Sonntag, 30. August 2015

Buchrezi: David Chang "Massagetechniken"


Inhalt:
In diesem Buch sind verschiedene westöstliche Massagetechniken zur Selbstbehandlung und auch zur Partnermassage vorgestellt.

Meine Meinung:
Zu Beginn des Buches ist erstmal ganz lange aufgezeigt, woher die einzelnen Massagetechniken überhaupt kommen, und was für Schwerpunkte sie haben. Einige Nebenwirkungen und Hinweise wann nicht massiert werden darf sind in diesem Teil auch eingebunden. Auch wo sich z.B. welche Fußreflexzonen befinden ist aufgezeichnet. Schon in diesem Teil des Buches sind viele Bilder, die einiges verdeutlichen.
Im zweiten Teil sind dann die Griffe genau erklärt. Diese werden auch sehr deutlich durch Abbildungen dargestellt. Dadurch sind sie gut verständlich und anwendbar. Außerdem ist im zweiten Teil sehr deutlich aufgezeigt, welche Stellen in Verbindungen mit welchen Griffen bei welchen Krankheitsbildern helfen können.

Die meisten Griffe sind recht einfach und daher auch gut anzuwenden. Bei einigen musste ich immer nachlesen, während ich sie an mir ausprobiert habe - das fand ich ein bisschen anstrengend. Aber ich denke da wird die Übung auch einiges machen und Sicherheit geben.
Die Griffe die ich gegen Schulter/Nacken bzw Rückenschmerzen angewendet habe, haben mir schon Erleichterung verschafft.

Ich denke ich werde noch weitere Griffe ausprobieren.

Den ersten Teil des Buches fand ich zu ausführlich und habe diesen teilweise nur überflogen.

3 von 5 Punkten

Bassermann
Taschenbuch
9,99 Euro
239 Seiten
ISBN 9783809434726


Freitag, 21. August 2015

Kurzrezi: Kai Twitter "Schantall, tu ma die Omma winken!"

Inhalt:
Der Sozialarbeiter Jochen, der in den Sozialdienst der Stadt versetzt wird, wird mit der Famile Pröllmann und deren Tochter Schantall konfrontiert und erlebt dort so allerhand.

Meine Meinung:
Von diesem Buch habe ich definitiv etwas anderes erwartet, ich hätte mehr Witz erwartet, aber das Buch war sehr flach. Das ist irgendwie schade. Das alle Vorurteile die es für die Unterschicht gibt, aufgegriffen wurden, war mir schon vor dem Lesen irgendwie schon klar. Das empfinde ich auch nicht unbedingt als schlimm, aber lustig fand ich an dem ganzen Buch leider nichts. Bis zum Ende habe ich es trotzdem gelesen, aber es wurde und wurde nicht besser. Und Schantall empfand ich einfach als nervig und dumm. Für mich zählt dieses Buch auf jeden Fall nicht als Bestseller.

1 von 5 Punkten

Schwarzkopf & Schwarzkopf
Taschenbuch
217 Seiten
9,95 Euro
ISBN 9783862652198

Mittwoch, 19. August 2015

Buchrezi: Sarah Blakley-Carrwright, David Leslie Johnson "Red riding hood Unter dem Wolfsmond"

Inhalt:
Valeries Kindheitsfreund Peter verschwand vor 10 Jahren, den Vollmond direkt danach hat sie den Werwolf gesehen und er hat sie verschont.
Peter ist wieder zurück als Erntehelfer, Valerie empfindet immer noch die gleiche Leidenschaft für ihn wie damals. Sie ist aber einem anderen versprochen, möchte jedoch alles tun, damit sie Peter nicht wieder verliert. Am Tag nach dem Vollmond wird der leblose Körper von Valeries Schwester gefunden, der Werwolf hat sie getötet...die Jagd beginnt...

Meine Meinung:
Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich bereits den Film gesehen. Dieser gefiel mir allerdings überhaupt gar nicht. Daher war ich sehr skeptisch, ob ich dieses Buch überhaupt lesen wollte, da es nun aber auf meinem SuB lag, habe ich mich entschieden es zu lesen. Dies bereue ich nicht. Ich kann sagen, dass das Buch um einiges besser ist als der Film, das ist auch gut so.
Es handelt sich hierbei um ein Jugendbuch, was wie ich finde stellenweise ganz schön brutal ist und daher meiner Meinung nach wirklich erst so ab 14/15 gelesen werden sollte, ich denke jüngere könnten sich sehr fürchten.
Die Geschichte ist schön geschrieben und das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, lange gebraucht habe ich für dieses Buch nicht. Kleine Schwachstellen hat die Geschichte, aber das hat auch eher was damit zu tun, dass ich nicht mit allen Charakteren gut klar kam, und das es mir irgendwie schwer viel mir das Leben in diesem Dorf vorzustellen.
Die Liebesgeschichte nimmt nicht zu viel Raum ein, das gefällt mir gut. Das Buch ist spannend aufgebaut und die Spannung wird das Buch über gehalten, auch das ist mir immer wichtig.
Valerie finde ich teilweise irgendwie ein wenig naiv und auch manchmal eingebildet, aber dafür ist sie auch sehr mutig und das finde ich klasse. Sie ist nicht das typische Mädchen und macht sich nicht so viel aus ihrem Äußeren, sie findet sich selbst nicht hübsch, die meisten sehen das jedoch anders.

Ich habe bisher noch nicht so viel über Werwölfe gelesen und ich denke ich bin aus dem Thema Vampire etc auch eher raus und habe da nicht mehr so ein großes Interesse dran, und doch fand ich dieses Buch recht ansprechend.

4 von 5 Punkten

cbt
Taschenbuch Ausgabe
290 Seiten
ISBN 9783570161241

Freitag, 14. August 2015

Kurzrezi Buch: Wolf S. Dietrich "Friesische Rache"

Inhalt:
Ein Mord ereignet sich auf Borkum und die Hauptkommisarin Rieke vom LKA wird zu dem Fall hinzugezogen. Sie stößt Stück für Stück auf viele Geheimnisse die es auf der Insel gibt.

Meine Meinung:
Eine total spannende Story, die auch sehr gut umgesetzt wurde. Das Buch ist durchgehend spannend und ich konnte der Geschichte sehr gut folgen. Ich wollte unbedingt immer wissen wie es weitergeht, und habe das Buch förmlich verschlungen, bzw mir Zeit zum Lesen genommen, in der ich eigentlich andere Sachen hätte machen müssen.

Ich bin ohne irgendwelche Erwartungen an dieses Buch hinangegangen. Aber ich kann sagen, dass ich in Zukunft hohe Erwartungen an weitere Bücher von dem Autor habe.

Die Geschichte ist gut durchdacht.
In manchem Momenten hatte ich ein kurzes Gefühl von Ekel und Abscheu - und genau das gefällt mir gut.

5 von 5 Punkten

Luebbe
Taschenbuch
394 Seiten
8,99 Euro
ISBn 9783404171521

Donnerstag, 13. August 2015

Buchrezi: Michael Schonfield "Ich will doch bloß sterben, Papa - Leben mit einer schizophrenen Tochter"



Inhalt:
Jani, ein kleines Mädchen ist anders als andere Kinder. Sie ist sehr intelligent, allerdings hat sie auch unkontrollierte Wutausbrüche. Sie hat diese gar nicht im Griff, und die Eltern versuchen alles, damit diese Wutausbrüche nicht so häufig auftreten. Und sie hat Freunde und Haustiere die nicht existieren, ihre Fantasie ist unvorstellbar groß.
Ihre Eltern gehen mit ihr zu Psychologen usw. Und es wird vieles versucht, bis endlich mal die richtige Diagnose entsteht.


Meine Meinung:
Das Buch ist wahnsinnig heftig, und ich war oft entsetzt. Zum Teil vom Verhalten von Jani, die wirklich unkontrollierte Wutausbrüche hat, als auch manchmal vom Verhalten der Eltern. Das es für die Eltern schwer ist kann ich gut nachvollziehen. Auch das Mutter und Vater sich sehr unterschiedlich verhalten. In meinen Augen macht der Vater es zunächst richtig, indem akzeptiert, dass Jani Freunde und Tiere hat, die gar nicht existieren und sich ihr gegenüber in solchen Momenten auch so verhält. Die Mama dagegen will dies nicht so richtig wahr haben und korrigiert Jani dann oft, was wieder zu Wutausbrüchen ihrerseits führt.
Jani ist besonders, ihr Vater wollte aber auch ein besonders Kind und verhält sich oft so - trotzdem möchte ich hier keine Schuldzuweisungen machen, denn wie Schizophrenie entsteht ist da eine ganz andere Sache und meiner Meinung nach eher weniger anerzogen.

Das die Eltern Jani bei ihren Wutausbrüchen oft festhalten mussten und auch irgendwie hilflos waren, kann ich gut nachvollziehen. Auch das sie eine Diagnose und somit die richtige Behandlung haben wollen, finde ich verständlich. Es ist wahnsinnig, was sie mit dem Gesundheitssystem durchmachen müssten, dass Jani so schnell entlassen wird oder gar nicht erst aufgenommen wird. Wobei das mit der Aufnahme ja vielerorts der Fall ist, dass einfach viel zu viele Fälle vorliegen, die behandelt werden müssen.

Der Vater kritisiert das Erziehungsverhalten der Mutter und umgekeht ist dies ebenfalls der Fall. Ich denke in solchen speziellen Fällen schiebt immer der eine dem anderen die Schuld zu, oder zumindest oft und genau das ist falsch. Auch das man dann noch ein zweites Kind bekommt, kommt leider oft genug vor, ist meiner Meinung zwar nicht der richtige Weg, aber das muss letzendlich jeder für sich selbst entscheiden und sich dann auch den Kommentaren der Gesellschaft stellen.

Das Buch schildert sehr eindrucksvoll wie schwer es für die Eltern ist und wie lang der Weg doch war. Und ich glaube das ist leider oft der Fall.

Ich konnte das Buch sehr flüssig lesen, auch wenn ich manchmal geschockt über das war, was ich gelesen habe. Das Thema ist sehr interessant und auch bedrückend.

5 von 5 Punkten

Kösel Verlag
Gebundene Ausgabe
331 Seiten
19,99 Euro
ISBN 9783466309948

Dienstag, 11. August 2015

Buchrezi: Alexa Hennig von Lange "Die Welt ist kein Ozean"



Inhalt:
Franzi macht ihr Praktikum in einer Kinder- und Jugendpsychiatire und möchte danach dann für ein Jahr noch Australien. In der Klink lernt sie Tucker kennen, einen jungen der unter Mutismus leidet - er spricht aufgrund eines traumatischen Erlebnis gar nicht mehr. Am liebsten dreht er im Schwimmbad der Klinik seine Runden, unter Wasser - dort wo er für alle unerreichbar ist. Doch Franzi kann was in Tucker auslösen und dieser weckt Gefühle in Franzi....

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ein großartiges Buch, welches ich total verschlungen habe. Von der Autorin hatte ich zuvor schon "Relax" gelesen und auch dieses hatte mir schon gefallen, daher war ich gespannt was sie aus diesem Thema macht.
Ich finde die Autorin hat das Buch mit viel Empathie und Liebe geschrieben und es wirkt auf mich, als wenn ihr dieses Buch viel bedeutet - warum das auf mich so wirkt kann ich gar nicht genau beschrieben, ich glaube einfach ihr Schreibstil und die Umsetzung dieser Idee macht das alles aus.

Für ein Jugendbuch empfinde ich das Thema schon als recht gewaltig, gerade weil es für viele Jugendliche nur die heile Welt gibt - dementsprechend mutig erscheint auch die Protagonistin Franzi, die ihr Praktikum in einer Psychiatrie für Kinder und Jugendliche macht - was bestimmt kein leichter Bereich für ein Praktikum ist und ein wohl überlegter Schritt ist (zumindest denke ich so). Gut finde ich das Thema aber auf jeden Fall, denn Psychiatire wird, wie im Buch teilweise von einigen Personen auch gedacht immer noch als Irrenhaus angesehen, aber viele sehen nicht, warum die Menschen so geworden sind, wie sie sind. Gerade das es in diesem Buch Kinder und Jugendliche trifft ist natürlich für Jugendliche noch eine Nummer näher dran, als wenn es in diesem Buch um Erwachsene gehen würde.
Die Autorin blickt auch ein wenig in die Richtung wie ein Patient der Klinik so geworden ist, wie er jetzt nun ist, das zwar zum Großteil recht oberflächlich, aber dennoch aussagekräftig. Genau das finde ich auch super, sie nimmt damit das Bild vom Irrenhaus ein wenig weg - etwas was ich in der heutigen Gesellschaft wichtiger den je finde.

Die Protagonisten konnten mich alle total von sich überzeugen, ich habe schnell Sympathien entwickeln können, diese sind auch das gesamte Buch über erhalten geblieben. In die einzelnen Charaktere besonderes natürlich in Franzi konnte ich mich recht gut hineinversetzen. Der Autorin ist es gelungen die Gefühle und Ansichten von diesen so zu schildern, so das alles gut nachvollziehbar ist.

Der Schreibstil der Autorin hat es mir ermöglich dieses Buch flüssig zu lesen. Fachwörter wurden immer gut erklärt und es wurden meiner Ansicht nach auch nicht zu viele verwendet.

Ich wollte auch immer wissen wie es mit Franzi und auch mit Tucker weitergeht, was ihm passiert ist etc. Dadurch habe ich dieses Buch kaum aus der Hand gelegt.

Ein rundumgelungenes Buch, welches ich auf jeden Fall sehr weiterempfehlen kann.

5 von 5 Punkten
cbt
Softcover
14,99 Euro
349 Seiten
ISBN 9783570162965

Dienstag, 4. August 2015

Buchrezi: Marc Raabe "Heimweh"

Inhalt:
Jesse Berg, ein erfolgreicher Kinderarzt, der erst geschieden wurde, kümmert sich liebevoll um seine kleine Tochter Isa. Er spricht nie über seine Vergangenheit. Doch dann wird seine Exfrau ermordert und seine Tochter entführt. Um Isa zu finden kehrt er zurück ins Heim, in dem er früher selbst gelebt hat. Dort ist ein dunkles Geheimnis begraben, eins, welches ihn in seiner Jugend beinahe das Leben gekostet hätte.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist von Anfang bis Ende sehr spannend. So spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte bzw. aus der Hand legen wollte.
Die Spannung beginnt zwar erst Stück für Stück, ganz sachte, doch auf dem Höhepunkt bleibt sie dann bis zum Ende des Buches. Der Spannungsaufbau ist dem Autor daher meines Erachtens sehr gut gelungen.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend, auch die verschiedenen Perspektiven, in denen geschrieben wird, sind gut umgesetzt und somit gut zu unterscheiden, ich war mir immer sehr bewusst, wer gerade erzählt und wo das Ganze spielt - dies ist mir sehr wichtig, wenn aus verschiedenen Perspektiven berichet wird.

Die Orte an denen das Buch spielt, sind gut beschrieben, so dass ich mir diese leicht vorstellen konnte, und mir klar war, wie etwa es dort aussieht.

Auch Gefühle der Protagonisten, wie zum Beispiel Angst, waren so beschrieben, dass ich mich gut in diese hineinversetzen konnte, auch waren die Gefühlslagen so angewendet, dass ich diese nachvollziehen konnte und sie zu der Handlung gut passten.

Die Charaktere an sich haben mir zugesagt und waren stimmig in ihrem ganzen Wesen. Ich konnte alles an ihnen gut nachvollziehen, ihre Handlungen passten meines Erachtens zu ihnen und die Charaktere waren so beschrieben, dass ich eine gewisse Sympathie zu ihnen aufbauen konnte.
Daher wollte ich auch immer unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht, was noch alles passiert.

Die Idee zu dem Buch finde ich klasse, und ich kann behaupten, dass diese auch gut umgesetzt wurde. Ich bin bis kurz vorm Ende nicht dahinter gekommen, was alles passiert ist. Eigentlich erst 1-2 Seiten bevor das Ganze aufgeklärt wurde, da hatte ich dann eine Vermutung, die sich als richtig erwiesen hat. Ich tappte aber lange genug im Dunklen.

Dieses Buch kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.

5 von 5 Punkten

Ullstein
Taschenbuch
14,99 Euro
427 Seiten
ISBN 9783548286907
Hier könnt ihr das Buch bestellen


Vielen Dank an Blogg dein Buch