Sonntag, 16. August 2020

Rezension. Lina Bengtsdotter "Hagebuttenblut"

 





Inhalt:

Nie wieder wollte Charlie Lager in ihren Heimatort Gullspång zurückkehren. Doch die brillante Stockholmer Ermittlerin ist gezwungen, diesen Schwur zu brechen, als sie von einem ungelösten Fall Wind bekommt: Vor dreißig Jahren verschwand die sechzehnjährige Francesca aus Gullspång und wurde nie gefunden. Das große verfallene Herrenhaus ihrer Familie steht seitdem leer. Sobald das düstere Gebäude vor Charlie aufragt, spürt sie, dass ihr dieser Fall alles abverlangen wird – denn sie erinnert sich dunkel an diesen Ort. Und Charlie ahnt, dass sie alles zu verlieren hat: Wenn sie die Wahrheit um Francescas Verschwinden ans Licht zerrt, kann sie ihr eigenes Leben für immer zerstören.


Meine Meinung:

Es ist ein bisschen länger her, dass ich den Vorgänger "Löwenzahnkind" von der Autorin gelesen habe. Die Protagonisten ermitteln schon in dem ersten Band. Ich denke eine Auffrischung vorweg hätte mir gut getan, damit ich wieder besser gewusst hätte, was alles passiert war. So brauchte ich einen Moment um in das Buch einzusteigen. Stück für Stück kam auch meine Erinnerung zurück und ich wusste wieder annähernd, was in Band 1 alles passiert ist. Es waren in diesem Band auch immer Andeutungen auf den vorherigen, das hat mir sehr geholfen. Dennoch empfehle ich allen zunächst den ersten Band zu lesen, das macht es eindeutig einfacher.

Nachdem ich erstmal wieder im Buch drin war, hat es mir super gut gefallen, die Spannung war dann das gesamte Buch über vorhanden. Die Beschreibungen waren einfach klasse. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen - und das erwarte ich von einem guten Buch einfach. Ich muss die Umgebung quasi fühlen - das konnte ich bei diesem Buch super.

Auch die Rückblicke aus Francescas Sicht waren klasse und gut eingearbeitet. Durch die Überschriften der Kapitel wusste ich immer gut, in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Das hat es für mich sehr gut nachvollziehbar gemacht.

Die Protagonisten sind toll. Besonders Charlie mag ich sehr. Sie kniet sich in ihre Fälle so richtig rein, auch wenn sie das manchmal in gewässerweise belastet. Vor allem verändert sich in diesem Buch enorm viel für sie - was das ist kann ich euch aber nicht verraten, da ihr sonst das Ende erraten könntet, und ich möchte ja nicht Spoilern.

Ich selbst kam kurz vor der Aufklärung auf das Ergebnis, zumindest auf eins der Ergebnisse. Das hat der Geschichte aber zum Glück keinen Abbruch getan, da es erst kurz bevor es so oder so aufgeklärt wurde der Fall war.

Wären meine anfänglichen Schwierigkeiten nicht gewesen, hätte es mir noch besser gefallen.


4 von 5 Punkten


Penguin Verlag

Taschenbuch

507 Seiten

13,00 Euro

ISBN: 9783328103967

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