Donnerstag, 31. März 2016

Buchrezension: Tommy Wallach „We all looked up“





Inhalt:
Peter, Eliza, Anita und Andy stehen kurz vor ihrem Schulabschluss.  Als ein Asteroid auftaucht und sie haben eventuell nur noch 10 Wochen Zeit um ihre Wünsche und Hoffnungen in die Tat umzusetzen. Sie machen sich Gedanken über das was sie noch erleben wollen, schließen Wetten ab…

Meine Meinung:
Ich möchte zuerst sagen, dass ich von diesem Buch wesentlich mehr erwartet habe, als mir geboten wurde. Dies finde ich sehr schade, ich hatte mich auf spannende Unterhaltung gefreut. Spannend war es aber in den wenigstens Momenten, zumindest nicht spannend genug. Oftmals plätscherte die Geschichte nur so vor sich hin.

Beim Lesen wurde ich ab und zu an das Buch „Die Welt wie wir sie kannten“ erinnert. Doch an dieses Buch kommt „We all looked up“ in keinster Weise ran. Vielleicht hatte ich das Buch auch schon zu Beginn zu sehr im Kopf, was mich eventuell auch ein bisschen blockiert hat.

Ich denke die Geschichte hätte besser umgesetzt werden können, denn die Idee dahinter ist eigentlich nicht schlecht.

Mit einigen Charakteren bin ich sehr schnell warm geworden, mit anderen leider gar nicht.
Vielleicht fiel es mir auch dadurch schwer, dieses Buch flüssig zu lesen. 
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, was dieses Buch auch ausmacht. Sie haben verschiedene Vorstellungen und Wünsche vom Leben, wie es im wahren Leben ja auch der Fall ist. Dadurch ecken sie manchmal aneinander, manche Wünsche überschneiden sich.
Manche Reaktionen fand ich auch einfach sehr unpassend, aber vielleicht bin ich dazu auch schon zu vernünftig um diese nachvollziehen zu können.

Die einzelnen Kapitel sind immer noch unterteilt in die Person aus dessen Sicht gerade geschrieben wird. Das fand ich meist eigentlich ganz angenehm, nur bei den Charakteren die mir nicht so sympathisch waren, ist mir dies enorm schwer gefallen und ich konnte da nicht flüssig lesen. Das finde ich schon sehr schade.

Auch das Ende sagt mir nicht so richtig zu irgendwie, dabei kann ich gar nicht mal richtig erklären, warum dies so ist.

Ich denke schon, dass man Jugendliche mit diesem Buch dazu bekommen könnte, über ihre eigenen Wünsche und Ziele nachzudenken, aber das klappt auch nur, wenn sie die Charaktere mögen und sich in sie hineinversetzen können.

2 von 5 Punkten

Cbj
Taschenbuch
444 Seiten
12,99 Euro
ISBN 9783570403426

Mittwoch, 30. März 2016

Buchrezension: Cilla und Rolf Börjlind "Die Springflut"

Inhalt:
Vor vielen Jahren gab es einen Mord bei einer Springflut, die schwangere Frau ist dabei ertrunken.
Der damals leitende Ermittler Tom konnte diesen Fall nicht lösen, weder die Identität der Frau herausfinden noch ein Motiv, noch den Mörder.

Einige Jahre später nimmt sich Olivia Rönning - eine Polizeischülerin -  dem Fall an, da damals auch ihr Vater in diesem Fall ermittelt hat.
Außerdem findet eine Reihe Überfälle auf Obdachlose statt, auch dort laufen die Ermittlungen nicht sonderlich gut, Olivia kümmert sich jedoch mehr um den Cold Case Fall und versucht Tom zu finden.

Meine Meinung:
Von diesem Autorenpaar habe ich bisher noch kein Buch gelesen. Doch dieses hier konnte mich schon sehr begeistern. Die meisten Stellen sind sehr spannend ausgearbeitet, an einigen Stellen schwächelt die Spannung, aber das sind Stellen, an denen man Informationen bekommt, die einfach notwendig sind, um die Fälle und demnach auch das Ende zu verstehen.

Die Idee zu dem Buch finde ich klasse und sie wurde auch sehr gut umgesetzt. Dieses Buch habe ich echt gern gelesen und wollte auch immer unbedingt wissen wie es endet. Wie sich Stück für Stück alles aufklärt, finde ich sehr gut gelöst. Es passt einfach alles zusammen und wirkt in sich schlüssig und realistisch. Auch wie die Fälle ineinander übergehen finde ich gut gelöst und sinnig.

Gerade die Überfälle auf Obdachlose - da ist ein aktuelles Thema aufgegriffen, denn auch das kommt immer wieder vor. Gerade deswegen finde ich das super, dass dies mit eingebracht wurde.

Auch die Charaktere finde ich sehr gelungen und aussagekräftig beschrieben. Es hat mir viel Spaß gemacht mit ihnen zu ermitteln. Sie waren mir alle sehr sympathisch, gerade weil sie alle ihre Ecken und Kanten haben.
Olivias Verhalten ist für mich gut nachvollziehbar und gut umgesetzt. Gern werde ich auch weitere Bücher von ihr lesen, um zum einen mehr über sie zu erfahren, zum anderen, weil mich das Autorenpaar mit dieser Ermittlung einfach begeistern konnte und mich in den Bann der Geschichte ziehen konnte.

Ich bin gespannt auf weitere Bücher von diesem Autorenpaar und vor allem darauf wie es mit Olivia weitergeht, da das Ende von diesem Buch doch sehr drauf schließen lässt, dass diese sich noch mit einigem auseinander setzen muss...

5 von 5 Punkten

 btb
Taschenbuch
580 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783442748204

Buchrezension: Nova Wettman „Lily Frost – Fluch aus dem Jenseits“



Inhalt:
Lily und ihre Familie ziehen um, in ein altes Haus. Dieses Haus ist Lily schon auf dem Bild unsympathisch und als sie dann davorsteht ist es ihr sehr unheimlich. Sie wählt den Raum als ihr Zimmer, der ihr am meisten Angst macht. Dort findet sie Buchstaben die in dem Boden geritzt sind und bekommt dann raus, dass das Mädchen was vorher in dem Haus gewohnt hat verschwunden ist…

Meine Meinung:
Das Buch fand ich so naja, es hat mich nicht umgehauen, mich aber auch nicht vollendens  enttäuscht. Ich hatte beim Lesen natürlich auch immer im Hinterkopf, dass es ein Buch für Kinder/Jugendliche ist. Das habe ich schon immer berücksichtigt, keine Frage. Aber trotzdem fehlt mir an einigen Stellen die Spannung, an anderen finde ich Beschreibungen eigentlich zu heftig und zu genau für Kinder und Jugendliche. Da hätte ein besserer Mittelweg gefunden werden müssen.

Die Charaktere sind toll beschrieben und haben schon einiges an Tiefgang. Auch wenn ich nicht immer mit Lily auf einer Wellenlänge war, so war sie mir auch nicht unsympathisch, sondern manchmal einfach so undurchsichtig und so hmm paranoid würde ich es nennen.  Auch was ihre Familie angeht und ihre Freundin, die waren mir nicht immer so richtig sympathisch, das ist schon sehr schade, da ich gerade die Charaktere so wichtig finde. Vielleicht war das bei diesem Buch auch mein generelles Problem, das sich nur bedingt mit dem Buch warm wurde. Auch wenn ich schnell in die Geschichte einsteigen konnte, so richtig umgehauen hat sie mich leider nicht. Ich denke die Autorin hätte mehr aus der Geschichte rausholen können. An manchen Stellen war es mir einfach auch viel zu viel, was passiert ist, vor allem Dinge die einfach viel zu unwirklich erscheinen. Die so meiner Meinung nach nicht passieren würden, auch im Verhalten zwischen den einzelnen Charakteren.
Vom Schreibstil her, konnte ich das Buch zwar immer flüssig lesen, aber ich denke, dass es einigen Jugendlichen schwer fallen könnte, dass Buch so flüssig zu lesen, einfach weil die Sätze manchmal recht komplex sind.
Die Idee an sich finde ich gut, und auch nicht immer schlecht umgesetzt. Die Aufmachung des Buches ist auch toll, das Cover finde ich bedingungslos schön.

3 von 5 Punkten

Gulliver von Beltz & Gelberg
Hardcover
235 Seiten
14,99 Euro
ISBN 9783407746542

Ich danke Blogg dein Buch und Beltz für das Rezensionsexemplar

Freitag, 18. März 2016

Buchrezension: Richard Laymon "Das Haus"



Inhalt:
In diesem Jahr gibt es eine große Halloweenparty. Diese findet im Sherwood-House statt. In diesem wurde vor einigen Jahren eine ganze Familie brutal ermordet - der Mörder wurde nie gefasst. Es gibt Zeichen für die Party, die auf nichts gutes schließen lassen...

Meine Meinung:
Dieses Buch beginnt sogleich sehr spannend und auch ziemlich brutal und blutig. Dies hält auch das gesamte Buch über an. Es ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Ich konnte mir gerade die Leichen und wie getötet wurde, dank der ausschweifenden Erklärungen gut vorstellen und hatte sehr blutige, brutale Bilder im Kopf - der Autor lässt hier seinen Lesern aber auch immer noch einen gewissen Spielraum um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Dies sagt mir sehr zu, da ich so auch selbst gefordert bin und nicht alles zu genau vorgegeben ist - wobei es in diesem Buch schon alles recht genau ist.
Gefürchtet habe ich mich allerdings selbst in keinem Moment, das wäre für mich sehr grandios gewesen, wenn ich selbst beim Lesen Angst gehabt hätte - schade.

Es ist nicht mein erstes Buch von diesem Autor, die Bücher die ich von ihm kenne, sind auch alle sehr blutig und brutal, ich wusste also worauf ich mich einlasse, habe dies sogar erwartet und ich kann sagen in der Richtung wurde ich nicht enttäuscht.

Mir fehlt bei der Geschichte allerdings ein wenig der Tiefgang, es geht eigentlich von Mord zu Mord spurlos über. Die Charaktere sind meiner Meinung nach teilweise ein bisschen zu schwammig, andere fast wieder zu ausgeschmückt. Das ist daher gar nicht so einfach, da hätte der Autor einen besseren Mittelweg finden können, denke ich.

Die Charaktere an sich sind sehr unterschiedlich, dass ist auch gut so, denn sie machen das Buch ja aus. Ich kann allerdings ihre Handlungsweisen oftmals eher weniger nachvollziehen, auch das finde ich in wenig schade.

3 von 5 Punkten

Heyne Hardcore
Taschenbuch
288 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783453676480

Mittwoch, 16. März 2016

Buchrezension: Bram Dehouck „Der Psychopath“





Inhalt:
Sam ist anders, anders als andere Kinder. Seinen Eltern – er Arzt, sie Krankenschwester – ist dies schnell bewusst. Sie versuchen das auffällige Verhalten seines Kindes zu erklären…doch dann eskaliert die Lage und der Vater von Sam sieht nur eine Möglichkeit….

Meine Meinung:
Das Buch ist super spannend und hat mich echt umgehauen, mit so etwas habe ich überhaupt nicht gerechnet, es ist brutal, es ist beängstigend und gerade das ist es, was mir an diesem Buch so unsagbar gut gefällt.
Auch wenn ich mit dem Ausgang so irgendwie schon teilweise gerechnet habe, so war das Buch dennoch sehr spannend und die Idee dahinter ist sehr gut. Auch wenn ich mich frage, wie man auf so eine kranke Idee kommen kann. Denn das ist die Geschichte bzw die Charaktere teilweise – Krank. Doch genau das macht dieses Buch aus.

Da dies Buch so super spannend war, wollte ich es nicht aus der Hand legen und hatte es auch an einem Tag durch – was aber auch mit an der geringen Seitenzahl liegt. Es lässt sich durchweg flüssig lesen.
An einigen Stellen war ich entsetzt, wie sich die Charaktere gegenseitig ausspielen und was für Ausreden/Erklärungen sie teils erfinden, schon allein das ist hart.
Die Charaktere sind gut gestaltet, meist ist das Verhalten von ihnen für mich auch durchaus nachvollziehbar, wenn auch nicht immer, aber es wirkt dennoch realistisch durch und durch.

Dieses Buch ist eindeutig nichts für schwache Nerven, man sollte schon einiges aushalten können, um es zu lesen – denke ich.
Von diesem Autor hatte ich bisher noch kein Buch gelesen, aber ich denke da werden noch weitere folgen, so spannend wie dies war.

5 von 5 Punkten
Btb
Taschenbuch
217 Seiten
8,99 Euro
ISBN 9783442713301

Dienstag, 15. März 2016

Buchrezension: Charles Benoit "Cold Calls"



Inhalt:
Eric, Shelly und Fatima sind völlig unterschiedlich und doch erhalten sie alle 3 Anrufe, die sie dazu auffordern bestimmte Mitschüler zu mobben. Sollten sie dies nicht tun wid der Anrufer ihr Leben zerstören...
Sie sind verzweifelt und folgen den Aufgaben des Anrufers. Doch dann müssen sie alle zu einer Anti-Mobbing-Therapie...

Meine Meinung:
Das Buch befasst sich auf sehr spannende Weise mit dem Thema Mobbing, wenn auch mit etwas anderem Hintergrund, wie es sonst oft der Fall ist.
Ich finde es gut, dass dieses Thema auch in Büchern aufgegriffen wird, wie sich hier Stück für Stück alles aufklärt ist echt spannend und man merkt schon sehr deutlich, was Mobbing aus Leuten machen kann, die diesem ausgesetzt sind.
Es ist ein Thema dem man in der heutigen Gesellschaft immer mehr begegnet und gerade deswegen finde ich es so wichtig, über so ein Thema zu sprechen. In diesem Buch ist eine gewisse Härte zu finden, aber es ist auch teils sehr einfühlsam und erklärend ohne jedoch belehrend zu wirken geschrieben.

Ich fand das Buch schon recht spannend, dabei hatte ich natürlich auch immer im Hinterkopf, dass es ein Jugendbuch ist, ich finde da sollte man gerade bei der Spannung selbstverständlich unterscheiden. Ich habe dieses Buch verschlungen und hatte es wirklich schnell durch, einfach auch weil ich wissen wollte wie es weitergeht, wie sich alles aufklärt etc.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, so dass ich mich schnell in sie hineinversetzen konnte. Ihr Handeln und auch ihre Gefühle konnte ich gut nachvollziehen und waren für mich in sich schlüssig.

Die Idee dahinter ist einfach klasse und ich kann mir vorstellen, dass es so ähnliche Fälle wirklich gibt. Es ist alles in allem recht realistisch, was ich gerade bei so einem Thema auch sehr wichtig finde.

5 von 5 Punkten

Cbt
Taschenbuch
319 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783570310083

Samstag, 12. März 2016

Buchrezension: Manson Cross „Blutinstinkt“

Inhalt:
In den Santa Monica Mountains wird eine Frauenleiche entdeckt.Diese ist verstümmelt. Detective Jessica Allen erlebt, als sie diese sieht ein grausames Déjà-vu. Dann werden auch schnell weitere Leichen entdeckt und klar ist, dass hier ein Serienkiller am Werk ist.
Die Polizei kommt nicht wirklich weiter und Jessica entscheidet sich Blake als externen Berater hinzuzuziehen...dieser muss sich dafür seinen eigenen Dämonen stellen...

Meine Meinung:
Das Buch ist alles in allem recht spannend. Ich bin allerdings eine Person, die es gerne sehr blutig mag, daher hätten die Beschreibungen der Leichen gern noch mehr ausgeschmückt sein können - aber gerade das sieht ja jeder unterscheidlich. So ist es ein Buch, welches auch mehr für die Allgemeinheit geeignet ist, so denke ich.
An manchen Stellen sank die Spannung leider etwas ab, das fand ich schade, denn die Idee ist eigentlich super und ich kam auch nie auf die Lösung. Damit wurde zumindest ein Zeil schon mal erreicht, denn wenn ich auf die Lösung selbst komme, ist das Buch meist sehr langweilig und zu durchsichtig.

Die Charaktere sind recht gut beschrieben, auch wenn ich sie nicht immer mag und ihre Handlungsweisen auch nicht immer nachvollziehen kann, so passen sie dennnoch gut zu dem Buch und der Geschichte. Aber auch hier hätte ich mir bei einigen mehr Tiefgang gewünscht. Tiefgang der zum Teil in der Geschichte meiner Meinung nach zu sehr vorhanden ist, was halt auch die Spannung straucheln lässt.

Das Buch lässt sich nur bedingt flüssig lesen, es gibt einige Stellen, an denen ich mehrfach lesen musste oder nochmals zurückblättern musste - das kommt bei mir in der Regel allerdings gar nicht vor.

Dieses Buch konnte mich nicht ganz überzeugen, ist aber auch nicht richtig schlecht.

3 von 5 Punkten

Goldmann Verlag
Taschenbuch
444 Seiten
9,99 Euro
ISBN 9783442481316