Sonntag, 2. April 2017

Blogtour: Gabriela Swoboda "Novus Ordo Seclorum" - Überraschungspost



Ich bin so glücklich, denn obwohl die Blogtour schon geplant war, darf ich auch noch an ihr teilnehmen. Bei mir gibt es heute daher einen Überraschungspost.
Es gibt heute bei mir ein Interview mit Gabriela Swoboda.



Liebe Gabriela,
vielen Dank erstmal, dass du dich bereit erklärt hast ein kleines Interview mit mir zu führen.
Ich habe dein Buch förmlich verschlungen und  dir ja beim Lesen schon ab und an geschrieben. Gerade deswegen freue ich mich auch so sehr über dieses Interview.
Ich komme jetzt zu meinen Fragen:


Die Rechte an dem Bild liegen bei der Autorin - vielen Dank Gabriela, dass ich es verwenden darf


Ich: Magst du vielleicht kurz selbst sagen, wie du dein Buch beschreibst? – Schließlich hast  du mich auch „vorgewarnt“ – wobei dies bei mir gar nicht nötig war.

Gabriela: Ja gerne, liebe Steffi. Ich denke Mal, Novus Ordo Seclorum ist eine Mischung aus Dystopie und Fantasy mit kleinen Thrillerelementen. Auf Verschwörungstheorien basierend ist es natürlich politisch durchzogen. Ich glaube, es ist keine so einfache Lesekost und man muss sich vielleicht wirklich auf die Geschichte einlassen, um ihre "Botschaft" zu verstehen. Es geht um Liebe, aber keine Bilderbuchliebe, um Elfen, aber ohne Flügel (eher mit Haaren an den Zähnen), um Korruption, aber auch um Magie und alte Traditionen, um Ehre, um Reue und um Umkehr.

I: Dein Buch „Novus Ordo Seclorum“ spielt zum Großteil in Irland – was verbindest du mit diesem Land? Was fasziniert dich daran besonders?

G: Ich durfte ein Jahr in Irland leben. Die Menschen, die Kultur, das Land selbst - alles erschien mir so perfekt, weil es gerade so unperfekt ist. Ich liebe die irische Musik, denn ich denke, gerade in dieser spiegelt sich die Seele des Landes wieder. Wenn man durch Irlands Landschaft spaziert, hat man das Gefühl, die alten Götter sind noch immer "lebendig". Vielleicht erwartet man sogar den einen oder anderen Sidhe zu sehen, wenn man die alten Ruinen oder Friedhöfe besucht. Das Land hat eine schöne und eine traurige Geschichte und beides vereint sich dort noch immer. Ach, es gibt so viel, das ich hier jetzt aufzählen könnte, aber - liebe Steffi - das würde Seite über Seite füllen.

I: Gibt es andere Länder, die dich genauso faszinieren wie Irland? Wenn ja welche und warum? Du bist ja auch schon viel rumgekommen – welchem Land gehört dein Herz?

G: Mein Herz gehört Irland, aber ich habe auch sehr lange in Hongkong gelebt, und dort eine ganz andere Welt kennen gelernt. Es blieb mir ebenfalls sehr schön in Erinnerung. Eine faszinierende (eher versteckte) Kultur hat mich auch dort total fasziniert. Moderne und ganz Altes geben sich in Hongkong die Hand - wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht.

I: Ich finde es sehr spannend, dass es um eine Verschwörungstheorie geht, die meiner Meinung gar nicht so unwahrscheinlich ist – wie kamst du auf diese Idee? Interessierst du dich allgemein für Verschwörungstheorien?

G: Ja, ich bin eine unverbesserliche Verschwörungstheoretikerin, hinterfrage so ziemlich alles und gebe mich mit "normalen" Antworten kaum zufrieden. Das macht mich für viele Menschen zu einem schwierigen Diskussionspartner. Youtube ist voll mit Verschwörungstheorien, manche unterschreibe ich blind, andere wiederum nicht. Es kommt ganz drauf an, wie sehr man mich überzeugen kann.

I: Wie beschreibst du dich selbst als Person? Was macht dich aus?

G: Och, ich bin verrückt, das macht micht aus. Ich schwimme aus Prinzip gegen den Strom, bin ein unverbesserlicher Dickkopf, was mir schon etliche Beulen eingebracht hat, und leider vielzu oft viel zu ehrlich, was mir schon einige Feinde beschert hat - ja - und ich kann wunderbar sarkastisch sein, was meinen Mann manchmal in den Wahnsinn treibt. Aber sonst gehts mir eigentlich ganz gut :)

I: Momentan schreibst du an einem neuen Buch  - magst du hierzu schon ein bisschen plaudern und uns was erzählen? 

G: Aber gerne! Also dieses Mal hat es wieder mit Mythologie zu tun. Es ist eine dunkle Geschichte, und ganz und gar nicht wie Novus Ordo Seclorum. Natürlich gibt es wieder einen lateinischen Titel, den ich ja schon auf meiner Autorenseite bekannt gegeben habe - Immortalis (d.h. Unsterblich) - den deutschen Untertitel verrate ich einstweilen noch nicht :). Es ist eine Geschichte über einen "Mann", die es so eigentlich noch nicht gibt (bzw. habe ich persönlich noch nichts in Romanform gefunden). Die Recherchen dazu sind so kryptisch, dass ich oft halb wahnsinnig dabei werde. Dennoch hoffe ich, es wird sich lohnen. Es geht um Liebe, die nicht sein darf, um eine Person, die nie geboren hätte werden dürfen, um Macht, die flasch verstanden und deshalb missbraucht wird, aber dadurch wurden Hochkulturen geboren. Es geht um Magie, Alchimie, Verzweiflung, Stolz und Reue. Es geht um die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, und den ewigen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. So, ich hoffe, ich habe dir den Mund wässrig gemacht :) LACH!!!

I: Hast du besondere Schreibrituale? Wenn ja, welche?

G: Kaffee, Zigaretten, viele Postits und wenn geht Stille. Es läuft so, dass ich ja nur abends schreiben kann, weil mich tagsüber die Pflicht an den Arbeitsplatz ruft, danach kommt die Familie zum Zug und dann erst gehts ans Schreiben. Im Normalfall läuft ein Film vor mir ab und dann wird die Tastatur an ihre Grenzen gebracht. Ich lese mir jeden Tag das durch, was ich am Vortag geschrieben habe und verbessere, verschönere oder feile aus. Naja, ist nicht ein wirkliches Ritual, aber es wiederholt sich :)

I: Was macht für dich ein gutes Buch aus? – Du liest ja auch selbst.

Für mich gibt es ja keine schlechten Bücher, weil die Geschichten immer Geschmacksache sind. Was ich als gutes Buch bezeichne, ist möglicherweise ganz schlecht für jemand anderes. Aber ich liebe es, wenn ich selbst Darsteller in einer Geschichte sein kann, d.h. ich kann mich mit einem Darsteller identifizieren, lebe, liebe, hasse, lache, weine mit ihm bzw. ihr. Ich möchte Emotionen fühlen können - Herzklopfen - ein Kribbeln - Gänsehaut, etc. Dann wars für mich persönlich ein gutes Buch.

I: Möchtest du uns sonst noch etwas sagen?

G: Zuerst einmal, vielen lieben Dank, Steffi, dass du dir für mich Zeit genommen hast. Ich habe das Interview wirklich genossen, und es war eine Freude. Natürlich freue ich mich sehr, dass dir das Buch gefallen hat, da jubel ich immer, wenn mir jemand so etwas schreibt. Du bist ja auch eine ganz Liebe! An jene lieben Menschen, die dieses Interview gelesen habe, sende ich hiermit auch meinen Dank für das Interesse. Ich wünsche allen alles Gute und Liebe, viel Erfolg mit was immer jeder gerade macht, Glück und Gesundheit. Und ich hoffe, wir alle werden unsere Leidenschaft, Bücher zu lesen bzw. zu schreiben niemals verlieren!

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, die Fragen zu beantworten.  Mich hat dein Buch „Norvus Ordo Seclorum“ sehr begeistert und ich freue mich schon darauf, bald hoffentlich mehr von dir lesen zu dürfen.  Ich finde deinen Schreibstil nämlich ausgesprochen gut und auch der Kontakt zwischendrin war für mich total klasse. Vielen Dank auch dafür.

Liebe Grüße Steffi


3 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Guten Morgen! 😃
Das ist ein tolles Interview.😃
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Melanie Siedentop

karin hat gesagt…

Hallo und guten Tag,

Danke für das toll geführte Interview....das dieser Blogtour nochmal den letzten Kick verschafft.

Schönen Sonntag..LG..Karin...

Sandyswelt hat gesagt…

Hallo Steffi,
Sehr schönes Interview ... Vielen Dank dafür.
Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße,
Sandy