Donnerstag, 27. Oktober 2016

Ebook-Rezension: Mario Steinmetz "The wild hunt"



Inhalt:
In Louisiana treibt ein Serienkiller sein Unwesen, er treibt Reisende in ihren Autos von der Straße ab und verschleppt sie in das Sumpfland des Atchafalaya Wildlife Refuge. Auch die Familie von Sue wird überfallen, und Sue muss mit ansehen, wie ihre Familie brutal ermordet wird - doch sie kann fliehen.
Die Jagd auf den Serienkiller beginnt, doch zum Vorschein kommt etwas, was noch viel gefährlicher ist, als der Killer...


Meine Meinung:
Dieses Buch beginnt schon sehr brutal und heftig - somit ist gleich von Anfang an klar, dass dieses Buch nichts für schwache Nerven ist - dies bitte ich im Vorfeld zu berücksichtigen. Ich denke für die Zeit um Halloween ist es genau das richtige Buch - man kann es aber auch gut zu anderen Zeiten lesen.

Die Geschichte hat durch ausführliche Beschreibungen auch einen hohen Ekelfaktor - zumindest ging es mir so, dass ich bei dem Lesen das ein oder andere Mal dachte: Ihhh...
Für mich war das allerdings gerade richtig so und es passt eindeutig sehr gut zu dem Buch. Die Beschreibungen sind sehr lebendig geschrieben und sehr anschaulich, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte, und ich extremes Kopfkino hatte.

Zitat: "Ein Gemisch aus Knochensplittern, Haaren, Blut und Gehirnmasse verteilte sich auf den Reisetaschen und Koffern der Familie, fügte neue, bunte Farbspiele hinzu, die ihre feuchten Bahnen über das Gewebe zogen." - bewusst habe ich ein Zitat vom Beginn des Buches gewählt um nicht zu viel zu verraten.

Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, da es sehr spannend war und ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Auch durch den guten, bildhaften Schreibstil ist dieses Buch sehr gut zu lesen und macht Lust auf mehr.

Ich konnte mich sehr schnell in die Protagonisten hineinversetzen. Ich habe mit ihnen gelitten, gehofft und gebangt - genau das macht dieses Buch auch für mich aus. Eric und Nina waren mir auf ihre eigene Art und Weise besonders sympathisch, gut fand ich auch, dass von diesen beiden eher Nina die Vernünftigere, aber auch mutigere war - irgendwie passte das gut zusammen. 



Der Aufbau der Geschichte ist sehr gut geglückt, da diese gleich mit hoher Spannung beginnt und schon damit Lust auf mehr macht. Es sind in dieser Geschichte Psychohorrorelemente mit Fantasyelementen verbunden wie ich finde.

Die Geschichte hat mich schon das ein oder andere Mal sehr geschockt. Stellenweise hat sie mich ein bisschen an Laymons "In finsteren Wäldern" erinnert. Aber die Storys unterschieden sich sehr voneinander. Aber "In finsteren Wäldern" ist ähnlich brisant und bildhaft beschrieben, wie ich finde. Meiner Meinung nach ist Laymon ein sehr guter Horrorschriftsteller, der brutale Worte findet. Und genau dies kann Mario Steinmetz auch.


Ein rund um gelungenes Buch.

5 von 5 Punkten


Papierverzierer Verlag
ebook
Seitenzahl des Buches: 222
1,99 Euro als ebook
ASIN: B01AORNPQE

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