Donnerstag, 26. April 2018

Buchrezension: Franziska Steinhauer "Der Werwolf von Hannover - Fritz Haarmann"




Inhalt:
Sommer 1924. Bevor der Ernst des Lebens für Ludwig und Theo beginnt, brechen die Freunde zu einer Fahrradtour auf. Doch plötzlich ist Theo verschwunden. Gleichzeitig scheint ein Serienmörder in Hannover sein Unwesen zu treiben. Spielende Kinder finden einen Schädel am Flussufer. Als kurz darauf weitere Schädel gefunden werden, entpuppt sich ein scheinbarer Unfall als bestialischer Mord. Verhaftet wird Fritz Haarmann, ein stadtbekannter Altkleiderhändler. Hat er all diese Menschen - auch Theo - unter den Augen der Öffentlichkeit ermordet?

Meine Meinung:
Dieses Buch konnte mich rundum begeistern.
Optisch ist es durch den roten Buchschnitt schon klasse, denn das fällt einfach ins Auge.

Schon allein, dass es mit den Textzeilen von "Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt der Haarmann auch zu dir..." beginnt finde ich total klasse. Wenn ich an Haarmann denke habe ich meist auch diese Zeilen im Kopf.
Dann ist kurz beschrieben, was Haarmann damals gemacht hat, wo die Schädel und Knochen gefunden wurden...und wie er an die "Jungs" gekkommen ist. Das ist besonders für diejenigen wichtig, die vorher noch nichts über Fritz Haarmann gelesen haben.

Anschließend steigt man in die Geschichte aus Sicht Haarmanns ein...wie er neben einem seiner Mordopfer aufwacht und feststellt, dass dieser tot ist. Wie ich finde, ist dies ein sehr gelungener Einstieg, der eindeutig Lust auf mehr macht.
Das Buch ist entweder wie eben schon geschrieben, aus der Sicht Haarmanns geschrieben, oder eben aus der, der Bevölkerung. Es ist durch die Überschriften auch immer gut zu sehen, welche Sicht man gerade vor sich hat. Gut gefallen hat mir auch, dass die Kapiel ebenfalls mit Zeitangaben versehen waren. Dies ist zum Teil für die Geschichte auch sehr wichtig.
Alle Gefühle und Gedanken sind gut beschrieben...seien es jetzt die, der betroffenen Bevölkerung oder auch die von Haarmann. Gerade auch der Gedanke der Bevölkerung, dass sie vielleicht Menschenfleisch gegessen haben, und wie sie damit umgehen, ist für mich sehr gut nachvollziehbar und schon sehr krass.

Insgesamt ist das Buch sehr fesselnd und spannend geschrieben, so dass ich es kaum aus der Hand legen wollte, und z.B. der Mittagspause entgegen gefiebert habe, damit ich weiterlesen konnte.
Gut finde ich, dass die Realität auf Fiktion trifft. Es sind in dem Buch Vernehmungsprotokolle Haarmanns eingearbeitet. Fiktion ist in diesem Fall die Sicht der Bevölkerung und die Radtour. Wobei ich mir vorstellen kann, dass die Bevölkerung damals oft so gedacht hat, wie es hier beschrieben wurde.

Heftig finde ich, dass nie geklärt werden konnte, wie er seine Opfer getötet hat - es gibt zwar Vermutungen, aber gewiss sind diese nicht. Und das auch nie geklärt wurde, ob er vielleicht wirklich Menschenfleisch verkauft hat...

Am Ende des Buches ist der Lebenslauf Haarmanns aufgeführt, wo er gewohnt hat, wie oft er im Gefängnis war...und auch das sein Kopf erst 2014 eingeäschert wurde - man diesen nach dem Köpfen erst untersucht hat, um herauszufinden, ob es da Auffälligkeiten gibt - auch das Ergebnis finde ich super interesant. Für mich waren auch dies Fakten total spannend. Insgesamt konnte das Buch mein Interesse an Fritz Haarmann noch verstärken.

Ich kann allen, die sich für wahre Verbrechen und im speziellen für Fritz Haarmann interessieren, dieses Buch empfehlen.

5 von 5 Punkte

Gmeiner Verlag
Taschenbuch
12,99 Euro
313 Seiten
ISBN 9783839220702

Montag, 23. April 2018

Buchrezension: Ursula Poznanski und Arno Strobel "Invisible"



Inhalt:
Du bist so wütend auf ihn. Du hasst diesen Menschen mehr als alles auf der Welt - obwohl du ihn gar nicht kennst. Und dann schlägst du zu...

Eine Serie von grauenvollen Morden gibt den Hamburger Kriminalkommissaren Nina Salomon und Daniel Buchholz Rätsel auf: Einem Patienten wird während einer OP ins Herz gestochen, ein Mann totgeschlagen, ein anderer niedergemetzelt...Die Täter sind schnell gefasst. Nur ihre Motive sind völlig unbegreiflich, denn keiner von ihnen hat sein Opfer gekannt. Das einzige, was sie verbindet: Die unermessliche Wut auf das Opfer. Und dass sie nicht wussten, was über sie kam.
Kann es sein, dass sie manipuliert wurden? Aber von wem und vor allem: wie?
Was Salomon und Buchholz schließlich aufdecken, wirft ein ganz neues Licht auf die Dinge, die unser Leben so bequem machen...

Meine Meinung:
Dieses Buch beginnt schon sehr spannend, das ist super - so wurde ich direkt in die Geschichte hineingezogen. Diese Spannung hält auch das gesamte Buch über an und wird stellenweise sogar noch größer.

Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Auch, dass es im Wechsel aus der Sicht von Daniel und dann aus der von Nina geschrieben ist, finde ich super. Gerade weil die beiden doch sehr untschiedlich sind. Es ist dadurch bedingt auch sehr spannend, wie unterschiedlich diese beiden Protagonisten ermitteln. Auch das konnte mich sehr begeistern. Gerade da Nina oftmals doch ein wenig aus der Reihe tanzt...
Nina ist mir auch mega sympathisch, auch gerade weil sie sich nicht immer verhält, wie eine Polizistin sich vielleicht verhalten sollte.
Daniel finde ich manchmal ein bisschen schräg und da habe ich mich desöfteren gefragt, warum er so ist, wie er ist...wobei ich aber auch verstehen kann, dass er manchmal so hart zu Nina ist, wenn diese mal wieder einen Alleingang unternommen hat.
Philipp finde ich ganz komisch - so als ob er sich irgendwie dazwischen drängen will. Er  ist mir zu schleimig....ich denke ihr wisst, was ich damit meine.
Isabell war mir von Anfang an sehr suspekt. Insgesamt passen alle Progagonisten jedoch gut zum Buch.

Die Idee ist einfach krass und super umgesetzt. Ich habe mich oft gefragt, wie man so skrupellos sein kann, wie es die Täter sind. Das hat mich doch sehr erschreckt und mich auch rätseln lassen...
Allgemein ist das Buch sehr heftig und nichts für schwache Nerven. Die Beschreibungen der Morde und der Mordopfer waren schon sehr detailiert. Ich fand es gut so, kann mir aber gut vorstellen, dass dies nicht für jeden was ist.
Gerade auch dadurch und durch andere gute Beschreibungen, konnte ich in bestimmten Momenten die Angst oder auch die Abgebrühtheit oder auch die Verwirrung gut spüren. All das war für mich sehr greifbar und so real - das fand ich besonders heftig.

Die Auflösung hat mich sehr überrascht und insgesamt war das Ende sehr krass, auch wenn ich da dann schon mit so etwas gerechnet habe, also dass nochmal was passieren wird. Nur mir war nie klar, dass es so heftig sein wird.

Ich kann euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

5 von 5 Punkten

Wunderlich Verlag
Broschiert
14,99 Euro
366 Seiten
ISBN: 9783805200158

Freitag, 20. April 2018

Buchrezension: Sebastian Fitzek "Das Joshua-Profil"



Inhalt:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

Meine Meinung:
Insgesamt ist dieses Buch sehr spannend und fesselend. Ich habe es durchweg verschlungen. Das sagt doch schon mal einiges aus, wie ich finde. Ich wollte das Buch auch nie aus der Hand legen und habe es mir daher oft mit dem Buch gemütlich gemacht, oder halt auf dem Weg zur Arbeit gelesen.

Als erstes möchte ich eine Empfehlung aussprechen...ich denke es ist sehr sinnvoll zuerst "Die Blutschule" von Max Rhode (Pseudonym von Sebastian Fitzek) zu lesen - denn das Joshua-Profil spielt an manchen Stellen drauf an. Außerdem ist die Blutschule auch sehr spannend.

Das Joshua-Profil beginnt auch mit einem Ausschnitt aus der Blutschule. Diese Idee finde ich super, da sie mir den Einstieg sehr leicht gemacht hat. Es geht dann auch gleich sehr spannend los - und ich kann sagen, diese Spannung erhöht sich im Laufe des Buches noch.
Es gibt viele Verwirrungen, die es mir unmöglich gemacht haben, selbst auf die Lösung zu kommen - das gefällt mir immer sehr gut.

Die Beschreibungen sind sehr krass - daher sind diese  auch nichts für schwache Nerven. Sie sind halt sehr detailreich, so dass man sich alles sehr gut vorstellen konnte. Durch die vielen Details sind sie oftmals aber auch sehr blutig. Ich mag das ja sehr gerne, für mich macht das einen Thriller oftmals aus.

Beim Lesen habe ich mich zunächst oft gefragt wer Joshua ist...und warum keiner Max glaubt... Diese und viele andere Fragen habe ich mir beim Lesen oftmals gestellt. Ich war da viel am Überlegen, gab aber nicht auf die Lösung...bis es aufgeklärt wurde.

Die Protagonisten sind super. Max und Jola fand ich von Anfang an sehr gut. Sowohl Max, als auch Jola tun mir sehr leid - Jola natürlich fast noch viel mehr... Beide müssen viel durchmachen. Ich glaube am schlimmsten ist es für Max, dass er alleine dasteht und ihm keiner glaubt. Er wird ziemlich schnell vorverurteilt, was ich schade finde, aber es macht auch die Spannung in dem Buch aus.
Kim dagegen finde ich manchmal ein bisschen komisch, aber auch das passt gut zu diesem Buch.

Bei der Auflösung hatte ich dann ein sehr beklemmendes Gefühl und mich oft gefragt, was man damit noch alles anrichten könnte. Ich finde das sehr beängstigend (was ich beängstigend finde, müsst ihr einfach selbst lesen).

Das Buch kann ich bedingungslos weiterempfehlen. Sebastian Fitzek hat mich auch bei diesem Buch nicht enttäuscht, sondern fesseln können.

5 von 5 Punkten

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Bastei Lübbe
Preis vom Taschenbuch: 10,90 Euro
432 Seiten
ISBN: 9783404175017

Donnerstag, 19. April 2018

Coverrelease "Elfenlicht - Märtyerkunst" von Judith Laverna

rétín, kýo ghínt vhóyar ‘secíyë ílumen eíhlinwýr Nílethenneth, élfan hén.

Das ist elfisch und heißt:
 
Ich freue mich, euch heute das Buchcover zu Elfenlicht – Band 1 – präsentieren zu dürfen.

Und hier ist es:





Sieht es nicht wunderschön aus?!

Und darum geht es in diesem ersten Teil:

 Die junge Kriegerin Ayleen wächst als einzige Tochter einer Adelsfamilie der Elfen weit im Norden auf. Sie überlässt das Regieren lieber anderen, da sie sowohl von ihrer Impulsivität als auch von ihren besonderen Fähigkeiten zum Handeln getrieben wird.
Während ihr Volk und seine Kultur verfallen und dabei mächtigen Feinden gegenüberstehen, muss die Elfenkriegerin ihre eigene Herkunft ergründen. In dem schicksalshaften Dilemma, Intriganten und auch dem eigenen Vater gegenübertreten zu müssen, entdeckt die sonstige Einzelkämpferin, dass es ein viel höheres Gefühl gibt, das sie bis dahin nicht gekannt hat: Liebe.
Im Glauben, für das Schicksal ihrer Welt verantwortlich zu sein, stürzt sie sich in ein Abenteuer, dessen Ziel die verzweifelte Suche nach einem Sinn dahinter ist. Erst als ein vor Ewigkeiten verbannter Verräter und König wieder auf den Plan tritt, wird klar, dass die Gefahr, in der ihr Volk und sie sich befinden, weitaus größer und gefährlicher ist, als sie alle angenommen haben. In einer Reise durch epische Welten beginnt für Ayleen ein Wettlauf gegen die Zeit in ein Abenteuer, bei dem sie nicht nur für sich selbst kämpfen muss, sondern auch für die, die sie liebt, und ihr gesamtes Volk.


Bevor ihr dann beim Lesen ganz überrascht seid...aber vielleicht könnt ihr es euch ja denken - schließlich fange ich meine Beiträge sonst nicht auf elfisch an...werden in diesem Buch einige Textpassagen auf elfisch sein.

Das Buch erscheint am 1.5 beim Papierverzierer Verlag
Und hier könnt ihr das Buch kaufen: Amazon
Der Vorbestellpreis beträgt 2,99 Euro

Na wie gefällt euch das? Ich kann sagen, ich freue mich schon sehr darauf, das Buch lesen zu dürfen. 

Dienstag, 17. April 2018

E-Book Rezension: Christelle Zaurrini "Ein letztes Mal für immer"

Inhalt:
Manche Entscheidungen verändern das ganze Leben. Jared zu heiraten sollte für Amy eine der besten Entscheidungen sein, doch als aus Liebe Angst wurde, veränderte sie sich in die schlimmste. Die einst lebensfrohe junge Frau zerbricht Stück für Stück, bis nichts als Verunsicherung übrigbleibt.
Erst, als sie den Freigeist Sean kennenlernt und den ersten Schritt in ein neues Leben wagt, beginnen sich ihre Ketten zu lösen.
Zum ersten Mal seit langer Zeit gibt es jemanden, der sie versteht und respektiert. Doch schafft sie den Sprung zurück ins Glück? Und vor allem: zu welchem Preis?

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, ich konnte beim Lesen sehr gut in die Welt von Amy abtauchen. Und sie tat mir sooo oft so leid. Ich habe sehr mit ihr mitgelitten. Ich empfinde sie trotzdem als starke Frau, die immer wieder aufblüht. Und genau dass sie das schafft finde ich so toll. Auch wie sie manchmal ausbricht und versucht ihren eigenen Weg zu gehen, ist spannend. Das sie Jared allerdings so hörig ist, fand ich schrecklich. Auch wenn ich weiß, dass dies in solchen Fällen oft so ist. Das tat mir so leid.

Jared ist ein riesengroßes Arschloch. Allerdings hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass es mehr Szenen gibt, in denen er austickt, einfach damit dem Leser noch klarer wird, wie brutal er wirklich ist. Und auch wie hörig Amy ihm ist, wäre dann noch besser zur Geltung gekommen. Es gab da aber die ein oder andere Szene, die mich doch sehr schockiert hat - mehr möchte ich zu diesen Szenen aber nicht verraten, das müsst ihr schon selbst lesen.

Sean find ich total toll, wie er ist, und die Lebensfreude, die er ausstrahlt, ist einfach wahnsinnig toll. Er war mir von Anfang an sehr symphatisch.
Auch Hollie fand ich von Anfang an klasse, sie ist eine tolle Frau, die halt ein bisschen anders ist. Und genau das "Anderssein" mag ich an ihr. Sie ist halt wie sie ist - das zieht sich auch die ganze Zeit durch. Ich mag sie einfach sehr.
Auch Trevor konnte mich begeistern, er passt ebenfalls gut zu der Geschichte und durch ihn passiert ja nun auch einiges - was ich sehr gut finde und es stellenweise sehr spannend macht.

Insgesamt habe ich dieses Buch verschlungen. Der fantastische Schreibstil macht es einem dabei ganz einfach. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Die Idee zu der Story ist einfach klasse, und sie ist auch super umgesetzt.
Die Dialoge sind toll und auch die Entwicklung, die manche Protagonisten durchmachen ist super beschrieben.
Auch das die Geschichte mal aus der Sicht von Sean und mal aus der Sicht von Amy war, fand ich super gemacht, da man so die Gefühle/Gedanken von beiden besser kennenlernt. Gerade die Gedanken und Gefühle sind für diese Geschichte äußerst wichtig.
Durch viele Höhen und Tiefen und unvorhergesehene Ereignisse ist dieses Buch durchweg sehr spannend.

Das Buch kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.

4 von 5 Punkten.

E-Book
0,99 Euro
170 Seiten
ASIN: B07C66F8XY

Sonntag, 15. April 2018

Auslosung der Blogtour

Vielen Dank, an alle, die bei der Tour mitgemacht haben. Ich hoffe ihr hattet viel Spaß.

Gewonnen haben:

1. Preis - 1 signiertes Print
- Alex Richter

2. Preis - 1 E-Book im Wunschformat
- Daniela Schiebeck

3. Preis - 2 signiertes Lesezeichen
- qianru Chen
- Astrid Arndt

Bitte schickt eine E-Mail mit Eurer Anschrift an: info@cp-ideenwelt.de

Donnerstag, 12. April 2018

Buchrezension: Max Rhode "Die Blutschule"



Inhalt:
Eine unbewohnte Insel im Storkower See

Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer

Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ...

Meine Meinung:
Erstmal möchte ich sagen, dass ich es total klasse finde, dass Sebastian Fitzek dieses Buch unter einem Pseudonym geschrieben hat. Es ist wirklich doch schon anders, als das, was er sonst schreibt. In diesem Buch sind einige Horrorelemente, und dadurch bedingt auch unrealistische Dinge - dieses gibt es in seinen Büchern sonst ja nicht. Daher finde ich es super so. Ich bin auch schon gespannt, wie er den Autor Max Rhode in sein Buch, "Das Joshua-Profil" mit eingebunden hat, daher werde ich diese auch gleich als nächstes Lesen.


Ich finde dieses Buch durch seine Horrorelemente ziemlich krass. Wie genau dieses aussehen möchte ich hier allerdings nicht verraten, denn ich möchte euch ja nicht spoilern. Das müsst ihr schon selbst lesen. Auf jeden Fall fand ich dieses Elemente schon sehr gut, sie waren auch sehr gut eingebracht.




Bis es zu dem Punkt kommt, der im Klappentext beschrieben ist, dauert es allerdings doch eine ganze Zeit, das fand ich aber nicht schlimm, da das davor auch schon spannend und toll beschrieben ist. Auch ist es sehr wichtig für die Geschichte. Ich hätte anhand des Klappentextes allerdings gedacht, dass es schneller zur Sache geht - ich finde dieser konnte daher nochmal überarbeitet werden, weil manche Leser so vielleicht doch was anderes erwarten und am Anfang des Buches so enttäuscht wären. Das war bei mir zum Glück nicht der Fall.

Die Protagonisten sind toll beschrieben, ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Gerade Simon und Mark taten mir oft leid. Ich war da schon sehr entsetzt. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wie man als Vater nur so sein kann - auch wenn ja klar war, warum er so war wie er war. Die Beschreibungen, was den beiden passiert und wie sie sich fühlen sind einfach genial. Ich konnte mich in die beiden sehr gut hineinfühlen und alles gut nachvollziehen.



An manchen Stellen habe ich mich schon ein bisschen geekelt. Gerade wenn es Tiere oder Kinder betrifft bin ich da dann doch ein wenig empfindlich. Da sollte man bei diesem Buch zumindest zum Teil schon mit umgehen können, sonst ist dieses Buch nichts für einen.

Das Ende ist auch echt heftig und da hab ich mir so einiges vorgestellt - durch die Beschreibung am Ende hatte ich starkes Kopfkino. Hier überlässt der Autor es dem Leser sich selbst alles vorzustellen und beschreibt nichts so genau. Das fand ich schon sehr gut, gerade weil ich dann doch eine blühende Fantasie habe.

Dieses Buch habe ich innerhalb von einem Tag durchgelesen, und das obwohl ich an diesem Tag noch einige andere Verabredungen hatte. Ich denke das sagt auch viel aus, wie mir dieses Buch gefallen hat.
Ein Buch welches ich so verschlinge kann nur gut sein, und hat mich dann eindeutig gefesselt und nicht mehr los gelassen.

5 von 5 Punkten

Lübbe
Taschenbuch
255 Seiten
12,99 Euro
ISBN: 9783404172672