Freitag, 30. Juni 2017

Blogtour: Janna Ruth "Im Bann der zertanzten Schuhe" Posttraumatische Belastungsstörung



In dem Buch "Im Bann der zertanzten Schuhe" von Janna Ruth leidet Jonas unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), die sich bei ihm durch seinem Militäreinsatz im Kriegsgebiet entwickelt hat.
Das ist auch eine der Ursachen die eine PTBS auslösen kann, es können aber auch andere traumatische Erlebnisse wie z.B. Vergewaltigung, Naturkatastrophen, schwere Unfälle... sein.
Bei der PTBS handelt es sich um eine psychische Erkrankung.

Die Erkrankung ist sowohl für die Betroffenen, als auch für die Angehörigen keine einfache Erkrankung und vermutlich ist es recht schwer damit umzugehen.
Denn Betroffene leiden häufig unter Schlafstörungen und Alpträumen, welche sowohl für sie, als auch für ihren Partner mit dem sie ein Bett teilen vieles ändern kann.
Für mich wäre es glaube ich nicht einfach, wenn mein Partner nachts vielleicht schreiend aufwacht, ich denke da würde ich sehr mitleiden. Zumal ich dann auch Angst hätte, das die Person Dinge im Schlaf tut, da sie Angst hat und wie im Wahn ist.

Im Falle von Jonas zeigt sich die Erkrankung auch durch extreme Schreckhaftigkeit, die vor allem vorhanden ist, wenn er Schussähnliche Geräusche hört, dadurch ereilen ihn zu Teil auch sogenannte Flashbacks, in denn er sich nicht mehr unter Kontrolle hat. Dies erlebt auch Sophie mit und ist darüber zunächst sehr erschrocken- das wäre ich in so einer Situation eindeutig auch.


Ein großes Problem ist denke ich auch, dass viele ihre Erkrankung gar nicht wahrhaben wollen und versuchen diese und das Erlebte zu verdrängen. Oder die Betroffenen halt auch denken, dass geht schon irgendwann weg. Einige versuchen sich mit Alkohol oder ähnlichem zu betäuben, bis sie vermutlich irgendwann merken, dass sie doch Hilfe benötigen.
Die Behandlung kann sehr langwierig sein und unter Umständen auch mehrere Anläufe benötigen.

Für Betroffene ist es oftmals schwierig ihr Leben zu meistern, da sie in vielen Bereichen auch unter einer Leistungseinschränkung leiden können.
Oftmals spüren sie auch Schuldgefühle oder einen Hass gegenüber sich selbst. Zumeist fällt es ihnen schwer anderen Menschen zu vertrauen.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Erkrankten Bundeswehrsoldaten gestiegen - was auch daran liegt, dass die Symptome oft verzögert auftreten und nicht direkt nach dem Einsatz - für diese gibt  es ein Psychotrauma-Zentrum  in Berlin. Auch wenn die Bundeswehr nicht mehr so viele Soldaten in die Kriegsgebiete schickt, die Zahl der Erkrankten ist auch deshalb so gestiegen, da die Erkrankung halt schleichend kommt und oftmals verzögert auftritt.

Und hier könnt ihr natürlich auch die anderen Beiträge der Blogtour finden:

26.6. Das Originalmärchen im Vergleich - Buchstaebliches: Blog mit Sofa.
27.6. Durchtanzte Nächte - Bookwormdreamers
28.6. Die Geheimnisse des DeModie - Zahlen, Fakten, Theorien - Gedankenvielfalt
29.6. Sophies Helfersyndrom - Cookies Lesewelt
30.6. PTBS - Posttraumatische Belastungsstörung - Leseengels Buchblog
1.7. Von Ouverture bis Coda - was steckt hinter den Kapitelnamen? - Elchi's World of Books & Crafts

Zu gewinnen gibt es:
1 signiertes Printexemplar
3*1 E-Book im Wunschformat


Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen müsst ihr die heutige Tagesfrage beantworten:

"Wie würdest du damit umgehen, wenn dein Partner unter PTBS leidet? Könntest bzw würdest du das mit durchstehen wollen oder dann eher gehen?

Teilnahmebedingungen:

- ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungs- / Sorgeberechtigten
- keine Barauszahlung des Gewinns
- keine Haftung und Ersatz bei Verlust auf dem Postweg
- der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Versand erfolgt nur innerhalb Deutschlands, Österreich und der Schweiz
- persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und an die Autorin / den Verlag weitergeleitet um euch den Gewinn zusenden zu können
- euer Name wird im Gewinnfall auf allen teilnehmenden Blogs öffentlich bekannt gegeben
-  Jede teilnahmeberechtigte Person darf 1x pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
- Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
- Das Gewinnspiel wird von der Autorin Janna Ruth organisiert.
- Das Gewinnspiel wird nicht von Facebook unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
- Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei der Autorin melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
- Mit der Teilnahme am Gewinnspiel gelten die Teilnahmebedingungen als im vollen Umfang akzeptiert.


Teilnahmeschluss ist am 1.7.2017 um 23:59 Uhr!

Dienstag, 20. Juni 2017

E-Book Rezension: Rainer Löffler "Der Näher"

Inhalt:
In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet nicht nur, sondern platziert etwas im Körper der Toten ...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist der Wahnsinn. Vorweg möchte ich erstmal loswerden, dass ich allen schwangeren Frauen und frischen Müttern (wenn sie empfindlich sind) aufgrund der krassen Beschreibungen und der Thematik von diesem Buch abraten möchte. Die Beschreibungen sind sehr detailreich und da es in diesem Fall vor allem um Schwangere geht, was echt nicht ohne ist, sollte man sich genau überlegen ob man diese abkann oder doch eher nicht.
Alle Beschreibungen sind wie ich finde ziemlich gnadenlos so beschrieben, dass ich mir alles haargenau vorstellen konnten. Ich bin echt nicht empfindlich und dennoch habe ich mich beim Lesen teilweise echt geekelt. Vor allem mit den Tierquälereien hatte ich so meine Probleme, gerade da diese sehr genau beschrieben sind und dies echt hemmungslos. Da musste ich schon das ein oder andere Mal schlucken und habe häufig gedacht - Wie kann man nur?!
Auch die Ängste der Protagonisten kommen gut zum Vorschein, was ich sehr gut finde, da diese Geschichte nun echt einfach übel ist.

Es beginnt schon hochspannend, dadurch ist die Zeit beim Lesen wie im Flug vergangen - manchmal leider zu schnell. Die Spannung ist das gesamte Buch über vorhanden.

Die Protagonisten konnten mich begeistern. Abel finde ich sehr sympathisch, und gerade das er so eigen und sehr bestimmt ist, finde ich sehr passend. Ich mochte dies an ihm, weil es nicht übertrieben wirkte, sondern genau richtig. Gerade in ihn konnte ich mich gut einfühlen. Im Laufe des Buches gefällt er mir Stück für Stück noch besser.

Auch Doris habe ich als sehr liebenswürdige Person empfunden und konnte ihre Handlungen und Gedanken sehr schnell nachvollziehen und mich in sie reinversetzen.

Hannah habe ich als sehr mutige Frau erlebt, die genau weiß was sie will. Sie wirkt auf mich trotzdem sehr sensibel und sie macht sich manchmal die falschen Gedanken. Was ich aber durchaus nachvollziehbar finde und sie zu einer besonderen Person macht. Sie hat eine gute Intuition, was mir auch sehr zusagt.

Einige Seiten bevor es aufgeklärt wurde, hatte ich die Vermutung wer der Täter ist, da es aber wirklich ganz kurz vor Aufklärung war, tat das der Spannung keinen Abbruch.

Ich kann euch dieses Buch bedingungslos weiterempfehlen, zumindest wenn ihr starke Nerven habt.

5 von 5 Punkten

Bastei Lübbe
E-Book
9,99 Euro (Taschenbuchausgabe 12,00 Euro)
464 Seiten
ISBN 9783404174546


Sonntag, 18. Juni 2017

Buchrezension: Daniela Arnold "Totenstille"



Inhalt:
Was, wenn du niemandem mehr trauen kannst? Auch nicht dir selbst? Eine unheimliche Mordserie erschüttert Augsburg und versetzt die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Die Opfer des brutalen Killers sind Frauen, welche allesamt über Monate hinweg gefangen gehalten und gefoltert wurden. Als wieder eine junge Frau entführt wird, beginnt für Larissa Bartels von der Kripo Augsburg ein erbitterter Wettlauf gegen die Zeit. Parallel dazu bricht für die junge Notärztin Andrea die Welt zusammen: Was tun, wenn der Ehemann, die eigene Tochter und sogar Freunde behaupten, man sei nicht real? Als schließlich erneut eine Leiche gefunden wird und alle Spuren zu Andrea führen, ist sie gezwungen zu kämpfen. Um ihre Familie, ihr Leben und ihre Identität.

Meine Meinung:
 Dieses Buch beginnt schon gleich spannend, diese Spannung hält das gesamte Buch über an, was mir sehr zusagt.
Schon allein der Prolog lässt auf viel schließen und erzeugt ein gewisses "Unwohlsein", zumal es dann nicht gleich mit der Protagonistin aus dem Prolog weitergeht und ich als Leserin so nicht gleich erfahren habe, wie es mit ihr weitergeht - auch das ist ein Punkt, der viel Spannung erzeugt. Da hab ich mich schon gefragt - Was ist mit Hanna passiert?
Und auch die Frau, die sagt  sie sei Andrea - diese tat mir unheimlich leid, denn es muss heftig sein, wenn andere sagen, dass man nicht die ist, die man zu sein glaubt. Wie oft habe ich mich da gefragt, wer diese Frau wirklich ist. Das hat mich allerdings auch ein bisschen an ein anderes Buch erinnert, nämlich an "Der Trakt" von Arno Strobel, auch da gibt es eine Person, die ganz klar davon überzeugt ist, wer sie ist und keiner glaubt ihr. Das ich sogleich daran erinnert wurde fand ich ein bisschen schade.

Ca ab Seite 120 hatte ich einen Verdacht, der sich dann teilweise auch bestätigt hat. Dies tat der Geschichte jedoch keinen Abbruch. Auch das Ende war schon einige Zeit vorher für mich erahnbar, das fand ich dann doch ein bisschen schade. Für mich hätte es stellenweise gern undurchschaubarer sein können, zumal dann auch noch mehr Spannung aufgekommen wäre.

Die Protagonistin Larissa wirkte auf mich teilweise ein bisschen überfordert, aber das verleiht ihr Charme und hat was von Ehrlichkeit, denn ich glaube viele Ermittler müssen erst in diese Tätigkeit reinwachsen und machen selbstverständlich nicht gleich alles richtig. Gerade in sie konnte ich mich auch gut einfühlen.

Die gesamte Geschichte ist so geschrieben, dass ich mir alles super vorstellen konnte, auch die Gefühle und die emotionalen Situationen sind so beschrieben, dass ich mich in diese gut reinversetzen konnte - was für diese Geschichte schon recht wichtig ist. Klasse finde ich auch, dass ich die Charaktere in manchen Situationen förmlich schreien hören konnte, was vor allem durch die Wortwahl entsteht - auf jeden Fall passt es gut zu den Charakteren und zu der Spannung. Durch den tollen Schreibstil und die Spannung lässt sich das Buch flüssig lesen, ich hatte es sehr schnell durch.

Die Geschichte an sich ist sehr krass - ich möchte so was auf jeden Fall nie erleben. Sie ist auch sehr offen und so heftig beschrieben. Für empfindliche Gemüter ist dieses Buch auf jeden Fall nichts.

4 von 5 Punkten

Taschenbuch
9,62 Euro
250 Seiten
ISBN 9781541011175

Dienstag, 13. Juni 2017

E-Book Rezension: Janna Ruth "Im Bann der zertanzten Schuhe"



Inhalt:
Ein verborgener Hain
Ein verfluchter Prinz
Ein Paar zertanzter Schuhe

Vor drei Jahren ist Jonas aus dem Krieg heimgekehrt und doch scheint es, als wäre er nie zuhause angekommen. Ziellos durch die Straßen schweifend, trifft er einen alten Mann, der ihm von den Wundern des DeModie erzählt, einem verwunschenen Reich im Herzen des Nachtlebens. Unzählige Reichtümer und Schätze erwarten ihn dort, doch, was Jonas wirklich verzaubert, ist die lebensfrohe Tänzerin Sophie, die ihn mit ihrem Lachen ansteckt. Jede Nacht tanzt Sophie mit ihrem Prinzen und jede Nacht zerreißen ihre Schuhe ein klein wenig mehr, und mit ihnen das Geheimnis, welches das DeModie und seine Bewohner umgibt.

Die zertanzten Schuhe mal anders. Im Bann eines verzauberten Tanzes spinnt die Autorin Janna Ruth märchenhafte Elemente der Brüder Grimm zu einer modernen Fabel über das glitzernde Nachtleben, zerbrochene Träume und verlorene Seelen.

5. Band der Märchenspinnerei

Meine Meinung:
Auch dieses Märchen der Märchenspinnerei ist einfach wieder klasse. Insgesamt fand ich dieses Buch sehr fantasievoll geschrieben, was eindeutig zu einem Märchen dieser Art passt.

In die Protagonisten konnte ich mich sehr gut einfühlen, was vermutlich auch daran liegt, dass sie mir sehr sympathisch sind.

Sophie finde ich klasse. Ihre Verwirrung, als Luca ihr erzählt, wie es wirklich ist, kann ich sehr gut nachvollziehen - mehr dazu möchte ich aber noch nicht verraten, denn das wäre dann ein Spoiler.
Sie hängt sehr an den Ballettschuhen ihrer verstorbenen Mutter, was für mich auch sehr gut nachvollziehbar ist, da durch diese eine Bindung zu ihrer Mutter besteht in gewisser Weise. Sie ist eine sehr gefühlvolle Person, die auch sehr sensibel ist.

Jonas war mir auch sehr schnell sympathisch. Ich finde es klasse wie seine posttraumatische Belastungsstörung beschrieben ist und ich kann mir gut vorstellen, dass es in Wirklichkeit so oder ähnlich sein kann. Für mich sind seine Gedanken und Handlungen sehr gut nachvollziehbar und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schlimm die Albträume, die er hat, für ihn sein müssen. Auch das jemand, der den Krieg erlebt hat, eben diese Albträume hat, ist für mich durchaus logisch.
Es ist für mich auch sehr beängstigend wie er reagiert, als er einen Film schaut in dem Schüsse vorkommen...

Die Beschreibungen sind einfach klasse. Das DeModie hat auch mich verzaubert, und das ganz schnell. Es muss dort echt unwahrscheinlich zauberhaft sein, ich konnte mir das alles sehr lebhaft vorstellen, da die Autorin sehr lebendige Beschreibungen geschrieben hat. Diesen Club hätte ich auch eindeutig zunächst gern besucht und wäre total fasziniert davon.

Auch die Beschreibungen von dem Ballettstück und sie Sophie Ballett tanzt konnten mich sehr überzeugen - und das wo ich doch von Ballett eigentlich überhaupt nichts halte, ich das ganze sonst eher langweilig finde. Doch wie es hier beschrieben ist, macht mir verständlich, wie sehr es manchen Menschen gefällt und was für Gefühle da bei eine Rolle spielen.

Das Buch ist so zauberhaft, so emotional und einfühlsam. All das passt sehr gut zu einer Märchenadaption.
Es ist ein wenig schnulzig - was ich ja meist nicht so mag, aber es hält sich echt im Rahmen und passt sehr gut zu diesem Buch. Ohne das Schnulzige hätte hier irgendwie dann doch eine ganze Menge gefehlt.

Ich kann euch dieses Buch eindeutig weiterempfehlen.

5 von 5 Punkten

E-Book
313 Seiten
3,99 Euro
ASIN B072FSB3WF

Donnerstag, 8. Juni 2017

E-Book Rezension: Felix A. Münter "Prepper"

Inhalt:
Doran ist ein Loner, der einsam über die bereits seit zwei Jahrzehnten zerstörte und größtenteils verlassene Welt zieht. Sein einziger Begleiter heißt Churchill, eine treue Bulldogge.
Dieses einsame Leben, bei dem man nur sich selbst gegenüber Verpflichtungen hat, hätte in Mutter Natur, die sich zunehmend die Herrschaft über den Planeten Erde zurückerobert, immer so weitergehen können, wenn Doran nicht auf den sterbenden Curt gestoßen wäre. Curt scheint ebenfalls Loner zu sein. Seine letzten Informationen an Doran sind ein unglaubliches Erbe: Kartenmaterial, ein Buch und Notizen über Prepperverstecke. Dieser vermutlich größte Schatz in einer zerstörten Welt bedeutet für Doran eine unglaubliche Odyssee, die er allerdings gegen jegliche Vernunft in Angriff nehmen möchte. Denn Prepper haben sich in der Alten Welt bereits auf den Ernstfall vorbereitet, indem sie große Vorräte angelegt haben. Allerdings hat Doran nicht damit gerechnet, auf einen weiteren Loner zu stoßen, der ebenfalls durch diesen Curt von der tatsächlichen Existenz der Prepperlager erfahren hat, die man bis dahin für Märchen gehalten hat. In einer Kulisse, die mehr als zwanzig Jahre von schwindender Hoffnung gelebt hat, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um einen Schatz von unbekannter Größe zu bergen.

Meine Meinung:
Insgesamt hat mir dieses Buch ganz gut gefallen, dies schonmal vorweg.

Dieses Buch hat zunächst eher kleine Spannungshöhepunkte, als einen großen Spannungsbogen - dieser fängt erst später an. Erst fand ich das schade, aber auch mit den kleine Spannungshöhepunkten fand ich es dann echt super. Nur musste ich mich darauf erst einstellen. Dann waren gerade diese immer wieder kleine Highlights.
Vielleicht liegt das alles auch daran, dass ich mich erst nicht richtig in Doran reinversetzen konnte. Dafür brauchte ich schon eine gewisse Zeit, danach konnte ich aber sehr gut mit ihm mitempfinden.

Extrem spannend, so dass ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte war es im letzten Viertel, da war es echt enorm, ich wollte das Buch zu diesem Zeitpunkt dann nicht mehr aus der Hand legen. Da habe ich das Buch dann auch absolut verschlungen, vorher war das noch nicht ganz so extrem, aber wissen wie es endet wollte ich zu jeder Zeit. Da folgt eine Szene der nächsten, eine besser als die andere...

Bei den Kämpfen kommt echt Spannung auf, diese sind sehr eindrucksvoll beschrieben. Da musste ich beim Lesen schon manchmal starke Nerven haben. Und genau diese sind es auch, die das Buch ausmachen. Diese sind so spannungsgeladen und fesselnd.

Die Charaktere passen alle zum Buch. Besonders JJ konnte mich sehr begeistern. Sie ist einfach ein super starker Charakter, der mich eindeutig beeindrucken konnte.
Auch Doran fand ich sympathisch. Bis zu einem gewissen Punkt ist er freundlich und hilfsbereit - aber er kann auch anders. Und das passt einfach auch zu der Welt in der er lebt. Sein Hund ist toll, so treu wie der ist und so gut wie Doran mit ihm umgeht...ich konnte sehr gut merken wie wichtig Churchill für Doran ist. Genau das macht auch ganz viel an dem Buch aus, bzw zeigt ganz viel von Dorans Charakter.

Besonders eindrucksvoll finde ich auch die Beschreibungen der Umgebungen.  Vor allem Fairchild hat mich stark beeindruckt. Gerade diese Stadt ist eine tolle Idee und schon bei den ersten Beschreibungen war ich neugierig, was dort wohl noch alles passiert.

Insgesamt finde ich die Idee klasse und sie ist alles in allem auch gut umgesetzt. Und so fern ist diese Welt, wie sie in dem Buch geschrieben ist gar nicht...das ist das wirklich erschreckende daran. Aber genau das macht dieses Genre für mich irgendwie auch aus - dass es nicht ganz so fern ist...denn genau dadurch wird es beängstigend.

Das Ende war für mich leider ein wenig vorhersehbar, ich hab das Ergebnis letztendlich schon geahnt. Aber auch nicht durchgehend. Zwischendurch wurde aber meine Meinung auch immer mal wieder verworfen, was natürlich auch nochmal Spannung ausgemacht hat.


4 von 5 Punkten

Papierverzierer Verlag
E-Book
Für ca 2 Wochen gibt es dieses Buch zum Einführungspreis: 1,49 Euro
ISBN 9783959621274

Mittwoch, 7. Juni 2017

Blogtour Gewinner: "Das Portal der Schatten"

Ich weiß, ich bin ein wenig spät dran...sorry, aber natürlich möchte auch ich euch die Gewinner der Blogtour verkünden. 

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern und ganz viel Spaß beim Lesen. 
Allen anderen kann ich nur empfehlen das Buch zu kaufen, es ist wirklich klasse.

Gewonnen haben:

3 x 1 E-Book im Wunschformat
- Daniela Schiebeck
- Jennifer G.
- Tiffi2000

Bitte schickt eine E-Mail mit Eurem Wunschformat und dem Betreff: Das Portal an info@cp-ideenwelt.de

Mittwoch, 31. Mai 2017

Buchrezension: Carmen Weinand & Thomas Williams "Dämonisch"

Inhalt:
Willkommen in der dämonischen Welt von Carmen Weinand und Thomas Williams.
Lerne die zerstörerische Kraft von El Bocaczas und Jenna kennen, klicke "Gefällt mir nicht" auf Freakbook.
Begleite den Avenging Angel auf seinem blutigen Feldzug.
Besuche die abgefahrenste 90er Jahre Party und schieß dir anschließend den Weg nach Woodstock frei. Und falls dir das nicht reicht: der menschliche Körper kann viele Veränderungen durchmachen.
Aber sag nicht, wir hätten dich nicht gewarnt - dieses Buch ist auf jede erdenkliche Weise böse.

Meine Meinung:
In diesem Buch sind 8 kurze Geschichten zu finden, die dem Genre Horror zu zuordnen sind. Und wie der Titel schon verrät, geht unter anderem um Dämonen und Monster.
Alles in allem fand ich diese Geschichten sehr spannend. Manche konnten mich mehr begeistern als andere - doch darauf werde ich gleich noch genauer eingehen.

Vom Schreibstil sind sie alle spannend und sehr geladen und in gewisserweise auch gruselig - was vor allem daran liegt, dass die Geschichten schon ziemlich detailreich sind.

Ich schreibe zunächst etwas über die Geschichten von Carmen Weinand, da mit ihnen dieses Buch auch beginnt:

"In ihr"
Bei dieser Geschichte war ich gleich mitten im Geschehen - was spitze ist, vor allem da es die erste Geschichte des Buches ist und diese schon Lust auf mehr macht. Ich fand die Vorstellung gruselig und beängstigend. Die Geschichte enthält eine gewisse Brutalität, welche gut zu der Idee passt.
Ich möchte weder an Mikes noch an Jens Stelle sein...so viel erstmal dazu. Ich denke das heißt nämlich auch schon was. Trotzdem konnte ich mich gut in die Protagonisten reinversetzen - auch wenn ich es manchmal am liebsten gar nicht gewollt hätte, einfach weil es so krass war.

"Freakbook"
Diese Kurzgeschichte ist einfach nur krass und für mich noch erschreckender als die Geschichte "In ihr". Zumal es halt in gewisser Weise auch unsere heutige Zeit wiederspiegelt, wenn auch mit einer Idee dahinter, die das ganze so krass macht. Aber Hater gibt es im Netz immer wieder, oder Personen die einen nerven - was mit diesen hier gemacht wird, ist allerdings einfach unglaublich. Ich konnte Celias Angst und Verzweiflung sehr gut nachvollziehen.

"Jenna"
Diese Geschichte hätte ich mir direkt nach "In ihr" gewünscht. Es passt zwar auch so, aber ich hätte das Lesen direkt nach "In Ihr" als angenehmer empfunden, da sie an dieser ansetzt. Hier findet die Geschichte ihren Höhepunkt.

"Ohne f*cking Titel"
Diese Geschichte war für mich einfach nur krank und abscheulich - also das was eine Horrorgeschichte ausmacht.

Natürlich möchte ich euch auch die Geschichten von Thomas Williams ein wenig näher bringen:

"90er Jahre Trashparty"
Zunächst kam mir hier die Assoziation an "Herr der Fliegen" was am Barkeeper liegt.
Die Geschichte ist eindeutig brutal und krass. Für mich war gerade auch diese Geschichte eine Horrorvorstellung - etwas, das ich eindeutig nicht erleben möchte. Und das die Menschen so reagieren, wie sie es tun, ist für mich gar nicht so abwegig - leider.
Die Beschreibung der Monster gefällt mir relativ gut. Allerdings mochte ich es nicht, dass sie als Fledermäuse bezeichnet werden - was wohl auch daran liegt, dass Fledermäuse putzige Tiere sind, die durch einige Geschichten in Verruf geraten sind.

"Jagd auf El Bocazas"
Diese Geschichte ist sehr actionreich, und genau das macht sie auch aus. Das Wesen ist sehr eindrucksvoll beschrieben, ich möchte diesem auf jeden Fall nicht begegen.

"Love Sex Destruction"
Mit dieser Geschichte konnte ich leider nicht so richtig was anfangen. Gerade das mit dem Glauben ist einfach nicht meins, passt aber schon zu der Geschichte.

"Superhero"
Hier kam mir der Gedanke "Robin Hood" nur anders und krasser. Hier wird kein Geld entwendet und umverteilt, das nicht. Aber hier tritt jemand gegen Verbrecher ein mit sehr harten Methoden, die ich echt erschreckend fand. Es ist alles ziemlich genau beschrieben, was ich sehr gut fand.

"Der 24-Stunden Parasit"
Diese Vorstellung ist absolut ekelig und sehr erschreckend.


5 von 5 Punkten (auch wenn ich mit einer Geschichte nicht so viel anfangen konnte, aber da mich die anderen so begeistert haben)

Amrûn Verlag
Taschenbuch
10,90 Euro
263 Seiten
ISBN 9783958690424