Montag, 23. April 2018

Buchrezension: Ursula Poznanski und Arno Strobel "Invisible"



Inhalt:
Du bist so wütend auf ihn. Du hasst diesen Menschen mehr als alles auf der Welt - obwohl du ihn gar nicht kennst. Und dann schlägst du zu...

Eine Serie von grauenvollen Morden gibt den Hamburger Kriminalkommissaren Nina Salomon und Daniel Buchholz Rätsel auf: Einem Patienten wird während einer OP ins Herz gestochen, ein Mann totgeschlagen, ein anderer niedergemetzelt...Die Täter sind schnell gefasst. Nur ihre Motive sind völlig unbegreiflich, denn keiner von ihnen hat sein Opfer gekannt. Das einzige, was sie verbindet: Die unermessliche Wut auf das Opfer. Und dass sie nicht wussten, was über sie kam.
Kann es sein, dass sie manipuliert wurden? Aber von wem und vor allem: wie?
Was Salomon und Buchholz schließlich aufdecken, wirft ein ganz neues Licht auf die Dinge, die unser Leben so bequem machen...

Meine Meinung:
Dieses Buch beginnt schon sehr spannend, das ist super - so wurde ich direkt in die Geschichte hineingezogen. Diese Spannung hält auch das gesamte Buch über an und wird stellenweise sogar noch größer.

Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Auch, dass es im Wechsel aus der Sicht von Daniel und dann aus der von Nina geschrieben ist, finde ich super. Gerade weil die beiden doch sehr untschiedlich sind. Es ist dadurch bedingt auch sehr spannend, wie unterschiedlich diese beiden Protagonisten ermitteln. Auch das konnte mich sehr begeistern. Gerade da Nina oftmals doch ein wenig aus der Reihe tanzt...
Nina ist mir auch mega sympathisch, auch gerade weil sie sich nicht immer verhält, wie eine Polizistin sich vielleicht verhalten sollte.
Daniel finde ich manchmal ein bisschen schräg und da habe ich mich desöfteren gefragt, warum er so ist, wie er ist...wobei ich aber auch verstehen kann, dass er manchmal so hart zu Nina ist, wenn diese mal wieder einen Alleingang unternommen hat.
Philipp finde ich ganz komisch - so als ob er sich irgendwie dazwischen drängen will. Er  ist mir zu schleimig....ich denke ihr wisst, was ich damit meine.
Isabell war mir von Anfang an sehr suspekt. Insgesamt passen alle Progagonisten jedoch gut zum Buch.

Die Idee ist einfach krass und super umgesetzt. Ich habe mich oft gefragt, wie man so skrupellos sein kann, wie es die Täter sind. Das hat mich doch sehr erschreckt und mich auch rätseln lassen...
Allgemein ist das Buch sehr heftig und nichts für schwache Nerven. Die Beschreibungen der Morde und der Mordopfer waren schon sehr detailiert. Ich fand es gut so, kann mir aber gut vorstellen, dass dies nicht für jeden was ist.
Gerade auch dadurch und durch andere gute Beschreibungen, konnte ich in bestimmten Momenten die Angst oder auch die Abgebrühtheit oder auch die Verwirrung gut spüren. All das war für mich sehr greifbar und so real - das fand ich besonders heftig.

Die Auflösung hat mich sehr überrascht und insgesamt war das Ende sehr krass, auch wenn ich da dann schon mit so etwas gerechnet habe, also dass nochmal was passieren wird. Nur mir war nie klar, dass es so heftig sein wird.

Ich kann euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

5 von 5 Punkten

Wunderlich Verlag
Broschiert
14,99 Euro
366 Seiten
ISBN: 9783805200158

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