Sonntag, 20. Dezember 2015

Buchrezension: Jennifer Niven "All die verdammt perfekten Tage"




Inhalt:
Finch steht auf dem Glockenturm auf dem Schulgelände und fragt sich ob heute ein guter Tag zum Sterben ist. Da bemerkt er, dass er nicht allein auf dem Glockenturm steht. Ein bisschen von ihm entfernt steht Violet, diese denkt offensichtlich auch dadrüber nach zu springen...doch er hält sie von ab. Da beginnt wir die beiden eine aufregende Zeit mit vielen schönen Erlebnissen...

Meine Meinung:
Das Buch hat mich wirklich bewegt.

Es dauerte einige Zeit, bis ich richtig in das Buch eintauchen konnte, doch als das geschafft war, war es um mich geschehen. Ich habe mit Finch und Violet mitgelacht, mitgetrauert, mitgehofft... ich konnte die Höhen und Tiefen, die diese beiden Charaktere erlebt haben förmlich fühlen - genau das macht dieses Buch auch aus.
Das Buch ist alles in allem sehr gefühlvoll geschrieben und sehr emotional, an manchen Stellen hatte ich doch leicht feuchte Augen, weil ich so mitgefühlt habe.
Beim Lesen musste ich das Buch teils kurz zur Seite legen, weil ich über mein eigenes Leben nachgedacht habe, dadrüber was für perfekte Tage ich eigentlich habe - und es sind mehr, als man sich wirklich bewusst ist.
Das Thema des Buches ist schon sehr heftig, aber wie ich finde auch sehr gut umgesetzt und vorallem sehr einfühlsam, aber dennoch wirkt es sehr ehrlich.

Viele Gedanken, besonders die von Violet (zum Ende des Buches) kann ich sehr gut nachvollziehen und verstehen wie sie sich fühlt. Finch finde ich teilweise ein wenig seltsam, als ich ihn dann näher kennenlernen durfte, wirkte er auf mich dann doch aber sehr normal und gut so wie er ist. Denn jeder Mensch ist nun mal anders. Auch wie sehr Mobbing einen Menschen verändern kann und wie weh es doch irgendwie tut, kommt gut zum Vorschein finde ich. Ich kann mir schon vorstellen, dass sich solche Dinge so oder so ähnlich abspielen könnte. Und in gewisser Weise geht es in diesem Buch sehr viel um das "Anders sein" und auch um Mobbing, psychische Erkrankungen...und das alles sehr gut und einfühlsam bearbeitet.

Das Buch ist zum Teil aus Sicht von Violet geschrieben, zum Teil aus Sicht von Finch. Aus welcher Sicht ist sehr gut gegliedert und man kann es toll unterscheiden. Diese Idee finde ich bei diesem Buch auch sehr angebracht.

Die Geschichte ist toll aufgebaut und lässt sich recht flüssig lesen, so das man zum Teil das Buch auch gar nicht aus der Hand legen möchte, obwohl man selbst ins Grübeln kommt.

Das Buch ist alles in allem so schön und hat mich sehr berührt. Mich berühren können wirklich nur wenige Bücher, aber dieses hat es total geschafft. Ich denke, dass dieses Buch viele Menschen berühren kann und auch zum Nachdenken anregen kann.

5 von 5 Punkten

Limes
Taschenbuch
400 Seiten
14,99 Euro
ISBN 9783809026570

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