Inhalt:
Marja hat keine gleichaltrigen Freunde. Auf der kleinen Nordseeinsel,
auf der sie gemeinsam mit ihren Eltern wohnt, gibt es einfach zu wenig
Jugendliche in ihrem Alter.
Dann aber taucht Kirka auf. Das
merkwürdige Mädchen zieht Marja augenblicklich mit ihren Geschichten in
ihren Bann und erobert ihr Herz im Sturm. Doch so plötzlich sie
erschienen ist, so schnell verschwindet sie auch wieder. Nur ihr
hinterlassener Schreibblock zeugt von ihrer Existenz.
Wer ist diese Kirka und was lag ihr bei dem letzten Treffen mit Marja so dringlich auf dem Herzen?
Auf
der Suche nach ihrer verschollenen Freundin spielt Kirkas Geschriebenes
eine weitaus größere Rolle, als Marja jemals vermutet hat. Für die
Zwölfjährige beginnt ein fantastisches Abenteuer, das die Grenzen ihrer
Realität verschiebt...
Meine Meinung:
Dieses Buch fand ich sehr durchwachsen...einige Stellen konnten mich wirklich in den Bann ziehen - eigentlich sogar die meisten. Aber ich finde das Ende tatsächlich sehr merkwürdig und habe es auch nicht so ganz verstanden. Und wenn schon ich es nicht verstehe, wie sollen die Jugendlichen es dann tun. Das habe ich mich direkt nach dem Lesen gefragt.
Insgesamt ist die Geschichte sehr märchenhaft geschrieben, und auch die Beschreibungen sind gelungen. Ich bin in eine andere Welt abgetaucht, in eine Welt, die ich eigentlich sehr spannend fand. Aber ich habe tatsächlich was anderes erwartet, ich hätte mir gewünscht das mehr Sagen/Legenden verwendet wurden wären.
Marja finde ich klasse, sie mag ich auch schnell sehr. Auch die Geschichten, die Eigenschaften von Marja darstellen finde ich weitestgehend passend und konnte mir auch meinen Teil dazu denken. Aber das Ende macht alles Gute irgendwie dann doch zunichte, was ich sehr sehr schade finde, da hätte ich mir ein märchenhafteres Ende gewünscht.
3 von 5 Punkten
Independently published
266 Seiten
9,99 Euro
ISBN: 978-1791883546
Dienstag, 26. Februar 2019
Sonntag, 24. Februar 2019
Buchrezension: "Das Runner´s World Laufbuch für Einsteiger"
Inhalt:
Start to run!
Gewicht verlieren, Stress abbauen, sich im eigenen Körper rundum gut fühlen und vieles mehr: Laufen ist der einfachste und effektivste Weg dorthin. Aber wie startet man richtig durch als Laufanfänger? „Das Runner’s World Laufbuch für Einsteiger“ widmet sich all diesen Fragen, die sich Laufeinsteigern und -wiedereinsteigern stellen. Es enthält das Wissen, das Sie benötigen, um in die Laufschuhe zu schlüpfen und erfolgreich loszulaufen: der Start und die ersten Laufschritte; die nötige Inspiration, um motiviert zu bleiben; Tipps zur gesunden Ernährung und zur Verletzungsprophylaxe; realistische Trainingspläne, um Schritt für Schritt voranzukommen, und natürlich viele Erfahrungsberichte anderer Einsteiger. Laufen macht Spaß und belohnt. Also: Start to run!
Meine Meinung:
Dieses Buch betrifft tatsächlich Menschen, die gerade erst mit dem Laufen anfangen wollen, oder gerade ihren ersten Lauf hinter sich haben. Ich hatte mir für mich mehr Tipps erhofft. Einige Tipps habe ich auch bekommen, aber über die Laufpläne bin ich tatsächlich weitestgehend schon hinaus. Einzig der "Schneller werden" könnte noch was für mich sein.
Es geht bei den Plänen darum überhaupt anzufangen zu laufen...zunächst die Mischung aus gehen und laufen...und das dann immer steigern, bis man schließlich zum 5 km Lauf kommt. Diese Strecke laufe ich aber mittlerweile schon öfter, bzw bin sogar schon bei über 6 km. Deswegen sind diese Pläne tatsächlich nichts für mich. Ich glaube ich hätte da zu einem Buch für Fortgeschrittene greifen müssen.
Ich bin an einem Punkt, an dem ich gern laufen gehe, an dem ich allerdings auch häufig Training im Fitnessstudio mache (Kurse), mein Hauptaugenmerk ist eher das Fitnessstudio bzw entsprechende Übungen von dort auch draußen zu machen, Laufen ist für mich eher nebensächlich - auch wenn ich es oft mache und schon für einige Wettkämpfe angemeldet bin, auf die ich mich auch sehr freue.
Allerdings fand ich die Ernährungstipps sehr gut beschrieben, auch der Vergleich der verschiedenen Diäten, und warum die meisten nichts für Läufer sind, fand ich gut.
Ich denke gerade die Erfahrungsberichte können Anfänger sehr gut motivieren dabei zu bleiben - denn natürlich ist gerade der Anfang sehr schwer, da macht das Buch auch keinen Hehl drauß, was ich sehr gut finde.
Für Laufeinsteiger, die erst mit dem Laufen angefangen haben, oder gerade ihren ersten Km gelaufen sind...oder auch schon 3 km (dabei aber Schwierigkeiten haben) ist dies Buch eindeutig das Richtige.
Manches wiederholt sich in dem Buch, dadurch ist es zwar sehr einprägsam, aber irgendwie auch nach einer gewissen Zeit dann leicht nervig - was bei mir aber vielleicht auch dran liegt, dass ich darüber schon hinaus bin, bzw es für mich nichts neues war.
Vom Aufbau finde ich das Buch sehr gelungen, es lässt sich gut lesen, ist informativ - und eindeutig sehr gut für Anfänger geeeignet.
Ich werde mich auf jeden Fall noch nach einem weiterem Buch umschauen, was meinem derzeitigen Trainingsstand mehr entspricht.
Dennoch kann ich das Buch empfehlen, wenn ich mich an meine Anfänge zurück erinner. Und daraum geht es in diesem Buch ja hauptsächlich.
5 von 5 Punkten
SüdWest Verlag
Broschiert
20,00 Euro
240 Seiten
ISBN: 9783517095271
Samstag, 23. Februar 2019
Buchrezension: Steve Cotten "Das Prinzessinenspiel"
Inhalt:
Prinz zu gewinnen!
Die schüchterne Karen wächst an einem entlegenen Bergsee bei ihrer Pflegemutter auf, die ihr einige spärliche Grundkenntnisse von Magie vermittelt. Trotzdem ist sie unglücklich und droht an der Einsamkeit zu zerbrechen. Eines Tages taucht die mutige Jelena bei ihr auf und nimmt sie mit auf ihrer Reise nach Lusandria. Dort wird das Prinzessinnenspiel ausgetragen und die Siegerin bekommt den Prinzen samt Königreich.
Schon der Weg in das geheime Land ist voller Gefahren, aber die sind nichts im Vergleich zu den Monstern, denen Jelena beim Prinzessinnenspiel gegenüber steht. Außerdem erweist sich vieles als anders, als es erscheint. Wird sich am Ende die starke Freundschaft zwischen Karen und Jelena als der entscheidende Vorteil erweisen?
Meine Meinung:
Bei diesem Buch fiel mir der Einstieg recht schwer, das fand ich ein wenig schade. Da war ich zeitweise sogar am Überlegen, ob ich das Buch abbreche. Letzentlich bin ich aber dann doch ganz froh, dass ich es nicht abgebrochen habe, denn das Buch wurde tatsächlich noch besser. Ab Seite 160 wurde das Buch dann spannend und konnte mich doch noch fesseln, da gelang es mir dann auch das Buch flüssiger zu lesen, vorher kam ich oftmals ins Stocken. Ich glaube das liegt zum einen an den vielen Namen, so dass ich gerade zu Beginn doch sehr durcheinander gekommen bin. Auch wirkte der Schreibstil am Anfang sehr "gestelzt" auf mich, es passte irgendwie zunächst nicht so richtig zum Buch. Gerade die ersten 80 Seiten waren total schwierig, da hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch nicht zu mir passt.
Dann kam der Schneesturm, der wirklich sehr toll beschrieben war, so dass ich mitfühlen konnte, Angst hatte, mit gehofft habe. Die Gedanken und auch die Angst waren da sehr gut für mich nachvollziehbar. Ab da haben mir die Beschreibungen dann allgemein gut gefallen.
Ein Problem hatte ich zunächst auch mit Jelena, ich wusste ganz lange einfach nicht, was ich von ihr halten soll - vielleicht war es dadurch für mich auch erst so schwer mit dem Buch in Einklang zu kommen.
3 von 5 Punkten
Taschenbuch
435 Seiten
12,99 Euro
ISBN: 9783947951062
Donnerstag, 14. Februar 2019
E-Book Rezension: Katherina Ushachov "2145 - Die Verfolgten"
Inhalt:
Im Jahre 2145 werden Mutanten von der Regierung gejagt. Der siebzehnjährige Avriel ist überzeugter Anhänger der Doktrin des Weltpräsidenten und hasst die mutierten Menschen von ganzem Herzen. Bis ihm klar wird, dass er selbst einer von ihnen ist. Er muss fliehen. Unterschlupf findet er bei Fabricia, der Anführerin der Verfolgten. Als sie verschwindet, kommt es zum Putsch und der Kampf gegen das Regime des Präsidenten beginnt.
Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, es lässt sich flüssig lesen und die Spannung ist auch schnell vorhanden. Und das Beste daran, diese Spannung lässt auch nicht mehr los...sie bleibt die gesamte Zeit über erhalten.
Ich konnte mir die Umgebung immer sehr gut vorstellen, die Beschreibungen sind hier sehr gelungen. Gerade in dem Fall finde ich das auch sehr wichtig, da es hier schon eine Rolle spielt, in welcher Zeit sich die Geschichte befindet und wie es dort aussieht. Dadurch kann man als Leser manches sehr deutlich betrachten.
Es handelt sich hierbei um eine Zukunft in der ich nicht leben möchte. Dabei ist es im gewissen Sinn gar nicht so sehr die Zukunft...denn wenn man mal genau überlegt, befinden wir uns jetzt in einer ähnlichen Zeit. In einer Zeit in der Menschen, die hier Zuflucht suchen verurteilt werden und ausgegrenzt, die viele Menschen hier im Land nicht hier haben möchten. Was einfach erschreckend ist, man sollte halt auch aus seiner Vergangenheit - oder besser gesagt der Vergangenheit eines Landes lernen.
Dass dies Buch versucht in der Hinsicht die Augen zu öffnen finde ich gelungen. Ich schreibe hier bewusst "versuchen" - denn die Menschen, die sich Gedanken machen sollten, werden das Buch vermutlich eher weniger lesen.
Die Charaktere sind klasse beschrieben, auch wenn ihre Namen erstmal eher gewöhnungsbedürftig sind - so gefallen sie mir dann doch wieder sehr gut. Zunächst einmal musste ich beim Lesen teilweise überlegen, wer wer ist...aber das hat sich ganz schnell gegeben.
Avriel finde ich toll beschrieben, seine Tat...nun ja...mehr möchte ich hier aber noch nicht verraten. Seine Gefühle kann ich gut verstehen, sie sind nachvollziehbar und schlüssig.
Allegra mag ich auch sehr, sie geht ihren Weg...und weiß sehr genau, wie dieser aussehen solll - also eigentlich...
Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage zu Ende gelesen - auch wenn ich eigentlich kaum Zeit zum Lesen hatte. Doch es hat mir gefallen, so dass ich es auch zur Hand genommen habe, selbst wenn ich mal nur 5 Minuten Zeit zum Lesen hatte.
Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.
5 von 5 Punkten
E-Book
3,99 Euro
274 Seiten
ASIN: B07MDQ1ZV9
Montag, 11. Februar 2019
Lesung von Arno Strobel in Hannover
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| Copyright Steffi Averbeck |
Am 24.1.2019 war ich mit meiner Mutter und einer Freundin von ihr bei der Lesung von Arno Strobel. Diese fand in Hannover in der Buchhandlung "Leuenhagen und Paris". Es war nicht meine erste Lesung, bei der ich in dieser Buchhandlung war. Ich finde "Leuenhagen und Paris" ist eine tolle Buchhandlung die zum Stöbern einlädt - dies schon mal vorweg. Auch das Lesungsprogramm ist immer mal wieder einen Blick wert - ich bin auch schon gespannt, wer noch so kommt...zu welcher Lesung ich wohl noch gehen werde. Nun aber erstmal wieder zurück zu dieser Lesung:
Zunächst hat Arno Strobel den Anfang aus seinem Buch "Im Kopf des Mörders - Toter Schrei" gelesen - dem 3. Band um Max Bischoff und Horst Böhmer. Schon da wusste ich, dass mir dieses Buch sehr viel Freude bereiten wird - was es ja auch getan hat (wie ihr in meiner Rezension lesen könnt). Ich finde, dass Arno Strobel sehr toll lesen kann, ihm gelingt es super durch seine Stimme bestimmte Stimmungen zu transportieren. Schon allein dadurch mag ich seine Lesungen sehr.
Auch bei dieser Lesung hat, er es sich nicht nehmen lassen, dass man ihm Fragen stellen konnte. Ich persönlich mag das ja sehr und die Beteiligung hierbei war diesmal sehr groß. Bei einigen Fragen waren mir die Antworten eigentlich schon klar, was daran liegt, dass ich nicht das erste Mal bei einer Lesung von ihm war.
Auch mir brannte diesmal eine Frage auf den Lippen, die ich natürlich auch gestellt habe...ich wollte von Arno Strobel wissen, ob er mal ein Seminar besucht hat, bei dem er das "richtige" vorlesen gelernt hat. Dies verneinte er und erklärte, dass er ja die Geschichte schaffe, sich also auch die Personen vorstellte, wie sie sein sollten, wie sie reden... Und ich kann sagen ich hatte beim weiteren Lesen auch bei diesem Buch immer mal wieder seine Stimme im Kopf.
Klasse finde ich es auch jedes Mal wieder, dass Arno Strobel einige seiner Kurzgeschichten zum Besten gibt. Auch wenn ich kaum Kurzgeschichten lese (weil ich sie meist nicht mag), so höre ich seine doch sehr gern. Manche sind lustig, andere regen zum Nachdenken an...
Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, mein Buch signieren zu lassen...ich finde es einfach immer wieder klasse, dass es diese Möglichkeit gibt - zumal ich signierte Bücher wie Schätze hüte und sie auch nicht verleihe.
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| Copyright Steffi Averbeck |
Es war ein wundervoller, gelungener Abend mit Arno Strobel in der Buchhandlung "Leuenhagen und Paris" in Hannover - ich freue mich auf weitere Lesungen, die ich dort bestimmt besuchen werde.
Samstag, 9. Februar 2019
Buchrezension: Arno Strobel "Toter Schrei - Im Kopf des Mörders Band 3"
Achtung könnte Spoiler enthalten, da es sich um den 3. Fall handelt.
Inhalt:
Kommissar Max Bischoff hat Angst. Um seine Schwester Kirsten, die sich bereits seit Wochen nicht mehr sicher fühlt. Ein Unbekannter beobachtet sie, weiß, wo sie sich aufhält, schickt ihr bedrohliche Nachrichten.
Und dann passiert das, was Max immer gefürchtet hat. Der Unbekannte bringt Kirsten in seine Gewalt und will Max zwingen, sich selbst zu opfern. Tut er das nicht, wird Kirsten sterben.
Max Bischoff findet sich in der schlimmsten Hölle wieder, die man sich vorstellen kann. Soll er sein eigenes Leben retten oder das seiner Schwester?
Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch verschlungen, ich wollte es einfach nicht aus der Hand legen...was vielleicht auch daran lag, dass ich auf der Lesung von Arno Strobel war und er angefangen hat aus dem Buch vorzulesen. Ich konnte nicht anders, am nächsten Tag musste ich gleich mit diesem tollen Buch starten.
Das Buch ist von Anfang bis Ende total spannend, ich habe das Lesen dadurch sehr genossen. Gerade auch durch diese Spannung und den tollen Schreibstil, lässt sich dieses Buch sehr flüssig lesen.
Die Geschichte ist gut durchdacht und ich kann sagen, ich selbst bin auf das Ende nicht gekommen. Arno Strobel ist es gelungen mich immer wieder aufs Glatteis zu führen. Ich liebe das an seinem Schreibstil einfach.
Ich habe mit Max und Kirsten mitgebangt, gehofft...hatte große Angst beim Lesen...das ein oder andere Mal hatte ich beim Lesen eine richtige Gänsehaut - tatsächlich passiert mir das beim Lesen eher selten.
Die Protatgonisten sind mir schon in den ersten Fällen ans Herz gewachsen. Max fand ich auch in diesem Fall wieder klasse. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum er so handelt, wie er gehandelt hat. Ich denke in manchen Momenten denkt man tatsächlich eher mit dem Herzen, also mit seiner beruflichen Profession. Was ich in diesem Fall auch sehr gut finde. Auch wie er sich verändert, finde ich sehr gut. Es ist sehr gut beschrieben, durch was für eine Hölle er geht, ich konnte seine Angst sehr gut spüren. Gerade auch weil er selbst zusätzlich Verdächtiger in einem Fall ist...kommt viel Fahrt auf, was mich dazu gebracht hat, das Buch weiter und weiter zu lesen...ähnlich wie bei einem Autorennen...es wird schneller und schneller.
Horst mochte ich dafür an manchen Stellen nicht so sehr, im Gegenteil...durch ihn bin ich irgendwie so gar nicht durchgestiegen. Das passt aber sehr gut zu der Geschichte. Seine Gefühle und Gedanken sind sehr gut nachvollziehbar. Man merkt seinen Zwiespalt sehr deutlich.
Kirsten tat mir einfach leid - sie beweist auch hier wieder, dass sie eine starke Frau ist - das mag ich an ihr sehr gern. Aber sie muss einfach total viel durchmachen, besonders auch in diesem Fall...nachdem sie vorher auch schon immer viel ertragen musste.
Die Beschreibungen sind klasse, ich konnte mir alles gut vorstellen. Sowohl die Umgebung in der Kirsten gefangen ist, als auch die Umgebung in der Max sich jeweils gerade befindet.
Auch ohne die vorherigen Fälle zu kennen, würde sich dieser Fall gut lesen lassen. Manchmal wird auf vorherige Fälle angespielt, aber nie so, dass Arno Strobel zu viel verrät.
Ich finde diesen Teil tatsächlich am besten von den 3 Fällen...auch wenn ich bei Fall 2 schon dachte, dass es Arno Strobel gar nicht mehr möglich sein kann, diesen noch zu übertreffen.
5 von 5 Punkten
Fischer Verlag
Taschenbuch
10,99 Euro
352 Seiten
ISBN: 9783596702060
Inhalt:
Kommissar Max Bischoff hat Angst. Um seine Schwester Kirsten, die sich bereits seit Wochen nicht mehr sicher fühlt. Ein Unbekannter beobachtet sie, weiß, wo sie sich aufhält, schickt ihr bedrohliche Nachrichten.
Und dann passiert das, was Max immer gefürchtet hat. Der Unbekannte bringt Kirsten in seine Gewalt und will Max zwingen, sich selbst zu opfern. Tut er das nicht, wird Kirsten sterben.
Max Bischoff findet sich in der schlimmsten Hölle wieder, die man sich vorstellen kann. Soll er sein eigenes Leben retten oder das seiner Schwester?
Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch verschlungen, ich wollte es einfach nicht aus der Hand legen...was vielleicht auch daran lag, dass ich auf der Lesung von Arno Strobel war und er angefangen hat aus dem Buch vorzulesen. Ich konnte nicht anders, am nächsten Tag musste ich gleich mit diesem tollen Buch starten.
Das Buch ist von Anfang bis Ende total spannend, ich habe das Lesen dadurch sehr genossen. Gerade auch durch diese Spannung und den tollen Schreibstil, lässt sich dieses Buch sehr flüssig lesen.
Die Geschichte ist gut durchdacht und ich kann sagen, ich selbst bin auf das Ende nicht gekommen. Arno Strobel ist es gelungen mich immer wieder aufs Glatteis zu führen. Ich liebe das an seinem Schreibstil einfach.
Ich habe mit Max und Kirsten mitgebangt, gehofft...hatte große Angst beim Lesen...das ein oder andere Mal hatte ich beim Lesen eine richtige Gänsehaut - tatsächlich passiert mir das beim Lesen eher selten.
Die Protatgonisten sind mir schon in den ersten Fällen ans Herz gewachsen. Max fand ich auch in diesem Fall wieder klasse. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum er so handelt, wie er gehandelt hat. Ich denke in manchen Momenten denkt man tatsächlich eher mit dem Herzen, also mit seiner beruflichen Profession. Was ich in diesem Fall auch sehr gut finde. Auch wie er sich verändert, finde ich sehr gut. Es ist sehr gut beschrieben, durch was für eine Hölle er geht, ich konnte seine Angst sehr gut spüren. Gerade auch weil er selbst zusätzlich Verdächtiger in einem Fall ist...kommt viel Fahrt auf, was mich dazu gebracht hat, das Buch weiter und weiter zu lesen...ähnlich wie bei einem Autorennen...es wird schneller und schneller.
Horst mochte ich dafür an manchen Stellen nicht so sehr, im Gegenteil...durch ihn bin ich irgendwie so gar nicht durchgestiegen. Das passt aber sehr gut zu der Geschichte. Seine Gefühle und Gedanken sind sehr gut nachvollziehbar. Man merkt seinen Zwiespalt sehr deutlich.
Kirsten tat mir einfach leid - sie beweist auch hier wieder, dass sie eine starke Frau ist - das mag ich an ihr sehr gern. Aber sie muss einfach total viel durchmachen, besonders auch in diesem Fall...nachdem sie vorher auch schon immer viel ertragen musste.
Die Beschreibungen sind klasse, ich konnte mir alles gut vorstellen. Sowohl die Umgebung in der Kirsten gefangen ist, als auch die Umgebung in der Max sich jeweils gerade befindet.
Auch ohne die vorherigen Fälle zu kennen, würde sich dieser Fall gut lesen lassen. Manchmal wird auf vorherige Fälle angespielt, aber nie so, dass Arno Strobel zu viel verrät.
Ich finde diesen Teil tatsächlich am besten von den 3 Fällen...auch wenn ich bei Fall 2 schon dachte, dass es Arno Strobel gar nicht mehr möglich sein kann, diesen noch zu übertreffen.
5 von 5 Punkten
Fischer Verlag
Taschenbuch
10,99 Euro
352 Seiten
ISBN: 9783596702060
Donnerstag, 7. Februar 2019
Buchrezension: Viveca Sten "Tödliche Nachbarschaft" (Fall 7)
Inhalt:
Gefahr für Sandmann durch einen neuen Nachbarn
Es gibt ungeschriebene Gesetze auf der Schäreninsel Sandhamn. Dass der Investor Carsten Jonsson ein großes Strandgrundstück kauft, um dort ein luxuriöses Sommerhaus zu bauen, ist den Sandhamnern ein Dorn im Auge. Doch wer würde so weit gehen, den Hausbau durch kleine inszenierte Unfälle zu verhindern? Handelt es sich um Zufall oder Sabotage? Um seine Nachbarn milde zu stimmen, lädt Jonsson, der in zweifelhafte Risikogeschäfte in Russland verwickelt ist, die Bewohner der Insel zu einer pompösen Einweihungsfeier ein. Was als versöhnliche Geste gedacht war, endet in einer Katastrophe, und Thomas Andreasson muss auf Sandhamn die Ermittlungen aufnehmen. Er ist seit nunmehr zwanzig Jahren Polizist und gar nicht sicher, ob er diesen Job noch lange ausüben will. Und nun steht er vor seinem schwersten Fall.
Meine Meinung:
Am Anfang des Buches gibt es erstmal viele Details, viele Informationen - viel "Stoff" - das bedeutet aber auch, dass die Spannung nicht sofort vorhanden ist. Diese kommt etwa ab Ende des 1/4 des Buches auf, was ich noch okay finde - zumal die Spannung dann das gesamte Buch über erhalten bleibt.
Spannend finde ich es vor allem, wie Nora Stück für Stück immer mehr über Carsten herausfindet.
Auch die Spannungsspitze gegen Ende des Buches ist sehr gelungen. Ich kann jetzt auch schon mal verraten, dass ich das Ende sehr passend finde - und so nicht erwartet hätte.
Insgesamt lässt sich das Buch flüssig lesen. Mir gefallen die Beschreibungen sehr, diese sind einfach großartig - ich wurde von der Landschaft verzaubert, und habe Lust diese selbst einmal zu erleben. Ich finde es toll, mit welcher Liebe zu den Schären Viveca Sten ihre Bücher schreibt. Man merkt sehr deutlich, dass ihr viel an diesen liegt.
Außerdem hat es mir gefallen, dass ich die Charaktere auch hier noch ein bisschen besser kennenlernen durfte - ich habe bereits die anderen Fälle der Autorin gelesen, und dennoch kommen immer wieder neue Informationen hinzu.
Nora mag ich sehr - ihre einfühlsame, besorgte Art - die sie auch manchmal in Schwierigkeiten bringt, passt gut zu ihr. Gerade auch durch sie habe ich beim Lesen viel mitfühlen können - das mag ich immer gerne.
Carsten dagegen mochte ich überhaupt nicht - ich habe ihn von Anfang an widerwärtig gefunden...und Stück für Stück mehr gehasst. Aber auch das ist sehr passend für die Geschichte und macht sie spannend.
Die Länge der Kapitel finde ich toll, gerade da sie eher kurz gehalten sind. Das Buch eignet sich gut zum Lesen in der Straßenbahn...oder auch "ach...ein Kapitel geht noch" - obwohl man eigentlich schon total müde ist.
Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher der Autorin lesen, schon allein weil ich die Schären sehr toll finde.
4 von 5 Punkten
KiWi Verlag
Taschenbuch
9,99 Euro
400 Seiten
ISBN: 9783462050387






