Mittwoch, 16. Januar 2019
Buchrezension: Sebastian Fitzek "Der Insasse"
Inhalt:
Ein vermisstes Kind - ein verzweifelter Vater - ein Höllentrip ins Innere der Psychiatrie
Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt der psychisch kranke Häftling Guido T. auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Die Ermittler haben jedoch keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Und ohne die Aussage des Häftlings werden Max' Eltern keine Gewissheit haben und niemals Abschied von ihrem Sohn nehmen können.
Drei Monate nach dem Verschwinden von Max macht ein Ermittler der Mordkommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in das psychiatrische Gefängniskrankenhaus ein, in dessen Hochsicherheitstrakt Guido T. eingesperrt ist. Als falscher Patient, ausgestattet mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie nur irgend möglich ist und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.
Denn nichts ist schlimmer als die Ungewissheit.
Dachte er.
Bis er als Insasse die grausame Wahrheit erfährt ...
Meine Meinung:
Wahnsinn - einfach Wahnsinn. Dieses Buch hat mich umgehauen, es hat mich von vorn bis hinten begeistert. Gerade vom Ende war ich tierisch überrascht - mit diesem habe ich überhaupt nicht gerechnet. Das Buch ist einfach krass, es konnte mich fesseln, es hat mich mitgenommen in Qualen, Gedanken, Angst, psychische Erkrankungen. Wobei ich darauf hinweisen möchte, dass die Erkrankungen hier wirklich kaum eine Rolle spielen, was auch gut so ist. Denn schließlich wollte ich einen Thriller lesen und keinen Erfahrungsbericht oder ähnliches.
Ich habe schon einige Bücher von Sebastian Fitzek gelesen, dadurch bin ich mit sehr hohen Erwartungen an dies Buch ran gegangen. Und wie ihr euch schon denken könnt - wurde ich nicht enttäuscht, im Gegenteil. Sebastian Fitzek hat hier nochmal eine Schippe drauf gelegt, mit der er mich sehr begeistern konnte. Gerade bei diesem Buch habe ich mich auch wieder gefragt, wie man auf so krasse Ideen kommt.
Till konnte mich sehr schnell begeistern, ich konnte seine Gedanken und Handlungen sehr gut nachvollziehen und war teilweise auch geschockt, dass er manches mit sich machen lässt - was das ist müsst ihr schon selbst lesen, schließlich möchte ich euch nicht zu viel verraten.
Auf jeden Fall habe ich als Leserin schon geschluckt, bei dem was ihm passiert ist - wie muss es da ihm selbst in so einer Situation gehen?!
An manchen Stellen hatte ich richtiges Kopfkino, da die Beschreibungen sehr ausführlich und detailreich waren. Auch dies sagt mir sehr zu, ich mag es ja auch brutal und scheue auch nicht davor zurück solche Szenen zu lesen - Im Gegenteil. Hier nehmen diese Szenen keine Überhand - und trotzdem würde ich jedem mit schwachen Nerven davon abraten, dieses Buch zu lesen.
Insgesamt ist dies Buch auf jeden Fall mein erstes Highlight im Jahr 2019. Einfach weil es mich komplett gepackt hat. Ich hoffe dass ich noch weitere Bücher lesen werde, die mich so packen.
Ich habe das Buch innerhalb von einem Tag gelesen - das kommt mittlerweile eher selten vor, da ich noch so viele andere Dinge mache.
5 von 5 Punkten
Droemer
Gebundenes Buch
22,99 Euro
384 Seiten
ISBN: 9783426281536

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