Sonntag, 16. Februar 2020
Buchrezension: Stephan Harbort "Blut schweigt niemals"
Inhalt:
Das erste Sachbuch zum Thema Cold Cases - Pflichtlektüre für alle True-Crime- und Krimi-Fans!
Wenn keine Spur zum Täter führt, wenn nichts mehr geht, wenn die Ermittlungen eingestellt werden müssen, dann spricht man von einem „Cold Case". Die Gerichtsakten der „kalten Fälle" vergilben in den Archiven der Ermittlungsbehörden, dicke, prall gefüllte Stehordner voller grausiger Details, mit Bildern blutbesudelter Leichen, zertrümmerter Schädel oder abgetrennter Körperteile. Und auf der letzten Seite findet sich stets der obligatorische Vermerk des Staatsanwalts: „Ein Täter konnte nicht ermittelt werden. Das Verfahren wird vorläufig eingestellt."
Etwa 95 Prozent aller bekanntgewordenen Morde werden aufgeklärt. Zehn bis 20 Tötungsdelikte können pro Jahr hierzulande nicht aufgeklärt werden. Über tausend Fälle in den vergangenen Jahrzehnten. Diese „Cold Cases" werden von Spezialisten der Mordkommission bewertet, ob Hinweise übersehen oder Ermittlungsansätze nicht erkannt worden sind, oder ob nun nach all den Jahren mit neuester Kriminaltechnik alte Asservate erfolgversprechend untersucht werden können.
Meine Meinung:
Die Fälle sind alle super interessant. Ich finde es vor allem sehr spannend, wie bei "Cold Case"-Fällen vorgegangen wird und wie anstrengend dies eigentlich für die Ermittler ist - zumal sie, wenn sie keine richtige Cold Case Einheit sind, ja auch immer noch mit anderen Fällen zu tun haben, und die Cold Case Fälle dann immer mal wieder zur Seite geschoben werden müssen. Da ist es dann schon einfacher, wenn es eine richtige Einheit dafür gibt.
Auch wie sich die Ermittlungstechnik in den vergangenen Jahren verändert hat, ist super interessant, klar wusste ich über einige Änderungen, aber das dies so viel ausmacht im Hinblick auf die Cold Case Fälle war mir tatsächlich nicht so bewusst.
Einige der Fälle sind richtig krass. Ich bin immer sehr betroffen, wenn Kinder Beteiligte - oder besser gesagt Mordopfer sind. Dies war auch in diesem Buch der Fall. Wer damit so gar nicht umgehen kann, sollte meiner Meinung nach die Finger von diesem Buch lassen.
Hier wird auch die Sicht der Angehörigen mit aufgenommen, wie es ihnen geht, mit der Ungewissheit...das finde ich schon ziemlich berührend.
Das Buch lässt sich super flüssig lesen, es ist nie langweilig - das schätze ich an diesem Autor sehr. Es ist zwar ein Fachbuch, doch ein Fachbuch, welches eindeutig auch von Laien gelesen werden kann.
Ich mag True Crime sehr und vor allem auch, wenn detailliert beschrieben ist, wie so ein Fall aufgeklärt wurde, und auch wie der Täter eigentlich so ist. Was ihn vielleicht auch dazu bewegt hat. Daher mag ich die Bücher von Stephan Harbort sehr, denn diesem geht er in seinen Büchern immer auf die Spur.
5 von 5 Punkten
Droemer
Taschenbuch
14,99 Euro
285 Seiten
ISBN: 9783426302385
1 Kommentar:
Man kann nicht aufhören zu lesen ein absolut tolles Buch LG Conny
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