Donnerstag, 1. März 2018

Buchrezension: Cereon Krantz "Unter pechschwarzen Sternen"



Inhalt:
In Berlin wird die Leiche einer Frau gefunden, mit Messerstichen übersät und grausig in Szene gesetzt. Ein Ritualmord? Die Tat eines psychisch Kranken? Der Auftakt einer Mordserie, die die Hauptstadt in Atem halten wird? Den Fall übernehmen zwei Kommissare, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die perfektionistische und ehrgeizige Claudia Vogt und Thomas Harder, ein Alkoholiker mit Todessehnsucht, der nach einem Disziplinarverfahren gerade den Dienst wieder angetreten hat.

Die Zusammenarbeit erweist sich als schwierig. Während Vogt sich beinahe besessen an die Dienstvorschriften hält, scheut Harder nicht davor zurück, auf der Jagd nach dem Mörder alle Regeln zu brechen. Immer wieder geraten die beiden aneinander und stehen sich selbst und der Lösung des Rätsels im Weg. Aber wenn sie den Täter fassen wollen, müssen sie ihre Konflikte überwinden. Und ihnen läuft die Zeit davon: Alles deutet darauf hin, dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird.

Meine Meinung:
Ich muss leider als allererstes erstmal schreiben, dass ich riesengroße Probleme hatte in das Buch reinzukommen. Dabei steigt das Buch gleich mit Action ein, und es ist auch schon eine gewisse Spannung vorhanden. Jedoch konnte ich mich am Anfang in die Protagonisten, vor allem weder in den Täter noch in die Frau die ermordet wurde reinversetzen. Und ich glaube genau hier liegt auch das erste Problem. Mir fehlt da die Tiefe der Protagonisten. Ich finde Bücher immer besser, wenn ich mich auch in die Opfer einfühlen kann. Das war hier leider nicht der Fall.

Stellenweise fand ich das Buch dann spannend, und dann aber wieder doch nicht. Es gibt immer wieder so Einbrüche, die es mir schwer machen, dieses Buch zu lesen. Auch in die Ermittler konnte ich mich nicht richtig einfühlen, auch das war für mich ein Problem, denn so fehlte mir irgendwie die Spannung, der Tiefgang. Es war dadurch halt eher so, dass es mir recht egal war, ob der Täter gefasst wird, oder nicht. Das ist natürlich gar nicht gut bei so einem Buch. Denn gerade den Täter bekommen ist ja wichtig für dieses Buch. Ich hätte mir noch mehr Spannung gewünscht. Gegen Ende hin, als der Täter richtig gejagt wird, da hat es mir gut gefallen. Vielleicht auch weil ich Maja mochte, was sie hier für eine Rolle spielt, möchte ich euch aber nicht verraten.

Harder war mir irgendwie ein wenig unsympathisch, und Vogt dann auch irgendwie, weil sie sich nicht gegen Harder durchgesetzt hat, sondern ihn oftmals machen lassen hat. An dieser Stelle hätte ich mir gern eine stärkere Frau gewünscht, die sich durchzusetzen weiß. Ich glaube dann hätte mir das Buch auch um einiges besser gefallen. Sie ist irgendwie so blass, so hmmm...halt. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll,

Die Beschreibungen der Leichen sind allerdings der Knaller, diese konnte ich mir sehr gut vorstellen und war in gewisser Weise auch sehr fasziniert von ihnen, was für mich ein großer positiver Punkt ist.

Auch die Idee an sich finde ich gut, sie hätte denke ich wesentlich spannender gestaltet sein können. Auch wie Harder auf manche Sachen kam, war mir leider nie ganz klar, das hätte ich gern besser nachvollziehen können. Schade, dass eine eigentlich tolle Idee nicht so super umgesetzt wurde.

Ich hatte irgendwie auch Probleme mit dem Schreibstil, für mich war ein flüssiges lesen, leider nicht durchgehend möglich. Ich glaube so kommt auch eins zum anderen.

3 von 5 Punkten

ProTalk Crime
Taschenbuch
14,90 Euro
347 Seiten
ISBN 9783939990444

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