Mittwoch, 19. April 2017

Buchrezension. Edward Lee & Wrath James White "Der Teratologe"



Inhalt:
Für die Journalisten James Bryant und Richard Westmore sieht alles nach einem Routineauftrag aus, als sie für eine Reportage in die Villa des öffentlichkeitsscheuen Milliardärs John Farrington geschickt werden. Doch dann stolpert ihnen der exzentrische Neureiche nackt und geistig verwirrt in die Arme, halluziniert von Engeln und konfrontiert sie mit seinen perversen Vorlieben...

Meine Meinung:
Vorweg erstmal, dieses Buch ist krass und allen Lesern mit empfindlichen Mägen rate ich davon auf jeden Fall ab. Es gehört nicht umsonst zur Reihe Festa Extrem.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, auch gerade weil es so krass war. Stellenweise hat es mich ein wenig an eine Freak-Show erinnert, halt nur noch heftiger und extremer. Die beiden Autoren scheuen vor heftigen, ekeligen Beschreibungen nicht zurück - und genau das macht dieses Buch auch aus. Ich würde es als blutig, ekelerregend und in gewisser Weise auch als menschenverachtend bezeichnen. Ich habe beim Lesen das ein oder andere Mal gedacht "Ihh" und tief durchatmen müssen, bevor ich weiterlesen konnte - geil sag ich dazu nur, auch wenn ihr mich jetzt für bescheuert haltet. Ich hatte Lust auf was heftiges und ich habe es eindeutig bekommen. Die Beschreibungen von den - ich nenne sie mal - Gestalten sind sehr genau, daher konnte ich mir sie sehr gut vorstellen. Und schon allein diese sind echt heftig, aber was der John mit ihnen anstellt macht es alles noch schlimmer und ekeliger. Das finde ich schon richtig pervers.

Es ist aber nicht nur blutig, ekelig und heftig, sondern auch durchweg spannend. Spannend einfach schon allein deswegen weil ich immer wissen wollte, was mich als Leserin als nächstes erwartet, ob es noch heftiger werden kann oder ob das Maß schon voll ist.
Für mich war das Maß gut so wie es war, auch wenn ich noch mehr vertragen hätte - keine Frage, aber es ist echt schon sehr extrem.

Der Schreibstil ist ansprechend - wenn man trotz dem Ekelfaktor denn von ansprechend reden will - ich hatte das Buch innerhalb kurzer Zeit fertig gelesen, einfach weil ich es nicht aus der Hand legen konnte, und es auch nicht aus der Hand legen wollte. Dazu war es einfach zu krass und zu heftig, als das ich es hätte einfach so weglegen können. Ich musste wissen wie es ausgeht.

Wer meint den Ekelfaktor aushalten zu können, dem empfehle ich dieses Buch auf jeden Fall. Und ich denke es wird nicht das letzte Buch aus der Reihe "Festa Extrem" sein, was ich gelesen habe. Im Gegenteil. Ich bin jetzt angeprickt und möchte mehr davon.

5 von 5 Punkten

Festa Extrem
136 Seiten
12,80 Euro

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