Sonntag, 22. September 2013

Martin Sundermann "XXX Ein Atomkraft-Krimi"

Inhalt:
Eine Leiche von einem Demonstranten wird im November 2010 kurz nach einem Castor-Transport aufgefunden. Bei diesem beteiligte auch er sich an den Auseinandersetzungen. Er soll in einem Bach ertrunken sein. Doch seine Freunde glauben nicht an diese Geschichte und stellen Nachforschungen an...

Meine Meinung:
Zunächst einmal hat dieses Buch ein sehr interessantes Thema, halt weil es um Atomkraft, die damit verbundenen Demos etc geht. Ich denke dies ist ein aktuelles, wichtiges Thema.
Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass der Autor gut recheriert hat, mir schien es er hat viel Kenntnisse von dem Thema. Fachliche Informationen hat er gut eingebracht ohne dass es langweilig wurde. Im Gegenteil, diese Informationen sind gut verteilt und ich fand es interessant. Bisher habe ich mich viel zu wenig mit diesem Thema beschäftigt, aber ich denke dieses Buch könnte das ändern.
Der Autor konnte einen guten Spannungsbogen schaffen. Obwohl mir das Ende nicht ganz so gut gefiel, es für mich irgendwie ein bisschen unklar war, mir zu viel Möglichkeit auf Spekulationen offen gelassen hat - das gefiel mir nicht ganz so gut. Mehr möchte ich da an dieser Stelle aber auch nicht verraten.
Die Charaktere fand ich gut ausgearbeitet. Auch dass es in dem Buch um verschiedene Zeiten geht, finde ich gut umgesetzt. Dadurch dass gleich zu Kapitelbeginn klar ist, wann das jeweilige Kapitel spielt, konnte ich es gut nachvollziehen. Natürlich war es dadurch erstmal ein wenig schwieriger in das Buch rein zu kommen, aber auch das hat bei mir recht schnell geklappt.
Der Autor hat es geschafft, dass ich einige Charaktere mehr mochte als andere, dass ich bei einigen von ihnen die Unsicherheit, die Angst gespürt habe, aber mir zugleich auch klar war, warum sie den Tod von ihrem Genossen Holger unbedingt aufklären wollen. Für die Aufklärung nehmen sie viel auf sich, auch ein gewisses Maß an Gefahr für sich selbst.

Ich fand es auch gut, wie die Aktionen, die sie bisher begangen hatten beschrieben sind, ich konnte den Handlungsablauf gut nachvollziehen.

4 von 5 Punkten.

Sutton Krimi
Taschenbuch
236 Seiten
12,00 Euro
ISBN 9783954002580

Samstag, 21. September 2013

Arno Strobel Lesung im Hugendubel

Gestern war ich auf einer Lesung von Arno Strobel. Das ist nun das zweite Mal, dass ich ihn live erlebe. Beim ersten Mal war es bei einer Wohnzimmer-Lesung.
Dagegen dann diesmal im großen Kreis im Hugendubel.
Und schon vorweg es war ein sehr toller Abend. Ich habe gelacht, zugehört etc.

Er hat die ersten Seiten aus "Der Sarg" gelesen. Und dann noch 3 seiner Kurzgeschichten. Ich finde er liest einfach klasse, sehr emotionsreich. Auch seine Mimik sprach förmlich mit. Wie er seine Stimme, die Lesegeschwindigkeit etc an einigen Stellen verändert hat finde ich einfach super. Und ich weiß, dass es nicht einfach ist, ansprechend und fesselnd zu lesen, doch das hat er auf jeden Fall geschafft.

Außerdem hat es mir gut gefallen, dass kein Tisch zwischen ihm und uns war, sondern er lediglich auf einem Hocker saß bzw halt auch Hin und her gelaufen ist. Irgendwie war es dadurch hmm angenehmer. Es wirkte nicht so "von oben herab".

Fragen wurden von ihm auch beantwortet und er hat viel über seine Anfänge als Autor erzählt. 

Sein Buch mit den Kurzgeschichten habe ich mir an diesem Abend auch spontan gekauft und natürlich auch von ihm signieren lassen - genau wie 3 andere Bücher. Ich finde es toll, dass er sich die Zeit genommen hat, alle 4 zu signieren und das sogar mit Widmung.

Der Abend bleibt auf jeden Fall in Erinnerung, und ich bin mir sicher, dass ich noch auf weitere Lesungen von ihm gehen werde. Es war einfach eine schöne Zeit, die ich sehr genossen habe.





Bei signieren


 Doof nur das ich die Augen zu habe...irgendwie habe ich Talent dafür...aber ne Erinnerung ist es trotzdem.


Ich danke für diesen schönen Abend. Und hoffe das es nicht die letzte Lesung von ihm ist, die bei mir in der Nähe stattfindet.

Auch freue ich mich schon sehr auf seine neues Buch, welches im Januar erscheinen wird.


Donnerstag, 19. September 2013

Frances Greenslade "Der Duft des Regens"

Inhalt:
Maggie und Jenny wachsen in den Wäldern von Kanada auf. Ihre Mutter gibt sie eines Tages einfach bei einer Bekannten ab, die sie selbst noch nie gesehen haben, diese soll für einige Zeit auf die beiden Mädchen aufpassen, so heißt es. Doch auch nach Monaten kommt die Mutter nicht wieder...und nach Jahren auch nicht. Maggie macht sich auf die Suche, und kommt dabei an Orte ihrer Kindheit...

Meine Meinung:
Eigentlich ist dies nicht mein Genre, aber ich fand das Buch echt toll. Das schon mal vorweg. Das Buch hat mich schon von der Beschreibung her sehr angesprochen, daher wollte ich es gern lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Ich habe dieses Buch verschlungen. Vom Schreibstil her, lässt es sich flüssig lesen. Es ist eine gewisse Spannung vorhanden, und ich wollte unbedingt wissen was Maggie so alles erfährt, wie es mit ihr und Jenny weiter geht.
Über eine Begegnung die Maggie macht, habe ich mich dann richtig gefreut - welche das ist, möchte ich aber nicht sagen, da ich sonst spoilern würde. Ich fand es auf jeden Fall gut, dass es so eingebracht wurde. Sonst wäre ich vermutlich auch ein bisschen enttäuscht gewesen.
Auch auf was für Menschen Maggie während ihrer Suche so trifft finde ich faszinierend. Und mich konnte jder auf seine Art und Weise begeistern. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet. Sie gehen ein wenig in die Tiefe, aber nicht zu sehr. So kann man sich noch ein bisschen ausmalen. Genau das finde ich gut.
Die Beschreibungen der Orte sind einfach grandios. Sie haben mich träumen lassen, und dan dem ein oder anderen Ort wäre ich auch sehr gern gewesen. Einige Orte klingen traumhaft schön, und an denen kommt man mit Sicherheit auch zur Ruhe.
Die Handlungen von der ein oder anderen Person lassen sich erst im Laufe der Zeit nachvollziehen. Und das alles so Stück für Stück raus kommt gefällt mir sehr gut. Dies hat die Autorin sehr gut gemacht. Von ihr habe ich vorher noch nie was gehört, aber ich kann mir schon vorstellen, dass ich noch ein Buch von ihr lesen würde, wenn ich auf eins stoße.

Alles in allem war ich von diesem Buch sehr überrascht im positiven Sinn. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir soooo gut gefällt wie es das letztendlich getan hat. Ran gegangen bin ich an dieses Buch mit eher geringen Erwartungen.

Insel Taschenbuch
Taschenbuch
366 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783458359555

Sonntag, 15. September 2013

Sylvia Day "Crossfire - Versuchung"

Inhalt:
Eva kommt gerade frisch von der Uni und tritt ihren ersten Job an - in einer New Yorker Werbeagentur. Schon vor ihrem ersten Tag trifft sie in der Lobby auf Gideon Cross zusammen. Sie spürt, dass sie von diesem Mann die Finger lassen sollte, und doch fühlt sie sich angezogen von ihm. Und dazu kommt das er sie will - jedoch zu seinen Bedingungen. Eva gibt ihrem Verlangen nach...


Meine Meinung:
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen ,und ich werde auf jeden Fall auch die anderen zwei Teile davon lesen.
Ich war zunächst ein bisschen skeptisch, weil Bücher die in diese Richtung gehen momentan total aufkommen, es gibt so viele davon. Das ich halt Bedenken habe, denn es können nicht alle wirklich gut sein.
Dieses Buch hier aber, konnte mich mit der Erotik in ihm gefangen nehmen. Es ist nicht zu viel Sex, aber auch nicht zu wenig. Und auch die Geschichte drum herum kommt nicht zu kurz. Die Geschichte zwischen Eva und Gideon ist gut beschrieben. Die Sexszenen fand ich ansprechend. Nicht übertrieben, aber auch nicht zu lasch. Von der Wortwahl her sind die Sexszenen auch gut beschrieben. Es wirkt auf jeden Fall nicht billig.
Eva mochte ich als Charakter sehr, vielleicht auch gerade weil sie so oft hin und her gerissen ist, und sie das sehr menschlich wirken lässt. Sie trifft teils Entscheidungen, die sie dann doch nicht voll durchzieht. Auf eine gewisse Art und Weise macht sie das sympathisch.
Sie überwindet in einigen Momenten ihre Angst, stellt sich dieser - genau das finde ich auch sehr gut.
Gideon hat mich mit seinem Verhalten zum Teil überraschen können, weil ich mit einigen Dingen so gar nicht gerechnet habe.
Ich bin recht schnell in das Buch rein gekommen, und meine Skepsis wurde schnell verworfen.

Viele vergleichen diese Buchreihe mit den "Fifty shades of grey" Büchern. Dies möchte ich in diesem Fall nicht tun, weil sie dafür meiner Meinung nach doch zu viele Unterschiede haben. Und auch wenn sie Gemeinsamkeiten haben, so hat jedes jedoch seine eigenen Art, die mich begeistern konnte.


Ich möchte unbedingt wissen wie es mit den beiden weiter geht, die zwei Folgebände sind somit auf meinem SuB um einiges höher gewandert, damit ich sie bald lese.



5 von 5 Punkten.

Heyne Verlag
Taschenbuch
413 Seiten
ISBN 9783453545588

Samstag, 14. September 2013

Kimberley Derting "Desires of the dead" (Bodyfinder Teil 2)

ACHTUNG KANN SPOILER ENTHALTEN - TEIL 2
Da ich dieses Buch auf englisch gelesen habe, poste ich euch hier die Buchbeschreibung von der Buchrückseite, damit ihr euch einen Eindruck vom Schwierigkeitsgrad machen könnt:

Inhalt:
Violet Ambrose´s secret is out. Violet has a curious gift: the ability to sense the echos emitted by murder victims. Only her boyfriend Jay and her closest family know. But when she locates the body of a missing boy sought by the FBI she puts herself firmly on their radar.
Now she´s bein watched. As if dealin with regular calls from the FBI isn´t enough, threatenin notes are bein left on her doorstep, and she feels disturbing echoes around the home of Jay´s new best friend. Violet needs answers fast...

Es steht zwar noch mehr drauf, aber so wird ohnehin schon sehr sehr viel verraten...


Meine Meinung:
Auch den 2. Teil von Bodyfinder mochte ich sehr.
Ich brauchte einen Moment um in das Buch rein zu kommen, was zum einen daran lag, dass ich bei englischen Büchern immer ein bisschen länger brauche, bis ich diese wieder flüssig lesen kann. Zum anderen, dass es ein bisschen her ist, dass ich den 1. Teil gelesen habe und dazwischen einige andere Bücher gelesen habe.
Als ich in der Geschichte drin war, konnte ich ganz schnell, recht tief in diese abtauchen. Sie konnte mich fesseln und ich wollte unbedingt wissen wie es mit Violet weiter geht. Deshalb habe ich das Buch dann kaum noch aus der Hand gelegt, was ich diesmal auch so machen konnte, da ich Urlaub hatte. So konnte ich mir richtig gut Zeit für dieses Buch nehmen und es total genießen.
Violet gefällt mir auch hier sehr gut, ich kann ihr Verhalten gut nachempfinden. Was sie tut und warum sie das so tut ist gut verständlich. Sie wirkt oft sehr unsicher, was ich aber aufgrund der Situation in der sie sich befindet gut nachvollziehen kann.
Auch Jay konnte mir in diesem Buch näher kommen als in Band 1. Auch über ihn erfährt man noch ein bisschen mehr. Die Angst die er oft um Violet hat ist auch gut verständlich.
Es ist der Autorin gelungen die Spannung durchgehend aufrecht zu erhalten. Es passiert eigentlich immer was, ohne das es zu viel ist. Es wirkt nicht übertrieben. Die Spannung wird nicht unnötig künstlich erzeugt. Auch das gefiel mir an diesem Buch sehr gut.

Vom Englisch her ist es finde ich recht einfach zu verstehen, und sollte mit Realschulniveau gut gelesen werden können. Ich kann eigentlich allen nur raten, sich auch mal an ein englisch sprachiges Buch heranzutrauen. Ich lese mittlerweile sehr gern ab und an mal auf Englisch. Zumal oftmals die Fortsetzungen halt wesentlich eher raus kommen.

5 von 5 Punkten.

Headline
Taschenbuch
358 Seiten
Da englische Bücher in Deutschland keiner Preisbindung unterliegen, fällt der Preis für dieses Buch in Deutschland unterschiedlich aus.
ISBN 9780755378968

Dienstag, 10. September 2013

Alice Kuipers "Sehen wir uns morgen wieder?"

Inhalt:
Mutter und Tochter schreiben sich Zettel, die sie an den Kühlschrank hängen. Zunächst nur Notizen und Einkaufszettel, später werden richtige Briefe draus, die sich auch um das Schicksal der Mutter drehen...

Meine Meinung:
Zunächst einmal kann ich sagne, dass ich die Idee gut finde und sie auch gut umgesetzt wurde..
Jede Doppelseite hat eine Zeichnung, links vom Kühlschrankinhalt, rechts von der Tür, auf der auch zu sehen ist, was geschrieben wurde.
Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, und auch was sich so zwischen den Briefen abspielt, erklärt sich durch die Briefe.
Teils ist das Buch recht unterhaltsam, aber alles in allem ist es vom Thema her eher traurig. Nur wird nicht wirklich tief ins Thema eingedrungen. Wirklich berühren konnte es mich leider nicht. Die Charaktere konnte nicht richtig kennenlernen. Durch die Briefe, bzw was in den Briefen steht, sind sie sehr oberflächlich gehalten, ich konnte mir kein wirkliches Bild von ihnen machen. In den Briefen spiegeln sich die Gefühle der Charaktere wieder, diese waren gut nachvollziehbar.
Das Buch lässt sich sehr sehr schnell lesen, weil halt nicht so viel Text vorhanden ist. Ich habe ca 1 Stunde für dieses Buch benötigt, wenn überhaupt.

3 von 5 Punkten.

Weltbild Ausgabe
443 Seiten
ISBN 9783828993327


Melina Gerosa Bellows "Wunschgeflüster"

Inhalt:
Bella nutzt jede Gelegenheit um sich etwas zu wünschen...Sternschnuppen, Wimpern etc.
Sie wünscht sich vieles, doch ein Wunsch bleibt über die Jahre immer der gleiche - ihren Zwillingsbruder von seinem Autismus zu befreien.
Sie akzeptiert nicht wie er ist, und sich selbst akzeptiert sie auch nicht so richtig...

Meine Meinung:
Ich bin in das Buch nur schwer rein gekommen, erst nach 4 Kapiteln konnte es mich etwas begeistern, aber leider auch nicht so richtig. Ich entschied mich es trotzdem weiter zu lesen.
Das Buch ist in Kapitel gegleidert, welches jeweils mit einer kleinen Übersicht anfängt: Jahreszahl, ihr Alter zu der Zeit, ihr Lieblingslied, das Kostbarste was sie zu der Zeit besitzt, Idol, ihre schönsten Schuhe. Diese Idee fand ich ganz gut, weil man so schon recht gut zu Beginn des Kapitels erahnen konnte, was ihr in diesem wichtig sein könnte.
Bella gefällt mir nicht so gut, sie will oft zu perfekt sein, das perfekte Leben, den perfekten Partner haben - dass es das alles auf einmal nicht geben kann ist auch klar denke ich. Irgendwo gibt es immer Kleinigkeiten, die einem nicht gefallen - sie hat wenn solche Kleinigkeiten auftauchten, vieles gleich fallen lassen. Das fand ich nicht so gut. Außerdem ist sie in meinen Augen recht naiv.  Das der Umgang mit ihrem autistischen Bruder ihr teilweise sehr schwer viel, kann man anhand des Buches gut nachvollziehen, ihr steht dabei vorallem aber auch das "perfekt sein" im Weg. Ich glaube sonst wäre es schon einfacher.
Die Gefühle die sie ihren Eltern gegenüber hat und auch die Gefühle der Eltern im allgemeinen sind gut nachvollziehbar.
Bella denkt viel zu oft im Kreis - auch das gefällt mir an ihr nicht so. Sie macht oftmals die gleichen Fehler wieder aufs neue. Da hab ich mich oft gefragt, ob sie irgendwann draus lernt..
Einige Stellen dagegen sind aber sehr humorvoll und dadurch wurde das Buch doch noch ein bisschen besser.
Sprachlich ist es gut für junge Erwachsene geeignet denke ich.
Allerdings finde ich, dass Autismus zu übertrieben dargestellt ist. Die Autorin sich da vielen Klischees bedient und die alle in ein Buch stopft - meiner Meinung nach hat sie sich da zu wenig erkundigt.



2 von 5 Punkten.

Knaur Verlag
Softcover
396 Seiten
Bei Amazon als Restexemplar für 6,99 Euro
ISBN 9783426652039