Inhalt:
Einblicke in die Psyche eines Serienmörders: "Ich wollte einfach nur
sichergehen, dass die auch wirklich tot ist. 100 Prozent tot." Es ist
der 21. Juni 1984, als die Berliner Kripo in den frühen Morgenstunden
einen 24-jährigen Mann festnimmt. Er soll tags zuvor eine Schülerin
vergewaltigt und unsäglich gequält haben. Doch was Günther Jacoby den
Kriminalbeamten in den folgenden Tagen erzählt, übertrifft die
schlimmsten Erwartungen: Der verheiratete Maurer gesteht ungerührt eine
ganze Serie von Foltermorden an jungen Frauen. Nach zwei Jahren der
Angst ist die "Phantomjagd" zu Ende, "Deutschlands unheimlichster
Frauenmörder" ist gefasst, Berlins Bevölkerung atmet auf. Der
Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort beschreibt und analysiert den
schrecklichen Fall. Er präsentiert eine spannende Chronik der Ereignisse
und das Psychogramm eines Serienmörders, dessen Bekenntnisse in dieser
Form erstmals zu lesen sein werden.
Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich gefangen genommen, denn obwohl es ja ein Sachbuch ist, ist es total spannend. Das liegt in meinen Augen vor allem daran, dass der Autor sich in diesem Buch nur mit einem Serienmörder und seinen Taten beschäftigt. Dabei sind die Taten auch sehr gut beschrieben, so dass ich mir diese gut vorstellen konnte. Mir taten die Opfer echt leid, gerade irgendwie auch die, die überlebt haben, denn sie müssen ihr ganzes Leben lang mit diesem Erlebnis leben.Ich konnte mich gut in die Opfer hineinversetzen, obwohl über ihre Gefühle gar nicht so viel in diesem Buch steht.
Wie man so handeln kann ist für mich unvorstellbar, zumal die Verbrechen - gerade die beiden Morde echt super grausam waren.
Aufgrund der doch recht genauen Beschreibungen ist dieses Buch auf jeden Fall nichts für Personen mit schwachen Nerven, oder Personen, die sich schnell ekeln. Ein bisschen was aushalten können muss man schon. Auch wenn - wie ich finde - es wirklich nicht pietätlos geschrieben ist, sondern die Würde der Opfer hier ganz klar beachtet wurde.
Stellenweise liest sich dieses Buch wirklich wie ein Krimi, das finde ich gerade irgendwie äußerst reizvoll, denn obwohl es sich um wahre Begegebenheiten handelt, war echt super viel Spannung enthalten, so dass ich dieses Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Am meisten gefesselt hat mich echt das Interview am Ende des Buches. Wie toll Stephan Harbort die Fragen stellt und dem Täter auch immer wieder lange genug Zeit gibt, um zu überlegen / um ihn nicht zu drängen finde ich klasse. Auch wie reflektiert der Täter durch die geschickte Fragenstellung antwortet fand ich super faszinierend. Genau das habe ich bei diesem Buch auch erwartet. Mich hat es geschockt, dass der Täter sich an vieles gar nicht mehr erinnern konnte, und auch eher sagte, das muss wohl so gewesen sein. Da habe ich mich schon gefragt, warum das Gehirn so reagiert. Und gleich irgendwie auch an Schutzreaktion gedacht. Aber ob das wirklich so ist, weiß ich natürlich nicht.
Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher vom Autor lesen, da er einen tollen Schreibstil hat, der sich trotz mancher Fachbegriffe etc gut lesen lässt. Alle Begriffe, die Laien eventuell nicht kennen sind auch sehr gut erklärt.
5 von 5 Punkten
Droste Verlag
Hardcover mit Schutzumschlag
gibt es allerdings mittlerweile nur noch als EBook zu kaufen
320 Seiten
Preis E-Book: 8,99 Euro
ASIN: B01LWPTB1Z
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