Donnerstag, 12. April 2018

Buchrezension: Max Rhode "Die Blutschule"



Inhalt:
Eine unbewohnte Insel im Storkower See

Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer

Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ...

Meine Meinung:
Erstmal möchte ich sagen, dass ich es total klasse finde, dass Sebastian Fitzek dieses Buch unter einem Pseudonym geschrieben hat. Es ist wirklich doch schon anders, als das, was er sonst schreibt. In diesem Buch sind einige Horrorelemente, und dadurch bedingt auch unrealistische Dinge - dieses gibt es in seinen Büchern sonst ja nicht. Daher finde ich es super so. Ich bin auch schon gespannt, wie er den Autor Max Rhode in sein Buch, "Das Joshua-Profil" mit eingebunden hat, daher werde ich diese auch gleich als nächstes Lesen.


Ich finde dieses Buch durch seine Horrorelemente ziemlich krass. Wie genau dieses aussehen möchte ich hier allerdings nicht verraten, denn ich möchte euch ja nicht spoilern. Das müsst ihr schon selbst lesen. Auf jeden Fall fand ich dieses Elemente schon sehr gut, sie waren auch sehr gut eingebracht.




Bis es zu dem Punkt kommt, der im Klappentext beschrieben ist, dauert es allerdings doch eine ganze Zeit, das fand ich aber nicht schlimm, da das davor auch schon spannend und toll beschrieben ist. Auch ist es sehr wichtig für die Geschichte. Ich hätte anhand des Klappentextes allerdings gedacht, dass es schneller zur Sache geht - ich finde dieser konnte daher nochmal überarbeitet werden, weil manche Leser so vielleicht doch was anderes erwarten und am Anfang des Buches so enttäuscht wären. Das war bei mir zum Glück nicht der Fall.

Die Protagonisten sind toll beschrieben, ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Gerade Simon und Mark taten mir oft leid. Ich war da schon sehr entsetzt. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wie man als Vater nur so sein kann - auch wenn ja klar war, warum er so war wie er war. Die Beschreibungen, was den beiden passiert und wie sie sich fühlen sind einfach genial. Ich konnte mich in die beiden sehr gut hineinfühlen und alles gut nachvollziehen.



An manchen Stellen habe ich mich schon ein bisschen geekelt. Gerade wenn es Tiere oder Kinder betrifft bin ich da dann doch ein wenig empfindlich. Da sollte man bei diesem Buch zumindest zum Teil schon mit umgehen können, sonst ist dieses Buch nichts für einen.

Das Ende ist auch echt heftig und da hab ich mir so einiges vorgestellt - durch die Beschreibung am Ende hatte ich starkes Kopfkino. Hier überlässt der Autor es dem Leser sich selbst alles vorzustellen und beschreibt nichts so genau. Das fand ich schon sehr gut, gerade weil ich dann doch eine blühende Fantasie habe.

Dieses Buch habe ich innerhalb von einem Tag durchgelesen, und das obwohl ich an diesem Tag noch einige andere Verabredungen hatte. Ich denke das sagt auch viel aus, wie mir dieses Buch gefallen hat.
Ein Buch welches ich so verschlinge kann nur gut sein, und hat mich dann eindeutig gefesselt und nicht mehr los gelassen.

5 von 5 Punkten

Lübbe
Taschenbuch
255 Seiten
12,99 Euro
ISBN: 9783404172672

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