Freitag, 2. März 2018

E-Book Rezension: "Vakouja - Ränkespiele" von Irina Grabow



Inhalt:
Der junge Fischer Lian liebt sein einfaches Leben. Doch dann wird ihm eine zufällige Begegnung mit Zaron, dem König des Baruwenreiches, zum Verhängnis: Dieser entpuppt sich als grausamer Ränkeschmied, der ihn in seine Gefolgschaft zwingt und undurchsichtige Pläne verfolgt. Als Lian im Flad-Reich magische Kräuter für Zarons geheime Experimente schneiden soll, macht er Bekanntschaft mit den Mystikums - ungebändigten Kreaturen, denen herkömmliche Waffen nichts anhaben können. Bald kommt es zu Unruhen im Baruwenreich und Lian beginnt, die Ränke des Königs mit anderen Augen zu sehen. Sein Weg zur wahren Geschichte Vidars führt ihn mitten hinein in Zarons Fehde mit Neida, der Herrin des Lichts. Und zu einer verbotenen Liebe.

Meine Meinung:
In dieses Buch bin ich super schnell eingestiegen, was vor allem daran liegt, dass es gleich sehr spannend los geht und ich so schon gefesselt war. Schon recht schnell wollte ich wissen, was alles passieren wird, wie es Lian ergehen wird, und wie er sich "durchschlägt".

Ich bin schon voller Erwartungen an dieses Buch ran gegangen, ich habe eine Geschichte erwartet, die mich in eine fremde, ferne Welt in einer anderen Zeit entführt. Und dies ist der Autorin auf jeden Fall sehr gelungen. Ich war von der Geschichte gefangen, konnte mir alles sehr gut vorstellen - die Beschreibungen sind aber auch einfach so klasse, dass ich alles total klar vor Augen gesehen habe.

Ich kann guten Gewissens sagen, dass ich dieses Buch vorschlungen habe und es nie aus der Hand legen wollte. Leider musste ich das aber zeitweise, ich habe dann immer gehofft, dass die Zeit bis ich es wieder in die Hand nehmen kann schnell rum geht. Ich musste doch einfach wissen wie es weitergeht... Meine Lesefreude war bei diesem Buch durchgehend sehr groß - wie ihr euch vielleicht anhand dem bereits geschriebenen denken könnt.

Der Schreibstil ist einfach klasse, es lässt sich alles super flüssig lesen, und das obwohl mir die Namen nicht so geläufig waren und doch auch Wesen vorkamen, die ich bisher nicht kannte. Es sieht sich nicht einmal in die Länge, ich musste auch keine Sätze mehrfach lesen...das finde ich immer wichtig, dass ich gleich alles auf Anhieb verstehe - sonst geht meine Lesefreude nämlich flöten.

Das Leben zu dieser Zeit muss sehr hart gewesen sein, dass kommt beim Lesen sehr deutlich hervor. Ich war von vielen Dingen echt geschockt, und ganz klar, ich möchte in der Welt von Lian nicht leben, denn ich denke, ich hätte es echt schwer gehabt...

Jetzt mag ich natürlich auch zu einigen Protagonisten etwas schreiben...
Lian gefällt mir von Anfang an, er lässt sich wenig gefallen und nimmt es in Kauf, dass er dafür doch so einiges aushalten muss und dadurch manchmal auch in echte Schwierigkeiten kommt. Aber genau das macht es oftmals auch so spannend. Gerade mit ihm habe ich mitgehofft und gebangt. Ich konnte mich sehr gut in in einfühlen. Seine Entscheidungen konnte ich oftmals verstehen und hätte in manchen Momenten vermutlich ähnlich gehandelt - wenn auch nicht immer.
Rakos dagegen finde ich einfach nur widerlich, er hat mich total angeekelt. Und ich habe mich gefragt, wie man so grausam, egoistisch sein kann. Da war ich doch das ein oder andere Mal sehr schockiert - genau diese Szenen braucht das Buch aber und beeinflusst die Handlung von manch anderen Protagonisten schon sehr, was auch gut so ist.
Zaron finde ich so undurchsichtig, merkwürdig, ich kann sein Verhalten meist nicht verstehen und habe mich auch oft gefragt, warum er so hörig ist...
Jano war mir von Anfang an sympathisch, bei ihm habe ich irgendwie immer an so einen großen Knuddelbär denken müssen. An dieser Stelle finde ich passt auch ein Zitat aus dem Buch gut. Dieses hat Jano nämlich zu Lian gesagt:
"Nicht vergessen. Aber du wirst lernen mit den Geschehnissen zu leben. Es gibt einschneidende Ereignisse, die uns prägen, und manche davon kann man nur schwer verarbeiten. Vermutlich wirst du nicht nur Narben auf deinem Körper, sondern auch auf deiner Seele zurückbehalten. Aber es gibt immer Hoffnung."
Zum einen finde ich diesen Ausspruch an sich schon sehr schön und er passt auch sehr gut zu Jano. Und irgendwie finde ich auch, dass diese zum Ende meiner Rezension gut passt...denn das Ende...vom Buch ist echt gemein, ich frage mich wie lange ich gequält werde, bis ich endlich Band 2 lesen kann. Mir kommt das Warten in dem Fall so unerträglich vor.

Ich kann euch dieses Buch bedingungslos weiter empfehlen.

5 von 5 Punkten

Lysandra Books Verlag
EBook
452 Seiten
4,99 Euro
Taschenbuch - 15,90 Euro
ISBN 9783946376323

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