Samstag, 26. Januar 2019
EBook Rezension: Lara Kessing "Mondgeflüster in Fella" (Band 2 der Fella-Reihe)
Inhalt:
Ein schweres Unwetter zerstört große Teile von Fella. Eine Gang mit dem Namen Senk nutzt das entstandene Chaos, um die Macht an sich zu reißen. Da Andra ein Jahr vor dem Unwetter bei den Senk ausgestiegen ist, hat sie es nun besonders schwer. Einige Senk können ihr den Ausstieg nicht verzeihen, allen voran ihr ehemals bester Freund. Aus Freunden werden erbitterte Feinde. Menschen, um die sie früher einen großen Bogen gemacht hätte, werden zu Verbündeten. Andra muss nicht nur herausfinden, wer sie eigentlich ist, sondern auch ihren Platz in dem neuen Fella finden. Sich wieder den Senk anzuschließen wäre der leichtere Weg. Gerät Andra ins Schwanken, als sie unerwartet Gefühle für einen der Senk entwickelt? Sie ist bereit, an ihre Grenzen zu gehen und sich ihren ehemaligen Freunden in den Weg zu stellen, doch ist ihr neues Ich stark genug, sich der Macht der Senk zu widersetzen? Band 2 ist ein alternativer Einstieg in die Fella-Reihe und ist somit ohne Vorkenntnisse aus Band 1 lesbar. In diesem Band werden dem ersten Band keine Informationen vorweggenommen. Wer Band 1 bereits gelesen hat, kann sich in diesem Teil auf ein Wiedersehen mit Tonso und Kester freuen. Erfahrt mehr über den Enkel, den Morana an die Senk verloren hat, und über den Dieb, der Sorija mit seinem Geheimeingang die Flucht ermöglichte.
Meine Meinung:
Zunächst hatte ich Probleme in das Buch reinzukommen. Band 1 habe ich zuvor nicht gelesen. Eigentlich lässt Band 2 sich auch unabhängig von Band 1 lesen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich dadurch die Protagonisten nicht richtig kenne - das war mein Hauptproblem. Zum Glück habe ich sie dann doch recht schnell kennengelernt und konnte mich einigermaßen in sie reinfühlen.
Insgesamt ist die Idee super und auch toll umgesetzt, das Buch ist spannend und unterhaltsam. Ich lese so oder so gern Dystopien, einfach weil es oft so eine krasse Welt ist. So war sie auch hier. Es passierte vieles, was man sich nicht so einfach vorstellen konnte, wo ich mich fragte...wie krank und hemmungslos manche Menschen einfach sind. Das war für mich irgendwie unvorstellbar - auch wenn ich weiß, dass genau sowas oft genug vorkommt. Trotzdem konnte mich genau das an das Buch fesseln.
Andra fand ich klasse, auch wenn ich sie am Anfang verabscheut habe - das ändert sich zum Glück sehr schnell, da sie ihren Weg findet.
Auch ihre Eltern finde ich toll, die mussten oft Mut beweisen und sich und ihre Gefühle zurücknehmen. Wie sie das gemeistert haben, finde ich beeindruckend.
Die Senk sind einfach krass, und zeigen wie viel Macht man doch als Gruppe erreichen kann.
Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, wenn man erstmal drin ist. Da wollte ich dann nämlich auch gern wissen, was mit Andra und allen anderen noch passiert, wie es endet.
Das Ende lässt auf einen tollen Band 3 hoffen, den ich vermutlich auch bald lesen, aber zunächst möchte ich dann doch Band 1 lesen, damit ich dann alle Charaktere kenne, die vielleicht auch in Band 3 vorkommen.
Ich bin froh, dass ich nach anfänglichen Schwierigkeiten noch so in das Buch eingestiegen bin.
4 von 5 Punkten
Independently published
EBook
345 Seiten
2,99 Euro
ISBN: 9781521386965
Donnerstag, 24. Januar 2019
Buchrezension: Arno Strobel "Kalte Angst - Im Kopf des Mörders"
Inhalt:
Oberkommissar Max Bischoff traut seinen Ohren nicht, als ihn der Leiter der Klinik für Forensische Psychiatrie in Langenfeld anruft und ihm mitteilt, dass er wichtige Informationen zu einem aktuellen Fall hat. Einem Fall, der Max Bischoff und seinem Partner Horst Böhmer nichts als Rätsel aufgibt. Denn scheinbar wahllos dringt ein Unbekannter, der sein Gesicht unter einer Fliegenmaske verbirgt, nachts in Wohnungen und Häuser ein. Er überwältigt die Bewohner und lässt jedes Mal nur einen Überlebenden zurück. Und eine Botschaft: „Erzähl es den anderen.“
Und jetzt der Anruf aus der Langenfelder Psychiatrie. Siegfried Fissmann, einer der Patienten dort und selbst ein verurteilter Mörder, sagt diese Morde genau voraus. Bischoff bleibt nichts anderes übrig, als sich auf Fissmann einzulassen, wenn er verhindern will, dass noch weitere Menschen sterben. Auch wenn das bedeutet, dass er selbst an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit gerät …
Meine Meinung:
Ich bin sehr schnell in das Buch rein gekommen, obwohl es recht lange her ist, dass ich den ersten Teil über Max Bischoff gelesen habe. Ich konnte mich aber schnell an alles erinnern.
Auf jeden Fall möchte ich euch allen empfehlen, zunächst den ersten Fall von Max Bischoff zu lesen. So wird einiges klarer und man versteht das Buch besser - auch wenn jeder Fall in sich abgeschlossen ist, so wird doch das ein oder andere Mal auf den vergangenen Fall angespielt.
Die Geschichte ist durchgehend spannend und sehr gut gestaltet. Ich finde die Idee dahinter einfach klasse - mit so einer Lösung hätte ich nie im Leben gerechnet - was ja auch gut so ist. Gerade bei so einer Idee frag ich mich wieder, wie kommt man auf so was?! Auch wenn ich es auf Lesungen schon oft genug gehört habe...und ich die Antwort eigentlich weiß.
Max und Horst sind einfach klasse und arbeiten toll zusammen - das mag ich sehr. Man merkt sehr deutlich, dass sie auf einer Wellenlänge lieben, wenn Horst auch manchmal nicht versteht, wie sich Max in die Gedanken der Täter versetzt und sich darüber manchmal lustig macht.
Ich habe das Buch wirklich häufig zur Hand genommen, auch wenn ich nur 10 Minuten Zeit hatte zum Lesen...ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht bzw endet. Der Täter war in meinen Augen einfach krank. Diesem gegenüber spürte ich das ein oder andere Mal Hass - gerade wenn Kinder betroffen waren. Denn das sind sie hier öfter - deswegen bin ich auch der Meinung, dass Menschen, die das sehr betrifft, dieses Buch vielleicht nicht lesen sollten. So als kleine Empfehlung nebenbei.
Das Ende des Buches ist einfach gemein, und ich bin froh, dass ich es nicht schon eher gelesen habe...so dass ich dann auch schon mit Fall 3 weitermachen kann...denn das Buch endet mit einem fiesen Cliffhänger - auch wenn der Fall des Buches aufgeklärt wurde... das Ende deutet schon auf den nächsten Fall hin. Und ich denke, dass dieser mich besonders schocken wird.
Ich kann bei diesem Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen.
5 von 5 Punkten
Fischer Verlag
Taschenbuch
366 Seiten
9,99 Euro
ISBN: 97893596296170
Dienstag, 22. Januar 2019
EBook-Rezension: Sabrina Schuh "Unter pinken Sternen"
Inhalt:
Ein geplatzter Traum
Ein Leben im Abseits
Ein Himmel voller Sterne
Die aufstrebende Modedesignerin Silke hat alles, wovon sie jemals geträumt hat. Als der plötzliche Unfalltod ihrer Eltern sie völlig aus der Bahn wirft, verliert sie nicht nur ihren Job und ihr Zuhause, sondern auch jede gesellschaftliche Struktur. Anfangs noch voller Hoffnung, vom vielgepriesenen Sozialstaat aufgefangen zu werden, erlebt Silke eine bittere Enttäuschung nach der anderen. Sie ist von nun an auf sich allein gestellt und muss lernen, in der rauen, unbarmherzigen Welt der Obdachlosen zurechtzukommen. Allerdings bleibt ihr wenig Zeit, diese Herausforderungen zu meistern, wenn sie nicht das Letzte verlieren möchte, was ihr geblieben ist: ihr Leben.
In „Unter pinken Sternen“ spinnt Autorin Sabrina Schuh aus den Elementen der Grimmschen Sterntaler eine in sich geschlossene, düstere Gesellschaftskritik über Schuldgefühle, Verzweiflung und das schwere Leben einer jungen Obdachlosen.
Meine Meinung:
Diese Märchenadaption ist sehr gelungen und lässt sich wirklich gut lesen. Ich kann sagen, dass ich mich mit dem Thema "Obdachlosigkeit" bisher noch nicht befasst habe. Es ist in unserer Gesellschaft wirklich ein Tabuthema. Daher finde ich es auch sehr gut, dass die Autorin sich diesem Thema angenommen hat.
Ich habe schon viele Bücher der Märchenspinnerei gelesen, da diese mir bisher fast alle sehr gut gefallen haben, bin ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch heran getreten. Ich wurde in keinsterweise enttäuscht. Dies Buch ist einfach grandios.
Silke ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen. Sie tat mir oftmals so leid. Ihre Hilflosigkeit ist für mich gut nachvollziehbar - denn ich wäre vermutlich ebenso hilflos wie sie und wüsste nicht, was ich tun soll.
Es ist schon krass, dass man in Deutschland von einem Moment auf den anderen so absteigen kann. Und ich finde die Geschichte in diesem Punkt auch nicht übertrieben. Gerade da es so ein heftiger Unterschied, innerhalb von Stunden ist, kann ich sagen, dass es mich sehr berührt hat. In gewisser Weise hat es mir auch die Augen geöffnet, und ich werde den Obdachlosen jetzt mit einem anderen Blick begegnen - zumindest einigen.
Beim Lesen habe ich die Menschen teilweise richtig gehasst, bei dem was sie Silke angetan haben, ich konnte es im ersten Moment einfach nicht verstehen...aber dann kam der Gedanke..."Bin ich denn so viel anders?!" - Denn auch ich habe eher nicht auf die Menschen geachtet, die sich am unteren Rand der Gesellschaft befinden, habe eine großen Bogen um sie gemacht - nicht immer, aber oft.
Ich denke, sollte ich jetzt mal nach der Arbeit noch Brot über haben, werde ich es diesen Menschen anbieten - denn im Grunde ist es auch blöd dies wegzuwerfen.
Es ist ein richtiges Gefühlschaos, welches ich gemeinsam mit Silke durchgemacht habe. Gerade weil sie mir so sympathisch war, war ich auch einfach sehr nah an ihr dran.
Ich möchte euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, lest es einfach selbst, was ich meine.
5 von 5 Punkten
EBook
202 Seiten
3,49 Euro
ISBN: 9783964436535
Ein geplatzter Traum
Ein Leben im Abseits
Ein Himmel voller Sterne
Die aufstrebende Modedesignerin Silke hat alles, wovon sie jemals geträumt hat. Als der plötzliche Unfalltod ihrer Eltern sie völlig aus der Bahn wirft, verliert sie nicht nur ihren Job und ihr Zuhause, sondern auch jede gesellschaftliche Struktur. Anfangs noch voller Hoffnung, vom vielgepriesenen Sozialstaat aufgefangen zu werden, erlebt Silke eine bittere Enttäuschung nach der anderen. Sie ist von nun an auf sich allein gestellt und muss lernen, in der rauen, unbarmherzigen Welt der Obdachlosen zurechtzukommen. Allerdings bleibt ihr wenig Zeit, diese Herausforderungen zu meistern, wenn sie nicht das Letzte verlieren möchte, was ihr geblieben ist: ihr Leben.
In „Unter pinken Sternen“ spinnt Autorin Sabrina Schuh aus den Elementen der Grimmschen Sterntaler eine in sich geschlossene, düstere Gesellschaftskritik über Schuldgefühle, Verzweiflung und das schwere Leben einer jungen Obdachlosen.
Meine Meinung:
Diese Märchenadaption ist sehr gelungen und lässt sich wirklich gut lesen. Ich kann sagen, dass ich mich mit dem Thema "Obdachlosigkeit" bisher noch nicht befasst habe. Es ist in unserer Gesellschaft wirklich ein Tabuthema. Daher finde ich es auch sehr gut, dass die Autorin sich diesem Thema angenommen hat.
Ich habe schon viele Bücher der Märchenspinnerei gelesen, da diese mir bisher fast alle sehr gut gefallen haben, bin ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch heran getreten. Ich wurde in keinsterweise enttäuscht. Dies Buch ist einfach grandios.
Silke ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen. Sie tat mir oftmals so leid. Ihre Hilflosigkeit ist für mich gut nachvollziehbar - denn ich wäre vermutlich ebenso hilflos wie sie und wüsste nicht, was ich tun soll.
Es ist schon krass, dass man in Deutschland von einem Moment auf den anderen so absteigen kann. Und ich finde die Geschichte in diesem Punkt auch nicht übertrieben. Gerade da es so ein heftiger Unterschied, innerhalb von Stunden ist, kann ich sagen, dass es mich sehr berührt hat. In gewisser Weise hat es mir auch die Augen geöffnet, und ich werde den Obdachlosen jetzt mit einem anderen Blick begegnen - zumindest einigen.
Beim Lesen habe ich die Menschen teilweise richtig gehasst, bei dem was sie Silke angetan haben, ich konnte es im ersten Moment einfach nicht verstehen...aber dann kam der Gedanke..."Bin ich denn so viel anders?!" - Denn auch ich habe eher nicht auf die Menschen geachtet, die sich am unteren Rand der Gesellschaft befinden, habe eine großen Bogen um sie gemacht - nicht immer, aber oft.
Ich denke, sollte ich jetzt mal nach der Arbeit noch Brot über haben, werde ich es diesen Menschen anbieten - denn im Grunde ist es auch blöd dies wegzuwerfen.
Es ist ein richtiges Gefühlschaos, welches ich gemeinsam mit Silke durchgemacht habe. Gerade weil sie mir so sympathisch war, war ich auch einfach sehr nah an ihr dran.
Ich möchte euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, lest es einfach selbst, was ich meine.
5 von 5 Punkten
EBook
202 Seiten
3,49 Euro
ISBN: 9783964436535
Sonntag, 20. Januar 2019
Buchrezension: Daniela Arnold "Tränenmädchen"
Inhalt:
Mathilda erfährt von ihrem Vater - als dieser mal einen klaren Moment hat - dass ihre Schwester nicht, wie sie immer geglaubt hat, bei einem Unfall ums Leben kam. Die Wahrheit ist, dass Vanessa vor 20 Jahren bei einem Schüleraustausch in England spurlos verschwand.
Mathilda macht sich auf die Suche, um herauszufinden, was mit ihrer Schwester damals wirklich geschah. Dabei stellt sie sehr schnell fest, dass ein weiteres Mädchen - Rachel - an dem Tag starb, an dem ihre Schwester verschwand. Sie versucht herauszufinden, ob dieses beiden Fälle zusammen hängen, und stößt dabei auf eine Mauer des Schweigens.
Meine Meinung:
In diese Geschichte bin ich sehr schnell reingekommen und habe das Buch dann immer gern zur Hand genommen, weil auch ich wissen wollte, was mit Vanessa wirklich geschah. Es beginnt auch gleich sehr spannend im Prolog. Der Autorin ist es gelungen, diese Spannung das gesamte Buch über zu halten und noch dazu einige kleine Spannungshöhepunkte einzufügen. Gerade diese konnten mich auch das ein oder andere Mal in gewisser Weise schocken. Schon allein dies ist sehr gut gelungen.
Die Beschreibungen in dem Buch sind genau richtig - weder zu lang, noch zu kurz. Ich konnte mir so alles sehr gut vorstellen und mich auch sehr gut in die Umgebung versetzen. Dadurch ist es mir auch sehr leicht gefallen mich in Mathilda einzufühlen. Ich habe mit ihr gehofft, gebibbert, gemeinsam mit ihr Angst durchlebt...und dann aber auch kurz darauf wieder Hoffnung. Es ist ein auf und ab der Gefühle - welches ich sehr genossen habe.
Mathilda ist toll, ich mag ihren Charakter - auch wie sie - gleich dem Wunsch ihres Vaters nachkommt und forscht, was mit ihrer Schwester wirklich geschah. Zum einen aus Liebe zu ihrem Vater, zum anderen weil sie es jetzt natürlcih selbst gern wissen wollte.
Sie ist eine starke Frau, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt - das kam beim Lesen schnell deutlich hervor. Genau das mag ich irgendwie auch an ihr. Sie ist mir von Anfang an sympathisch gewesen.
Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, die Autorin hat die Worte gut gewählt und ihre Idee sehr gut umgesetzt. Die Idee ist einfach klasse, und ich kann sagen, dass ich noch kein Buch gelesen habe, wo der Fall ähnlich war. Auch das finde ich gut.
Mit dem Ende habe ich so nicht gerechnet, dadurch bliebt die Spannung auch bis zum Schluss erhalten. Der Autorin ist es gelungen mich des öfteren aufs Glatteis zu führen.
Ich kann euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Man sollte meiner Meinung nach Autoren, die weniger bekannt sind viel öfter eine Chance geben, um auf solche tollen Geschichten zu stoßen.
5 von 5 Punkten
CreateSpace Independent Publishing Platform
Taschenbuch
220 Seiten
9,99 Euro
ISBN: 9781546348948
Freitag, 18. Januar 2019
Buchrezension: Sarah Adler "Knochenjob"
Inhalt:
Drei wissenswerte Tatsachen
1. Dies ist eine Geschichte über den Tod.
2. Dies ist eine Geschichte über den Tod, der das Nasenbein gestrichen voll hat von rostigen Sensen und kratzigen Umhängen.
3. Dies ist eine Geschichte über den Tod, die folgende Dinge beinhaltet:
Das Leben
Das Schicksal
Eine Reise zur Zeit
Den todesmutigen Versuch, ein paar Menschen zu retten
Und ein zufällig gelüftetes Geheimnis, das alles über den Haufen wirft.
Aber lest selbst.
Meine Meinung:
Mir hat dieses Buch leider überhaupt nicht gefallen. Ich wollte dieses Buch lesen, da ich eine lustige Geschichte erwartet habe, die viel Witz und Charme hat. Leider hat sie für mich beides nicht. Lustig finde ich daran gar nichts, für mich ist es tatsächlich eher langweilig. Die Geschichte dreht sich meiner Meinung nach im Kreis, so dass ich sie - weil ich einfach nur noch genervt war, auch nach 144 Seiten abgebrochen habe. Und durch diese 144 Seiten habe ich mich förmlich gequält, ich war schon eher am Überlegen abzubrechen, wollte dem Buch aber dennoch eine Chance geben, da ich auch so viele Gutes darüber gehört habe. Doch nach über der Hälfte reichte es mir dann, da ich bei dieser Geschichte überhaupt keinen Lesegenuss hatte, sondern mich regelrecht zwingen musste weiter zu lesen.
Ich mag schwarzen Humor eigentlich sehr gern, aber irgendwie ist hier für mich überhaupt nichts stimmig.
Tod nervt mich einfach nur noch, bei ihm denke ich an ein kleines Kind, was seinen Willen bekommen möchte, wenn Mama "Nein" gesagt hat zu Papa läuft. Wenn dieser auch "Nein" sagt geht es zu Oma...und so weiter. Auch der Gedanke, dass Tod auf dem Boden liegt, auf diesen einprügelt und dabei heult war in meinem Kopf. Das fand ich total schrecklich.
Es kommt auch keine Spannung in der Geschichte auf - diese hatte ich auch nicht wirklich erwartet, aber wenn schon der Humor zu wünschen übrig lässt, wäre zumindest das schön gewesen.
Auch den Schreibstil fand ich tatsächlich eher schwierig, er sprach mich so gar nicht an. Ich weiß, dass dies immer ein subjektives Empfinden ist. Aber für mich passt es einfach nicht. Es gibt so viele langatmige Beschreibungen, die ich in diesem Fall einfach überflüssig und langweilig fand.
Das Gesamtbild hat mich dann dazu bewogen, das Buch abzubrechen. Ich finde es sehr schade, dass mich die Geschichte so gar nicht gepackt hat.
1 von 5 Punkten (abgebrochen nach 144 Seiten)
Drachenmond Verlag
Taschenbuch
12,90 Euro
267 Seiten
ISBN 9783959911924
Mittwoch, 16. Januar 2019
Buchrezension: Sebastian Fitzek "Der Insasse"
Inhalt:
Ein vermisstes Kind - ein verzweifelter Vater - ein Höllentrip ins Innere der Psychiatrie
Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt der psychisch kranke Häftling Guido T. auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Die Ermittler haben jedoch keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Und ohne die Aussage des Häftlings werden Max' Eltern keine Gewissheit haben und niemals Abschied von ihrem Sohn nehmen können.
Drei Monate nach dem Verschwinden von Max macht ein Ermittler der Mordkommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in das psychiatrische Gefängniskrankenhaus ein, in dessen Hochsicherheitstrakt Guido T. eingesperrt ist. Als falscher Patient, ausgestattet mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie nur irgend möglich ist und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.
Denn nichts ist schlimmer als die Ungewissheit.
Dachte er.
Bis er als Insasse die grausame Wahrheit erfährt ...
Meine Meinung:
Wahnsinn - einfach Wahnsinn. Dieses Buch hat mich umgehauen, es hat mich von vorn bis hinten begeistert. Gerade vom Ende war ich tierisch überrascht - mit diesem habe ich überhaupt nicht gerechnet. Das Buch ist einfach krass, es konnte mich fesseln, es hat mich mitgenommen in Qualen, Gedanken, Angst, psychische Erkrankungen. Wobei ich darauf hinweisen möchte, dass die Erkrankungen hier wirklich kaum eine Rolle spielen, was auch gut so ist. Denn schließlich wollte ich einen Thriller lesen und keinen Erfahrungsbericht oder ähnliches.
Ich habe schon einige Bücher von Sebastian Fitzek gelesen, dadurch bin ich mit sehr hohen Erwartungen an dies Buch ran gegangen. Und wie ihr euch schon denken könnt - wurde ich nicht enttäuscht, im Gegenteil. Sebastian Fitzek hat hier nochmal eine Schippe drauf gelegt, mit der er mich sehr begeistern konnte. Gerade bei diesem Buch habe ich mich auch wieder gefragt, wie man auf so krasse Ideen kommt.
Till konnte mich sehr schnell begeistern, ich konnte seine Gedanken und Handlungen sehr gut nachvollziehen und war teilweise auch geschockt, dass er manches mit sich machen lässt - was das ist müsst ihr schon selbst lesen, schließlich möchte ich euch nicht zu viel verraten.
Auf jeden Fall habe ich als Leserin schon geschluckt, bei dem was ihm passiert ist - wie muss es da ihm selbst in so einer Situation gehen?!
An manchen Stellen hatte ich richtiges Kopfkino, da die Beschreibungen sehr ausführlich und detailreich waren. Auch dies sagt mir sehr zu, ich mag es ja auch brutal und scheue auch nicht davor zurück solche Szenen zu lesen - Im Gegenteil. Hier nehmen diese Szenen keine Überhand - und trotzdem würde ich jedem mit schwachen Nerven davon abraten, dieses Buch zu lesen.
Insgesamt ist dies Buch auf jeden Fall mein erstes Highlight im Jahr 2019. Einfach weil es mich komplett gepackt hat. Ich hoffe dass ich noch weitere Bücher lesen werde, die mich so packen.
Ich habe das Buch innerhalb von einem Tag gelesen - das kommt mittlerweile eher selten vor, da ich noch so viele andere Dinge mache.
5 von 5 Punkten
Droemer
Gebundenes Buch
22,99 Euro
384 Seiten
ISBN: 9783426281536
Montag, 14. Januar 2019
Buchrezension: Jenna Stean "Emilia und Noah - wie zähmt man einen Bad Boy"
Inhalt:
Der Clubbesitzer Noah und die Studentin Emilia leben in unterschiedlichen Welten. Abgesehen von kurzen Gesprächen und kleinen Neckereien während der Arbeit, teilen sie nichts miteinander. Als ein schreckliches Ereignis dazu führt, dass Emilia mit Noahs Privatleben konfrontiert wird, ändert sich das. Denn auf den ersten Blick scheint Noah ein Mann zu sein, der nur an One-Night-Stands interessiert ist. Seine Lebensumstände verbieten es ihm, Frauen an sich heranzulassen. Doch als er und Emilia sich näherkommen, lernt sie, hinter seine Fassade zu blicken. Und obwohl sich Emilia dagegen wehrt, verliebt sie sich in diesen Mann, kämpft um seine Zuneigung. Aber was geht in Noah vor? Schafft es Emilia, dass er ihr vertraut und sein Herz für sie öffnet? Trotz allem, was geschehen ist?
Meine Meinung:
Mir hat dies Buch sehr gut gefallen, ich konnte mich in der Geschichte fallen lassen und so in sie eintauchen. Es ist eine Liebesgeschichte ganz nach meinem Geschmack - nicht so schnulzig. Ich finde der Autorin ist es gelungen genau das richtige Maß einzufangen, so dass es nicht zu abgefahren wird, aber auch nicht langweilig ist. Wenn ihr meine Rezensionen öfter lest, wisst ihr ja, dass ich nicht so darauf stehe, wenn ein Buch sehr schnulzig ist. Klar hat auch diese Geschichte schnulzige Szenen, aber sie halten sich komplett in Grenzen.
Die Story ist gut durchdacht und toll umgesetzt, es wurde beim Lesen nie langweilig. Einige Dinge habe ich mir zwar im Voraus gedacht, aber auch das tat dieser Geschichte keinen Abbruch.
Die Protagonisten sind klasse, sie sind so gut beschrieben, dass ich ihre Handlungen und Gedanken gut nachempfinden konnte. Manchmal habe ich mich beim Lesen vor allem über Noah aufgeregt - und mich gefragt wie man so "dumm" sein kann - letztendlich konnte ich aber auch seine Gedanken dazu verstehen. Gerade solche Momente machen dieses Buch auch für mich aus, als Leser denkt man sich dann manchmal kommt in die Pötte...was tut ihr da...wieso verhaltet ihr euch so... genau dies erzeugt die Spannung in dieser Geschichte.
An manchen Stellen widerrum fand ich Emilia vollkommen naiv und dachte mir, warum zu Teufel lässt sie das mit sich machen?!
An einigen Stellen musste ich lachen, an anderen habe ich mitgehofft, an wieder anderen dachte ich mir "Oh je". Auch mir als Leserin wurde somit ein volles Gefühlschaos bereitet.
Der Schreibstil ist super, ich konnte das Buch flüssig lesen und habe es innerhalb von 2,5 Tagen verschlungen. Und das obwohl ich auch arbeiten musste. Ich habe, wenn ich nicht gerade beim Sport war, jede freie Minute mit Lesen verbracht, da ich wissen wollte, wie es mit Emilia und Noah endet.
Ich kann euch dies Buch weiterempfehlen, wenn ihr auf eine gut durchdachte Liebesgeschichte steht.
5 von 5 Punkten
Independently published
Taschenbuch
9,99 Euro
367 Seiten
ISBN: 9781790758166
Der Clubbesitzer Noah und die Studentin Emilia leben in unterschiedlichen Welten. Abgesehen von kurzen Gesprächen und kleinen Neckereien während der Arbeit, teilen sie nichts miteinander. Als ein schreckliches Ereignis dazu führt, dass Emilia mit Noahs Privatleben konfrontiert wird, ändert sich das. Denn auf den ersten Blick scheint Noah ein Mann zu sein, der nur an One-Night-Stands interessiert ist. Seine Lebensumstände verbieten es ihm, Frauen an sich heranzulassen. Doch als er und Emilia sich näherkommen, lernt sie, hinter seine Fassade zu blicken. Und obwohl sich Emilia dagegen wehrt, verliebt sie sich in diesen Mann, kämpft um seine Zuneigung. Aber was geht in Noah vor? Schafft es Emilia, dass er ihr vertraut und sein Herz für sie öffnet? Trotz allem, was geschehen ist?
Meine Meinung:
Mir hat dies Buch sehr gut gefallen, ich konnte mich in der Geschichte fallen lassen und so in sie eintauchen. Es ist eine Liebesgeschichte ganz nach meinem Geschmack - nicht so schnulzig. Ich finde der Autorin ist es gelungen genau das richtige Maß einzufangen, so dass es nicht zu abgefahren wird, aber auch nicht langweilig ist. Wenn ihr meine Rezensionen öfter lest, wisst ihr ja, dass ich nicht so darauf stehe, wenn ein Buch sehr schnulzig ist. Klar hat auch diese Geschichte schnulzige Szenen, aber sie halten sich komplett in Grenzen.
Die Story ist gut durchdacht und toll umgesetzt, es wurde beim Lesen nie langweilig. Einige Dinge habe ich mir zwar im Voraus gedacht, aber auch das tat dieser Geschichte keinen Abbruch.
Die Protagonisten sind klasse, sie sind so gut beschrieben, dass ich ihre Handlungen und Gedanken gut nachempfinden konnte. Manchmal habe ich mich beim Lesen vor allem über Noah aufgeregt - und mich gefragt wie man so "dumm" sein kann - letztendlich konnte ich aber auch seine Gedanken dazu verstehen. Gerade solche Momente machen dieses Buch auch für mich aus, als Leser denkt man sich dann manchmal kommt in die Pötte...was tut ihr da...wieso verhaltet ihr euch so... genau dies erzeugt die Spannung in dieser Geschichte.
An manchen Stellen widerrum fand ich Emilia vollkommen naiv und dachte mir, warum zu Teufel lässt sie das mit sich machen?!
An einigen Stellen musste ich lachen, an anderen habe ich mitgehofft, an wieder anderen dachte ich mir "Oh je". Auch mir als Leserin wurde somit ein volles Gefühlschaos bereitet.
Der Schreibstil ist super, ich konnte das Buch flüssig lesen und habe es innerhalb von 2,5 Tagen verschlungen. Und das obwohl ich auch arbeiten musste. Ich habe, wenn ich nicht gerade beim Sport war, jede freie Minute mit Lesen verbracht, da ich wissen wollte, wie es mit Emilia und Noah endet.
Ich kann euch dies Buch weiterempfehlen, wenn ihr auf eine gut durchdachte Liebesgeschichte steht.
5 von 5 Punkten
Independently published
Taschenbuch
9,99 Euro
367 Seiten
ISBN: 9781790758166





