Samstag, 29. April 2017

Coverrelease: Buch 4 der Märchenspinnerei "Kein Schnee im Hexenhaus" von Susanne Eisele

Jippie, ich darf euch jetzt auch das Cover vom neuen Buch der Märchenspinnerei vorstellen...



Und darum geht es:

Ein Bruder und seine Schwester.
Ein Haus im Wald.
Eine schrullige Alte.

Hansjörg und Margarete verlaufen sich im Wald. Dort werden sie von der Polizei aufgegriffen und von den Eltern wegen ihres wiederholten Drogenkonsums in ein Erziehungsheim geschickt. Man bringt sie zu einem kleinen Häuschen, weit, weit weg von der Stadt. Sie denken sich dabei nichts Böses. Eigentlich nur an eine baldige Flucht.
Doch dies stellt sich als unmöglich heraus. Denn das Haus hält nicht nur eine waschechte Hexe, seltsame Wesen und giftige Pflanzen für sie bereit. Für Hansjörg und Margarete wird dieser Trip die entscheidende Lektion ihres Lebens.

Hänsel und Gretel einmal anders: In „Kein Schnee im Hexenhaus“ spinnt die Autorin Susanne Eisele das bekannte Märchen der Brüder Grimm ganz neu und setzt sich dabei mit Sucht und Realitätsverlust auseinander.

Sonntag, 23. April 2017

Was wünscht ihr euch?

Ich möchte euch jetzt einfach mal fragen, was ihr euch auf meinem Blog wünscht?
Mir ist sehr bewusst, dass ich so gut wie nur Rezis poste, natürlich sollen diese auch bleiben, und dennoch denke ich ihr habt viele tolle Ideen, was ihr bei mir gern noch sehen möchtet, damit es euch wieder mehr Spaß macht euch meinem Blog anzuschauen.

Meine Facebook-Seite Leseengels Buchblog  kennen vielleicht einige von euch, auf dieser bin ich irgendwie auch persönlicher als auf meinem Blog - wünscht ihr euch das auch von diesem?
Selbstverständlich freue ich mich auch, wenn ihr auf der Seite vorbei schaut, wenn ihr sie noch nicht kennt - gern dürft ihr auch euren Daumen da lassen.

So ein paar Ideen für meinen Blog habe ich schon - es werden auch noch Blogtouren und ähnliches dabei auftauchen, die schon in Planung sind - lasst euch da auch einfach mal überraschen.

Neuzugänge habe ich momentan nicht so häufig welche - wenn ich denn wieder welche habe - möchtet ihr diese gern sehen?
Oder soll ich euch auch einfach mal berichten, welche Bücher so auf meiner Wunschliste stehen?

Ihr dürft ganz ehrlich sein und auch Verbesserungsvorschläge einbringen - haut in die Tasten.

Eure Steffi

Samstag, 22. April 2017

Buchrezension: Christopher Golden "Der Fährmann"








Inhalt:
Die Ebenen der Realität verschieben sich, als ein uralter Mythos auf furchtbare Weise lebendig wird.
David und Janine, die nach einem quälenden Verlust wieder zueinander finden, müssen sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen und den brüchig gewordenen Glauben an sich und ihre Welt wiederfinden.

Intelligenter Horror mit emotionalem Tiefgang von Christopher Golden, einem der vielseitigsten Autoren des Genres.

Kongenial illustriert von John Howe, bekannt für seine Visualisierungen der Werke J.R.R. Tolkiens und sein Mitwirken an Peter Jacksons Film-Trilogie Der Herr der Ringe.

Meine Meinung:
 

Dieses Buch ist absolut genial, es ist spannend, düster und der ein oder andere Schauer fuhr mir beim Lesen auch über den Rücken - perfekt also.

Schon der Prolog ist super spannend und konnte mich fesseln, bei ihm hatte ich ein gewisses Gefühl, der hmm ich würde es als Beklemmung bezeichnen. Es ließ mich frösteln und ich fand es irgendwie unheimlich. Und genau das ist mir an vielen anderen Stellen des Buches nochmal passiert, einfach dass ich es sehr unheimlich fand. Und genau das macht dieses Buch auch sehr aus, das es düster und unheimlich ist.

Für mich war die Art auf jeden Fall richtig - ein Horrorbuch, welches Fantasy beinhaltete und einfach spannend war.
Dieses Kribbeln, dass ich beim Lesen teilweise verspürt habe, war einfach genial, wenn auch beängstigend.

Diese Geschichte ist sehr gut durchdacht und wurde sehr gut umgesetzt, meinen Respekt an dieser Stelle an den Autor, der - in meinen Augen - ein Meisterwerk geschaffen hat. Schon allein die Sage vom Fährmann mit einzubringen, sagt mir sehr zu und ist eindeutig etwas für mich. Ich glaube da muss ich noch mehr drüber lesen, auch wenn in dem Buch ja auch schon einiges erklärt wurde. Diese Erklärungen waren immer nur so lang, dass die Spannung erhalten bleibt, ja sogar noch erhöht wurde. Damit hat Christopher Golden mich auch in seinen Bann gezogen.

Vom Schreibstil her ist das Buch grandios. Einen kleinen Einblick möchte ich euch gern gewähren, daher zitiere ich eine kurze Stelle aus dem Buch:
Bei der Leiche handelt es sich eindeutig um einen Patienten und er nahm an, dass es der Flüchtige war, aber trotzdem musste Shane einen genauren Blick darauf werfen. Er kniff die Augen zusammen und spähte ins Halbdunkel, um das Gesicht zu betrachten. Die beiden Gesichter. Genauer gesagt, die beiden Hälften des Kopfes.

Die Beschreibungen sind so, dass ich mir alles haargenau vorstellen konnte, in meinem Kopf lief ein Film ab. Genau das, was meiner Meinung nach ein gutes Buch ausmacht.

Auch die Charaktere waren mir schnell sympathisch. Janine hatte gerade zu Beginn mein volles Mitleid. Und ich muss sagen, ich finde ihr Verhalten bewundernswert. Annette, hat mir viel Freude bereitet, ich hab sie mir als Persönlichkeit mit einer starken Ausstrahlung vorgestellt - so wirkte sie zumindest im Buch immer. David, den fand ich einfach liebenswert.

Das Buch ist wunderschön illustiert. Es fängt ja schon bei dem klasse Cover an, was Lust darauf macht, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Die Prägeschrift, der schwarze Buchschnitt und das auffällige rote Lesebändchen machen dies Buch zu einem echten Hingucker. Als ich das Buch dann aufgeschlagen habe, diese Illustrationen, waren einfach der Wahnsinn, sie passen perfekt zur Geschichte und machen das Düstere noch düster - sofern das überhaupt geht.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die sich gern mal gruseln. Lesern die dabei sehr empfindlich sind, empfehle ich dieses Buch nie vor dem Schlafen gehen zu lesen.

5 von 5 Punkten

Buchheim Verlag
Gebundenes Buch
368 Seiten
23,95 Euro
ISBN 9783946330011

Donnerstag, 20. April 2017

Buchrezension: Julia Adrian "Die dreizehnte Fee - Entzaubert"



 Achtung könnte Spoiler enthalten, da es sich um den 2. Band handelt

Inhalt:
"Ich bin der Anfang, ich bin das Ende." Fünf Feen fielen unter dem Schwert des Hexenjägers. Jetzt ist es die Königin, die er jagt. Im hohen Norden sieht die Dreizehnte Fee dem Urteil der verbliebenen Schwestern entgegen. Und nur eine weiß das Ende, doch ihre Macht schwindet und mit ihr die einzige Chance das Rätsel um die Erweckung der gefährlichsten aller Feen zu entschlüsseln. Sieh hin, flüstert die Königin. Lerne, was es heißt, mich zu betrügen!

Meine Meinung:
Das Buch ist sooo toll, ich weiß gar nicht warum ich mir so lange Zeit gelassen habe, nachdem ich den ersten Band gelesen habe, um diesen zu lesen. Das hätte ich schon viel eher tun sollen.

Ich bin sofort wieder in das Buch reingekommen, obwohl es länger her ist, dass ich Band 1 gelesen habe. Die Spannung war recht schnell wieder vorhanden, was ich eindeutig als super klasse ansehen.
Vor allem hat sich die Spannung durch das gesamte Buch gezogen, es endet auch spannend, so dass ich nach Möglichkeit bestimmt bald Band 3 lesen werde, einfach weil ich wissen möchte wie es weitergeht.
Allen die mit dieser Reihe anfangen empfehe ich, dass sie schon alle 3 Bücher da haben, damit man sofort weiterlesen kann, denn genau das fordert die Trilogie auf ihre Art und Weise ganz eindeutig.

Sprachlich ist das Buch auch sooo klasse. Daher möchte ich euch auch gern einen kurzen Einblick gewähren und ein Stück aus dem Buch zitieren:
"Und du und ich - wir Feen, wir sind besser, wir sind anders! Hast du vergessen, was sie uns antaten? Hast du vergessen, wie sie damals versuchten, dich zu töten? Hast du das vergessen? Das waren die Menschen - dieselben, die in dieser Stadt wohnten. Sie hassen uns. Und wir hassen sie."

Hilflos sitze ich da, ohnmächtig, gezwungen zuzusehen, ohne helfen zu können. Ich balle die Hände zur Fasut, rufe nach der Magie der Gefiederten. Ich spüre, wie sie die Raben umgibt, wie sie in der Luft liegt, aber sie antwortet mir nicht.

Schon allein die Sprache macht bei diesem Buch sehr viel Spannung aus, was mich persönlich sehr anspricht. Dieses Buch ist etwas ganz besonders.

Die Charaktere sind gut gestaltet, auch wenn es zunächst erstmal ein bisschen schwer war, durchzusteigen, warum manches so ist, wie es ist und warum sich die unterschiedlichen Charaktere so verhalten. Es sind halt schon einige Charaktere, die eine Rolle spielen - aber das gehört natürlich zu 13 Feen dazu - von daher ist das für mich kein Problem.

Die Gestaltung des Buches ist wundervoll, das Cover und auch die Gestaltung der Seiten ist sehr liebevoll gemacht. Es ist damit auf jeden Fall auch ein Hingucker im Regal.

Allen die Märchenadaptionen mögen, kann ich diese Trilogie auf jeden Fall ans Herz legen.

5 von 5 Punkten

Drachemond Verlag
Taschenbuch
247 Seiten
12,00 Euro
ISBN 9783959911320

Mittwoch, 19. April 2017

Buchrezension. Edward Lee & Wrath James White "Der Teratologe"



Inhalt:
Für die Journalisten James Bryant und Richard Westmore sieht alles nach einem Routineauftrag aus, als sie für eine Reportage in die Villa des öffentlichkeitsscheuen Milliardärs John Farrington geschickt werden. Doch dann stolpert ihnen der exzentrische Neureiche nackt und geistig verwirrt in die Arme, halluziniert von Engeln und konfrontiert sie mit seinen perversen Vorlieben...

Meine Meinung:
Vorweg erstmal, dieses Buch ist krass und allen Lesern mit empfindlichen Mägen rate ich davon auf jeden Fall ab. Es gehört nicht umsonst zur Reihe Festa Extrem.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, auch gerade weil es so krass war. Stellenweise hat es mich ein wenig an eine Freak-Show erinnert, halt nur noch heftiger und extremer. Die beiden Autoren scheuen vor heftigen, ekeligen Beschreibungen nicht zurück - und genau das macht dieses Buch auch aus. Ich würde es als blutig, ekelerregend und in gewisser Weise auch als menschenverachtend bezeichnen. Ich habe beim Lesen das ein oder andere Mal gedacht "Ihh" und tief durchatmen müssen, bevor ich weiterlesen konnte - geil sag ich dazu nur, auch wenn ihr mich jetzt für bescheuert haltet. Ich hatte Lust auf was heftiges und ich habe es eindeutig bekommen. Die Beschreibungen von den - ich nenne sie mal - Gestalten sind sehr genau, daher konnte ich mir sie sehr gut vorstellen. Und schon allein diese sind echt heftig, aber was der John mit ihnen anstellt macht es alles noch schlimmer und ekeliger. Das finde ich schon richtig pervers.

Es ist aber nicht nur blutig, ekelig und heftig, sondern auch durchweg spannend. Spannend einfach schon allein deswegen weil ich immer wissen wollte, was mich als Leserin als nächstes erwartet, ob es noch heftiger werden kann oder ob das Maß schon voll ist.
Für mich war das Maß gut so wie es war, auch wenn ich noch mehr vertragen hätte - keine Frage, aber es ist echt schon sehr extrem.

Der Schreibstil ist ansprechend - wenn man trotz dem Ekelfaktor denn von ansprechend reden will - ich hatte das Buch innerhalb kurzer Zeit fertig gelesen, einfach weil ich es nicht aus der Hand legen konnte, und es auch nicht aus der Hand legen wollte. Dazu war es einfach zu krass und zu heftig, als das ich es hätte einfach so weglegen können. Ich musste wissen wie es ausgeht.

Wer meint den Ekelfaktor aushalten zu können, dem empfehle ich dieses Buch auf jeden Fall. Und ich denke es wird nicht das letzte Buch aus der Reihe "Festa Extrem" sein, was ich gelesen habe. Im Gegenteil. Ich bin jetzt angeprickt und möchte mehr davon.

5 von 5 Punkten

Festa Extrem
136 Seiten
12,80 Euro

Montag, 17. April 2017

Buchrezension: Gerd Frank "Totmacher 3 - Kolja der Menschenfresser und andere unheimliche Kriminalfälle russischer Serienmörder"




Inhalt:
Der Wolf von Moskau
Der Ripper von Rostow
Kolja der Menschenfresser
Das Monster von Irkutsk
Die Boa von Odinzowo
Das Nilpferd
Die Bestie von Taganrog
Der Menschenfresser von Nowokusnetsk

Meine Meinung:
Die meisten dieser Serienmörder waren mir gänzlich unbekannt, das macht jedoch überhaupt nichts, da ich das Thema an sich schon sehr spannend finde. In diesem Buch sind recht viele Serienmörder beschrieben. Jeder Bericht umfasst etwa 2-8 Seiten. Auch das finde ich passend, da gerade diejenigen, die mehr Morde begangen haben, halt auch genauer beschrieben sind. Was auch daran liegt, dass die Opfer bzw die Auswahl der Opfer auch beschrieben wurde. Gerade das war etwas, was ich super informativ und auch spannend finde.

Mit welchen Methoden mache Serienmörder vorgehen ist enorm, sehr erschreckend. Vor allem auch wie wenig Reue sie zum Teil hinterher zeigen - im Gegenteil, sie finden ihre Taten teilweise sogar noch gut. Mir war ja bewusst, dass das teils so ist, aber das über echte Mörder zu lesen,  finde ich trotzdem erschreckend. Was hauptsächlich daran liegt, dass ich mir nur schwer vorstellen kann, wie jemand so sein kann. Es ist unglaublich was in der Psyche von manchen Menschen vor sich gehen muss.
Die Beschreibungen der Opfer sind finde ich zwar ausführlich, aber nicht zu heftig/ekelig beschrieben.

Besonders interessant fand ich die Berichte über:
Kolja der Menschenfresser
Der Ripper von Rostow
Die Boa von Odinzowo

Es ist echt heftig, wie die Miliz in manchen Fällen geschlampt hat, sie die Täter eigentlich schon hatten, aber wieder laufen lassen haben, weil z.B. das Alibi nicht richtig überprüft wurde...oder wie sie zunächst kein DNA Material genommen haben, weil sie dachten, dass schaffen sie auch so.

Die einzelnen Berichte sind so geschrieben, dass ich sie flüssig lesen konnte, sie waren spannend, erschreckend und informativ.

Denjenigen die sich für Serienmörder interessieren, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

5 von 5 Punkten

Kirchschlager Verlag
Taschenbuch
12,80 Euro
197 Seiten
ISBN 9783934277519

Sonntag, 16. April 2017

Buchrezension: Cilla & Rolf Börjlind "Die Strömung"

Inhalt:
In den Wäldern von Skåne im südlichen Schweden wird ein kleines Mädchen Opfer eines bestialischen Verbrechens. Zwei Tage später der zweite Kindermord, diesmal in der Nähe von Stockholm. Schnell fällt der Verdacht auf eine rassistische Sekte, die die Eltern zuvor offen bedroht hat. Aber ist es wirklich so einfach? Und weshalb tauchen gerade jetzt Hinweise auf einen cold case auf, den Mord an einer hochschwangeren Edelprostituierten, der niemals aufgeklärt wurde? Olivia Rönning und Tom Stilton ermitteln.

Meine Meinung:
Auch dieser Fall um Oliva, Tom & Mette konnte mich wieder begeistern und zwar so sehr, dass ich dieses Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen habe. Dies lag hauptsächlich daran, dass es durchgehend so spannend war.  Daher konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Es war voller Geheimnisse und ich wurde oft auf Glatteis gefahren - was vor allem an den vielen Wendungen lag. Gerade diese machen das Buch so spannend.

Auch das ich Stück für Stück auch in diesem Band wieder mehr über die Charaktere erfahren habe, finde ich super. Sie werden mir immer sympathischer - und das wo ich sie doch bei ihrem ersten Fall schon mochte. Ich finde, sie passen einfach zueinander und zu den Fällen.

An dieser Stelle möchte ich aber los werden, dass man dieses Buch auch lesen kann, ohne die anderen Fälle zu kennen. Klar wird manchmal auf die anderen Fälle angespielt, aber die Fälle sind in einem Buch abgeschlossen.  Das finde ich schon mal sehr gut. Bis auf ein Fall, der sich durch alle Bücher zieht. Aber auch in diesem Buch erfährt man genug über den nicht abgeschlossenen Fall, so dass man auch diesen gut verstehen kann.


Dieser Fall ist spannend und teilweise auch ziemlich übel. Krass fand ich vor allem die Beschreibungen von den Kinderleichen. Was aber auch daran liegt, dass ich es allgemein schwierig finde, wenn Kinder in so einem Buch betroffen sind und ermordet werden. Wer damit gar nicht zurecht kommt, der sollte dieses Buch nicht lesen. Wer einigermaßen mit klar kommt, kann das Buch dennoch gut lesen. Auch wenn ich manchmal sehr schlucken musste. Irgendwie macht auch gerade das, dieses Buch so spannend, dass eben mal keine Erwachsenen sterben, sondern Kinder. Warum verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht, dass müsst ihr schon selbst lesen.

Ich bin schon sehr gespannt auf den 4. Fall, der schon hier liegt und darauf wartet, dass ich es lese.


5 von 5 Punkten



btb
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
526 Seiten
19,99 Euro (gebundene Ausgabe)
9,99 Euro (Taschenbuch)
ISBN 9783442715176

Donnerstag, 13. April 2017

Feengeplauder "Hollerbrunn" von Tina Skupin



Hallo meine Lieben,
das ich die schneeweiße Fee der 13. Feen der Märchenspinnerei bin, wisst ihr ja schon. Ich habe die Ehre die Feen-Patin zu dem Buch "Hollerbrunn" von Tina Skupin zu sein.

Wie schon bei den anderen Patinnen hat auch Tina sich gewünscht, dass ich ein Feengeplauder erstelle. Dies habe ich natürlich dann auch gemacht.
An dieser Stelle möchte ich den anderen Feen danken, dass sie mir meine Fragen beantwortet haben.
Tanja von Buchstaebliches unsere eisblaue Fee
Silke von Fairy Book unsere purpurne Fee
Rebecca von Lesemaus87 unsere mitternachtsblaue Fee


1. Was hat euch an diesem Buch besonders beeindruckt?

Tanja: Ich fand das Mystische der Geschichte sehr schön, die Verflechtung von moderner Realität, alten Mythen und Märchen. Außerdem hat mir gefallen, dass die Handlung das Original deutlich durchschimmern ließ.

Silke:  Zu Begin glaubte ich, es wird einfach "nur" das Märchen in der heutigen Zeit erzählt.
Aber dann dachte ich "wow", denn als es erst mal geisterhaft wurde, nahm die Spannung ja garkein Ende mehr.


Rebecca: Mich hat einfach alles an diesem Buch beeindruckt. Die Geschichte selbst und die mehr als toll ausgearbeiteten Charaktere. 

Ich: Gleich zu Beginn habe ich mich einfach in dieses Buch verliebt, es ist wundervoll geschrieben und ich bin total in die Geschichte eingetaucht - deswegen auch mein Wunsch die Patin zu sein - was ich ja auch geworden bin. Der Autorin ist es gelungen eine wundervolle Stimmung herbeizuzaubern.


2. Konntet ihr beim Lesen das Märchenhafte spüren/herauslesen?

Tanja: Definitiv, ja.

Silke: Ja auf jedem Fall! Durchgehend hatte ich das märchenhafte Original mit im Kopf, denn Tina hat es ganz wunderbar umgesetzt.

Rebecca: Definitiv ja. Es war einfach nur total märchenhaft So muss ein Märchen für mich sein. 

Ich: Durchgehend ja, genau deswegen liebe ich dieses Buch auch so

3. Gibt es einen Charakter zu dem ihr euch besonders hingezogen gefühlt habt?

Tanja:  Ich mochte beide Maries, jede auf ihre Art.

Silke:  Beide Schwestern mochte ich, denn auch in Pegg habe ich eine starke, wenn auch eigensinnige, Person gesehen.

Rebecca:  Ich mochte gerne die beiden Maries, da jeder auf seine eigene Art und Weise etwas ganz besonderes war

Ich: Jede der Maries hat ihre eigene Art und auch wenn sie sicher nicht immer richtig handeln, so konnten mich doch beide begeistern.

4. Gibt es eine Person, die ihr vielleicht überhaupt nicht mochtet?

Tanja:  Desiree ist eine unglaublich oberflächliche Ziege. Aber noch schlimmer fand ich den Vater, weil er extrem egoistisch handelt.

Silke:  Die Eltern sind so naja... Desiree sollte Anwältin bleiben, ihre Idee einen Gasthof zu führen, konnte nur schief gehen.
Wie Tanja fand ich den Vater schrecklich. Wie kann man mit 2 Familien leben, und denken, daß alle damit klar kommen?


Rebecca:  Ich mochte Desiree nicht so gerne, weil sie mir von ihrer Art her einfach unsympathisch war

Ich: Da kann ich mich den anderen nur anschließen, ich fand Desiree überhaupt nicht, aber es passt halt auch wieder zur Geschichte, wie sie gestaltet ist.

5. Wie findet ihr das Cover?

Tanja:  Das Cover gefällt mir sehr.

Silke:  Das Cover gefällt mir total! Obwohl ich mir auch gut beide Mädchen hätte vorstellen können.

Rebecca:  Das Cover finde ich einfach nur wahnsinnig schön

Ich: In dieses Cover habe ich mich sofort verliebt. Es ist einfach wunderschön und passt super zu Geschichte.

6. Gibt es etwas, dass ihr sonst noch loswerden wollt zu diesem Buch?

Tanja: Auch auf die Gefahr hin, dass mich irgendwann keiner mehr Ernst nimmt, weil ich es bisher bei jedem Märchen schrieb: Die Geschichte ist total toll und die Idee der Märchenspinnerei sowieso  

Silke: Nochmal zur ersten Frage passend:
Also ich muss ja gestehen, daß ich zu Beginn dachte, Tina erzählt "nur" das Märchen in der heutigen Zeit. Was ansich ja auch ok wäre. Mir gefiel ja was ich gelesen habe.
Und dann tauchen die Geister auf, man erfährt was Frau Holle wirklich getan hat,....ich bin echt beeindruckt von dieser Idee und Umsetzung  


Rebecca:  Ich bin einfach nur mehr als begeistert von diesem Märchen und es wird definitiv nicht das erste und letzte mal gewesen sein, das ich es gelesen habe. Danke Tina Skupin für das schöne Märchen, das mir wahnsinnig Schöne Lesemomente beschert hat.

Ich: Ich bin einfach glücklich, dass ich eine Fee der Märchenspinnerei sein darf und daher diese tollen Bücher alle kennenlernen darf. Ich glaube im Laden, wäre ich auf dieses Buch vermutlich leider eher nicht gestossen. Aber ich liebe es, und finde es unglaublich toll, so dass ich es bestimmt noch öfter lesen werde. Dieses Märchen hat mich einfach verzaubert und ich hoffe, dass es noch viele andere Leser und Leserinnen verzaubern wird. 

 

E-Book Rezension: Tina Skupin "Hollerbrunn"



Inhalt:
Ein verschneites Tal.
Ein altes Geheimnis.
Zwei verfeindete Schwestern.

Pünktlich zum ersten Advent kehrt im Hollertal Jahr für Jahr der Winter ein und verwandelt das Tal in eine märchenhafte Zauberwelt. Doch für Marie ist in diesem Jahr nichts mehr wie zuvor, nachdem ihre Mutter an Krebs starb und Stiefmutter und Stiefschwester ins Haus kamen.

Auf dem Hof der alten Frau Hollerbrunn findet Marie Trost, Freundschaft und ganz überraschend die Liebe. Doch ihre Stiefschwester Pegg folgt ihr an den Hof und droht Maries zartes Glück zu zerstören. Und Pegg ist ihr geringstes Problem: Den Hollerhof umgeben finstere Geheimnisse, und bald muss Marie nicht nur für ihr eigenes Glück kämpfen, sondern auch um die Zukunft des ganzen Tals.

Der dritte Band der Märchenspinner entführt den Leser in die eisig-schöne Welt der Alpen. Tina Skupin kombiniert das Frau Holle-Märchen der Gebrüder Grimm mit traditionellen Alpensagen sowie einem Schuss „Eiskönigin“ zu einer Geschichte um Familie, Abschied und Neubeginn.

Band 3 aus der Reihe der Märchenspinnerei.

Meine Meinung:
Zunächst möchte ich einfach mal los werden, dass ich dieses Buch liebe, dass es mein bisheriges Highlight der Märchenspinnerei ist. Schon auf den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass dies Buch total was für mich ist, dies hat sich beim Lesen mehr und mehr verstärkt.

Die Geschichte ist so liebevoll geschrieben, beim Lesen konnte ich eindeutig spüren, wie viel Liebe Tina Skupin in dieses Buch gesteckt hat, wie viel es ihr bedeutet - und genau das macht schon sehr viel Charme dieses Buches aus.

Das Märchen "Frau Holle" welches hier verarbeitet ist, mag ich allgemein sehr gern. Ich denke auch das hat sich sehr positiv auf meine Lesefreude ausgewirkt.
Ich habe dieses Buch sehr schnell durchgelesen - irgendwie schon zu schnell, da ich diese tolle Geschichte dann ja los lassen musste und nicht weiterlesen konnte. Ich brauchte auch erstmal eine gewisse Zeit, bis ich ein neues Buch beginnen konnte - und das ist bei mir sonst eher nicht der Fall, aber hier brauchte ich erstmal eine Zeit um damit umzugehen, dass ich dieses tolle Buch beendet habe.

Der Schreibstil ist sehr lebendig und ansprechend.Er passt sehr gut zu einer Märchenadaption, weil er auf mich halt märchenhaft wirkt. Hier mal ein paar Beispiele:

Ein kalter Hauch streifte mich, als Frau Hollerbrunn die Post betrat. Die alte Frau sah makellos aus wie immer. Trotz des Sturms lugte kein Haar aus ihrem festen Knoten hervor, und sie schien nicht einmal nass zu sein, während meine Jacke langsam den Boden volltropfte.

"Es ist genug. Das muss aufhören. Wenn es einem nicht gut geht, sollte er es nicht an jemand anderem auslassen, der ebenso leidet" 

Die Landschaft ist sehr gut beschrieben, ich konnte mir die Wege von Marie und Pegg daher sehr gut vorstellen, ihre Umgebung, ihr Leben. Die Gaststube hat für mich einen ganz besonderen Charme, gerade weil sie so auf alt getrimmt ist - das gefällt mir sehr gut und passt auch total zu dieser Geschichte. Die Kälte, und der Sturm - ich konnte ihn förmlich spüren, so klasse war dies alles beschrieben. Ich konnte mir sehr genau vorstellen, wie es ist sich bei diesem Wetter in dieser Landschaft zu bewegen. Und schon allein diese Landschaft hat für mich was märchenhaftes und passt daher umso besser zum Buch.

Die Charaktere sind recht nah an dem Orginalmärchen dran - finde ich - zumindest Marie und Pegg, in ihnen konnte ich sehr gut Goldmarie und Pechmarie sehen. Es kamen hier aber noch weitere Charaktere dazu, die es in dem Märchen nicht gibt. Und gerade diese Charaktere machen dieses Buch auch zu etwas ganz besonderem - mehr möchte ich euch hier allerdings noch nicht verraten. Auch der sprechende Ofen darf in dieser Geschichte natürlich nicht fehlen - ich wäre auch enttäuscht gewesen, wenn ich diesen hätte vermissen müssen. Auch Frau Hollerbrunn hat mich sehr fasziniert und ich finde sie sehr passend beschrieben. Stellenweise wusste ich nicht so genau was ich von ihr halten sollte, und genau das wollte die Autorin denke ich auch erreichen. 

Es ist eine wunderbare Märchenadaption, die ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Bitte lest dieses Buch.Ich kann euch sagen, mein Herz hat es gefangen und beglückt. Ich glaube jeder, der das Märchen "Frau Holle" mag, wird auch dieses Buch lieben.

5 von 5 Punkten

EBook
2,99 Euro
ASIN: B06XR5TPMR

Mittwoch, 12. April 2017

Drachenpost

Nicht nur auf meiner Facebookseite, sondern auch hier sollt ihr in das Vergnügen kommen, die tolle Post anzuschauen, die mich letzte Woche vom Drachenmond Verlag erreicht hat.
Auf der Drachenmondseite hatte ich nämlich noch vor der LBM entdeckt, dass man einige Bücher mit Signatur/persönlicher Widmung bestellen konnte. Dies habe ich dann auch gemacht, da ich es schön finde, wenn die Bücher signiert sind. Diese haben auch  - mittlerweile zwei eigene Regalbretter in meinem Bücherregal.




Schon allein, dass die Bücher noch in Geschenkpapier eingewickelt sind finde ich so klasse. Da freut man sich beim Öffnen doch gleich noch mehr.
Die Tasche gabe es dazu, darüber habe ich mich genau so doll gefreut wie auch über die Bücher.
Ihr wollt bestimmt auch sehen, welche Bücher es für mich gab.




Mit "Wild" und "Wach" habe ich schon sehr lange geliebäugelt und dann einfach mal die Chance ergriffen. Da Rebell 1 mir sehr gut gefallen hat, musste Teil 2 natürlich auch bei mir einziehen...und die anderen beiden...nun ja irgendwie sind die wohl mit im Warenkorb gelandet, nachdem ich die Klappentexte gelesen habe...wie das nur wieder passieren konnte *g*

Montag, 10. April 2017

E-Book Rezension: Kerstin Arbogast "Ewig und ein Sommer"




Inhalt:
Sophie glaubt an einen Fluch, der ihr die erste Liebe verwehrt.
Obwohl sie kein Wort versteht, sieht sie sich mit ihrer Oma ständig brasilianische Telenovelas im Fernsehen an.
Ihren Rauhaardackel Whiskey liebt sie über alles, hasst aber Katzen und Ponys, dennoch würde sie am liebsten mit dem Zirkus durchbrennen.
Weihnachten feiert Sophie im Hochsommer, und auch noch mit achtzehn klettert sie auf Spieltürme hinauf.
Sie bringt die Menschen um sich herum am liebsten auf die Palme, aber am besten: zum Lachen und aus sich heraus.
Genauso wie Konrad, der sich von ihrer Verrücktheit und ihrem Nichtangepasstsein beeindrucken und anstecken lässt.
Weil sie ihn aus seinem Schneckenhaus herauslockt.
Weil sie ihn in ihre eigene Welt zieht.
Weil er dann seine verkorkste Familie vergessen kann.
Weil er sich neben Sophie so schrecklich normal fühlen kann - und gleichzeitig so herrlich verrückt.
Oder ist es ihm letztendlich doch wichtiger, was die anderen von ihm denken?

Meine Meinung:
Dieses Buch ist unglaublich toll, das möchte ich euch schon mal vorweg sagen.

Ich fand dieses Buch sehr unterhaltsam und zum Teil auch sehr emotional. Sophie ist einfach klasse, ich mochte sie von Anfang an. Sie ist frech, witzig, empathisch und anders als die meisten Mädchen in ihrem Alter es sind - zumindest teilweise. Gerade ihren Kleidungstil würde ich als sehr einzigartig bezeichnen - aber das macht sie mir sehr sympathisch, eben weil sie nicht so klischeehaft ist. Das finde ich sehr gut, denn es ist keiner wie der andere. Wie sie mit ihren Problemen umgeht finde ich altersentsprechend und es passt einfach zu ihr. Der Charakter ist alles in allem sehr stimmig.
Auch Kon finde ich klasse, der mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat. Er ist ganz anders als Sophie und gerade das macht dieses Buch auch so interessant. Denn dadurch kommt es zu dem ein oder anderen Problem/Missverständnis. Ich kann ihn gut verstehen und auch sein Verhalten ist für mich durchweg nachvollziehbar. Ich möchte hier jetzt nicht zu viel verraten, aber auch sein Leben ist anders, als das gleichaltriger. In diesem Buch wird man mit einem Tabuthema konfrontiert - mit Depressionen - ein Thema, das meiner Meinung nach kein Tabuthema sein sollte. Das Thema wird gut aufgegriffen, ist nicht zu überspitzt und nimmt auch nicht das gesamte Buch ein - das finde ich sehr gut. Der Autorin ist es hier gelungen ein gutes Mittelmaß zu finden.

Der Schreibstil ist klasse, ich konnte alles super flüssig lesen und habe dieses Buch förmlich verschlungen. Die Wortwahl passt zu Jugendlichen/jungen Erwachsenen hervoragend. Teilweise musste ich ganz schön schmunzeln. Ich möchte hier auch aus dem Buch zitieren:
"Ich hatte diese Stichelei verdient, denn ich durfte mich glücklich schätzen, dass sie überhaupt noch mit mir redete. Auf dem Schulfest habe ich mich größtenteils wie ein Vollidiot benommen. Sie war die Sonne, ich der Regen, und so sehr ich mich auch bemühte, ich konnte keinen verdammten Regenbogen aus meinem Arsch herauspressen"

Beim Lesen habe ich regelrecht mitgefiebert, mit gelacht, meinen Kopf geschüttelt wegen Sophies verrückten Ideen, mit ihr mitgelitten und sogar ein paar Tränen habe ich bei diesem Buch vergessen. Da musste ich es doch tatsächlich auch erstmal für einige Zeit aus der Hand legen, da ich einfach nicht weiterlesen konnte, da ich doch sehr geschockt war.

Und auch wenn es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, kann man es als Erwachsener durchaus gut lesen.

Das einzige Manko, mir war es stellenweise dann doch ein wenig zu kitschig. Und auch wenn es zum Buch in gewissser Weise passt, hat mir dies nicht gut gefallen

Die einzelen Kapitelüberschriften sind toll gewählt und haben mich schon ein wenig rätseln lassen, was wohl passiert. Ich finde sie passen hervorragend zu dem was dann passiert.

Ich kann euch dieses wunderbare Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

4 von 5 Punkten

Drachenmond Verlag
Ebook
4,99 Euro
Seitenzahl der Printausgabe: 350 Seiten
ISBN:  9783959911177

Samstag, 8. April 2017

Theodor Lessing "Haarmann die Geschichte eines Werwolfs"



Inhalt:
Er zählt zu den bekanntesten und berüchtigsten Serienmördern Deutschlands - Friedrich "Fritz" Haarmann. In der Nachkriegszeit tötete er zwischen 1918 und 1924 mindestens 24 junge Männer in Hannover. In diesem Buch sind die grausamen Taten von ihm geschildert.

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr sachlich und informativ geschrieben - genau das habe ich auch erwartet. Ich interessiere mich schon länger für Serienmörder, im speziellen auch für Fritz Haarmann - was vermutlich auch damit zusammen hängt, dass ich in der Nähe von Hannover lebe.
Stellenweise war es recht "trocken" geschrieben, dennoch fand ich auch diese Stellen spannend, was einfach an der Thematik lag.
Die Sprache ist eher gehoben und stellenweise altertümlich, aber dennoch konnte ich es super flüssig lesen, nur manchmal wenn es sich um eine wörtliche Rede handelte, die in Mundart geschrieben war, hatte ich so meine Schwierigkeiten, weil ich damit erstmal nicht so viel anfangen könnte. Aber auch das ging nach einiger Zeit recht gut.
Die Beschreibungen der Leichen und der Vorgehensweise von Haarmann sind sachlich, aber dennoch ziemlich heftig. Das mich dies erwartet, war mir aber von vornherein klar. Und gerade auf das war ich auch sehr gespannt, irgendwie.

Ich hatte schon im Vorfeld einiges über Haarmann gehört, einiges davon wurde auch in diesem Buch erwähnt, anderes eher widerlegt. Wie er im Prozess reagierte fand ich schon irgendwie abstossend.


In diesem Buch sind auch einige Bilder von Haarmann, seinen Wohnungen etc zu finden, dies hat mich sehr angesprochen, da ich mir die Umgebung so besser vorstellen konnte, als es mir anders möglich gewesen wäre. Ich kenne einige der beschriebenen Stellen in der heutigen Zeit, aber das ist überhaupt nicht mit damals zu vergleichen. Die Orte sind im Buch alle namentlich genannt, auch das finde ich super, denn so kann ich mich auch mal selbst auf Spurensuche begeben und mir anschauen, wie es dort jetzt aussieht und wo in Hannover sich alles abgespielt hat.

Im Vorwort schreibt Michael Kirchschlager einiges über Theodor Lessing - dies war für mich sehr informativ, da ich über Theodor Lessing so rein gar nichts wusste. Dies Wissen war auf eine gewisse Art und Weise für das restliche Buch schon wichtig.

Allen die sich für Serienmörder interessieren, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

5 von 5 Punkten

Kirchschlager Verlag
Gebundenes Buch
271 Seiten
18,00 Euro
ISBN 9783934277366

Dienstag, 4. April 2017

Rezension: Tanja Brandt "Wo die Liebe hin fliegt - Ingo und Poldi - Die Geschichte einer Freundschaft"

 


 Inhalt:
Bei der Fotografin und Falknerin Tanja Brandt leben ein belgischer Schäferhund und ein Steinkauz - Freunde, die einfach unzertrennlich sind. Dieses Buch erzählt die Geschichte dieser bezaubernden Freundschaft: Wann sind sich die beiden zum ersten Mal begegnet und wie hat sich daraus eine tiefe Freundschaft entwickelt? Wie reagiert der Schäferhund auf die Launen des frechen Steinkauzes und welche Abenteuer erlebt die tierische Clique im Alltag? Denn neben den Steinkäuzen Poldi und Fienchen leben noch Schneeeule Uschi, Wüstenbussard Phoenix und Weißgesichteule Gandalf bei Tanja Brandt. Einfach zum Dahinschmelzen.

Meine Meinung:
In diesem Buch sind total süße Bilder, in die ich mich teilweise echt verliebt habe. Ich habe sehr oft "Ohhh wie süß" gesagt - und ich glaube das sagt schon alles. Ich bin aber allgemein ein großer Fan von Eulen und Greifvögeln, und weiß was es heißt, so ein schönes Tier zu streicheln oder von ihr mit einem Flügel gestreichelt zu werden. ich kam nämlich schon in den Genuss das zu erleben - aber nicht bei Tanja Brandt, sondern bei Achim dem Falkner der Herzen . Die Bilder sind sehr putzig und auch in diese Tiere habe ich mich schon irgendwie verliebt. Gerade auch die Bilder von Poldi sind göttlich.
Schade finde ich es, dass bei Bildern auf Doppelseiten durch die Wahl des Bildausschnittes manchmal das Beste irgendwie im Knick des Buches verschwindet. Durch ein anderes Buchformat hätte man dies vielleicht besser machen können, denke ich - notfalls hätte ich das Buch dann auch im Querformat gehalten, mich persönlich hätte dies nicht gestört.

Auch die kurzen Texte sind echt toll geschrieben, und man merkt an ihnen schon wie viel Liebe in diesem Buch steckt. Diese kurzen Texte lassen sich super lesen.
Ich finde es faszinierend, dass es diese Freundschaften zwischen den Tieren so gibt. Und auch wenn die Bilder gestellt sind, so sieht man trotzdem dass die Tiere gut dabei sind.

Nachdem ich dieses Buch gelesen und angeschaut habe - folge ich auch der Facebookseite von Tanja Brandt einfach um noch mehr Bilder zu sehen und Neuigkeiten zu lesen.

Dieses Buch möchte ich auf jeden Fall allen empfehlen die ein Faible für Tiere, Greifvögel, Eulen haben. Ich denke auch ihr werdet euch an den Bildern erfreuen.

4 von 5 Punkten

Luebbe
Gebundenes Buch
15,00 Euro
160 Seiten
ISBN 9783431039696

Sonntag, 2. April 2017

Blogtour: Gabriela Swoboda "Novus Ordo Seclorum" - Überraschungspost



Ich bin so glücklich, denn obwohl die Blogtour schon geplant war, darf ich auch noch an ihr teilnehmen. Bei mir gibt es heute daher einen Überraschungspost.
Es gibt heute bei mir ein Interview mit Gabriela Swoboda.



Liebe Gabriela,
vielen Dank erstmal, dass du dich bereit erklärt hast ein kleines Interview mit mir zu führen.
Ich habe dein Buch förmlich verschlungen und  dir ja beim Lesen schon ab und an geschrieben. Gerade deswegen freue ich mich auch so sehr über dieses Interview.
Ich komme jetzt zu meinen Fragen:


Die Rechte an dem Bild liegen bei der Autorin - vielen Dank Gabriela, dass ich es verwenden darf


Ich: Magst du vielleicht kurz selbst sagen, wie du dein Buch beschreibst? – Schließlich hast  du mich auch „vorgewarnt“ – wobei dies bei mir gar nicht nötig war.

Gabriela: Ja gerne, liebe Steffi. Ich denke Mal, Novus Ordo Seclorum ist eine Mischung aus Dystopie und Fantasy mit kleinen Thrillerelementen. Auf Verschwörungstheorien basierend ist es natürlich politisch durchzogen. Ich glaube, es ist keine so einfache Lesekost und man muss sich vielleicht wirklich auf die Geschichte einlassen, um ihre "Botschaft" zu verstehen. Es geht um Liebe, aber keine Bilderbuchliebe, um Elfen, aber ohne Flügel (eher mit Haaren an den Zähnen), um Korruption, aber auch um Magie und alte Traditionen, um Ehre, um Reue und um Umkehr.

I: Dein Buch „Novus Ordo Seclorum“ spielt zum Großteil in Irland – was verbindest du mit diesem Land? Was fasziniert dich daran besonders?

G: Ich durfte ein Jahr in Irland leben. Die Menschen, die Kultur, das Land selbst - alles erschien mir so perfekt, weil es gerade so unperfekt ist. Ich liebe die irische Musik, denn ich denke, gerade in dieser spiegelt sich die Seele des Landes wieder. Wenn man durch Irlands Landschaft spaziert, hat man das Gefühl, die alten Götter sind noch immer "lebendig". Vielleicht erwartet man sogar den einen oder anderen Sidhe zu sehen, wenn man die alten Ruinen oder Friedhöfe besucht. Das Land hat eine schöne und eine traurige Geschichte und beides vereint sich dort noch immer. Ach, es gibt so viel, das ich hier jetzt aufzählen könnte, aber - liebe Steffi - das würde Seite über Seite füllen.

I: Gibt es andere Länder, die dich genauso faszinieren wie Irland? Wenn ja welche und warum? Du bist ja auch schon viel rumgekommen – welchem Land gehört dein Herz?

G: Mein Herz gehört Irland, aber ich habe auch sehr lange in Hongkong gelebt, und dort eine ganz andere Welt kennen gelernt. Es blieb mir ebenfalls sehr schön in Erinnerung. Eine faszinierende (eher versteckte) Kultur hat mich auch dort total fasziniert. Moderne und ganz Altes geben sich in Hongkong die Hand - wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht.

I: Ich finde es sehr spannend, dass es um eine Verschwörungstheorie geht, die meiner Meinung gar nicht so unwahrscheinlich ist – wie kamst du auf diese Idee? Interessierst du dich allgemein für Verschwörungstheorien?

G: Ja, ich bin eine unverbesserliche Verschwörungstheoretikerin, hinterfrage so ziemlich alles und gebe mich mit "normalen" Antworten kaum zufrieden. Das macht mich für viele Menschen zu einem schwierigen Diskussionspartner. Youtube ist voll mit Verschwörungstheorien, manche unterschreibe ich blind, andere wiederum nicht. Es kommt ganz drauf an, wie sehr man mich überzeugen kann.

I: Wie beschreibst du dich selbst als Person? Was macht dich aus?

G: Och, ich bin verrückt, das macht micht aus. Ich schwimme aus Prinzip gegen den Strom, bin ein unverbesserlicher Dickkopf, was mir schon etliche Beulen eingebracht hat, und leider vielzu oft viel zu ehrlich, was mir schon einige Feinde beschert hat - ja - und ich kann wunderbar sarkastisch sein, was meinen Mann manchmal in den Wahnsinn treibt. Aber sonst gehts mir eigentlich ganz gut :)

I: Momentan schreibst du an einem neuen Buch  - magst du hierzu schon ein bisschen plaudern und uns was erzählen? 

G: Aber gerne! Also dieses Mal hat es wieder mit Mythologie zu tun. Es ist eine dunkle Geschichte, und ganz und gar nicht wie Novus Ordo Seclorum. Natürlich gibt es wieder einen lateinischen Titel, den ich ja schon auf meiner Autorenseite bekannt gegeben habe - Immortalis (d.h. Unsterblich) - den deutschen Untertitel verrate ich einstweilen noch nicht :). Es ist eine Geschichte über einen "Mann", die es so eigentlich noch nicht gibt (bzw. habe ich persönlich noch nichts in Romanform gefunden). Die Recherchen dazu sind so kryptisch, dass ich oft halb wahnsinnig dabei werde. Dennoch hoffe ich, es wird sich lohnen. Es geht um Liebe, die nicht sein darf, um eine Person, die nie geboren hätte werden dürfen, um Macht, die flasch verstanden und deshalb missbraucht wird, aber dadurch wurden Hochkulturen geboren. Es geht um Magie, Alchimie, Verzweiflung, Stolz und Reue. Es geht um die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, und den ewigen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. So, ich hoffe, ich habe dir den Mund wässrig gemacht :) LACH!!!

I: Hast du besondere Schreibrituale? Wenn ja, welche?

G: Kaffee, Zigaretten, viele Postits und wenn geht Stille. Es läuft so, dass ich ja nur abends schreiben kann, weil mich tagsüber die Pflicht an den Arbeitsplatz ruft, danach kommt die Familie zum Zug und dann erst gehts ans Schreiben. Im Normalfall läuft ein Film vor mir ab und dann wird die Tastatur an ihre Grenzen gebracht. Ich lese mir jeden Tag das durch, was ich am Vortag geschrieben habe und verbessere, verschönere oder feile aus. Naja, ist nicht ein wirkliches Ritual, aber es wiederholt sich :)

I: Was macht für dich ein gutes Buch aus? – Du liest ja auch selbst.

Für mich gibt es ja keine schlechten Bücher, weil die Geschichten immer Geschmacksache sind. Was ich als gutes Buch bezeichne, ist möglicherweise ganz schlecht für jemand anderes. Aber ich liebe es, wenn ich selbst Darsteller in einer Geschichte sein kann, d.h. ich kann mich mit einem Darsteller identifizieren, lebe, liebe, hasse, lache, weine mit ihm bzw. ihr. Ich möchte Emotionen fühlen können - Herzklopfen - ein Kribbeln - Gänsehaut, etc. Dann wars für mich persönlich ein gutes Buch.

I: Möchtest du uns sonst noch etwas sagen?

G: Zuerst einmal, vielen lieben Dank, Steffi, dass du dir für mich Zeit genommen hast. Ich habe das Interview wirklich genossen, und es war eine Freude. Natürlich freue ich mich sehr, dass dir das Buch gefallen hat, da jubel ich immer, wenn mir jemand so etwas schreibt. Du bist ja auch eine ganz Liebe! An jene lieben Menschen, die dieses Interview gelesen habe, sende ich hiermit auch meinen Dank für das Interesse. Ich wünsche allen alles Gute und Liebe, viel Erfolg mit was immer jeder gerade macht, Glück und Gesundheit. Und ich hoffe, wir alle werden unsere Leidenschaft, Bücher zu lesen bzw. zu schreiben niemals verlieren!

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, die Fragen zu beantworten.  Mich hat dein Buch „Norvus Ordo Seclorum“ sehr begeistert und ich freue mich schon darauf, bald hoffentlich mehr von dir lesen zu dürfen.  Ich finde deinen Schreibstil nämlich ausgesprochen gut und auch der Kontakt zwischendrin war für mich total klasse. Vielen Dank auch dafür.

Liebe Grüße Steffi


Samstag, 1. April 2017

E-Book Rezension: Ann-Kathrin Karschnick und Felix A. Münter "Trümmerwelten - Das Geheimnis der Alice Sparrow"

Vielen Dank, dass ich auf der Messe das Foto von euch machen durfte


Inhalt:
Noemi lässt Probleme verschwinden. Charlie ist Geheimnisträger. Beide verfolgen dasselbe Ziel, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen und ohne voneinander zu wissen, denn sie beide wollen die verschollene Insel Anker im Wolkenmeer finden. Eine sagenumwobene Insel der Weisen, auf der alle Geheimnisse der früheren Herrscher zu finden sein sollen. Ihr einziger Hinweis lautet: Alice Sparrow. Wer ist diese Frau und was hat sie mit der verschollenen Insel zu tun?

Meine Meinung:
Ich brauchte einen klitzekleinen Moment um in dieses Buch rein zu kommen, aber wirklich nur einen klitzekleinen. Und dann war das Buch auch schon sehr spannend. Die Geschichte geht nämlich sehr schnell sehr spannend los. Diese Spannung wird auch das gesamte Buch über gehalten.
Dies ist auch der erste Grund, warum ich das Buch so flüssig und schnell lesen konnte.

Alles ist sehr anschaulich und lebendig geschrieben, so dass ich mir diese Welt in der das Buch spielt gut vorstellen konnte. Ich finde diese Welt toll gestaltet und war sehr fasziniert von ihr. So eine Welt kannte ich bisher aus Büchern noch nicht so, daher war es besonders toll für mich dieses Buch zu lesen. Die Beschreibungen der Welt und der einzelnen Begebenheiten sind ausführlich genug, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte und mich super in diese Welt reindenken konnte - und genau das ist es auch was für mich dieses Buch mit ausmacht.

Die Protagonisten passen gut zu diesem Buch. Naomi hat mich manchmal doch sehr überrascht, ich war zwar nicht immer begeistert über das was sie getan hat, aber alles in allem mochte ich sie sehr. Ihre Gedanken sind für mich auch recht gut nachvollziehbar - obwohl ich mit diesen halt nicht immer einverstanden war. Vor allem mit ihr habe ich auch mitgefiebert und mitgebangt. Sie hat meine Sympathie irgendwie mehr erlangt als Charlie. An ihm konnten mich auch einige Dinge begeistern, aber für meine Verhältnisse war er einfach zu weich. Damit konnte ich stellenweise nicht so umgehen - aber dennoch passst es super zu diesem Buch und teilweise hat er mich auch echt überrascht, gerade zum Ende hin.

Der Schreibstil ist einfach klasse. Hier mal zwei Zitate für euch, von Stellen die mir besonders gut gefallen haben, mit denen ich aber nicht zu viel verrate:

"Geheimnisse können sich überall verstecken. Menschen können sie tragen und durch sie Macht erlangen. Aber viel öfter werden sie niedergeschrieben. Für den nächsten Mutigen festgehalten."

"Trauer ist eine gute und zugleich üble Sache. Sie erinnert uns daran, was wichtig war. Aber wir können uns auch in ihr verlieren."


Das Ende fand ich sehr gemein, es ist nämlich ein totaler Cliffhanger - umso gespannter bin ich wie es - hoffentlich weitergeht - und zwar bitte schnell.
Ich kann euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

4 von 5 Punkten

Papierverzierer Verlag
E-Book
2,49 Euro
Seitenzahl der Printausgabe 336
ASIN: B06X9V2JM2