Sonntag, 13. Mai 2018

Rezension: Lena Klassen "Die Wandler - Der Fluch des Wandlers"

Achtung - könnte Spoiler enthalten, da es sich um Band 3 handelt.

Inhalt:
In diesem Buch geht es um die Vorgeschichte von einem Protagonisten. Er ist ein Prinz und wird daher gefangen gehalten...er hat Fähigkeiten, die sich kaum jemand vorstellen kann...er soll der zukünftige Schlangenkönig werden..er ist ein Spielball der Mächtigen...und dann erfährt er noch das größte Geheimnis seines Volkes...

Meine Meinung:
Der Einstieg war für mich diesmal nicht ganz so leicht. Ich musste erstmal überlegen, was Sache ist, wer diese Dana überhaupt ist... Wer Mikolaj ist und wer Abramowitsch....das war für mich erstmal ein wenig schwierig. Ich denke das hätte die Autorin irgendwie geschickter lösen können. Es klärt sich dann zwar Stück für Stück auf, was ich auch gut finde, aber komisch war es am Anfang trotzdem sehr.
Nachdem dies für mich klarer war, lässt es sich jedoch flüssig lesen, es ist insgesamt gut durchdacht. Mir ging dann der Gedanke durch den Kopf, ob die Autorin den Gedanken zu Band 3 schon hatte, bevor sie Band 1 überhaupt geschrieben hat, bzw wann Band 3 wirklich entstanden ist.
Spannend ist, dass sich einiges aus Band 1 und 2 aufklärt...was für Sachen das sind, verrate ich euch natürlich nicht, ich möchte euch ja nicht die Spannung nehmen. Vieles war für mich auf eine positive Art und Weise irgendwie unvorstellbar...es sind Dinge passiert, mit denen ich so natürlich nicht gerechnet hätte - einiges davon hat mir Angst gemacht.
Die Beschreibungen sind einfach super, alles ist sehr bildhaft beschrieben, so dass ich mir dies sehr gut vorstellen konnte.

Mikolaj tut mir ziemlich schnell leid, es ist einfach krass, was er sich alles gefallen lassen muss und wie er behandelt wird. Gerade dies erklärt auch einiges in Hinblick auf sein eigenes Verhalten. Ich finde es sehr gut, dass dies jetzt aufgeklärt wird. Seine Geefühle sind mir so nah, er wirkt so verletzlich, so "klein" und dann doch wieder so erschreckend. Auch seine Gedanken sind für mich sehr gut nachvollziehbar. Ich war überrascht wie er manches herausgefunden hat...was er über sich selbst gedacht hat...
Er ist in diesem Buch die Hauptperson, und obwohl es sich tatsächlich eigentlich fast nur um ihn dreht, konnte die Autorin einen guten Spannungsbogen erreiche.

Mercier mag ich immer weniger, ich mochte ihn in den anderen Büchern ja schon nicht...in diesem noch weniger. Er ist mir einfach unsympathisch und löst Hassgefühle in mir aus. Ich finde es erschreckend, was er alles tut...ich würde das tatsächlich als krank bezeichnen... Er ist verrückt, hinterhältig und irgendwie abgebrüht.

Insgesamt fand ich Band 1 und 2 besser, als diesen hier. Aber auch dieser hier war okay und ich konnte das Buch flüssig lesen. Innerhalb weniger Tage hatte ich auch diesen Band fertig gelesen.

4 von 5 Punkte

Eisermann Verlag
Taschenbuch
450 Seiten
12,90 Euro
ISBN:  9783961730605


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