Donnerstag, 24. Januar 2019
Buchrezension: Arno Strobel "Kalte Angst - Im Kopf des Mörders"
Inhalt:
Oberkommissar Max Bischoff traut seinen Ohren nicht, als ihn der Leiter der Klinik für Forensische Psychiatrie in Langenfeld anruft und ihm mitteilt, dass er wichtige Informationen zu einem aktuellen Fall hat. Einem Fall, der Max Bischoff und seinem Partner Horst Böhmer nichts als Rätsel aufgibt. Denn scheinbar wahllos dringt ein Unbekannter, der sein Gesicht unter einer Fliegenmaske verbirgt, nachts in Wohnungen und Häuser ein. Er überwältigt die Bewohner und lässt jedes Mal nur einen Überlebenden zurück. Und eine Botschaft: „Erzähl es den anderen.“
Und jetzt der Anruf aus der Langenfelder Psychiatrie. Siegfried Fissmann, einer der Patienten dort und selbst ein verurteilter Mörder, sagt diese Morde genau voraus. Bischoff bleibt nichts anderes übrig, als sich auf Fissmann einzulassen, wenn er verhindern will, dass noch weitere Menschen sterben. Auch wenn das bedeutet, dass er selbst an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit gerät …
Meine Meinung:
Ich bin sehr schnell in das Buch rein gekommen, obwohl es recht lange her ist, dass ich den ersten Teil über Max Bischoff gelesen habe. Ich konnte mich aber schnell an alles erinnern.
Auf jeden Fall möchte ich euch allen empfehlen, zunächst den ersten Fall von Max Bischoff zu lesen. So wird einiges klarer und man versteht das Buch besser - auch wenn jeder Fall in sich abgeschlossen ist, so wird doch das ein oder andere Mal auf den vergangenen Fall angespielt.
Die Geschichte ist durchgehend spannend und sehr gut gestaltet. Ich finde die Idee dahinter einfach klasse - mit so einer Lösung hätte ich nie im Leben gerechnet - was ja auch gut so ist. Gerade bei so einer Idee frag ich mich wieder, wie kommt man auf so was?! Auch wenn ich es auf Lesungen schon oft genug gehört habe...und ich die Antwort eigentlich weiß.
Max und Horst sind einfach klasse und arbeiten toll zusammen - das mag ich sehr. Man merkt sehr deutlich, dass sie auf einer Wellenlänge lieben, wenn Horst auch manchmal nicht versteht, wie sich Max in die Gedanken der Täter versetzt und sich darüber manchmal lustig macht.
Ich habe das Buch wirklich häufig zur Hand genommen, auch wenn ich nur 10 Minuten Zeit hatte zum Lesen...ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht bzw endet. Der Täter war in meinen Augen einfach krank. Diesem gegenüber spürte ich das ein oder andere Mal Hass - gerade wenn Kinder betroffen waren. Denn das sind sie hier öfter - deswegen bin ich auch der Meinung, dass Menschen, die das sehr betrifft, dieses Buch vielleicht nicht lesen sollten. So als kleine Empfehlung nebenbei.
Das Ende des Buches ist einfach gemein, und ich bin froh, dass ich es nicht schon eher gelesen habe...so dass ich dann auch schon mit Fall 3 weitermachen kann...denn das Buch endet mit einem fiesen Cliffhänger - auch wenn der Fall des Buches aufgeklärt wurde... das Ende deutet schon auf den nächsten Fall hin. Und ich denke, dass dieser mich besonders schocken wird.
Ich kann bei diesem Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen.
5 von 5 Punkten
Fischer Verlag
Taschenbuch
366 Seiten
9,99 Euro
ISBN: 97893596296170

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen