Samstag, 12. Oktober 2013

Sandra McKee "Das Leben, das man wählt"

Inhalt:
Theresa hat sich eigentlich alle ihre Träume schon erfüllt...sie ist verheiratet, hat 2 tolle Kinder. Davon hat sie schon als kleines Kind geträumt. Nun ist sie Ende 20 und denkt über ihr Leben nach. Manchmal ist sie schon genervt von ihrem Mann und das er sie oft mit den Kindern allein lässt, welche auch nicht immer einfach sind. Um mal Abstand vom Alltag zu bekommen, beschließt sie zu ihrer Freundin Lena nach Irland zu fliegen.  Diese plant eine Rundreise mit Theresa. Schon an ihrem ersten Abend trifft sie in einem Pub auf den Lebenskünstler Ian. Und schon wird alles anders...

Meine Meinung:
Traumhaft, das Buch ist einfach traumhaft. Das schon mal vorweg. Es konnte mich von vorn bis hinten begeistern.
Ich bin selbst wie die Protagonistin auch Ende 20, habe aber im Gegensatz zu ihr noch nicht alles erreicht was ich möchte. Aber trotzdem bringt mich das dem Buch doch irgendwie ein ganzes Stück näher. Ich konnte mich in ihre Gedanken und Gefühle gut reinversetzen. Vielleicht auch gerade, weil man mit Ende 20 ganz gewisse Vorstellungen von Leben hat.
Ich konnte auch gut ihre Flucht aus dem Alltag nachvollziehen, manchmal möchte ich auch aus meinem fliehen. Und auch ich könnte mir eine Flucht nach Irland gut vorstellen.
Dass dieses Buch in Irland spielt, dafür gibt es einen weitern Pluspunkt. Denn Irland ist einfach toll. Ich liebe dieses Land. Die Beschreibungen in dem Buch sind klasse. Sie passen einfach so total. An vielen Stellen, von denen im Buch berichtet wird, war ich auch schon. An einige andere Stellen möchte ich jetzt hin. Wie die Autorin Irland beschreibt, ist traumhaft. Man spürt, dass sie in gewisser Weise stark mit Irland verbunden ist, denn ich denke nur jemand der dieses Land so liebt, kann so dadrüber schreiben, wie es in dem Buch passiert ist. Das ist auch ein Punkt der mir gut gefällt. Und dadurch das Theresa das Land mit einem Einheimischen bereist, ist toll, denn so erfährt man was über Irland, was man sonst vermutlich nicht so gut hätte erfahren können, bzw wäre es für die Autorin sonst nicht so einfach gewesen, dass einzubinden.
Theresa gefällt mir als Charakter sehr gut, ich kann mich in gewisser Hinsicht mit ihr identifizieren. Ich kann auch gut nachvollziehen, wie es ihr in Irland geht.
Auch Lena die, das Gegenteil von Theresa ist mag ich sehr. Über sie erfährt man nicht so viel, aber das was man über sie erfährt, zeigt dass sie sehr lebenshungrig und lebenslustig ist. Und vieles recht locker nimmt. Sie ist nicht so konservativ wie Theresa.
Ian - ich denke mich hätte er in live auch begeistern können, so wie er beschrieben ist. Die Leichtigkeit die er hat, das Lockere was er verkörpert. Ich mag das einfach. Das Leben ist auch so viel zu ernst, da muss man sich auch das Leichte bewahren find ich.
Wie Theresa sich verliebt und in welchem Gewissenskonflikt sie das Ganze führt ist gut beschrieben und somit auch gut nachvollziehbar.
Und genau das zeigt das Buch auch sehr.
Es lässt sich sehr gut und schnell lesen, und ich wollte es oftmals gar nicht mehr aus der Hand legen, einfach immer weiter lesen, so sehr war ich gefesselt.

5 von 5 Punkten.

Telescope Verlag
Taschenbuch
262 Seiten
15,00 Euro
ISBN 9783941139558

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