bedingt auch unrealistische Dinge - dieses gibt es in seinen Büchern sonst ja nicht. Daher finde ich es super so. Ich bin auch schon gespannt, wie er den Autor Max Rhode in sein Buch, "Das Joshua-Profil" mit eingebunden hat, daher werde ich diese auch gleich als nächstes Lesen.


Ich finde dieses Buch durch seine Horrorelemente ziemlich krass. Wie genau dieses aussehen möchte ich hier allerdings nicht verraten, denn ich möchte euch ja nicht spoilern. Das müsst ihr schon selbst lesen. Auf jeden Fall fand ich dieses Elemente schon sehr gut, sie waren auch sehr gut eingebracht.




Bis es zu dem Punkt kommt, der im Klappentext beschrieben ist, dauert es allerdings doch eine ganze Zeit, das fand ich aber nicht schlimm, da das davor auch schon spannend und toll beschrieben ist. Auch ist es sehr wichtig für die Geschichte. Ich hätte anhand des Klappentextes allerdings gedacht, dass es schneller zur Sache geht - ich finde dieser konnte daher nochmal überarbeitet werden, weil manche Leser so vielleicht doch was anderes erwarten und am Anfang des Buches so enttäuscht wären. Das war bei mir zum Glück nicht der Fall.

Die Protagonisten sind toll beschrieben, ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Gerade Simon und Mark taten mir oft leid. Ich war da schon sehr entsetzt. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wie man als Vater nur so sein kann - auch wenn ja klar war, warum er so war wie er war. Die Beschreibungen, was den beiden passiert und wie sie sich fühlen sind einfach genial. Ich konnte mich in die beiden sehr gut hineinfühlen und alles gut nachvollziehen.



An manchen Stellen habe ich mich schon ein bisschen geekelt. Gerade wenn es Tiere oder Kinder betrifft bin ich da dann doch ein wenig empfindlich. Da sollte man bei diesem Buch zumindest zum Teil schon mit umgehen können, sonst ist dieses Buch nichts für einen.

Das Ende ist auch echt heftig und da hab ich mir so einiges vorgestellt - durch die Beschreibung am Ende hatte ich starkes Kopfkino. Hier überlässt der Autor es dem Leser sich selbst alles vorzustellen und beschreibt nichts so genau. Das fand ich schon sehr gut, gerade weil ich dann doch eine blühende Fantasie habe.

Dieses Buch habe ich innerhalb von einem Tag durchgelesen, und das obwohl ich an diesem Tag noch einige andere Verabredungen hatte. Ich denke das sagt auch viel aus, wie mir dieses Buch gefallen hat.
Ein Buch welches ich so verschlinge kann nur gut sein, und hat mich dann eindeutig gefesselt und nicht mehr los gelassen.

5 von 5 Punkten

Lübbe
Taschenbuch
255 Seiten
12,99 Euro
ISBN: 9783404172672

Montag, 9. April 2018

Blogtour: "Der Fluch des Rhododendrons - Paula und der Pakt" Tag 1 - Buchvorstellung



Ich darf heute am ersten Tag der Blogtour beginnen:
Da ihr das Buch wahrscheinlich noch nicht kennt, stelle ich euch heute das Buch und die Autorin vor und gebe auch einen kleinen Ausblick auf den 2. Band.

Autorenvorstellung:
Das Buch "Der Fluch des Rhododendrons - Paula und der Pakt" wurde von Barbara A. Ropertz geschrieben. Diese lebt mit ihrer Familie am Stadtrand von Stuttgart. Bereits in jungen Jahren begann sie sich für Sagen und Mythen aus dieser und anderen Regionen zu interessieren, daher hat sie auch viele Bücher dazu in ihrem Besitz.

Buchvorstellung:

epubli Verlag
ISBN  9783745087840
Taschenbuch 10,99 Euro
E-Book 2,99 Euro
304 Seiten

Ich: Hallo Paula, du bist ja die Hauptprotagonistin in dem Buch "Der Fluch des Rhododendrons - Paula und der Pakt" das möchte ich meinen Bloglesern heute mal ein bisschen vorstellen.

Paula: Hallo Leseengel, oh das ist ja schön, dass du das Buch bekannter machen möchtest.

Ich: Paula, wie kommt es dazu, dass du überhaupt in das Buch gekommen bist?

Paula: Ja also, das war so, ich habe erfahren, dass ich den Hexentobel bei Uelzen erben soll. Zunächst war ich erstmal sehr verwundert und hatte auch ein bisschen Angst. Da war ich junge 25 Jahre alt, und noch nicht so gefestigt im Leben.

Ich: Okay, warum hattest du Angst?

Paula: Naja, ich soll so ein großes Grundstück alleine betreuen. Und dann gingen ja auch noch Gerüchte rum, dass es auf diesem Grundstück viele Flüche geben soll. Auch vor denen hatte ich zunächst ein bisschen Angst. Und stell dir vor, ich sollte getestet werden....
Beim Einzug habe ich zunächst meine Vorgängerinnen ein bisschen kennengelernt...wie genau erfahrt ihr noch.
Und dann habe ich auch mehr und mehr über den Hexentobel erfahren.
In manchen Momenten bin ich echt an meine Grenzen gestossen - warum möchte ich euch hier nicht verraten, dass müsst ihr einfach lesen. Auch sollte ich selbst einen Fluch schreiben...

Ich: Danke Paula, dass du dir die Zeit genommen hast und uns einige Fragen beantwortet hast.

Meine Rezension zu diesem Buch findet ihr HIER . Dort könnt ihr euch auch nochmal ein paar Eindrück zu dem Buch verschaffen.

Ausblick auf Band 2:
Es wird auch noch einen 2 Band geben. Dieser wird dann "Der Fluch des Rhododendrons - Paula und die Feuertänzerin" heißen. Wann dieses erscheinen wird, weiß ich allerdings noch nicht, da lassen wir uns einfach überraschen. Die Autorin hofft, dass sie es bald fertig schreiben kann und dann ein fertiges Manuskript in den Händen hält.
Eine ihrer Vorgängerinnen Bernadette wird in diesem Buch ebenfalls wieder eine Rolle spielen. Und eine alte Sunderberger Hexen-Sage wird zu neuem Leben erwachen...und sich in der Gegenwart erfüllen.

Und so wird das Cover aussehen...



Die weiteren Themen der Tour werden sein:
Tag 2: Wer ist Paula, Bernadette, Elisabeth und Johanna?
Tag 3: Die Flüche und ihre Auswirkungen in der Zukunft - Buchtempel
Tag 4: Die Wächterinnen 
Tag 5: Heilkunde und Hexerei
Tag 6: Gewinnerbekanntgabe auf allen teilnehmenden Blogs

Meine Gewinnspielfrage:
 Was fasziniert dich nach meinem Beitrag zur Tour an dem Buch? Was genau macht dir Lust darauf es zu lesen?

Das gibt es zu gewinnen:

1. Preis - 1 signiertes Print
2. Preis - 1 E-Book im Wunschformat
3. Preis - 1 signiertes Lesezeichen


Teilnahmebedingungen:

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
Das Gewinnspiel endet am 13.4.2018 um 23:59 Uhr.

Freitag, 6. April 2018

E-Book Rezension: Tina Skupin "Valkyrie - Zurück ins Jetzt"

Inhalt:
Wo einst Walküren, Trolle und sagenhafte Wesen wandelten, erhebt sich nun die Skyline Stockholms in den Himmel. Menschen bevölkern die Straßen, gehen ihrer Wege und bewältigen ihren Alltag. Doch in den Eingeweiden der Stadt rumort etwas.

Eine Walküre namens Frida arbeitet am Ticketschalter einer U-Bahn-Station, ein Drachenboot ankert in der Nähe der Altstadt und eine eigentlich tote, aber sehr aktive Wissenschaftlerin im Kleinformat versucht herauszufinden, wohin das geheimnisvolle Asgard der Götter verschwunden ist. Was mag geschehen, wenn Sagenwesen aufeinandertreffen, Monster sich aus der Finsternis erheben und über allem der Hauch alter Mythen schwebt?

Meine Meinung:
Ich brauchte bei diesem Buch einige Seiten, bis ich mich wirklich auf die Geschichte einlassen konnte. Das lag vermutlich daran, dass ich Bücher in diese Richtung bisher nicht so viel gelesen habe.
Als ich mich auf die Geschichte einlassen konnte, fand ich sie jedoch echt gut. Sie ist spannend und oftmals auch witzig. Die Idee dazu ist einfach grandios. Und gerade dadurch, dass Frida in das Jetzt kommt macht es einiges doch sehr lustig, da sie mit der Welt jetzt nicht immer zurecht kommt. Das bringt einige komische Momente mit sich. Als sie sich dann jedoch langsam zu recht findet, kommen andere Probleme auf. Ein Problem entsteht dadurch, dass sie nicht an ein altes Gesetz - aus ihrer Zeit denkt... - mehr möchte ich dazu jetzt allerdings nicht verraten, denn auch ihr sollt ja euren Spaß beim Lesen haben....lasst euch einfach drauf ein.

Die Charaktere fand ich insgesamt ganz gut. Mit Frida kam ich nicht durchgehend klar. Sie war mir manchmal zu naiv, vielleicht auch manchmal einfach zu anstrengend. Das war vor allem so relativ mittig der Fall. Zum Ende hin hat sich meine Meinung dann aber doch noch geändert. Was auch gut so war. Da habe ich dann richtig mit ihr mitgehofft und gebangt und war super gespannt was ihr denn noch alles so passiert. Auch wie sie mit den anderen "Arten" klar kommt fand ich super gut gemacht. Einige der "Arten" waren mir durchaus bekannt, andere waren neu für mich. Über alle "Arten habe ich jedoch so viel erfahren, dass ich ihre Geschichte kennen gelernt habe und auch ihr Verhalten gut nachvollziehen konnte. Das ist mir gerade in solchen Büchern sehr wichtig.

Am genialsten fand ich allerdings eine Wendung, zu der es im Buch kommt, aber diese verrate ich euch natürlich auf keinen Fall. Da war ich sehr überrascht, ich hätte null damit gerechnet, ich war perplex beim lesen. Das ist der Autorin sehr sehr gut gelungen. Denn gerade solche Überraschungsmomente machen ein Buch doch oftmals aus. Mit diesem Moment erhöht sich die Spannung nochmals, was ich super finde.

Lasst euch von diesem Buch überraschen...

4 von 5 Punkten

Verlag ohneohren
E-Book
515 Seiten
3,49 Euro
ASIN: B07B52H67Z

Mittwoch, 4. April 2018

Buchrezension: Felicity Green "Der Teufel im Bunde - ein Highland-Hexen-Krimi"



Inhalt:
»Zeit war ein Teufelskreis. Und sie war für alle Ewigkeit darin gefangen.«

Im neuen HIGHLAND-HEXEN-KRIMI wird das Geheimnis der Oberhexe Mary MacDonald endlich gelüftet.
Im B&B Thistle Inn wird eine junge Frau tot aufgefunden. Unter ihrem Kopf liegt aufgedeckt die Tarotkarte Der Tod. Die Hausbesitzerin, die alte, schrullige Mrs MacDonald, ist spurlos verschwunden. Fotos nach zu urteilen, gleicht die verstorbene Unbekannte einer jungen Mrs MacDonald bis aufs Haar. Nur behauptet jeder im Dörfchen Tarbet in den schottischen Highlands, dass Mrs MacDonald keine Kinder oder Enkel hatte. Wer ist die junge Frau? Und wo steckt Mrs MacDonald?
Diesem Rätsel geht Inspektor Kenna Maxwell am ersten Tag in ihrem neuen Job nach. Leider stößt sie auf eine Mauer des Schweigens bei den Dorfbewohnern und insbesondere beim sonderbaren Heimatverein, dem Mrs MacDonald vorsteht. Der hat eine junge Privatdetektivin namens Abbey Fine angeheuert, die Kenna dauernd in die Ermittlungen hineinpfuscht.
Kennas dementer Großvater Alasdair, ehemaliger Polizist und ebenfalls ein Highland-Urgestein, berichtet ihr von einer Mordserie, die Tarbet und Umgebung in den 1930er-Jahren erschütterte und in die Mary MacDonald involviert war. Mitarbeiter des Washfield Circus, der in der Nähe gastierte, waren dringend tatverdächtig gewesen - bis auch dort Frauen umgebracht wurden und schließlich eine Morven Jamieson aus Tarbet festgenommen, der Hexerei bezichtigt und zum Tode verurteilt wurde.
Als Kenna Nachforschungen anstellt, muss sie allerdings herausfinden, dass die Morde nie geschehen sind. Hat sich ihr Großvater alles nur ausgedacht? Aber Alasdairs Geschichte zufolge fand man auch bei den damaligen Mordopfern die Tarotkarte Der Tod ...

Meine Meinung:
 Auch dieses Buch von Felicity Green konnte mich wieder sehr begeistern. Ich habe es innerhalb weniger Tage gelesen, weil ich einfach wissen wollte, was für ein Geheimnis Mrs MacDonald in sich birgt. Das fand ich einfach spannend.
Die Vermutung hatte ich tatsächlich schon bevor es vollendens aufgelöst wurde, aber das macht überhaupt nichts. Denn die Spannung war trotzdem vorhanden.

Die Charaktere konnten mich auch hier wieder überzeugen, toll finde ich, dass ich über die Charaktere einfach noch mehr erfahren habe.
Kenna war mir sehr schnell sympathisch. Sie ist eine taffe Frau, die einiges hinterfragt und auch merkt wenn ihr was komisch vorkommt. Sie mochte ich sehr und ich hoffe, dass sie in den weiteren Büchern der Highland-Hexen noch weiter so wichtig sein wird. Auch ihren Großvater finde ich irgendwie niedlich, er bringt sie in gewisser Weise auf so manche Dinge.
Abbey fand ich teilweise echt komisch, aber das ändert sich zum Glück recht schnell, auch wenn sie manchmal sehr undurchsichtig wirkt, so mag ich sie doch sehr gerne.

Die Geschichte ist wieder super aufgezogen, sie ist spannend. Die Idee dahinter war bestimmt nicht so einfach zu finden. Und gerade deswegen ist sie so toll. Auch wie die damaligen Morde beschrieben sind, ist einfach klasse beschrieben. Ich konnte mir diese sehr gut vorstellen. Und so manches Mal war ich durch sie irgendwie auch verwirrt, gerade am Anfang. Das klärt sich aber recht schnell auf.
Auch die verschiedenen Zeiten machten mir überhaupt nichts aus, da schon durch die Kapitelüberschrift klar war, in welcher Zeit ich mich gerade befunden habe. Dies fand ich sehr gut gestaltet. Mir hat das auch sehr gut gefallen.


Durch den tollen Schreibstilm, lässt sich dieses Buch sehr gut lesen. Ich habe an keiner Stelle gestockt, sondern es komplett flüssig durchgelesen.

Insgesamt war ich von diesem Buch wieder sehr begeistert und kann es auch auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich empfehle allerdings, die anderen Highland-Hexen-Krimis zuerst zu lesen, da es durch die verschiedenen Charaktere schon Sinn macht. Da teilweise welche dazu kommen.

5 von 5 Punkten

Books on demand
Taschenbuch
368 Seiten
11,99 Euro
ISBN: 9783746030326

Sonntag, 1. April 2018

E-Book Rezension: Barbara Ropertz "Der Fluch des Rhododendrons - Paula und der Pakt"

Inhalt:
Seit Jahrhunderten wissen Eingeweihte, dass die Sagen und Gerüchte über ein Grundstück, auf dem noch immer uralte Flüche herrschen, der Wahrheit entsprechen.
Die junge Paula erbt überraschend dieses Grundstück. Sie muss sich den Flüchen aus alter zeit und dem, was sie bis heute bewirken, stellen. Ihre Lehrzeit auf dem sogenannten "Hexentobel" beginnt an ihrem 25. Geburtstag. Schon bald wird sie beweisen müssen, ob sie dieses schwere Erbe tragen und eine gute Hüterin für den Tobel und seine Flüche werden kann. Sie wird selbst eine Aufgabe bekommen, die sie an ihre Grenzen führt. Sie muss einen Fluch schreiben und damit einen Schuldigen grausam strafen. Nämlich mit dem Tod. Wird sie dieser Aufgabe gewachsen sein?

Meine Meinung:
Insgesamt ist dieses Buch sehr spannend, auch wenn es zwischendurch kleine Schwächen aufweist.

Am Anfang musste ich mich an die verschiedenen Schriftformen doch sehr gewöhnen. Zum Glück ging das irgendwann aber. Ich fand es bei dem kursiven gerade schwierig dies auf Dauer zu lesen, das war irgendwie anstrengend für die Augen. Ich denke das hätte man besser lösen können, indem man wirklich verschiedene Schriftarten gewählt hätte. Da wäre der Unterschied auch hervorgestochen, aber für die Augen wäre es angenehmer gewesen.

Die Flüche sind durchweg interessant und sie lösen zum Teil einiges aus, mit dem ich so erstmal nicht gerechnet habe. Beim Lesen habe ich mich auch immer wieder gefragt, was da noch alles für Flüche zum Vorschein kommen werden. Auch was die Flüche teilweise noch mit Paula bewirken finde ich klasse. Wie sie die Flüche Stück für Stück ergründet und auch auf ihre Vorgängerinnen "trifft" - das ist schon toll umgesetzt.

Auch habe ich mich gefragt, was es mit dem Pastor Henrik auf sich hat, er kam mir manchmal ein wenig komisch vor, so als wenn etwas mit ihm nicht stimmen würde.

Paula fand ich toll, eine bodenständige Frau, die doch recht genau weiß, was sie will und dies auch sagt bzw. zeigt.
So wie ihre Vorgängerinnen stelle ich mir diejenigen vor, die damals unter der Hexenverfolgung gelitten haben...Kräuterkundige Frauen, die einfach helfen wollen. Nur das man damals damit halt nichts anfangen konnte, oder besser gesagt Angst davor hatte, weil keiner wusste, warum wieso...

Stellenweise waren es für mich manchmal zu viele Infos, die ich mir dann auch nicht alle merken konnte, obwohl ich mir da manchmal auch nicht sicher war, ob sie nicht eventuell noch wichtig sein könnten. Ich denke das hätte die Autorin vielleicht auch auf weniger Infos reduzieren können und eher die wirklich wichtigen nehmen müssen.

Insgesamt konnte ich das Buch auch flüssig lesen - bis auf halt das Kursive, aber das lag ja nicht am Schreibstil, sondern wirklich an der Schriftform. Der Schreibstil ist toll, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und fühlte mich oftmals in Paula hineinversetzt. Auch das ist mir bei Büchern immer wichtig.

Ich kann mir gut vorstellen weitere Bücher der Autorin zu lesen.

4 von 5 Punkten

epuli
E-Book
2,99 Euro
304 Seiten
ISBN 9783745087840