Ich bin so glücklich, denn obwohl die Blogtour schon geplant war, darf ich auch noch an ihr teilnehmen. Bei mir gibt es heute daher einen Überraschungspost.
Es gibt heute bei mir ein Interview mit Gabriela Swoboda.
Liebe
Gabriela,
vielen Dank
erstmal, dass du dich bereit erklärt hast ein kleines Interview mit mir zu
führen.
Ich habe dein Buch förmlich verschlungen und
dir ja beim Lesen schon ab und an geschrieben. Gerade deswegen freue ich
mich auch so sehr über dieses Interview.
Ich komme
jetzt zu meinen Fragen:
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| Die Rechte an dem Bild liegen bei der Autorin - vielen Dank Gabriela, dass ich es verwenden darf |
Ich: Magst du
vielleicht kurz selbst sagen, wie du dein Buch beschreibst? – Schließlich
hast du mich auch „vorgewarnt“ – wobei
dies bei mir gar nicht nötig war.
Gabriela: Ja gerne,
liebe Steffi. Ich denke Mal, Novus Ordo Seclorum ist eine Mischung aus Dystopie
und Fantasy mit kleinen Thrillerelementen. Auf Verschwörungstheorien basierend
ist es natürlich politisch durchzogen. Ich glaube, es ist keine so einfache
Lesekost und man muss sich vielleicht wirklich auf die Geschichte einlassen, um
ihre "Botschaft" zu verstehen. Es geht um Liebe, aber keine
Bilderbuchliebe, um Elfen, aber ohne Flügel (eher mit Haaren an den Zähnen), um
Korruption, aber auch um Magie und alte Traditionen, um Ehre, um Reue und um
Umkehr.
I: Dein Buch
„Novus Ordo Seclorum“ spielt zum Großteil in Irland – was verbindest du mit
diesem Land? Was fasziniert dich daran besonders?
G: Ich durfte
ein Jahr in Irland leben. Die Menschen, die Kultur, das Land selbst - alles
erschien mir so perfekt, weil es gerade so unperfekt ist. Ich liebe die irische
Musik, denn ich denke, gerade in dieser spiegelt sich die Seele des Landes wieder.
Wenn man durch Irlands Landschaft spaziert, hat man das Gefühl, die alten
Götter sind noch immer "lebendig". Vielleicht erwartet man sogar den
einen oder anderen Sidhe zu sehen, wenn man die alten Ruinen oder Friedhöfe
besucht. Das Land hat eine schöne und eine traurige Geschichte und beides
vereint sich dort noch immer. Ach, es gibt so viel, das ich hier jetzt
aufzählen könnte, aber - liebe Steffi - das würde Seite über Seite füllen.
I: Gibt es
andere Länder, die dich genauso faszinieren wie Irland? Wenn ja welche und
warum? Du bist ja auch schon viel rumgekommen – welchem Land gehört dein Herz?
G: Mein Herz
gehört Irland, aber ich habe auch sehr lange in Hongkong gelebt, und dort eine
ganz andere Welt kennen gelernt. Es blieb mir ebenfalls sehr schön in
Erinnerung. Eine faszinierende (eher versteckte) Kultur hat mich auch dort
total fasziniert. Moderne und ganz Altes geben sich in Hongkong die Hand - wenn
man mit offenen Augen durch die Stadt geht.
I: Ich finde
es sehr spannend, dass es um eine Verschwörungstheorie geht, die meiner Meinung
gar nicht so unwahrscheinlich ist – wie kamst du auf diese Idee? Interessierst
du dich allgemein für Verschwörungstheorien?
G: Ja, ich bin
eine unverbesserliche Verschwörungstheoretikerin, hinterfrage so ziemlich alles
und gebe mich mit "normalen" Antworten kaum zufrieden. Das macht mich
für viele Menschen zu einem schwierigen Diskussionspartner. Youtube ist voll
mit Verschwörungstheorien, manche unterschreibe ich blind, andere wiederum
nicht. Es kommt ganz drauf an, wie sehr man mich überzeugen kann.
I: Wie
beschreibst du dich selbst als Person? Was macht dich aus?
G: Och, ich
bin verrückt, das macht micht aus. Ich schwimme aus Prinzip gegen den Strom,
bin ein unverbesserlicher Dickkopf, was mir schon etliche Beulen eingebracht hat,
und leider vielzu oft viel zu ehrlich, was mir schon einige Feinde beschert hat
- ja - und ich kann wunderbar sarkastisch sein, was meinen Mann manchmal in den
Wahnsinn treibt. Aber sonst gehts mir eigentlich ganz gut :)
I: Momentan
schreibst du an einem neuen Buch - magst
du hierzu schon ein bisschen plaudern und uns was erzählen?
G: Aber gerne!
Also dieses Mal hat es wieder mit Mythologie zu tun. Es ist eine dunkle
Geschichte, und ganz und gar nicht wie Novus Ordo Seclorum. Natürlich gibt es
wieder einen lateinischen Titel, den ich ja schon auf meiner Autorenseite
bekannt gegeben habe - Immortalis (d.h. Unsterblich) - den deutschen Untertitel
verrate ich einstweilen noch nicht :). Es ist eine Geschichte über einen
"Mann", die es so eigentlich noch nicht gibt (bzw. habe ich
persönlich noch nichts in Romanform gefunden). Die Recherchen dazu sind so
kryptisch, dass ich oft halb wahnsinnig dabei werde. Dennoch hoffe ich, es wird
sich lohnen. Es geht um Liebe, die nicht sein darf, um eine Person, die nie
geboren hätte werden dürfen, um Macht, die flasch verstanden und deshalb
missbraucht wird, aber dadurch wurden Hochkulturen geboren. Es geht um Magie,
Alchimie, Verzweiflung, Stolz und Reue. Es geht um die Gleichberechtigung
zwischen Männern und Frauen, und den ewigen Kampf zwischen Licht und
Dunkelheit. So, ich hoffe, ich habe dir den Mund wässrig gemacht :) LACH!!!
I: Hast du
besondere Schreibrituale? Wenn ja, welche?
G: Kaffee,
Zigaretten, viele Postits und wenn geht Stille. Es läuft so, dass ich ja nur
abends schreiben kann, weil mich tagsüber die Pflicht an den Arbeitsplatz ruft,
danach kommt die Familie zum Zug und dann erst gehts ans Schreiben. Im
Normalfall läuft ein Film vor mir ab und dann wird die Tastatur an ihre Grenzen
gebracht. Ich lese mir jeden Tag das durch, was ich am Vortag geschrieben habe
und verbessere, verschönere oder feile aus. Naja, ist nicht ein wirkliches
Ritual, aber es wiederholt sich :)
I: Was macht für dich ein gutes Buch aus? – Du liest ja auch selbst.
Für mich
gibt es ja keine schlechten Bücher, weil die Geschichten immer Geschmacksache
sind. Was ich als gutes Buch bezeichne, ist möglicherweise ganz schlecht für
jemand anderes. Aber ich liebe es, wenn ich selbst Darsteller in einer
Geschichte sein kann, d.h. ich kann mich mit einem Darsteller identifizieren,
lebe, liebe, hasse, lache, weine mit ihm bzw. ihr. Ich möchte Emotionen fühlen
können - Herzklopfen - ein Kribbeln - Gänsehaut, etc. Dann wars für mich
persönlich ein gutes Buch.
I: Möchtest du
uns sonst noch etwas sagen?
G: Zuerst
einmal, vielen lieben Dank, Steffi, dass du dir für mich Zeit genommen hast.
Ich habe das Interview wirklich genossen, und es war eine Freude. Natürlich
freue ich mich sehr, dass dir das Buch gefallen hat, da jubel ich immer, wenn
mir jemand so etwas schreibt. Du bist ja auch eine ganz Liebe! An jene lieben
Menschen, die dieses Interview gelesen habe, sende ich hiermit auch meinen Dank
für das Interesse. Ich wünsche allen alles Gute und Liebe, viel Erfolg mit was
immer jeder gerade macht, Glück und Gesundheit. Und ich hoffe, wir alle werden
unsere Leidenschaft, Bücher zu lesen bzw. zu schreiben niemals verlieren!
Vielen
Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, die Fragen zu beantworten. Mich hat dein Buch „Norvus Ordo Seclorum“
sehr begeistert und ich freue mich schon darauf, bald hoffentlich mehr von dir
lesen zu dürfen. Ich finde deinen
Schreibstil nämlich ausgesprochen gut und auch der Kontakt zwischendrin war für
mich total klasse. Vielen Dank auch dafür.
Liebe Grüße Steffi