Mittwoch, 4. April 2018
Buchrezension: Felicity Green "Der Teufel im Bunde - ein Highland-Hexen-Krimi"
Inhalt:
»Zeit war ein Teufelskreis. Und sie war für alle Ewigkeit darin gefangen.«
Im neuen HIGHLAND-HEXEN-KRIMI wird das Geheimnis der Oberhexe Mary MacDonald endlich gelüftet.
Im B&B Thistle Inn wird eine junge Frau tot aufgefunden. Unter ihrem Kopf liegt aufgedeckt die Tarotkarte Der Tod. Die Hausbesitzerin, die alte, schrullige Mrs MacDonald, ist spurlos verschwunden. Fotos nach zu urteilen, gleicht die verstorbene Unbekannte einer jungen Mrs MacDonald bis aufs Haar. Nur behauptet jeder im Dörfchen Tarbet in den schottischen Highlands, dass Mrs MacDonald keine Kinder oder Enkel hatte. Wer ist die junge Frau? Und wo steckt Mrs MacDonald?
Diesem Rätsel geht Inspektor Kenna Maxwell am ersten Tag in ihrem neuen Job nach. Leider stößt sie auf eine Mauer des Schweigens bei den Dorfbewohnern und insbesondere beim sonderbaren Heimatverein, dem Mrs MacDonald vorsteht. Der hat eine junge Privatdetektivin namens Abbey Fine angeheuert, die Kenna dauernd in die Ermittlungen hineinpfuscht.
Kennas dementer Großvater Alasdair, ehemaliger Polizist und ebenfalls ein Highland-Urgestein, berichtet ihr von einer Mordserie, die Tarbet und Umgebung in den 1930er-Jahren erschütterte und in die Mary MacDonald involviert war. Mitarbeiter des Washfield Circus, der in der Nähe gastierte, waren dringend tatverdächtig gewesen - bis auch dort Frauen umgebracht wurden und schließlich eine Morven Jamieson aus Tarbet festgenommen, der Hexerei bezichtigt und zum Tode verurteilt wurde.
Als Kenna Nachforschungen anstellt, muss sie allerdings herausfinden, dass die Morde nie geschehen sind. Hat sich ihr Großvater alles nur ausgedacht? Aber Alasdairs Geschichte zufolge fand man auch bei den damaligen Mordopfern die Tarotkarte Der Tod ...
Meine Meinung:
Auch dieses Buch von Felicity Green konnte mich wieder sehr begeistern. Ich habe es innerhalb weniger Tage gelesen, weil ich einfach wissen wollte, was für ein Geheimnis Mrs MacDonald in sich birgt. Das fand ich einfach spannend.
Die Vermutung hatte ich tatsächlich schon bevor es vollendens aufgelöst wurde, aber das macht überhaupt nichts. Denn die Spannung war trotzdem vorhanden.
Die Charaktere konnten mich auch hier wieder überzeugen, toll finde ich, dass ich über die Charaktere einfach noch mehr erfahren habe.
Kenna war mir sehr schnell sympathisch. Sie ist eine taffe Frau, die einiges hinterfragt und auch merkt wenn ihr was komisch vorkommt. Sie mochte ich sehr und ich hoffe, dass sie in den weiteren Büchern der Highland-Hexen noch weiter so wichtig sein wird. Auch ihren Großvater finde ich irgendwie niedlich, er bringt sie in gewisser Weise auf so manche Dinge.
Abbey fand ich teilweise echt komisch, aber das ändert sich zum Glück recht schnell, auch wenn sie manchmal sehr undurchsichtig wirkt, so mag ich sie doch sehr gerne.
Die Geschichte ist wieder super aufgezogen, sie ist spannend. Die Idee dahinter war bestimmt nicht so einfach zu finden. Und gerade deswegen ist sie so toll. Auch wie die damaligen Morde beschrieben sind, ist einfach klasse beschrieben. Ich konnte mir diese sehr gut vorstellen. Und so manches Mal war ich durch sie irgendwie auch verwirrt, gerade am Anfang. Das klärt sich aber recht schnell auf.
Auch die verschiedenen Zeiten machten mir überhaupt nichts aus, da schon durch die Kapitelüberschrift klar war, in welcher Zeit ich mich gerade befunden habe. Dies fand ich sehr gut gestaltet. Mir hat das auch sehr gut gefallen.
Durch den tollen Schreibstilm, lässt sich dieses Buch sehr gut lesen. Ich habe an keiner Stelle gestockt, sondern es komplett flüssig durchgelesen.
Insgesamt war ich von diesem Buch wieder sehr begeistert und kann es auch auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich empfehle allerdings, die anderen Highland-Hexen-Krimis zuerst zu lesen, da es durch die verschiedenen Charaktere schon Sinn macht. Da teilweise welche dazu kommen.
5 von 5 Punkten
Books on demand
Taschenbuch
368 Seiten
11,99 Euro
ISBN: 9783746030326

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