Samstag, 9. Februar 2019

Buchrezension: Arno Strobel "Toter Schrei - Im Kopf des Mörders Band 3"

Achtung könnte Spoiler enthalten, da es sich um den 3. Fall handelt.



Inhalt:
Kommissar Max Bischoff hat Angst. Um seine Schwester Kirsten, die sich bereits seit Wochen nicht mehr sicher fühlt. Ein Unbekannter beobachtet sie, weiß, wo sie sich aufhält, schickt ihr bedrohliche Nachrichten.
Und dann passiert das, was Max immer gefürchtet hat. Der Unbekannte bringt Kirsten in seine Gewalt und will Max zwingen, sich selbst zu opfern. Tut er das nicht, wird Kirsten sterben.
Max Bischoff findet sich in der schlimmsten Hölle wieder, die man sich vorstellen kann. Soll er sein eigenes Leben retten oder das seiner Schwester?

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch verschlungen, ich wollte es einfach nicht aus der Hand legen...was vielleicht auch daran lag, dass ich auf der Lesung von Arno Strobel war und er angefangen hat aus dem Buch vorzulesen. Ich konnte nicht anders, am nächsten Tag musste ich gleich mit diesem tollen Buch starten.

Das Buch ist von Anfang bis Ende total spannend, ich habe das Lesen dadurch sehr genossen. Gerade auch durch diese Spannung und den tollen Schreibstil, lässt sich dieses Buch sehr flüssig lesen.

Die Geschichte ist gut durchdacht und ich kann sagen, ich selbst bin auf das Ende nicht gekommen. Arno Strobel ist es gelungen mich immer wieder aufs Glatteis zu führen. Ich liebe das an seinem Schreibstil einfach.



Ich habe mit Max und Kirsten mitgebangt, gehofft...hatte große Angst beim Lesen...das ein oder andere Mal hatte ich beim Lesen eine richtige Gänsehaut - tatsächlich passiert mir das beim Lesen eher selten.

Die Protatgonisten sind mir schon in den ersten Fällen ans Herz gewachsen. Max fand ich auch in diesem Fall wieder klasse. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum er so handelt, wie er gehandelt hat. Ich denke in manchen Momenten denkt man tatsächlich eher mit dem Herzen, also mit seiner beruflichen Profession. Was ich in diesem Fall auch sehr gut finde. Auch wie er sich verändert, finde ich sehr gut. Es ist sehr gut beschrieben, durch was für eine Hölle er geht, ich konnte seine Angst sehr gut spüren. Gerade auch weil er selbst zusätzlich Verdächtiger in einem Fall ist...kommt viel Fahrt auf, was mich dazu gebracht hat, das Buch weiter und weiter zu lesen...ähnlich wie bei einem Autorennen...es wird schneller und schneller.

Horst mochte ich dafür an manchen Stellen nicht so sehr, im Gegenteil...durch ihn bin ich irgendwie so gar nicht durchgestiegen. Das passt aber sehr gut zu der Geschichte. Seine Gefühle und Gedanken sind sehr gut nachvollziehbar. Man merkt seinen Zwiespalt sehr deutlich.

Kirsten tat mir einfach leid - sie beweist auch hier wieder, dass sie eine starke Frau ist - das mag ich an ihr sehr gern. Aber sie muss einfach total viel durchmachen, besonders auch in diesem Fall...nachdem sie vorher auch schon immer viel ertragen musste.

Die Beschreibungen sind klasse, ich konnte mir alles gut vorstellen. Sowohl die Umgebung in der Kirsten gefangen ist, als auch die Umgebung in der Max sich jeweils gerade befindet.

Auch ohne die vorherigen Fälle zu kennen, würde sich dieser Fall gut lesen lassen. Manchmal wird auf vorherige Fälle angespielt, aber nie so, dass Arno Strobel zu viel verrät.

Ich finde diesen Teil tatsächlich am besten von den 3 Fällen...auch wenn ich bei Fall 2 schon dachte, dass es Arno Strobel gar nicht mehr möglich sein kann, diesen noch zu übertreffen.

5 von 5 Punkten

Fischer Verlag
Taschenbuch
10,99 Euro
352 Seiten
ISBN: 9783596702060


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