Sonntag, 6. Dezember 2015

Buchrezi: Clara Weiss "Milchsblut"


Inhalt:
In einem abgelegenen Dorf in den Bergen geschieht ein grausiger Mord. Ausgerechnet im Nachbarhaus von Elvira, und sie ist es auch, die den Toten findet. Doch es bleibt nicht bei diesem einem Mord. Da entdeckt Elvira, dass die alte Heiligenlegende über die heilige Katharina der Schlüssel sein könnte...

Meine Meinung:
Es dauerte ein wenig bis ich wirklich in dieses Buch einsteigen konnte. Aber als das geschafft war, gefiel mir das Buch gut.
Es ist gar nicht so einfach erstmal durchzusteigen, wer mit wem verwandt ist und wer zu wem in welchem Verhältnis steht. Das finde ich aber nicht schlecht, sondern im Gegenteil es passt sehr gut zu dem abgelegenen Dorf. Denn irgendwie stellt man es sich genau so vor, dass es da einige Verwirrungen gibt und die Menschen oftmals stark miteinander verbunden sind.

Die Geschichte an sich ist gut ausgearbeitet und eine wie ich finde tolle Idee. Manchmal zog es sich ein wenig hin, das war schade, denn da litt die Spannung schon ein wenig drunter. Aber letzendlich war trotzdem noch ein gewisses Maß an Spannung vorhanden, so dass es nie ganz langweilig wurde. Umgehauen hat mich die Spannung allerdings auch nicht.

Die Charaktere sind gut gestaltet und teilweise sehr verschwiegen und auch irgendwie merkwürdig - das passte aber sehr gut zu diesem Buch. Ich konnte mich auch teils in sie hineinversetzen.

Sehr gut beschrieben fand ich wie die Leichen aufgefunden wurden, das war teilweise schon sehr brutal und blutig und mit einem gewissen Ekel verbunden - genauso mag ich es.

Auch wie sich die Geschichte dann aufklärt finde ich gut, einiges war für mich leider ein bisschen vorhersehbar, aber zum Glück nur das wenigste.

Alles in allem ein guter Krimi, den ich aber auch nicht als herausragend bezeichnen kann.

3 von 5 Punkten

Goldmann
Taschenbuch
9,99 Euro
477 Seiten
ISBN 9783442483600

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