Samstag, 8. April 2017

Theodor Lessing "Haarmann die Geschichte eines Werwolfs"



Inhalt:
Er zählt zu den bekanntesten und berüchtigsten Serienmördern Deutschlands - Friedrich "Fritz" Haarmann. In der Nachkriegszeit tötete er zwischen 1918 und 1924 mindestens 24 junge Männer in Hannover. In diesem Buch sind die grausamen Taten von ihm geschildert.

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr sachlich und informativ geschrieben - genau das habe ich auch erwartet. Ich interessiere mich schon länger für Serienmörder, im speziellen auch für Fritz Haarmann - was vermutlich auch damit zusammen hängt, dass ich in der Nähe von Hannover lebe.
Stellenweise war es recht "trocken" geschrieben, dennoch fand ich auch diese Stellen spannend, was einfach an der Thematik lag.
Die Sprache ist eher gehoben und stellenweise altertümlich, aber dennoch konnte ich es super flüssig lesen, nur manchmal wenn es sich um eine wörtliche Rede handelte, die in Mundart geschrieben war, hatte ich so meine Schwierigkeiten, weil ich damit erstmal nicht so viel anfangen könnte. Aber auch das ging nach einiger Zeit recht gut.
Die Beschreibungen der Leichen und der Vorgehensweise von Haarmann sind sachlich, aber dennoch ziemlich heftig. Das mich dies erwartet, war mir aber von vornherein klar. Und gerade auf das war ich auch sehr gespannt, irgendwie.

Ich hatte schon im Vorfeld einiges über Haarmann gehört, einiges davon wurde auch in diesem Buch erwähnt, anderes eher widerlegt. Wie er im Prozess reagierte fand ich schon irgendwie abstossend.


In diesem Buch sind auch einige Bilder von Haarmann, seinen Wohnungen etc zu finden, dies hat mich sehr angesprochen, da ich mir die Umgebung so besser vorstellen konnte, als es mir anders möglich gewesen wäre. Ich kenne einige der beschriebenen Stellen in der heutigen Zeit, aber das ist überhaupt nicht mit damals zu vergleichen. Die Orte sind im Buch alle namentlich genannt, auch das finde ich super, denn so kann ich mich auch mal selbst auf Spurensuche begeben und mir anschauen, wie es dort jetzt aussieht und wo in Hannover sich alles abgespielt hat.

Im Vorwort schreibt Michael Kirchschlager einiges über Theodor Lessing - dies war für mich sehr informativ, da ich über Theodor Lessing so rein gar nichts wusste. Dies Wissen war auf eine gewisse Art und Weise für das restliche Buch schon wichtig.

Allen die sich für Serienmörder interessieren, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

5 von 5 Punkten

Kirchschlager Verlag
Gebundenes Buch
271 Seiten
18,00 Euro
ISBN 9783934277366

1 Kommentar:

Sue hat gesagt…

Moin!
Da ich mich generell für Serienmörder interessiere und auch Fritz Haarmann sehr interessant finde, klingt das nach einem Buch für mich :)

Liebe Grüße
Susanne