Freitag, 12. Oktober 2012

Frances Hodgson Burnett "Sara die kleine Prinzessin"

Inhalt:
Sara kommt in ein Londoner Internat, in dem sie wegen ihres Reichtums wie eine Prinzessin behandelt wird. Doch als ihr Vater hoch verschuldet stirbt, sie also ein armes Waisenkind ist, wird sie auch wie ein solche behandelt. Sie muss Demütigungen über sich ergehen lassen und die niederen Aufgaben verrichten. Doch Sara ist willensstärker als alle denken...

Meine Meinung:
Ich habe mir dieses Buch zugelegt, da ich als Kind die Zeichentrickserien dazu gesehen habe. Und wie auch schon die Zeichentrickserien konnte mich dieses Buch begeistern.
Es lässt sich flüssig lesen und teilweise ist es echt schön, wie Sara sich manche Dinge vorstellt. Man merkt auch deutlich, dass sie oftmals durch diese Dinge Kraft schöpft - ebenso wie durch ihre Freundschaften, die sie immer noch pflegt.
Ein Buch welches auch Kindern schon das Schicksal verständlich machen kann, wie es ist, wenn man erst Geld hatte und dann nicht mehr, dass sich dann vieles ändern kann, aber man trotzdem noch auf Hoffnung, Freunde etc bauen kann, sollte.
Aber es zeigt auch, wie manche Menschen sich verändern, wenn sie wissen, dass eine andere Person kein Geld mehr hat. Dieses von oben-herab-behandeln merkt man dem Buch sehr an. Das kommt oft drin vor. Aber auch das finde ich passend und gut.

Das Buch ist sehr spannend und gefühlvoll geschrieben. Die kleine Sara tat mir in kurzen Momenten leid, aber wenn man dann sieht, wie sie wieder Kraft schöpft - zeigt es mir auch, dass jeder das für sich tun sollte - wieder Kraft schöpfen.

Das Buch ist für mich fast wie ein Märchen, einfach weil es so wunderschön ist und es viele schöne Momente in ihm gibt.

Wie sie immer wieder aufsteht ist schon sehr bewundernswert.
Und wenn man jetzt bedenkt dass dieses Buch vor etlichen Jahren geschrieben wurde, und wie viel in anderer Form auch noch auf die heutige Gesellschaft oftmals angewandt werden kann - ist es umso erschreckender - die Menschen ändern sich halt doch nicht wirklich.





5 von 5 Punkten.


Arena Kinderbuch-Klassiker
212 Seiten
ISBN 340104690X

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Nicholas Sparks "Wie ein Licht in der Nacht"

Inhalt:
Katie ist umgezogen, in den kleinen Küstenort Southport. Niemand von den anderen Einwohnern weiß woher sie kommt, sie meidet den Kontakt zu anderen. Bis sie den Witwer Alex besser kennenlernt, da beginnt sie sich zu öffnen. Sie hütet ein dunkles Geheimnis...

Meine Meinung:
Es ist mit Sicherheit nicht das beste Buch, welches Herr Sparks geschrieben hat, aber doch ein gutes. Es konnte mich nicht umhauen, aber berührt hat es mich. Ich denke es ist ein Schicksal was doch einige so mitmachen, welches die meisten aber wie Katie auch verheimlichen, oder es zumindest versuchen.
Auch das Thema von Alex - die Trauerbewältigung finde ich gut, und es ist angemessen bearbeitet und dargestellt. Wenn auch sehr oberflächlich. Aber tiefergreifend wär zu viel gewesen, durch das andere Thema.

Das Buch hat einige spannungsreiche Stellen, die mir auch sehr gut gefallen haben. Aber der größte Teil des Buches spielt auf die Gefühle an.
Ich fand es schön mal wieder so ein Buch zu lesen, auch wenn ich sonst nicht für Gefühlsduseleinen bin. Aber in dem Fall fand ich es gut so. Bei einem Buch von Sparks weiß man, dass es sehr gefühlsreich ist. Und genau darauf wollte ich mich mal wieder einlassen, konnte es gut, und wurde auch nicht enttäuscht. Ich hätte mich auch sehr gewundert, wenn ich von einem Buch von Sparks enttäuscht wurden wäre.

Auch der Titel findet meiner Meinung nach sehr gut. Den Alex ist für Katie in gewisser Hinsicht das Licht in der Nacht.


3,5 von 5 Punkten.


Ich habe die Weltbildausgabe und kann daher den Preis nicht genau angeben.
448 Seiten

Freitag, 5. Oktober 2012

Dirk Bernemann "Asoziales Wohnen"

Inhalt:
In diesem Buch schreibt Dirk Bernemann über verschiedene Schicksale wie sie sich hinter Deutschlands Türen abspielen könnten. Er schreibt von Enge, Wahnsinn, Antriebslosigkeit, Hass, Liebe, Verzweiflung hinter den Türen.

Meine Meinung:
Das Buch gefällt mir insgesamt ganz gut. Der Anfang war für mich schwierig, vorallem mir zu merken wer hinter welcher Tür wohnt. Aber irgendwann hat man die Charaktere im Blick - zumindest ging es mir so.
ich denke ein paar weniger hätten auch gereicht, nur dann hätte das Buch wohl weniger Seiten gehabt.
Es ist aber noch okay so, man kann sich noch einigermaßen merken, wer - wer ist und was dieser Jemand gemacht hat oder eben auch nicht.
Die Schicksale sind auf jeden Fall übertrieben und in einem Haus geballt, was sehr viel ist auf den ersten Blick. Aber ich denke in unterschiedlichen Häusern, könnte es diese Einzelschicksale wirklich geben.
In dieser zugespitzen Form will Herr Bernemann, meiner Meinung nach auf einige Missstände bei den Menschen hinweisen. Er möchte zeigen, dass nicht alles immer schön ist. Das manche Menschen auch mal ausrasten.
Ich habe aus diesem Buch außerdem auch noch die Botschaft gezogen, dass es nicht schlimm ist, wenn man mal nicht man selbst ist, dass man sich dann nur zu helfen wissen muss. Oder auch, dass man fallen darf, aber versuchen sollte wieder aufzustehen, so wie es einige seiner Charaktere schaffen.
Ich muss sagen, mir ist keiner der Charaktere wirklich ans Herz gewachsen, aber hineinversetzen konnte ich mich in so gut wie alle, dank der guten Beschreibungen, der Emotionen trotzdem.
Man muss die Charaktere nicht immer mögen, es reicht meiner Meinung nach auch manchmal wenn man sie versteht. Oder eine Botschaft aus dem Verhalten eines Charakters ziehen kann. Und das konnte ich bei dem Buch.
Die Ereignisse kommen Schlag auf Schlag. Leerräume gibt es nicht wirklich. Und das ist auch gut so. Denn gerade das Übertriebene macht meines Erachtens den Schreibstil von Herrn Bernemann aus.
Dies ist ihm bei diesem Buch auch wieder gut gelungen.

3,5 von 5 Punkten.






Unsichtbar Verlag
Gebundenes Buch
315 Seiten
14,95
ISBN 9783942920148

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Ines Thorn "Frevlerhand"

Inhalt:
In Frankfurt kehrt ein mysteriöser Prediger ein, er hält dunkle Reden und zieht die Bürger Frankfurts damit in seinen Bann.
Gustelies beobachtet wie er selbst ihre gute Freundin Jutta einwickeln kann. Und plötzlich tauchen in der Stadt Tote auf - in offenen Gräbern, gekleidet in weiße Gewänder. Da wird Gustelies, die Richterwitwe misstrauisch und hilft bei den Ermittlungen. Dabei kommt sie dem Mörder sehr nah...näher als ihr bewusst ist.


Meine Meinung:
Spannung, Spannung, Spannung und ich bin einfach nicht auf den Täter gekommen.
Ich habe mich gefreut mal wieder ein Buch zu lesen, was soweit zurück in der Geschichte spielt. Daher bin ich schon positiv an das Buch ran gegangen. Und das positive Gefühl konnte sich das gesamte Buch gut halten.
Vorher hatte ich so eine leichte schwere Phase beim Lesen, aber dieses Buch hat mich da wieder raus gezogen, dafür gesorgt, dass ich wieder mehr Lust aufs Lesen habe. Und das will denke ich schon was heißen.

Dieses Buch hat mich in eine andere Welt gezogen, in eine andere Zeit, andere Sitten...und das auf eine schöne Art und Weise. Ich konnte mir die Umgebung, die Menschen recht gut vorstellen. Die Art wie sie damals lebten. Konnte mir die Charaktere toll vorstellen, mich in sie hineinversetzen - hab angefangen diese zu mögen oder zu hassen. Die ganze Palette halt.
Ich musste schmunzeln, habe mitgefiebert, mitgehofft - und ich finde das gehört irgendwie dau.
Die Story wird aus der Beobachterperspektive erzählt, dass bedeutet, das man ganz viele Einblicke bekommt. Es sind nicht zu viele Einblicke, sondern diese sind gerade richtig so. Vorallem wurde ich so gleich in das Buch reingezogen. Das hat mich positiv überrascht.
Das Cover passt meiner Meinung nach auch gut.

Ein wirklich tolles Buch, welches mich gefesselt und begeistert hat.

5 von 5 Punkten.


rororo Verlag
335 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783499259074

Montag, 1. Oktober 2012

Charlotte Freise "Kaltes Herz"

Inhalt:
Berlin um 1900. Hetti Keller verliebt sich in einen Mann, in Charles. Doch als Hettis Mutter davon erfährt schickt sie Hetti zu Verwandten auf das Land. Ihre Tante straft sie mit Ablehnung, ihren Onkel bekommt sie gar nicht zu Gesicht. Sie rührt in alten Wunden...und bringt damit nicht nur sich selbst in Gefahr.

Meine Meinung:
Ich habe schon ewig nichts mehr gelesen, was in der Vergangenheit spielt. Aber ich kann sagen, dass ich super in dieses Buch rein gekommen bin.
Es konnte mich ziemlich von Beginn an fesseln, auch wenn ich eigentlich nicht auf so Liebeskram stehe, aber in diesem Fall hat es mich einfach angesprochen, schon allein dadurch, dass es nicht in der Gegenwart spielt.
Die Beschreibungen sind wunderbar, man kann sich Berlin in der Zeit sowie auch das Haus auf dem Land gut vorstellen. Auch die Menschen und wie sie gekleidet sind, kam gut zum Vorschein. Nicht übertrieben lange beschrieben, sondern kurz und knackig, aber das reicht auch vollkommen aus.
Ich kann sagen, dass Hetti mir gut gefällt. Der Charakter wurde gut ausgearbeitet, auch wie sie sich verhält lässt sich meist gut nachvollziehen.
Charles ist mir teilweise fast ein bisschen unsympathisch, aber das noch im erträglichen Rahmen. Daher finde ich das nicht schlimm.
Die Geschichte an sich gefällt mir gut, sie wurde auch gut ausgearbeitet. Das Buch ist jetzt nicht so, dass man denkt, ich kann es nicht mehr aus der Hand legen - aber es ist trotzdem spannend.

4 von 5 Punkten.







rororo Verlag
9,99 Euro
382 Seiten
ISBN 978349925798


Sonntag, 23. September 2012

Veronika Bicker "Optimum - Blutige Rosen"

Inhalt:
Rica zieht mit ihrer Mutter um, da diese einen Job an der Daniel-Nathans-Akademie angenommen hat. Rica geht auch auf diese Schule, und Rica spürt sofort, dass ihr etwas komisch ist.
Die Schüler werden streng beaufsichtigt, eigentlich wirkt die Akademie mehr wie ein Gefängnis als wie eine Schule.
Dann haben auch noch einige Schüler Gewaltausbrüche - ohne erkennbaren Grund.
Spätestens als ein Mädchen tot aufgefunden wird, ist klar, dass es hier, an der Eliteschule nicht mit rechten Dingen zu geht.

Meine Meinung:
Das Buch hat relativ viele Schwachstellen, oftmals dümpelt es so vor sich hin. Und wenn es dann spannend wird, dann kommt alles Knall auf Fall, es geht dann für meine Verhältnisse alles viel viel zu schnell, und wirkt dadurch zu unwirklich, zu gestellt. Und an anderen Stellen ist es dafür total langweilig - so langweilig, dass ich dieses Buch schon zur Seite legen wollte.
Die Idee ist super, aber sie wurde meiner Meinung nach nicht richtig umgesetzt. Die Spannung hätte sich mehr durch das gesamte Buch ziehen müssen.
Rica ist als Charakter gut ausgearbeitet, das wiederrum gefällt mir sehr gut. Sie ist mir sympathisch und ich kann ihre Gefühle oftmals gut verstehen. Aber Ricas Verhalten kann ich nicht immer nachvollziehen, manchmal wirkt sie viel zu unvorsichtig. Aber ich dadrüber kann man hinwegsehen, finde ich.
Die Beschreibungen wie die Akademie ist, wie es in ihr zugeht, wie sie aussieht sind toll. Ich konnte mir die Schule und ihre Umgebung gut vorstellen.
Sprachlich gesehen ist das Buch auch vollkommen in Ordnung, ich denke es ist für Jugendliche gut verständlich.
Ich denke die Folgebände werde ich nicht lesen. Dafür fand ich das Buch einfach nicht gut genug.

Und was ich auch noch bemängeln muss, ist der Preis, das Buch gilt als broschiertes Buch. Aber ich finde einen großen Unterschied zum normalen Taschenbuch macht es von der Qualität her nicht. Und man sollte immer bedenken, dass Jugendliche nicht so viel Taschengeld haben und die Möglichkeit haben sollten, sich Bücher auch selbst leisten zu können - das ist bei diesem leider kaum der Fall. Oder sie haben für die restliche Zeit kaum noch Taschengeld.

2 von 5 Punkten.






Egmont Ink
348 Seiten
14,99 Euro
ISBN: 9783863960445


Donnerstag, 20. September 2012

Patricia Schröder "Meeresrauschen"

Achtung könnte Spoiler enthalten, da Teil 2. "Meeresflüstern" ist der erste Teil.

Inhalt:
Die Geschichte um Elodie geht weiter. Sie trifft sich weiterhin mit Gordy, als dieser von seiner Familie zurückkehrt. Cyril kämpft in gewisser Weise weiter um Elodie. Und auch sonst geht vieles drunter und drüber, es gibt Kämpfe, Elodie hat das Gefühl, dass jemand in ihrem Zimmer war...

Meine Meinung:
Man ist sofort wieder in der Geschichte drin. Bei mir war es ein bisschen länger her, dass ich den ersten Teil der Triologie gelesen habe - aber das ist wirklich nicht schlimm. Denn ich bin sooo schnell wieder rein gekommen, das war echt toll. Sonst hätte ich aber auch den 1. Teil nochmal gelesen, weil mir der so gut gefallen hat.
In Teil 2, sind weniger ausführliche Beschreibungen, als im 1. Teil. Aber das macht nichts, da ich die Beschreibungen noch gut im Kopf hatte.
Elodies Gefühle und Gedanken kamen gut zum Vorschein. Auch wie zwiegespalten sie zum Teil war, kam gut rüber. Sie ist mir mit diesem Buch auch mehr und mehr ans Herz gewachsen und ich konnte daher das Buch kaum aus der Hand legen, da ich einfach wissen wollte, wie es weiter geht. Die Spannung war gut vorhanden. Nicht übertrieben, aber es wurde auch nie langweilig.
Ich denke bei diesem Buch spielen alle Emotionen eine große Rolle - so zumindest für mich. Aber es wirkt keineswegs kitschig - sonst wäre es auch nichts für mich gewesen.
Auch wie sich Stück für Stück einiges aufklärt ist gut gemacht. Wobei ich es ja schon zwischendurch vermutet habe, eigentlich irgendwie schon am Ende vom 1. Band.
Das Buch ist aus der Sticht von Elodie geschrieben.
Kleine Schwachstelle ist nur, dass das eingetreten ist, was ich vermutet habe.




4 von 5 Punkten.






Coppenrath Verlag
448 Seiten
16,95 Euro
ISBN 9783649603207