Montag, 4. November 2019
Buchrezension: Angela Rose Burkart "Amanda von Waisland Tantaras Tempel"
Inhalt:
„Sie hat den Segen zweier Göttinnen, die beide nicht gerade für Sanftmut bekannt sind – was erwarten wir also von ihr?“
Amanda von Waisland – gefürchtete Kämpferin und liebevolle Mutter, von ihren Wolfskriegern als Haupt der Horde anerkannt und als Herrin von Waisland verehrt. Doch sind es gerade ihre unbedingte Entschlossenheit und Stärke, die die dunkle Machtgier ihrer Feinde nähren und den Wunsch, sie zu brechen und scheitern zu sehen. So erscheint selbst im Verbund der Nächsten der Verrat nicht weit und neue Herausforderungen werfen ihre dunklen Schatten voraus.
Meine Meinung:
Es ist ein bisschen länger her, dass ich Band 1 gelesen habe (den solltet ihr unbedingt vorher lesen) und dennoch bin ich ganz schnell wieder in das Buch reingekommen. Die Erinnerungen an das was bisher passiert ist, waren ganz schnell da. Somit konnte ich auch gut in die Geschichte einsteigen und die Spannung gleich von Anfang an genießen.
Bei diesem Buch brauchte ich insgesamt länger beim Lesen, als ich für ein Buch mit gleicher Seitenanzahl/ Schriftgröße etc benötige. Dies liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass ich mich beim Lesen schon sehr konzentrieren musste, da die Geschichte sehr komplex ist. Es viele Personen / Orte gibt, an denen sich die Geschichte abspielt. Dies finde ich überhaupt nicht schlimm, ich genieße das Lesen halt nur irgendwie anders als sonst - intensiver würde ich sagen.
Das Buch ist spannend von vorn bis hinten - auch wenn zwischenzeitlich mal nicht allzuviel passiert, irgendwie passiert doch immer was. Das finde ich sehr gelungen. So gerät man von einer Begebenheit in die nächste.
Die Beschreibungen sind wieder sehr klasse. Als Beispiel möchte ich hier mal die Beerdigung nehmen. Von wem diese ist, verrate ich euch natürlich nicht, denn das würde eindeutig viel zu viel verraten. Diese ist wirklich sehr einfühlsam - ich würde es sogar als liebevoll bezeichnen - geschrieben. Sie ist sehr detailreich beschrieben, so dass ich quasi mit dabei war.
Ich glaube der Autorin ist es auch nicht so leicht gefallen, diese Person gehen zu lassen - zumindest kommt es mir so vor. Das finde ich sehr gut, dass ich dieses Gefühl habe, denn ich finde es schon wichtig, dass eine Autorin irgendwie auch an ihren Protagonisten hängt.
Die Protagonisten sind toll. Besonders auf Berendic möchte ich hier mal eingehen. Er ist einfach klasse, schon allein wie er zu Beginn des Buches Nadia die Leviten liest finde ich unglaublich mutig und angebracht. Er macht das auf eine sehr geschickte Art - im Grunde hält er durch seine Worte Nadia den Spiegel vor...
Natürlich ist auch Amanda hier wieder sehr gelungen, sie ist eine äußerst starke Persönlichkeit mit einer großen Ausstrahlung. Das finde ich einfach faszinierend.
Ich kann euch dieses Buch bedingungslos weiter empfehlen.
5 von 5 Punkten
Oldib Verlag
Taschenbuch
388 Seiten
16,00 Euro
ISBN: 9783939556749

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