Montag, 10. Februar 2020

Gedanken zu: Janna Ruth "Der Herr der wilden Jagd" - Aufopferung – oder auch wie weit kann die Liebe gehen

Im Rahmen der #wyldejagd kam ich beim Lesen des Buches „Der Herr der Jagd“ von Janna Ruth auf einige Ideen. Als Mitglied von #teamwales möchte ich euch heute das erste Thema präsentieren.
In dem Buch geht es in gewisser Weise auch um Aufopferung für jemand anderen…dabei hat sich mir sehr schnell die Frage gestellt, wie viel Aufopferung überhaupt gut ist / gut sein kann.
Und ob man manchmal nicht doch auch an seinen Träumen festhalten sollte.

Cary opfert sich sehr für ihren Bruder auf, der Autismus hat. Dylan braucht sie daher sehr als seine Bezugsperson (über das Thema Autismus erfahrt ihr später noch mehr von mir).

Im gewissen Sinn bewundere ich Cary, dass sie sich so für ihren Bruder aufopfert, sie tut mir aber auch sehr leid, da sie ihre Träume und auch ihr eigenes Leben dadurch aufgeben muss…doch hier stellte sich mir die Frage, muss sie das wirklich?!
Wenn ich dabei an Menschen mit Autismus denke, fällt mir schnell auf, ja das muss sie – zumindest teilweise, wenn sie keine andere Betreuung für ihn hat. Je nach Ausmaß muss sie es mehr oder weniger. Bei so einigen Szenen, die im Buch beschrieben sind, denke ich schon sehr schnell, dass sie sich schon sehr um ihn kümmern muss.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich einiges ändern würde, wenn er durch eine Therapie, ein wenig mehr Sicherheit erlangt, dass dies dann doch gut gehen kann, und sie sich mehr um sich selbst kümmern kann.

Wenn ich von mir persönlich ausgehe, denke ich, dass ich mich nicht so sehr aufopfern könnte für jemand anderen. Ich habe mein eigenes Leben und möchte dies auch behalten. Allerdings denke ich dann wiederum auch, dass ich für meinen Partner doch sehr viel tun würde, wenn er in eine Situation kommen würde, in der er auf mich angewiesen ist. Ich glaube da würde mir die Liebe dann doch sehr viel bedeuten und mir Kraft geben, das Ganze zu meistern.
Zum Glück war ich noch nie in so einer Situation.

Mich interessiert an dieser Stelle natürlich, in wie weit ihr euch aufopfern würdet? Hat ihr euch vielleicht sogar schon mal intensiv um jemanden gekümmert und euer Leben dafür eingeschränkt und wie ging es euch damit?

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